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Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern: Roman Taschenbuch – 1. April 2001

4.8 von 5 Sternen 16 Kundenrezensionen

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Die vier Mädchen hatten noch Bänder im Haar und Söckchen an, als sie miteinander in Louisiana davon träumten die letzten Überlebenden eines aussterbenden Stammes zu sein -- die Ya-Yas.

Zusammen nahmen sie am Shirley-Temple-Nachwuchs-Wettbewerb teil und brachten nicht nur die Jury mit ihrem ungewöhnlichen Benehmen in Verlegenheit, sie waren auch bei der Welturaufführung ihres späteren Lieblingsfilms Vom Winde verweht anwesend. Mitunter wurde ihr Club zu einem Quartett der Peinlichkeiten, doch die vier standen, was auch kommen mochte, felsenfest zusammen.

Gesammelt hat Vivi ihre Erlebnisse in einem Album, das sie Die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern nannte. Und als sie es, viele Jahre später, ihrer Tochter Sidda zum Lesen gibt, ist ihr Mutter-Tochter-Verhältnis gerade zum Bersten gespannt, denn immerhin hat Sidda in der New York Times bei einem Interview zu ihrem neuen Theaterstück ihre Mutter als "eine Step tanzende, prügelnde Rabenmutter" bezeichnet. Sidda begibt sich auf die schmerzliche Suche nach der Wahrheit, und oft erzählen ihr die fehlenden Personen auf den Fotos mehr als die Bilder selbst.

Rebecca Wells, die selbst auf einer Plantage in Louisiana aufwuchs, schuf mit den Ya-Yas und ihren Kindern ungeheuer quirlige und phantasievolle Frauen, die die größten Sorgen mit einem lauten Lachen und einem Glas Whiskey in der Hand aus der Welt wischen. Und wenn sie sich dann doch nicht ganz beseitigen lassen, sind immer noch drei Ya-Yas da, die sofort als Feuerwehr zur Stelle sind. --Manuela Haselberger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Rebecca Wells ist Buchautorin, Schauspielerin und Dramatikerin. Sie wuchs auf einer Plantage in Louisiana auf, arbeitete als Kellnerin und nahm bei Allen Ginsberg Schreibunterricht. Nebenbei machte sie am Theater Karriere und feierte große Erfolge mit ihrem Ein-Personen-Stück „Splittin‘ Hair“. Mit ihren Geschichten von den Ya-Ya-Schwestern setzte sie in den USA eine Kultbewegung in Gang, die Frauen aller Altersgruppen erfasste: Begeisterte Fans gründeten Ya-Ya-Clubs, deren Mitglieder Geheimnisse hüten, Rezepte austauschen und Kummer teilen. Rebecca Wells lebt mit ihrem Mann auf einer Insel bei Seattle.

