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Die korrupte Republik: Über die einträgliche Kungelei von Politik, Bürokratie und Wirtschaft Gebundene Ausgabe – 18. Mai 2009
- Seitenzahl der Print-Ausgabe228 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberHOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH
- Erscheinungstermin18. Mai 2009
- Abmessungen14.3 x 2.8 x 21.5 cm
- ISBN-103455501095
- ISBN-13978-3455501094
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Produktinformation
- Herausgeber : HOFFMANN UND CAMPE VERLAG GmbH; Auflage: 1. (18. Mai 2009)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 228 Seiten
- ISBN-10 : 3455501095
- ISBN-13 : 978-3455501094
- Abmessungen : 14.3 x 2.8 x 21.5 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.917.230 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 1.348 in Kriminalität in Wirtschaft & Politik
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Das Buch ist gut lesbar und informativ.
Schöne Grüße
Tester76
...offensichtlich doch nicht bei allen. Ein kleiner elitärer Kreis von Berliner Staatsdienern scheint sich um solche Dinge keine Sorgen zu machen. Bestechung ist ja auch ein böses Wort. Wenn wir es als "Sponsoring" bezeichnen, hört es sich viel besser an - und das beste ist, dass Sponsoring nicht einmal illegal ist!
Tillack legt in seinem Buch den Finger in die Wunden der Berliner Bürokratie. Dabei stellt er deutlich fest, dass Deutschland in Sachen Korruption nun nicht gerade eine Bananenrepublik ist, dass wir aber nun wirklich keinen Grund haben von unserem hohen moralischen Ross auf südeuropäische Länder herabzuschauen. Gerade die legalen Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft mit ihrer unerträglichen Lobbyarbeit und ihrem mindestens ebenso gefährlichen Sponsoring sollte jedem Bürger Sorgen bereiten und Fragen aufwerfen. Wie unabhängig sind eigentlich die Entscheidungen unserer Volksvertreter? Befördern politische Entscheidungen wirklich das Wohl der Allgemeinheit oder nur das Bankkonto des Entscheiders?
Hier seien nur zwei ganz unbedeutende von vielen Beispielen aufgezeigt:
- Im November 2004 nahm ein Mitarbeiter von Telekom einen Beamten des Verkehrsministeriums mit auf eine dreitägige Reise nach Washington, zur Teilnahme an einem Kongress über die "Sicherung gegen Terrorbedrohungen im Seefahrts- und Hochseehafenbereich". Die Telekom trug die Ministerialen Kosten von 3942,84 Euro, für Flug, Hotel, Kongressgebühr und zwei Abendessen. Laut Ministeriumsakte ging es dem Sponsor um die "Pflege von Geschäftskontakten" und um "Networking".
- Die Volkswagen AG stellte den Fahrdienst, wenn Kanzler oder Außenminister die US-Hauptstadt besuchten. Die dortige Botschaft bekam einen Dienstwagen im Wert von 158000 Euro geschenkt.
Solche Beispiel (die Liste ließe sich beliebig verlängern) zeigen, dass die Verflechtungen zwischen Politik und Wirtschaft ein erschreckendes Ausmaß angenommen haben. Insofern ist dieses Buch ein ganz wichtiger Beitrag zur Diskussion um politische Kultur in Deutschland. Dabei sind die Ausführungen immer fundiert, sauber recherchiert und anschaulich geschildert. Absolut lesenswert!
Am Ende der Lektüre steht die ernüchternde Erkenntnis, dass das Problem zwar von vielen Akteuren - Politikern, Staatsanwälten, und den Medien - erkannt und auch diskutiert wird, aber zu wenig gehandelt wird. Deutsche Politiker, Beamte und Unternehmensführer sind nicht korrupter als andere, aber sie auch keine Unschuldslämmer. Nur durch beständigen öffentlichen Druck und die Recherchen mutiger Journalisten wie Tillack kann die Kultur des Wegsehens und des Augezudrückens, die in einigen Ministerien verbreitet sind, überwunden werden.
Andere Länder sind hier weiter, wie Tillack sehr schön deutlich macht. Mit Fairness und ohne Schwarzweißmalerei zeigt der "Stern"-Journalist auf, in welchen Bereichen des öffentlichen Lebens sich Vetternwirtschaft und Korruption schleichend ausbreiten. Es wird Zeit, dass die Politik endlich handelt.