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Kundenrezensionen

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am 22. Januar 2013
Der kosmisch/chemisch/physikalische Teil dieses Buches ist durchaus interessant zu lesen, auch wenn er etwas gehetzt und zu gekürzt wirkt, wie hier schon in anderen Rezensionen geschrieben wurde.
Als es aber dann mit dem biologischen Teil bzw. der Entwicklung des terrestrischen Lebens losging, hab ich immer wieder mal in den Klappentext schauen müssen: Von WANN ist dieses Buch denn eigentlich? 2008? Soll das ein Witz sein? Ganz im Ernst: Ich hätte eher auf maximal 1970 getippt. Da wird von wechselwarmen (kaltblütigen) Dinosaurieren erzählt, die nachts wie versteinerte Statuen herumstehen, so daß die kleinen Mäuse-Säuger deren Eier wegfressen können. Tschuldigung, aber das und vieles mehr (es gibt immer wieder so Stellen wo man denkt: Ähh... hallo? Schonmal die "jüngeren" Erkenntnisse der letzten 30 Jahre verfolgt?) wirkt so, als hätten die Autoren ihr Wissen aus einem Buch des 19. Jahrhunderts abgeschrieben.
Auch kein schöner Stil: Es wird bei bis heute (2013) ungeklärten Dingen nie gesagt "Man vermutet - es könnte sein - vielleicht war es so oder so" sondern es wird einfach "GENAU SO war es!" hingepfeffert. Das mag für den Laien toll sein, weil es alles so einfach macht, aber das hat nichts mit seriöser Wissenschaft zu tun.
Mir selbst kommt es so vor, daß ca 30% dieses Buches 50 Jahre veraltetes Wissen enthält. Von daher erschließt sich mir der Sinn nicht ganz.
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am 5. April 2008
Im Spannungsbogen zwischen Absichten der Autoren und der Erwartungen der Leser muß sich ein solches Buch bewegen. Das ist schwierig. Ich muß zugeben, meine Erwartungen waren auf "höher" eingestellt. Mir war klar, daß von den Autoren her nicht unbedingt die molekularbiologische Seite der Evolution im Vordergrund stehen würde. Aber das Runterrattern von Fakten ohne (tiefergehende) Erläuterungen mag zwar im Sinne der Autoren oder des Verlages gewesen sein, hat mich aber nicht überzeugt. Daß die Dinosaurier ausgestorben sind auf Grund eines Meteoreinschlages, habe ich eigentlich schon vorher gewußt. Die Erläuterung, weshalb man sich jedoch so sicher sein kann, daß dem so war, das hat mir gefehlt. Und das ist es, was ich durchgehend an diesem Buch vermisse: Erläuterungen bzw. Begründungen zu den Fakten. Wenn das fehlt, dann bleibt wenig haften. Schade. Ich kann nicht sagen, was mir gefehlt hätte, wenn ich das Buch nicht gelesen hätte.