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Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 17. Juni 2001
Format: Taschenbuch
was für ein göttliches Buch! Endlich einmal eine Geschichte jenseits der "Frauenliteratur", in der nur starke, unbesiegbare Superfrauen vorkommen, die neben sechs Kindern, Fernsehkarriere und drei Liebhabern auch noch Enzyklopädien schreiben - und das stets mit einem frechen Spruch auf den geschminkten Lippen.
Nein. Dieses Buch ist anders. Es ist vor allem - ehrlich. Ein Buch für Töchter, Mütter, Freundinnen und Schwestern. Manchmal verwirren die Zeit- und Perspektiven-Sprünge etwas - das tut dem Zauber der Geschichte jedoch keinen Abbruch. Ein hinreißender Ausflug in die Südstaaten, ohne jegliche "politische Korrektheit", einfach die Geschichte von wirklichen Menschen mit wirklichen Leben. Es geht um Zuneigung, Verrat, Tränen, Lachen, Verlust - und vor allem um die Suche nach der Liebe. So romantisch und so grausam wie das Leben selbst. Du suchst nach einem Geschenk für deine Freundin? Deine Schwester? Hier- Du hast es gefunden!
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Format: Taschenbuch
Bei mir begann es mit einem Kino-Trailer...
Zunächst sah ich Sandra Bullock (uns allen aus Stilblüten wie Speed, Demolition Man oder dem ‚hinreißenden' Miss Undercover, der nun bald in die lang ersehnte *lach* zweite Runde geht, bekannt) und dachte „O.K. ... ein Film weniger für den ich Geld ausgeben muss." Doch irgendetwas an dem Trailer gefiel mir trotzdem. Es schien eine lustige Geschichte zu sein, in der es in erster Linie um eine kleine Gruppe älterer Frauen ging und die strahlten eine Freude aus, die ansteckend war. Vor allem Maggie Smith (Gosford Park, Hook, und alle bisherigen Harry Potter Verfilmungen), Fionnula Flanagan (The Others oder Lang lebe Ned Divine) und der unvergleichliche James Garner machten diese Vorschau zu einer bleibenden Erinnerung. „Natürlich" habe ich das ganze als Frauenfilm abgetan (hoch lebe der Machismo) und bin nicht rein gegangen.
Jahre später sehe ich das Buch von Rebecca Wells als Mängelexemplar in der Buchhandlung meines Vertrauens. Sofort erinnerte ich mich an das Erlebnis im Kino und las mir den Klappentext durch. Ich griff zu. Ein weiteres Jahr später nahm ich es zum ersten Mal zur Hand und konnte nicht mehr aufhören.
Die Geschichte handelt von der erfolgreichen Theater-Regisseurin Siddalee Walker, die sich mit Ihrer Mutter Vivi Walker überworfen hat. Sie wird nach einem Interview in Bezug auf Ihre Kindheit falsch in einem Zeitungsartikel zitiert. Hierbei gerät Vivi ins Licht der Öffentlichkeit und steht als alkoholkranke Mutter da, die Ihre Kinder gerne mit Schlägen gemaßregelt hat. Sidda wird enterbt, verstoßen und sogar rechtliche Schritte sind in Arbeit.
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Format: Taschenbuch
Nachdem ich mich durch die ersten zwanzig Seiten hindurch ein bisschen gequält hatte, hat sich dieses Buch als eines derjenigen herausgestellt, die man nicht wieder aus der Hand legen kann, bis man endgültig die letzte Seite gelesen hat.
Zum Inhalt: Dies ist im Grunde die Geschichte von vier sehr engen Freundinnen (Vivi, Necie, Teensy und Caro), die seit Kindertagen alles zusammen machen und sich ihre enge Freundschaft bis ins hohe Alter erhalten. Sie genießen (ohne sich dessen bewusst zu sein) eine sehr privilegierte Kindheit in Louisiana, in den Südstaaten der USA, mit (schwarzen) Dienstboten, eisgekühlten Drinks in Strömen, etc. in den Dreißigerjahren. Was mir zunächst ein bisschen zu sehr rosa und harmlos wie „Hanni und Nanni für Erwachsene" vorkam, entpuppt sich jedoch in mancher Hinsicht für die vier Freundinnen als Alptraum: fanatischer Katholizismus, gelebter und praktizierter Rassismus im Alltag, lieblose, desinteressierte Väter, hemmungsloser Alkoholgenuss zu jeder Tageszeit (auch wenn das damals wohl keinem als Problem erschienen sein mag...), um nur mal ein paar Punkte zu nennen.
Die Facetten der Kindheit der vier Mädchen sowie ihres Erwachsenendaseins als junge Mütter werden in Rückblenden und nicht chronologisch erzählt. Aufhänger ist ein mit Souvenirs gespicktes Album, genannt „die göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern", das Vivi ihrer erwachsenen Tochter Sidda nach einem Riesenstreit zukommen lässt. Anhand der enthaltenen Fotos, Zeitungsausschnitte, Einladungskarten, usw.
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Format: Taschenbuch
Ein herrlicher Schmöker, und alles drin: Liebe (tragische und erfüllte), Geheimnisse, Streit, jede Menge interessanter Charaktere und dazu noch flüssig geschrieben.

Die Regisseurin Siddalee hat einer Reporterin unvorsichtigerweise zu viel aus ihrem Leben erzählt, was dazu führt, dass alle Welt nun in der New York Times lesen kann, dass ihre Mutter eine Step-tanzende, prügelnde Rabenmutter gewesen sei. Man kann sich gut vorstellen, wie Siddalees Mutter darauf reagiert: Sie ist zutiefst verletzt und natürlich stinksauer auf ihre Tochter. Aber es steckt mehr als nur ein Körnchen Wahrheit in dem Artikel der Reporterin, wie man nach und nach erfährt.

Sidda bittet ihre Mutter, ihr für die Vorbereitungen zu einem Stück ein Album zu senden, das die "göttlichen Geheimnisse der Ya-Ya-Schwestern" enthält. Die Ya-Yas sind vier beste Freundinnen: Siddas Mutter Vivi, außerdem Teensy, Necie und Caro. In der schwülen Hitze Louisianas kommen sie auf allerlei verrückte Ideen und vermasseln beispielsweise den Shirley-Temple-Wettbewerb. Auch erfährt man aus Briefen von Vivi an Necie, quasi "aus erster Hand", alles rund um die Premierenfeier zu Vom Winde verweht - sehr amüsant und es wirkt sehr echt, man meint, selbst dabei gewesen zu sein.

Die unkonventionellen Ya-Yas versuchen im Laufe der Jahre, mit ihren Einfällen und jeder Menge Alkohol das schwitzige Korsett des Südens zu lockern, um ihrem Leben mehr Würze zu verleihen als die, die ihnen von der Gesellschaft zugedacht wird. Nachdem Sidda die Geschichten, Briefe, Zeitungsausschnitte etc. gelesen hat, ergänzt um Erzählungen der Ya-Yas selbst, entwickelt sie ein neues Verständnis für ihre Mutter.
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