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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
13
4,2 von 5 Sternen
Die Zwillingsfalle (Grafitäter und Grafitote)
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 9. Mai 2003
Einer der wohl interessantesten deutschen Krimis. Drei Kommissare aus verschiedenen Bereichen der Düsseldorfer Polizei, jeder mit verschiedenen persönlichen Motiven, ermitteln in einem schweren Mordfall: In einer Sauna eines Düsseldorfer Fitnessclubs werden 6 Leichen gefunden. Darunter auch der Kollege von Kommissar Zander aus dem Einbruchsdezernat. Man könnte ihm auf die Schliche kommen, dass er mit seinem toten Kollegen mit Diebesgut gehehlt hat und so einen netten Nebenverdienst erwarb. Ebenfalls tot: die junge kokainsüchtige Mittzwanzigerin, in die sich Kommissar Köster, der wegen Krankheit aus dem SEK in die Verwaltung versetzt wurde und es noch einmal allen zeigen will, verliebt hatte. Dritte Protagonistin ist Ela Bach, die in der Mordkommission Karriere machen will und dabei von Kollegen gnadenlos gemobbt wird.
Drei Handlungsgänge werden in der Mitte des Buches sehr gekonnt verknüpft. Zwei Halbgeschwisterpaare, die lange Zeit nichts voneinander, bzw. von ihren leiblichen Vätern wussten, weisen schließlich einen Weg aus dem komplizierten, aber durchaus überschaubaren Wirrwarr von verbotener Liebe. Ebenso führen viele kleine Verbrechen zu einem offenbar unausweichlichen Höhepunkt, wobei jede Missetat, sei sie auch noch so klein, notwendig ist, um am Ende eine stringente und logisch aufgebaute Lösung des Falles zu präsentieren. Einbrüche, Überfälle, Morde stehen am Ende in einem Zusammenhang. Es ist dabei typisch für den Autor, dass unter den Polizisten Komplott und Intrige gepflegt werden. Geltendes Recht wird gebogen und es werden sogar aktiv Verbrechen begangen.
Ein Krimi, der dem Leser Spaß bereitet, weil man merkt, dass er mit viel Spaß geschrieben wurde. Es ist interessant, die Fortentwicklung der Zusammenarbeit der drei Kollegen zu beobachten. Die Auflösung bietet eine gehörige Portion Action und Spannung. Der Düsseldorfer Lokalkolorit wird dabei durch eine Mischung von Mannesmann-Affäre und „Verbotene Liebe" auf raffinierte Weise unterstrichen.
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am 15. August 2009
Gut ist böse, böse ist gut. Karriere bei der Polizei machen ist wichtig, aber nicht um jeden Preis. Ein korrupter Polizist ist eigentlich ein Guter, einer von den Oberen ist durch "Wegsehen" einer von den Bösen. Horst Eckert gelingt es auf geniale Weise, in diesem Roman (der der erste ist, den ich von ihm gelesen bzw. gehört habe) die Grenzen verschwimmen zu lassen. Es gelingt dem Autor in meinen Augen absolut genial, aus schwarz und weiß - gut und böse - jede Menge Grauzone zu schaffen. Ein großartiges Buch, das mich sehr fasziniert hat und das meine Wahrnehnung in Sachen "schwarz und weiß - böse und gut" sehr auf die Probe gestellt hat. Mein Fazit: sehr empfehlenswert für alle, die Freude an Krimis haben, die noch Lust haben, eine eigene Meinung zu haben!
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am 8. August 2007
Leo ist Mitglied eines Sondereinsatzkommandos der Polizei und stolz darauf. Bei einer Übung versagt seine rechte Hand, bei einem realen Einsatz ebenfalls - mit katastrophalen Folgen - und Leo wird in die Mordkommission zwangsversetzt. Seine Kollegin Ela hat als einsame Frau auf weiter Behördenflur mit Chauvis und Vorurteilen zu kämpfen, weiß gleichzeitig aber genau, dass ihre eventuelle Beförderung auch auf die Erfüllung einer Frauenquote zurückzuführen ist. Und dann gibt es noch die Kollegen Zander und Haffke, die beschlagnahmte Hehlerware unter der Hand weiterverschieben bzw. sich anderweitig bestechen lassen. Der Roman beschäftigt sich zunächst mit der ausführlichen Einführung dieser Personen, dann passiert ein sechsfacher Mord in einer Sauna, unter dessen Opfern auch der korrupte Haffke ist.

Alle Einzelheiten des Romans spielen bei der Aufklärung des Falles eine Rolle, was bedeutet, dass man die Geschichte am besten in einem Stück liest, um nichts zu vergessen. Wirklich rund sind die Figuren nicht, dafür konzentriert sich die Geschichte viel zu sehr auf die Zusammenführung der Handlungsstränge und auf die eigentliche Polizeiarbeit. Da mich persönlich diese Arbeit sehr interessiert, gebe ich dafür fünf Sterne. Wenn der Autor in der zweiten Hälfte des Buches genauso intensiv auf seine Figuren eingegangen wäre wie in der ersten, wäre ich auch dabei geblieben. Allerdings nimmt die Geschichte gegen Ende ein stakkatohaftes Tempo an, das weder dem Lesefluss noch der Glaubhaftigkeit zuträglich ist. Die Figuren bleiben dabei völlig auf der Strecke, und dann passiert dies noch und dann passiert das noch...das war zu viel. Es scheint, als hätte der Autor es sehr eilig gehabt, seine wirklich schlau ausgedachte Geschichte aufzulösen. Trotzdem werde ich gerne von diesem Autor noch öfter etwas lesen.
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am 20. März 2016
Die Zwillingsfalle" von Horst Eckert erschien 2002 im GRAFIT Verlag. Eckert erhielt hierfür den Friedrich Glauser Preis.