Dr. Friedrich wörndle
33 Kommentare| 65 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Mai 2008
Lesch schreibt populär, kurz und bündig- leider oft zu kurz und vor allem ohne Bildmaterial, welches dies Buch gut abgerundet hätte. Natürlich kann im Netz jederzeit Bildmaterial geladen werden. Doch bei der Bettlektüre stets ins Netz zu gehen ist nicht immer erste Wahl. Meines Erachtens ist Ditfurths "Im Anfang war der Wasserstoff" eine fundiertere, anspruchsvollere, ausladendere und anschaulichere Lektüre. Auch die beiden Herren haben sich oft an Ditfurths Gliederung und seinen Aufbau gehalten. Nett, aber nicht umwerfend.
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Die kürzeste Geschichte allen Lebens erzählen der Münchener Astrophysik-Professor und TV-Moderator Harald Lesch und der Kölner Wissenschaftsjournalist Harald Zaun in einer Tour de Force durch 13,7 Milliarden Jahre Naturgeschichte. Die beginnt mit dem Urknall, der unser Universum erschuf, und endet mit Albert Einstein, genauer: seinem bekannten Zitat "Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt." Gleichwohl wissen wir schon eine ganze Menge, und die beiden Autoren haben die nicht einfache, transdisziplinäre Aufgabe meisterhaft gelöst, eine Verbindung von der Kosmologie und Astrophysik zur Chemie, Geologie, Paläontologie, Biologie und Hirnforschung zu ziehen und eine Zeitreise vom Anfang der Welt bis zum Menschen zu schildern. Dabei müssen viele Aspekte ausgeblendet werden und Vereinfachungen sind teilweise auch nötig. Aber dessen sind sich die Autoren bewusst, und sie halten sich überwiegend an die gut etablierten naturwissenschaftlichen Kenntnisse, lassen jedoch auch Spekulationen und offene Fragen nicht unerwähnt und streifen philosophische Themen. Viele schöne Zitate schmücken den locker und unterhaltsam geschriebenen Text. Selten ist die gesamte Entwicklung der Materie so prägnant komprimiert worden. Und ein kleines Daumenkino gibt es auch noch: Es zeigt die Entwicklung vom plumpen Dinosaurier zum elegant dahinfliegenden Vogel und symbolisiert so auch die Kritik an Kreationismus- und "Intelligent Design"-Ideologien, denen die Autoren "eine klare Absage erteilen".
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am 21. Februar 2009
Als langjähriger Fan der Harald Lesch Sendungen auf Bayern-Alpha hatte ich mir dieses Buch zu Weihnachten gewünschtund bin nicht enttäuscht worden!Wie gewohnt, wird hier auf prägnante und spannende Weise die Entstehung des Universums (und der Menschheit) dargestellt, sodass auch der wissenschaftlich unbelastete aber interessierte Laie die Chance hat, die Zusammenhänge zu verstehen. Wenn über die Entstehung des Lebens auf der Erde mit Millionen von Jahren rauf und runter jongliert wird, hätte ich mir an dieser Stelle zur Orientierung nochmal eine Graphik gewünscht, die die zeitlichen Abläufe besser markiert.Leider bin ich auch nur zufällig auf dieses Buch aufmerksam geworden. Etwas mehr Werbung dafür käme auch der Allgemeinbildung zu Gute.Trotzdem: Super gemacht!
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am 18. März 2008
Die kürzeste Geschichte allen Lebens zu erzählen ist ein gewagtes Unternehmen, aber dem doppelten Harald ist es wirklich gut gelungen. Ich habe das Buch gekauft, um eine Vorstellung zu bekommen, wie das Universum tatsächlich entstanden ist und sich entwickelt hat. Durch die neuen Erkenntnisse der Naturwissenschaft ändert sich das Bild der Evolution ja ständig. Habe Harald Lesch immer gerne dabei zugesehen, wie er bei Alpha Centauri die Welt erklärt, und in dem Moment immer den großen Aha-Effekt gehabt: Aha, so war das! - Leider konnte ich stets am nächsten Tag nicht mehr wiedergeben, was ich da genau so gut verstanden hatte. Das Buch kaufen und lesen schien mir deshalb eine gute Idee. Und es war wirklich eine wirklich gute Idee, denn 13,7 Milliarden Jahre der Entstehung und Entwicklung des Lebens werden mir amüsant, spannend, verständlich und klar nahe gebracht. Und als Plus gibt es das evolutionäre Daumenkino unten rechts…
Die wissenschaftliche Evolutionsgeschichte ist mindestens so wunderbar wie die Schöpfungsmythen!
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am 10. April 2008
Das Buch liest sich sehr gut. Es hebt sich von der Masse sowohl durch seinen unterhaltsamen Schreibstil als auch durch originelle Ideen ab. Zu nennen sei hier etwa das sich über (fast) sämtliche Seiten erstreckende Daumenkino, welches einen begrenzten Zeitstrahl der Lebensentwicklung darstellt. Weiterer Pluspunkt: Die Kapitel sind auch separat, also ohne die aus den vorhergehenden Abschnitten erworbenen Vorkenntnisse, verständlich zu lesen. Sehr zu empfehlen.
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am 17. Mai 2012
Harald Lesch, eigentlich ein Meister der verständlichen Vermittlung von komplexen Sachverhalten rammelt mit Hilfe des Wissenschaftsjournalisten Harald Zaun im Schweinegalopp durch die Geschichte unseres Universums. Obschon ich das nicht hundertprozentig beurteilen kann, scheint Lesch im ersten Drittel des Buches dabei noch halbwegs fest im Sattel zu sitzen, auch wenn hier schon ruppige Abkürzungen genommen werden. Auch wenn das Buch wohl einen möglichst kurzen Abriss über die Entstehungen des Universums und der Evolution seiner physikalischen Gesetze, chemischen Bauteile und schliesslich seiner Bewohner darstellen will, wäre etwas mehr zu den Hintergründen wünschenswert gewesen. Spätestens wenn die beiden Haralds bei der Evolution der mehrzelligen Organismen angelangt sind wird aus dem Abriss ein Abriss im wörtlichsten Sinne. Die Autoren schmeissen mit Gattungsnamen und Artnamen umher scheinbar ohne deren zeitlichen Kontext zu kennen. T-Rex labt sich an 80 Millionen Jahre älteren Stegosauriern. Phacopide Trilobiten (typisch devonische Vertreter dieser Klasse) seien die ersten sehenden Jäger des Kambrium gewesen. Ichthyostega hat sich aus 'dem Quastenflosser' entwickelt. Das ist alles schlichtweg falsch. Ich belass es dabei, aber auch aus anderen Kapiteln liessen sich dutzende Beispiele einfügen. Es geht mir nicht darum, Haare in der Suppe zu suchen aber genau diese Art von schlampiger Wissenswiedergabe nötigt Evolutionsbiologen dazu die bittere Suppe wieder auszulöffeln wenn Kreationisten aufgrund solcher Fehlinterpretationen mehr Verständnis entgegen gebracht wird als seriösen Wissenschaftlern, deren Arbeiten hier schlichtweg übergangen werden. Im Kapitel über das Massensterben am Ende der Kreidezeit lassen sich Harald & Harald dazu hinreissen eine kreationistische 'Hypothese' über das Aussterben der Dinosaurier zum Besten zu geben. Ich weiss, dass die beiden das durchaus humoristisch gemeint haben wollten, aber die Abgrenzung ist zu undeutlich. Es liest sich für den Aussenstehenden ein bisschen so als hätten religiöse Pseudowissenschaftler da ein ernstes Wörtchen mitzureden. Am Anfang versteigen sich die beiden noch unglücklicherweise auf das Statement, Gott sei mit der Geschichte des Universums durchaus vereinbar und die Naturwissenschaften böten, (Leschs Lieblingssatz im Fernsehen: "Ein wuunderbaarrer Konjunktiv!"), dem infiniten Regress des Vorurknalls sei Dank, dem Schöpfer noch genug Platz und sie tun so als sei das unumstritten. Es gibt Dutzende Philosophen und Naturwissenschaftler, die das aus gutem Grund anders sehen. Ich hab ja nichts dagegen, wenn Lesch hier seine Meinung äussert, aber er achtet auch sonst relativ genau darauf der Religion in seinem Schaffen keinen nennenswerten Platz einzuräumen - so zumindest mein Eindruck nach der Sichtung von hunderten TV-Auftritten als Weltenerklärer. Es liegt nahe, zu denken, dass sie den gläubigen Teil ihrer Leserschaft nicht verprellen wollen aber für ein seriöses Wissenschaftsbuch finde ich diesen Kniefall ein wenig zu viel des Guten. Das Buch ist einfach zu kurz, zu hektisch und streckenweisse zu schlecht recherchiert. Dafür dass Paläontologie, Geologie und Anthropologie laut Autoreninfo zu Harald Zauns Schwerpunkten zählen, ist das Gebotene in diesen Bereichen äusserst dünn und fehlerhaft.
Die Absicht der Autoren, die komplexe Geschichte unseres Universums und des Lebens dem uninteressierten Laien möglichst kurz aber heftig um die Ohren zu hauen weiss ich zwar zu würdigen, aber für den interessierten Laien gibt es bessere Bücher.
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am 31. März 2016
Hier geht es um die Reportage über unsere ungeheuer lange Geschichte,die vor Uhrknall bis zur menschlichen Intelligenz reicht. Beim Lesen spüre ich, dass Harald Lesch ein sehr ernsthafter und ehrlicher Reporter ist, der den Leser zum grundsätzlich Verstehen zu führen versucht.

