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Rund und rot prangt auf dem Cover der eingedruckte Kleber "Wirtschafts-Nobelpreisträger 2008". Das wirkt verkaufsfördernd und suggeriert Wahrheit. Wir folgen gerne den Insignien von Helden. Umso gespannter warte ich auf ein Buch, in dem uns die Irrtümer von Nobelpreisträgern vorgeführt werden. Auch wenn darin Paul Krugman kein langes Kapitel gewidmet wäre, müsste der Autor dennoch auf einige seiner Thesen genauer eingehen. Und er könnte "Die neue Wirtschaftskrise" als Beispiel anführen, wie man ein Buch aus dem Jahre 1999 so aufpeppt, dass es bei der nächsten Krise erneut auf den Bestsellerlisten steht. Immerhin, auch wenn Paul Krugman die heutige Finanzkrise nicht voraussagte, machte er früher als andere auf Fehlentwicklungen aufmerksam, die 2009 wieder diskutiert werden. Allerdings stört es mich gewaltig, dass Krugman sich zum Kreis derer zählt, die zu wissen meinen, was Sache ist und wie Störungen komplexer Systeme zu lösen sind. Frau Merkel und Herrn Steinbrück im Vorwort die Leviten zu lesen, mag populär sein, seinen Leser aber zu suggerieren, eine genaue Analyse der Weltwirtschaftskrise der Dreißiger Jahre führe zu praktikablen Lösungen für heute, scheint mir gefährlich. Oder anders gesagt: Ich hätte von einem Nobelpreisträger, der sich intensiver als seine Berufskollegen mit irrationalen menschlichen Verhaltensmustern beschäftigt, Substanzielleres, Innovativeres und Provokativeres erwartet. Aber vielleicht ist er soeben am Schreiben eines solchen Buches und hat sein Werk aus dem Jahre 1999 nebenbei aktualisiert. Sein Verlag und sein Agent werden ihn bestimmt dazu ermuntert haben.

Nach dem missglückten Vorwort mit der fragwürdigen Schelte an Europa erliegt auch Paul Krugman in seiner Einleitung der Versuchung, Geschichte im Nachhinein zu erklären. Wenn A, dann B. Im Zentrum der folgenden zehn Kapitel stehen danach die Analysen, die Krugman 1999 zu den Krisen in Thailand, Japan, Russland, Brasilien und verschiedenen Schwellenländern machte. Dabei treffen wir immer wieder auf Bösewichte, die heute erneut im Schweinwerferlicht stehen. Hedge-Fonds, IWF, Großkapitalisten, abgehobene Banker, dumme Politiker, arrogante Manager global agierende Konzerne und korrumpierbare Nachfolger von Stammesfürsten haben sicher einen großen Anteil an der Misere. Aber wie deren Verhaltensmuster mit denen des einfachen Bürgers zusammenhängen und welchen Regeln komplexe Systeme folgen, hätte mich weit mehr interessiert als die wenig überraschenden Schuldzuweisungen. Keynes in Ehren, aber seine Rezepte kennen wir.

Mein Fazit: So verständlich die aktualisierte Neuauflage dieses Buch auch ist, sehr viel Neues hat sie nicht zu bieten. Paul Krugman gehört zwar nicht zu den Ökonomen, die Patentrezepte schreiben und noch immer felsenfest an den Homo oeconomicus glauben, aber der große Wurf ist ihm mit diesem Buch nicht gelungen. Gerade weil Krugman oft andere Ansätze verfolgt und sich auch bei den Neurowissenschaftler und Systemtheoretikern umhört, erwarte ich mehr von ihm.
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am 20. August 2012
Dieses Buch ist für jeden Wirtschaftsinteressierten eine absolute Empfehlung!
Der Nobelpreisträger Paul Krugman erklärt in einfach verständlicher Sprache komplexe wirtschaftliche Zusammenhänge, ohne dass es zu sehr wissenschaftlich und modellhaft wirkt.
