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Die letzten Dinge: Roman Gebundene Ausgabe – 25. Juli 2005

4.8 von 5 Sternen 13 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Dreizehn Kännchen Kaffee wackelten auf dem Tablett

hin und her, als Lotta ihren Wagen schob. Die Kännchen hatten keine Deckel und

ihre Zuten waren angeschlagen. Aber der Kaffee duftete über den ganzen Flur von
Zimmer zu Zimmer und über die Gänge von Station zu Station durch das ganze Haus.

Sieben Schnabelbecher wackelten ebenso und jeder Schnabelbecher hatte einen

anderen Deckel. Gelbe Becher hatten blaue Deckel, blaue Becher hatten grüne

Deckel und die meisten Becher waren gelblich weiß und ihre Schnäbel leicht

zerbissen. Lotta schob den Wagen und der Zettel in ihrer Kittelschürze war ganz

verknittert, so oft hatte sie ihn schon gelesen:

Meier mit Milch und Zucker

Schlecker schwarz, Diabetikerkuchen

Frau Norken: 1 Schnabelbecher mit Milchkaffee

Kurtacker: Betreten verboten

Was? Betreten verboten? Eben ging Lotta am Türschild von Herrn Kurtacker vorbei

und blieb stehen. Starrte auf die Tür. Sie sollte diese Tür nicht öffnen? Oder

sie sollte Kaffee und Kuchen an der Tür abstellen? Oder sollte Herr Kurtacker

nichts bekommen? Hatte er eine Nahrungsmittelallergie? Lotta beugte sich vor und

sah durchs Schlüsselloch: da saß ein Mann, seltsam zur Seite gebeugt, als wollte

er etwas aufheben, ein schwarzer, ungekämmter Schopf fiel in sein Gesicht, der

Oberkörper war nackt, Musik lief, AC/DC waren das wohl. Das reinste Rockkonzert.

Lotta stutzte, der Mann war gar nicht alt. Vielleicht fünfzig. Jetzt kurvte er

aus der Sicht und verschwand, der Bass vibrierte noch eine Weile durch das

Schlüsselloch. Vielleicht mochte er keinen Kaffee, sondern lieber einen Whisky

oder so.

Lotta zögerte; keine Schwester weit und breit, kein Pfleger, nur sie und ihr

kleines bisschen Mut, sie beschloss, eine Ausnahme zu machen von dieser Regel

auf dem zerknitterten, karierten Papier, sie konnte sagen, sie hätte das

überlesen. Einfach mal die Nase zur Tür hereinstecken, der Mensch war doch kein

Tier, er konnte ihr doch nichts tun, vielleicht sagte sie einfach mal guten Tag.

Sie griff nach der Türklinke. Aber was war das? Die Tür ging nicht auf, sie war

zweifach, dreifach abgeschlossen, nichts zu machen. Die hatten ihn eingesperrt,

ging das überhaupt, durfte das sein?

Lotta wünschte sich, eine Schwester wäre dabei, hätte ihr alles gezeigt und

erklärt und sie vorgestellt. Aber Schwester Rosalinde musste dringend

Medikamente stellen, sagte sie, und sie sei froh, wenn sie sich nicht kümmern

müsse. Und es stehe ja alles auf dem Papier. Also: Frau Schlecker schwarzen

Kaffee und einen Kuchen. Lotta schaute noch mal auf das angeschlagene Kännchen

ohne Deckel und den kleinen Kuchen. Das Haus müsse sparen, sagte Schwester

Rosalinde. Eine Serviette hätte nicht geschadet. Ein Würfelchen Zucker. Ein

Häubchen Sahne. Aber nichts da. Lotta seufzte und zuckte die Schultern.

Na ja. Die Leute hier hatten alle den Krieg überlebt und sich jahrelang von

Rüben und Brennnesseln ernährt. Sie würden auch das überstehen. Lotta legte das

Stück Marmorkuchen auf den Teller und trug ihn hinein.

Sehr tapfer, Frau Schlecker, sagte sie. Besser als Steckrüben und Beeren aus dem

Wald.

Was?, krähte Frau Schlecker aus dem Sessel.

Kaffee trinken. Und Kuchen essen, sagte Lotta. - Ich kann Ihnen im Augenblick

nicht helfen, denn ich muss weiter, ich blicke hier noch nicht so durch.

Waas?, krähte Frau Schlecker.

Lotta überlegte sich, sie müsste etwas netter sein. Das waren doch alte Leute.

Da konnte man nicht so mit umgehen. Sie warf ihren braunen Zopf auf den Rücken

und beugte sich zu Frau Schlecker herunter:

Wie geht es Ihnen denn?

Hm?

Wie es Ihnen geht!

Beschissen, krähte Frau Schlecker.

So. Dann. Gut. Dann gehe ich jetzt mal wieder.

Ick werde hier nich bleiben, sagte Frau Schlecker. - Ick jehe jetz nach Hause

und denn werde ick euch alle anzeigen. Bei der Stadt, beim Oberbürgermeister.

Jawoll.

Ja, dann. Guten Appetit, sagte Lotta.

Sie musste weiter. Den lieben langen Flur. Am Anfang des Flures war der

Speisesaal, in der Mitte ein Aufenthaltsraum mit Fernseher, in den man durch

eine Glaswand schauen konnte und in dem drei Leute vor sich hinkrümelten. Vor

den Aufzügen befand sich das Schwesternzimmer und alle Räume für die Medikamente

und die Wäsche. Lotta versuchte, sich alles zu merken.

Und sie ging zu Norken und Meier und Sturm und Schiwrin. Und der eine konnte

nichts mehr sehen und die andere konnte nichts mehr hören und die Dritte nicht

mehr laufen und der Vierte nichts mehr denken und der Fünfte war nicht mehr ganz

dicht. Jeder wackelte und schniefte auf seine Weise vor sich hin und man musste

sich fragen, ob das denn alles so seine Richtigkeit hatte.

Dem Herrgott ist am Ende die Schöpfung ein wenig aus der Hand geglitten, dachte

Lotta, als sie ihren Wagen schob. Sie hatte noch fünf Kännchen Kaffee zu

verteilen, drei Schnabelbecher und sieben Stückchen Marmorkuchen.


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am 18. Dezember 2005
Format: Gebundene Ausgabe
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am 6. Dezember 2005
Format: Gebundene Ausgabe
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juli 2014
Format: Gebundene Ausgabe
0Kommentar| 2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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