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am 3. Oktober 2009
Das Thema von Frauen als Mörderinnen gehört nach wie vor zu den vor allem die Medien und die Öffentichkeit beschäftigten "Skandalen". Alfreds Döblins "Faktion"-Roman über einen Fall, der sich in der Weimarer Republik in Berlin abspielte, ist ein interessantes Dokument wie Literaten versuchten sich möglichs modern dieser Thematik zu nähern. Der Fall der jungen Elli Klein, die ihr Ekelpaket von einem Ehemann mit Arsen vergiftete, schlug damals vor allem Wellen, da Auslöser für die Tag eine lesbische Beziehung von ihr war. Zudem wure bei der Befragung über das intimen Ehelebens der Kleins aus sittlichen Gründen die Öffentlichkeit ausgeschlossen. Die Zusammenhänge erwiesen sich dann als derartige niederschmetternd, dass Richter und das Publikum vollstes Verständnis für die Tat zeigten, was von der politischen Rechten bekrittelt wurde. Döblins anfangs aus der Innenperspektive der Täterin geschilderter und später dokumentarisch gestalteter Text gelingt die Bewältigung des Stoffes eigentlich nicht. Gerade das macht das Buch mit seinem faktizisitsch spröden Sprachstil im Vergleich mit zeitgenössischen Versuchen lesenswert. Sehr empfehlenswert ist zum Vergleich "Arsenik" von Claire Goll zu lesen. Hier wird poetisch der fiktive Fall eines Giftmords von weiblicher Hand psychologische detailliert heraus präpariert, und schlägt aus der Thematik ganz andere Funken. Gespickt mit autobiographischen Details ist dieser Roman gleichzeitig eine bitterböse Satire auf die Spießerwelt französischer Provinzstädtchen. Wer nur auf einen spannenden Krimi aus ist, ist sowohl bei Döblin als auch Goll an falscher Stelle.
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