Durch die Lektüre "Die neue Weltwirtschaftskrise" werden dem Leser nicht nur geschichtliche Exampelbeispiele der jüngeren Vergangenheit, wie z.B. die Asienkrise, die Wirtschaftskrise in Mexico oder Argentinien, anschaulich erklärt, nein es sollten darüber hinaus auch Lehren für die Zukunft gezogen werden.
Für Ökonomen wird die Lektüre stellenweise zu wenig theoretisch oder wissenschaftlich fundiert sein. Das Gros der Leser wird aber dem Nichtwisssenschaftlichen Publikum zuzuordnen sein, welches eine wahre Freude an dem Buch haben kann.
Nicht umsonst wurde Krugman der Nobelpreis verliehen!
11 Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 21. August 2009
Der Wirtschaftsnobelpreisträger des Jahres 2008 zeigt in diesem erneuerten Aufguss eines schlechten Buches von 1999, dass er der große Weise unter den Denker ist, einer der alles im Nachhinein erklären kann.
Natürlich verschweigt Herr Paul Krugman, dass er als hochkarätiger Mainstream-Ökonom zu der Clique von Ökonomen zu zählen ist, die sich zwar Anmaßen die wirtschaftliche Entwicklung prophezeien zu können, aber vom Zerplatzen von Blasen stets und ständig überrascht werden.
Dabei schlägt Herr Paul Krugman in diesem Machwerk natürlich und selbstredend auf die ein, die für Gutmenschen schon immer an allem Übel auf der Welt die Schuld tragen. Wohlweislich verschweigt Herr Paul Krugman seinen eigenen Part an der Weltfinanzkrise - als Mitläufer und Anstifter - jawohl Mitläufer und Anstifter, nachzulesen in Herr Paul Krugmans Kolumnen in der "New York Times" (Quelle der deutschen Zitate ef-online, 13.10.2008):
- Herr Paul Krugman am 01.10.2001
"Alan Greenspan startete besser als seine japanischen Gegenstücke. Die Fed schnitt die Zinssätze früh und häufig. Diese 11 Zinskürzungen 2001 fütterten einen Boom sowohl in Eigenheimkäufen als auch in Darlehens-Refinanzierungen, was beides der Wirtschaft half, eine noch schlimmere Rezession zu vermeiden. Aber es beginnt so auszusehen, als wären diese Zinskürzungen nicht ausreichend gewesen. "
- Herr Paul Krugman am 07.10.2001
"Die Wirtschaftspolitik sollte weiteres Ausgeben fördern, um das vorübergehende Nachlassen von Geschäftsinvestitionen auszugleichen. Niedrige Zinssätze, welche Ausgaben in Immobilien und anderen dauerhaften Gütern fördern, sind die Hauptantwort."
- Herr Paul Krugman am 02.08.2002
" Um diese Rezession zu bekämpfen benötigt die Fed mehr als eine Einzelaktion; sie benötigt rapide steigende Privatausgaben um kränkelnde Geschäftsinvestitionen auszugleichen. Und dafür muss Alan Greenspan, wie Paul McCulley von Pimco sich ausdrückte, eine Immobilienblase erschaffen, um die Nasdaq-Blase zu ersetzen."

Erst Jahre später, z. B. im Dezember 2007, erkannte Herr Paul Krugman die Gefahr der platzenden Immobilienblase, an seine Empfehlungen, an sein Fordern nach einer Immobilienblase konnte er sich natürlich nicht mehr erinnern. Stattdessen schlägt er nun auf diejenigen ein, die seinen Ratschlägen gefolgt waren, z. B. auf Alan Greenspan, der genau die blasenerzeugende Geldpolitik betrieben hatte, die Herr Krugman 2001-2002 in seinen Artikeln gefordert hatte (Herr Paul Krugman in der New York Times vom 21.07.2007).