Denn im vorliegenden Buch sind wichtige Begriffe der Astrophysik nicht weggelassen, auch wenn einem Laien etwas schwer zu fallen scheint. Higgsfeld Quantentheorie, dunkle Energie Materie, schwarze Löcher u.s.w. können auf dem begrenzten Seiten allerdings nicht genügend erzählt werden. Aber wegen Leschs sorgfältiger Zusammenfassung bemerkte ich zumindest, dass mir die fundierten Kentnisse der Kosmologie fehlen, und ich bekam ein ganz neues Verständnis für die Entstehung und Entwicklung des Universums. Jetzt bin ich dazu angespornt andere Bücher von Lesch zu lesen und diese Thematik weiter zu vertiefen. Einen Stern Abzug gibt es aber, weil ich mir zusätzliche erklärende Grafiken und ein noch schönere Illustration auf dem Cover gewünscht hätte.

P.S.
In den Rezensionen gibt es negative Kritiken besonderes am biologischen Teil dieses Buches. Manche nennen "Im Anfang war der Wassestoff" von Hoimar von Ditfurth als viel besseres populäres Sachbuch. Es ist zwar ein gutes Buch, aber im Teil Kosmologie fehlt es an wichtigen astrophysikerlischen Begriffen, die zum Verständnis für die moderne Kosmologie unerlässlich sind. Ich finde den Vergleich dieser beiden Bücher von vornherein sinnlos, weil sie unterschiedliche Perspektiven haben.
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am 17. Oktober 2012
Ich habe nun als bekennender Fan von Herrn Lesch bereits etliche seiner Bücher gelesen und das hier rangiert was die Lesbarkeit und Verständlichkeit ganz weit vorne.

Bis dato hatte ich mich eher als Astronomiebegeisterter hauptsächlich an eben solchen Werken orientiert, hier spielt Astronomie, besser gesagt die Kosmologie natürlich auch eine wichtige Rolle, aber die Entwicklung des Lebens auf unserem Planeten steht ganz klar im Vordergrund. Locker und geistreich werden die verschiedenen und entscheidenden Epochen der Erdgeschichte und der Evolution ins Visier genommen und gekonnt interessant dargestellt. Bei strittigen Themen äussert der Autor seine eigene Meinung unaufdringlich dazu ohne eine absolute Wahrheit vorzutäuschen.

Längen kommen in diesem Buch kaum auf und so war es von vorne bis hinten ein flüssiger Lesegenuss, den ich jederzeit weiterempfehlen würde. Gerne würde ich nur einen halben Punkt abziehen (was bekanntlich nicht geht), einzig dafür, das das Buch gerne noch etwas dicker hätte sein können, zum einen um den Lesegenuss zu verlängern, zum anderen um das ein oder andere Thema noch etwas zu vertiefen.
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