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Die Zeit, die Zeit (Diogenes Hörbuch) Audio-CD – Audiobook, Ungekürzte Ausgabe

3.5 von 5 Sternen 157 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Martin Suter, geboren 1948 in Zürich, arbeitete bis 1991 als Werbetexter und Creative Director, bis er sich ausschließlich fürs Schreiben entschied. Seine Romane – zuletzt erschien ›Montecristo‹ – und ›Business Class‹-Geschichten sowie seine ›Allmen‹- Krimiserie sind auch international große Erfolge. Martin Suter lebt mit seiner Familie in Zürich.


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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von gigunelsa VINE-PRODUKTTESTER am 24. September 2012
Format: Gebundene Ausgabe
....wenn ein Buch nicht spannend ist. Ich bin ein großer Suter-Fan, habe alle seine Bücher verschlungen, mich immer bestens dabei unterhalten gefühlt. Ich bewundere nach wie vor seine Ideen, seine Fantasie, so auch bei diesem Roman, der eigentlich eher eine Kurzgeschichte hätte werden können, hätte der Autor auf die sehr detaillierten, minutiösen u. doch eher langatmigen, um nicht zu sagen, langweiligen, Aktionen der beiden Witwer verzichtet. Klar, wenn man die Zeit (die es ja nach deren Theorie nicht gibt) um 20 Jahre zurückdrehen möchte, kann dies nicht in ein paar Tagen bzw. in dem Fall Sätzen geschehen. Aber derart ausführlich u. sehr oft auch völlig unglaubwürdig, unlogisch u. nicht nachvollziehbar, hätte nicht sein müssen.
Ich habe das Buch teilweise quer gelesen, d.h. wenn zum wievielten Male beschrieben wurde, wie ein Strauch gesetzt, beschnitten etc. wurde, hab ich das einfach überblättert. Zum Fortgang der Handlung hat es sowieso nicht beigetragen. Den Schluss finde ich ziemlich an den Haaren herbei gezogen, erinnerte mich an frühere TV-Serien-Enden.
Ein paar Szenen und wie immer das Lokalkolorit zeigten, dass es doch Martin Suter, ein famoser Autor, war, der es geschrieben hat.
Aber alles in allem war es für mich wohl sein schwächster Roman, ich freue mich auf den nächsten, es kann nur wieder besser werden.
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Format: Gebundene Ausgabe
Ein gänzlich sinnloser Mord geschieht und auch ein knappes Jahr später hat Peter Taler keinerlei Anhaltspunkt, warum seine Frau vor der gemeinsamen Haustür hinterrücks erschossen wurde. Er flüchtet in Rituale, um die Zeit irgendwie verstreichen zu lassen, doch eigentlich steht sein Leben still, eine Verarbeitung des Geschehens ist nicht möglich, da es gänzlich unverständlich ist.
Aich zur Arbeit schleppen, Einkaufen, Bier trinken, aus dem Fenster starren, jeder seiner Tage verläuft auf die immer gleiche Weise, bis er plötzlich irritiert feststellt, dass sein Ausblick aus dem Wohnungsfenster sich irgendwie verändert hat, er aber nicht definieren kann, was daran anders ist. Für den Fall, dass sich dies wiederholt, macht er Fotos und stolpert dabei auf der Digitalkamera über die letzte Aufnahme, die seine Frau seinerzeit gemacht haben muss. Dieses Foto nimmt Suter zum Anlass, den Leser (bzw. Hörer wie in meinem Fall) auf eine extrem ausführliche, für mein Empfinden quälend langatmige, Exkursion in eine Parallelwelt zu bugsieren, in der ein aberwitziges aber leider auch in seiner langen Vorbereitung nicht sonderlich spannendes Experiment gestartet wird, welches durch das Rückgängigmachen von 20 Jahren Veränderung einen Punkt der Vergangenheit wiederauferstehen lassen möchte. Nebenbei wird dem Leser noch eine ausgedehnte falsche und eine kurz angedeutete richtige Fährte serviert, die beide nicht all zu schwer zu durchschauen sind.

Ich habe mich als Suterfan seit der Ankündigung des Buches sehr darauf gefreut und direkt bei der (Vorab-)Veröffentlichung des Hörbuches bei Audible gerne zugeschlagen.
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Von ccheesy VINE-PRODUKTTESTER am 28. August 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Peter Taler ist Witwer. Seine Frau Laura wurde vor einem Jahr ermordet. Ein Ereignis, über das er nicht hinweg kommt. Er hat sich seither ein Leben mit festen Ritualen geschaffen, die ihm suggerieren, Laura würde noch leben. Zu den Ritualen gehört das Beobachten der Umgebung.
Eines Tages fällt ihm auf, daß sich irgendetwas verändert hat, doch er weiß nicht, was. Es hat etwas mit dem alten Knupp zu tun, der auf der anderen Straßenseite wohnt. Durch Bildervergleiche wird klar: Knupp hat bestimmte Pflanzen im Garten ausgetauscht. Und noch etwas: Nicht nur Peter Taler beobachtet; auch er wird beobachtet. Von Knupp! Es kommt zu einem ersten Kontakt, der mit der Zeit intensiver wird. Knupp, der nicht an die Zeit glaubt, sondern nur an Veränderungen, hat ein bestimmtes Ziel und bittet Taler um Hilfe. Der kann zwar Knupps Standpunkt nicht nachvollziehen, merkt aber, daß der Kontakt zu Knupp ihn von seinen Problemen ablenkt. Und Knupp scheint etwas über den Mörder von Talers Frau zu wissen. Für diese
Information verlangt er aber Talers Hilfe. Eine ungewöhnliche Partnerschaft beginnt.

Das Thema ist eigentlich banal. Zwei Witwer leben in ihrer eigenen Welt und finden doch irgendwie zusammen. Der eine glaubt nicht an die Zeit und will - ohne hier allzu viel verraten zu möchten - einen bestimmten Tag aus der Vergangenheit wiederherstellen. Der andere ist nur interessiert, den Mörder seiner Frau zu finden. Diese beiden unterschiedlichen Charaktere hat Martin Suter auf höchst eindrucksvolle Weise beschrieben. Und auch die Nebenfiguren mit ihren Eigenarten, seien sie nett oder nervig, sind alle sehr glaubhaft. Suter hat es verstanden, realistisch zu bleiben, ohne eine Figur zu überzeichnen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Unübersehbar ist, dass der Roman von einer bei Suter sonst eher seltener festzustellenden Melancholie durchzogen ist, deren Hintergrund wohl in seiner eigenen tragischen Familiengeschichte zu sehen ist. Das Ringen mit dem Verlust eines geliebten Menschen sowie die obsessive Suche nach einer Möglichkeit, die Zeit zurückzudrehen bestimmen den Plot, der sich stets um sich selbst dreht. Die sich daraus ableitenden sehr detaillierten Beschreibungen der Rückverwandlung des Gartens in einen Zustand wie vor zwanzig Jahren erscheinen mitunter als Länge, haben aber als Strukturelement durchaus ihren Sinn. Einmal mehr besticht Suter mit der Kunst, Situationen, Personen und Stimmungen mit wenigen treffenden Worten eindrücklich zum Leben zu erwecken. Die Schlusspointe finde ich sehr gelungen - hier wird nicht nur der gordische Knoten des in sich verknäulten Plots durchschlagen, auch der uns eher vertraute, flott formulierende und erzählerisch temporeichere Autor Suter tritt abschließend noch einmal auf die Bühne.
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