Anstatt von Herrn Paul Krugman, einem hilflosen und unaufrichtigem Mainstream-Ökonomen, sollten wir uns die Weltfinanzkrise von den Ökonomen erklären lassen, welche seit etlichen Jahren vor dieser Krise - leider vergeblich - gewarnt haben, z. B. von: Gary North, Peter Schiff, Frank Shostak oder William Bonner.
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am 26. August 2011
Als absoluter Wirtschaftslaie hatte ich streckenweise meine liebe Not, den Meldungen auf den Wirtschaftsseiten der Zeitungen zu folgen. Wie kann sowas passieren? Was hat jemand davon? Warum kontrolliert das keiner? Und warum kann man auf fallende Kurse wetten?
Das Buch hat mir sehr geholfen, Zusammenhänge zu verstehen und Begriffe besser zuordnen zu können. Ich weiß nicht, ob VWL-Absolventen noch viel daraus lernen können, aber interessierte Laien auf jeden Fall. Dabei lässt sich das Buch auch noch fast so gut lesen wie ein Roman - perfekt. Schade, dass diese Art des populärwissenschaftlichen Schreibens überwiegend bei amerikanischen Autoren praktiziert wird. Da können sich einige Fachbücher eine Scheibe von abschneiden.
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am 17. Mai 2009
Wenn Paul Krugman von 'Politik der Unvernunft', größenwahnsinnigen 'Masters of the Universe', 'Greenspans Blasen' und 'bösartiger Vernachlässigung' systemimmanenter Risiken spricht, dann klingt dies sicher schrill in den Ohren von Präsidenten, Ministern, Zentralbankern, Managern. Aber es ist die Wahrheit: Krugman bringt auf den Punkt, woran das System krankt. An Selbstüberschätzung und Arroganz der Protagonisten, an Gier, an der 'Verführung zum Risiko' (81), an kurzsichtigen und mitunter korrupten Politikern (81), an faulen Krediten, an Intransparenz, an Blasenbildungen ' und am Irrglauben, alle Rezessions- und Depressionsrisiken im Griff zu haben. Trotz aller Komplexität kann der Blogger und Kolumnist Krugman dies gut erklären.

Eigentlich hat er es 1999 schon erklärt, denn eigentlich ist 'Die neue Weltwirtschaftskrise' kein neues Buch. Es geht zurück auf das zehn Jahre alte Buch 'The Return of Depression Economics', das in Deutschland unter dem Titel 'Die große Rezession' (Campus-Verlag) erschienen ist. Es ist eine exzellente Darstellung der Finanzkrisen in Lateinamerika und Fernost ' Krisen, die die Welt schon vor zehn Jahren an den Rand einer großen Depression geführt hatten. Krugman hat es jetzt in der aktuellen Weltwirtschafts- und Finanzkrise um Greenspans Zinspolitik, die katastrophalen Folgen eines unkontrollierten Schattenbanksystems und die neu aufgekommene Furcht vor einer gewaltigen Depression ergänzt, nachdem jetzt auch die Immobilienblase geplatzt ist.

Das Fazit, das Krugman zieht, ist wenig schmeichelhaft: Die Mächtigen der Welt und des globalen Finanzsystems haben aus dem Desaster der 1990er Jahre nichts gelernt. Im Gegenteil: Es ist alles nur noch schlimmer geworden durch den Verzicht auf Regulierung eines hypertrophierten und intransparenten Systems.
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am 19. November 2009
...keine Formeln, keine Grafiken, keine Fachsprache! Und alles ist ja so einfach...
Krugman geht sämtliche Wirtschaftskrisen durch und hat für alle die Lösung:
S. 30: "Rezessionen lassen sich einfach dadurch bekämpfen, dass man Geld druckt - der Rest ergibt sich in der Regel von allein."
Ich bin sehr enttäuscht von dem Buch. Es enthält zuviel eigene Meinung und zuviel Patriotismus. Es ist insgesamt schlecht geschrieben.
S. 163: "In der Rückschau erscheint Greenspan wie ein General, der an der Spitze eines entmutigten Heeres reitend das Schwert hebt und seine Mannen zu neuen Taten anspornt - und auf wundersame Weise wendet sich das Blatt... Als Greenspan aus dem Amt schied, war er von einem Glorienschein umgeben..."