Inhalt
Die Handlung spielt in Düsseldorf (Zeitrahmen: 27.7.-4.8.). Leo vom SEK wird strafversetzt zur Kriminalwache. Er ist geschieden, und lernt Jasmin kennen. Am Abend des 1.8. werden sechs Leichen in einer Sauna eines Fittnesscentre gefunden. Eine der sechs Leichen ist Jasmin, eine andere ein korrupter Polizist.

Thema
Drogen, Liebe, Polizeiarbeit (Korruption, Machtkämpfe, Behinderung der Ermittlungen)

Meinung
Sprache: In der Umgangssprache geschrieben, es werden Wörter wie Mädel, Frittenbude verwendet. Zum Teil ist die Ausdrucksweise abstoßend. Doch es gibt Passagen, in denen überrascht Eckert. Es gibt Passagen, die sind wunderschön poetisch geschrieben. Da denkt man:"Ja, er kann das doch. Ja! Mehr davon!"
Spannung: Spannung ist vorhanden. Ich habe das Buch recht schnell druchgelesen, ich konnte es nicht aus der Hand legen.
Regionalkrimi: gut oder schlecht? Obwohl es ein "Regionalkrimi" ist, ist dies ein Buch, was gut gelungen ist. Eine interessante Darstellung der Polizeiarbeit. Was mir hierbei zu schaffen macht: Die Darstellung von Ela Bach. Der Leser merkt, dass sie es schwer hat. Wenn ich das als Frau lese, macht mich das unsagbar wütend. Doch wenn es so ist? Wenn das die Realität ist, dann hat Eckert uns in seinem Krimi die Realität ein Stückchen näher gebracht.
Die Charaktere.
Weniger ist manchmal mehr...Eckert verwendet ziemlich viele Charaktere. Der Leser muss selber entscheiden, wer wohl wichtiger sein wird und wer nicht. Und kann damit auch daneben liegen... dafür, dass das Buch recht dünn ist (351 Seiten), wäre es schön gewesen, wenn ein paar weniger Personen aufgetaucht wären.
Leo, der SEK ler, der nun zur Kriminalwache muss, weckt unser Mitgefühl. Es wird klar, dass er seine Krankheit nicht annehmen kann, sondern verdrängt. Als wenn das nicht genug wäre, hat der arme Mann Schwierigkeiten mit der Ex und dem Sohn und zu guter letzt verliebt er sich in ein junges Mädel (seine Ausdrucksweise), was kokst und gleich darauf in einer Sauna verstirbt. An seiner neuen Arbeiststelle ist Leo leider nicht ehrlich. Der Leser wünscht dem armen Mann einen guten Neustart. Und Leo? Er hält Informationen vor und behindert somit Ermittlungen. Toll, dass es am Ende rauskommt...

Fazit
Vielleicht...vielleicht hat Eckert zu viele Personen und zu viele Themen versucht in ein zu dünnes Buch zu quetschen.
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am 21. August 2000
Horst Eckert der gnadenlos analytische Beobachter und Zuhörer. Er muss sehr gute Berater haben, denn er setzt die Szenerie der SEK-Arbeit mit unglaublicher Akribie um. Gefesselt und mit unmittelbarer Teilnahme am Geschehen kann der Leser die einzelnen Einsätze des SEK oder der Kripo nachvollziehen. Beim Massenmord im Fitnesscenter ist jeder Leser hautnah am Ermittler dran. Etwas schade, dass das Klischee einer eher typisch amerikanischen Zwillingsgeschichte Mittelpunkt der Falllösung wird. Die Straßen Düsseldorfs wünsche ich mir mehr eingebracht (so wie in AUFGEPUTSCHT und in FINSTERE SEELEN).
Ela Bach als Ermittlerin mit ihren Höhen und Tiefs ist eine ansprechende Figur und Ben Engel mit seinen Teilnahmen und Verhaltensweisen während der Arbeitsbesprechungen in der Festung ein Genuss.
Leute, lest Horst Eckert! Er ist der Beste.
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am 28. August 2015
Superspannender Thriller, der einen nicht mehr loslässt! Am Anfang sind zwar einige Nebenhandlungen, die aber bald zusammengeführt werden. Bin zum echten Horst Eckert-Fan geworden!
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am 27. November 2001
Herr Eckert hat bei uns am Gymnasium vor kurzem eine Vorlesung gehalten und diese Bücher sind einfach toll!Sehr empfelenswert!
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am 29. Juni 2013
Ich habe es leider mal wieder etwas 'zerlesen', aber Eckert gelingt es spannend und einfühlsam, über Korruption bei der Polizei zu schreiben. Nett …
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am 29. Juli 2000
Der Autor hat es wieder einmal verstanden seine intimen Kenntnisse über die Polizei in einen spannenden Krimi umzusetzen. Ein Krimi nicht nur für Düsseldorfer!
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am 14. September 2000
Wie immer schafft es der Autor, den Leser ins seinen Bann zu ziehen. Jede Seite Spannung pur. Viele Figuren sind vertraut aus den vorhergehenden Büchern und dennoch gibt es ständig neue Überraschungen. Die einzig quälende Frage, die man nach der elektrisierenden Lektüre dieses neuen Düsseldorf-Krimis von Horst Eckert noch hat, ist: Wann erscheint endlich der nächste?
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