Ich möchte mir gerne meine Eigene Meinung bilden. Wer sich ernsthaft ein Bild machen möchte, der Sollte unbedingt "Die Weltvernichtungsmaschine" oder "Meltdown" von Thomas Woods lesen."Kasino Kapitalismus" von Hans-Werner Sinn enthält sehr viele Formeln und Grafiken, ist aber das Fachlichste Buch über das Thema. Am besten zu lesen und ebenfalls sehr interessant fand ich "Die Weltvernichtungsmaschine" von Stefan Frank:
S. 190 f.: "Danach erschließt sich, was passieren muss, wenn die Zentralbank eine Rezession vermeiden will, indem sie den Preis des Geldes senkt. Der erste Effekt ist, dass die Verschuldung nicht sinkt, sondern immer weiter steigt. Unternehmungen mit geringer Rentabilität werden nicht aufgegeben, sondern am Leben erhalten. Die Konsequenzen einer solchen Politik sind offensichtlich: eine immer höhere Verschuldung, eine sinkende Gesamtrentabilität der Wirtschaft und in der Folge eine immer größere Krisenanfälligkeit."
Die letzten 16 Seiten von Krugmans Buch bilden übrigens eine Rede von Irwin L. Collier, die er bei der Nobelpreisverleihung Krugmans gehalten hat. Dabei erfahren wir u.a., dass Krugman seinen Doktortitel nicht nach 4 Jahren (Regelstudienzeit am MIT), sondern schon nach 3 Jahren erhalten hat... Toll! Ich finde das Buch sehr überheblich geschrieben!
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am 18. März 2009
Paul Krugman wendet sich in seinem 222 Seiten starken Buch ganz besonders an den interessierten Laien: keine Formeln, keine Grafiken, keine Fachsprache! Dennoch gelingt es ihm in der Erzählform, dem gebildeten Laien verständlich zu machen, wie es zu der gegenwärtigen weltweiten Finanzkrise kam und was getan werden muss, um Schlimmeres zu verhindern! Bei der Analyse stützt er sich auf zahlreiche Beispiele verschiedener Länder, die in den letzten Jahrzehnten in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten sind. Dabei gelingt es ihm vortrefflich, den universellen Charakter der Schwierigkeiten hervorzuheben. Die komplexe Wirklichkeit bringt er dem Leser durch geniale Vereinfachungen nahe. Trotz der allgemein beängstigenden Dimension der gegenwärtigen Finanzkrise bleibt er in seinem Stil sachlich und damit frei von Polemik. Wer dieses Buch gelesen hat, versteht, warum die Politik weltweit gegenwärtig gigantische finanzielle Anstrengungen unternehmen muss, um einen Kollaps zu verhindern. Übersicht in unübersichtlichen Zeiten ist der Lohn dieses Buches!
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am 5. Mai 2009
Ein besseres Beispiel kann man nicht geben, wie man auch in der momentan wirtschaftlich angespannen Lage auch Geld verdienen kann. Man nehme ein altes Buch, dass bereits erschien, peppt es für die alten dummen Europäer, insbesondere deutschen mit einen aggressiven Vorwort etwas auf und sofern irgendwie möglich, am besten noch als Nobelpreisträger und fertig ist der Bestseller.

In dem Buch werden vergangene Krisen beschrieben, was ungefähr so interessant ist, wenn ich ein veraltetes Automodell vorstelle. Natürl. ist es nicht ganz nutzlos für den interessierten Leser, doch Lösungsansätze findet man vergeblich. Das einzige, was uns Krugman rät in Europa ist EuroŽs zu drucken und Keynes zu befolgen. Mehr auch nicht.

Kurrgman bringt das Thema gut rüber, hier ist kein Vorwurf zu machen, allerdings finde ich, entschuldigt er sich schon fast für seine einfache "Erzählungsweise" (Babysitting-Modell) WARUM???

Gelernt habe ich, dass sich die Banken aus Goldschmieden entwickelt haben, mehr neues habe ich leider nicht erfahren. Die bekannten Probleme der aktuellen Krise (Deregulierung) wurden angesprochen, die Bankenlandschaft in 2Teilen getrennt, alles nichts neues.

Gibt sicherlich bessere Bücher... Ist kein MUSS-Kauf... Normal würde ich 3 Sterne vergeben, an guten Tagen 4, aber da es Paul Krugman geschrieben hat und ich von ihm einfach mehr erwarte, gibtŽs nur 2. Sorry Paul... Ich bin ein dummer, naiver Europäer... So what?? :D
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am 27. März 2009
Schon das Vorwort rüttelt auf und trifft den Nagel auf den Kopf. Europa und insbesondere Deutschland verschlafen die Krise - keine Knappheit der Ressourcen -sondern, treffend - der Erkenntnis - Steinbrück und Merkel verhauen sich in wenig förderlichen Diskussionen um Steuerhinterzieher, Bankgeheimnisse und dergleichen, statt die Wirtschaft wirklich zu unterstützen, mehr noch, Sie schwächen dadurch die um Vertrauen ringenden Banken zusätzlich und vermindern damit die Wirkung der bereits erfolgten, immensen (Unter-) Stützungen dieses Sektors - und das alles wegen ein paar unbedeutenden hypothetischen Millionen Steuereinnahmen - unvorstellbar. Die Ursache für den Absturz der Wirtschaftsleistung ist in einer Vertrauenskrise zu suchen, die in der zweiten Hälfte des letzten Septembers stattgefunden hat (-> Taylor), natürlich basierend auf der Immobilien- und noch folgenden Kreditblase. Der Bumerang für die Untätigkeit der EU wird nicht lange auf sich warten lassen, nein, er ist in der Zwischenzeit zwischen Druck des Buchs und heute eingetroffen. Als Exportweltmeister" wird Deutschland beträchtliche Federn lassen müssen, wenn nicht in Bälde signifikantes unternommen wird. Deutschland wird es am meisten treffen und andere Staaten mit ziehen.
Die durch eine Nachfrageschwäche induzierte Wirtschaftskrise muss auch von dieser Seite her wieder herausgeholt werden, Stichworte: Investitionen, Steuererleichterungen, ... .
Paul Krugmann versteht es allgemein verständlich die Sachlage zu erklären. Mit einfachen und erstaunlich wenigen ökonomischen Grundsätzen kann er die Wirtschaftskrisen und das Krisenmanagement erklären. Das nächste Mal werde ich Ökonom. Er analysiert verschiedene Wirtschaftskrisen von Lateinamerika, Japan, Asien (1997), USA bis nach Europa (09.2008), klar verständlich und nachvollziehbar. Auch das Krisenmanagement ist nachvollziehbar, und wird hauptsächlich aus der Sichtweise eines Notenbankers bzw. der Princeton-Theoretiker dargelegt. Liqudität zur Verfügungstellen -> die Märkte fluten -> Dollars drucken bis die letzten Regenwälder entwurzelt sind -> die Banken unterstützen - obwohl die Industrie Geld braucht und nicht die Banken -> damit mittelfristige Abwertung des Dollars (USD) -> infolgedessen Abbau der Schulden der USA, da sie weniger zahlen müssen -> somit werden die Guthaben der Gläubiger reduziert -> die neue Weltwährung, welche in greifbarer Nähe ist, dürfte dem Schuldenabbau der USA ebenfalls helfen. Gläubiger sind wir, Pensionkassen, Versicherungen, europäische Staaten, Japaner und hauptsächlich Chinesen. Die Leistungen der Versicherungen (Lebensversicherungen, Altersversicherungen,...) und Pensionen werden signifikant im Bestand reduziert. Ich habe auf jeden Fall schon 30% mit meinen vermeintlich sicheren US-Staatspapieren verloren, Stichwort: Währungsrisiko, oder mit anderen Worten Schuldenabbau der USA, auf meine Kosten, und nun kommt auch noch ein Liquiditätsproblem dazu. Aber Bernanke hat das jetzt (März 2009) auch realisiert und er beginnt nun mittel- und längerfristige Staatspapiere aufzukaufen. Wir müssen nun dem in den USA erzeugten Ballon die Luft aussaugen! Nein Sie spritzt uns ins Gesicht !
Die USA ist ein Staat in der klassischen Schuldenfalle - aus der er nicht ohne weiteres wieder herauskommt, denn es geht nicht um einen lateinamerikanischen, afrikanischen oder kleinen, unbedeutenden asiatischen Staat, den es zu retten gilt, der mit ein paar Dutzend Milliarden USD gerettet werden könnte, nein es geht um die USA, und die ist in dieser Dimension und dazu noch mit der eigenen Währung kaum zu retten - oder glauben Sie mit einer Staatsverschuldung von ca. 30000 USD pro Familie sei dieser Staat noch zu retten. 30000 USD pro Jahr, wohlverstanden. Auch Nobelpreisträger müssen das rechnen wieder erlernen. Mit diesem Geld kann ein chinesischer Kleinbetrieb finanziert werden - Entschuldigung - 80 Millionen chinesische Kleinbetriebe, mit dem Unterschied, dass letztere sich selber finanzieren würden und diese Unterstützung nicht benötigten.
Hat man Ihnen die Hypothek auch abbezahlt? Nein? In den USA wurden schon Summen in der Höhe von mehr als der Hälfte der vorhandenen Hypothekarschulden der gesamten Nation für Hilfeleistungen verwendet.
Europa muss handeln, wenn die USA Billionen vernichten können und noch zusätzlich Billionen neue Dollars auf den Märkt werfen, so müssen die Europäer handeln! Eine neue Leitwährung zu kreieren, dazu sind sie in Anbetracht verfehlten Europapolitik und Osteuphorie leider nicht mehr in der Lage - den Politikern, vor allem denen in Brüssel sei Dank. Tatenloses zusehen wird good old Europe" noch sehr teuer zu stehen kommen - rein dadurch dass ein Überangebot an Dollars vorhanden ist.
Man bedenke immerhin ist Deutschland noch das am meisten Güter exportierende Land der Welt, vor China wohlverstanden. Ein Grossteil dieser Leistungen versicker(te)n in den USA und wurden in den letzten beiden Jahren vernichtet - viel Arbeit für nichts.
Wenn Sie wissen wollen, wie Sie mit Ihren persönlichen Geldanlagen in dieser Zeit umgehen sollen, hilft Ihnen dieses Buch wenig. Es sei denn Sie interpretieren die Aussagen von Paul Krugmann. Konkrete Tipps sind nicht Gegenstand dieses Buches. Seine Empfehlung: Schaufel kaufen und Loch im Garten graben, zeigt den Tenor an. Wer Tipps benötigt, soll sich beim Princeton Jüngling Prof. Dr. M. Otte umhören. Wenn er etwas von Aktien spricht, bitte nicht zu ernst nehmen, denn auch er verdient sein Geld ohne Aktien nicht.
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am 6. November 2009
Die Wirtschaftskrise lässt meiner Meinung nach viele aufhorchen, die sich vorher noch nicht wirklich für Finanzen und Wirtschaft interessiert haben. Und für ebendiese ist dieses Buch informativ und interessant. Man beginnt die Entwicklung besser zu verstehen und begreift Zusammenhänge und wie es zu der Krise kommen konnte. Hier schrecken weder Grafiken noch Fachausdrücke den Wirtschaftsanfänger ab. Ich zähle mich zu dieser Gruppe und kann sagen, das Buch von Krugman hat mir die Krise ein ganzes Stück näher gebracht. Für den ,interessierten Laien' ein informatives und lehrreiches Buch.
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