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Die Wertheims: Geschichte einer Familie Taschenbuch – 2. Mai 2007

4.3 von 5 Sternen 9 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Erica Fischer wurde als Tochter von Emigranten in England geboren, die 1948 nach Wien zurückkehrten. Dort studierte sie Sprachen, wurde zu einer der Gründerinnen der österreichischen Frauenbewegung und arbeitete als Journalistin. Heute lebt Erica Fischer als freie Schriftstellerin und Übersetzerin in Berlin. Ihre dokumentarische Erzählung „Aimée & Jaguar“ (1994) wurde ein Bestseller, sie ist mitlerweile in zwanzig Sprachen übersetzt. Zuletzt erschienen „Himmelstraße“ (2007) und „Mein Erzengel“ (2010).

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

DIE NÄCHSTE GENERATION ÜBERNIMMT
Georgs Eltern mussten jeden Groschen dreimal umdrehen, und die Mühe, sieben Kinder zu versorgen (zwei waren gestorben), lastete schwer auf Abraham Wertheims Schultern. Wolf, der Jüngste, stand 1872 kurz vor der Einschulung und war ein besonders anstrengender Bursche, den Ida nicht sich selbst überlassen konnte, ohne dass er etwas anstellte.
Auch das Geschäft lief schleppend. Obwohl die Stadt an die Eisenbahnstrecke Berlin-Pasewalk-Greifswald angeschlossen wurde und endlich eine Fähre Stralsund mit Rügen verband, blieb die erhoffte Steigerung der Umsätze aus. Dem Leder- und Produktenhändler Lazarus Israel, dem Leinen- und Strumpfwarenhändler Fraenkel und dem Kommissionsbüro Löwenthal ging es wesentlich besser.'
Ich sah die Sorge, die der Unterhalt der Familie unseren Eltern bereitete, erinnert sich Georg Wertheim. Schweren Herzens verzichtete der Musterschüler nach Abschluss der Untersekunda auf das Abitur und verließ das Stralsunder Gymnasium, um am 13. Oktober 1872 in Berlin bei seinem Onkel, einem Bruder seiner Mutter, eine kaufmännische Lehre anzutreten.
Der Beginn des neuen Lebensabschnitts in der Textilgroßhandelsfirma Wolff & Apolant im Berliner Zentrum wurde dem 15-Jährigen dadurch erleichtert, dass sein Bruder Hugo dort schon ein Jahr vor ihm als Lehrling angefangen hatte. Die Brüder sollten gemeinsam in die Lehre gehen, so wollten es die Eltern. Wenn sie schon in so jungen Jahren in die Fremde mussten, um die Familie zu entlasten, dann sollten sie sich wenigstens gegenseitig stützen und die Welt zu zweit kennen lernen - so wie einst Abraham mit seinem Bruder nach England gegangen war.
Die politischen Verhältnisse hatten sich in der Zwischenzeit grundlegend gewandelt. Im Juli 1869 hatte der preußische Ministerpräsident Otto von Bismarck für den Norddeutschen Bund ein "Gesetz, betreffend die Gleichberechtigung der Konfessionen in bürgerlicher und staatsbürgerlicher Beziehung" erlassen, das nach der Proklamation des Kaiserreichs ab 1871 für ganz Deutschland galt.
Doch schon ein Jahr zuvor waren 12 000 Juden als vollwertige Staatsbürger unter der Parole "Mit Gott für König und Vaterland" in den Deutsch-Französischen Krieg "zur Befreiung von Elsass-Lothringen" gezogen. Berühmt geworden ist das Tuch zur Erinnerung an den Gottesdienst bei Metz zu Jom Kippur 1870, dem Versöhnungstag, auf dem jüdische Soldaten mit Pickelhaube und Gebetstuch in einem hebräischen Gebetsbuch lesend zu sehen sind. "Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht alle ein Gott geschaffen?", steht fast flehentlich unter dem Davidstern in hebräischer und deutscher Sprache.
Die von oben angeordnete Gleichberechtigung machte aus Juden in Deutschland deutsche Juden und eröffnete einer breiteren Schicht erstmalig die Chance des Aufstiegs in den bürgerlichen Mittelstand. Eine Karriere im Justiz-, Militär- und Schuldienst blieb indes, wenn auch informell, weiterhin an die Taufe gebunden.
Nach 1848 hatte es Juden zunehmend in die Politik gezogen, und es erstaunt nicht, dass sich die meisten jüdischen Abgeordneten aller Parteien mit der sozialen Frage beschäftigten. Juden gehörten zu den führenden Köpfen der aufkommenden sozialistischen Bewegung. Die Mehrheit der jüdischen Wähler stand der Sozialdemokratie jedoch skeptisch gegenüber, denn diese lehnte gerade jene liberale Wirtschaftsordnung ab, in der sich Juden als freie Unternehmer entfalten konnten.'
Die jungen Wertheims kamen in Berlin an, als die Zeit des überschwänglichen Jubels gerade abzuklingen begann. Christen und Juden waren in gleicher Weise von der Proklamation des Kaiserreichs in Versailles im Januar 1871 begeistert gewesen. Dass nach dem Sieg über Frankreich Deutschland endlich geeint war, erfüllte viele mit einem berauschenden Gefühl von Stolz und militärischer Machtfülle. Deutsche Offiziere waren die Helden des Tages. Der an den Sieg über Napoleon III. am 2. September 1870 erinnernde Sedanstag wurde zum Nationalfeiertag, der im Volk die Erinnerung an die Demütigung Frankreichs aufrechterhielt.'
Und Berlin war das Herz des Kaiserreichs, eine Stadt der ungeahnten Möglichkeiten. Tausende Ostpreußen flüchteten aus ihren kümmerlichen ländlichen Verhältnissen in die Metropole, in der sie als Fabrikarbeiter ebenso kümmerlich weiterlebten. Berlin wurde zum Anziehungspunkt für unzufriedene und ehrgeizige Leute aus der Provinz, darunter auch Juden, wenngleich die große ostjüdische Massenflucht erst nach den Pogromen in Russland Anfang der achtziger Jahre einsetzte.
Der Überschwang des Sieges und das plötzliche Einströmen von fünf Milliarden Franc an Reparationszahlungen löste eine Welle von Unternehmensgründungen aus, die allerdings während des so genannten Gründerkrachs bald in die Krise gerieten.
Es waren strenge Lehrjahre, die Hugo und Georg Wertheim unter der Aufsicht von Onkel Wolff in der Firma Wolff & Apolant durchliefen. Neben Ausbildung, Unterkunft und Verpflegung erhielten die beiden ein geringes Taschengeld, von dem Georg sich noch etwas ersparte. Sie mussten wesentlich mehr arbeiten als die anderen Lehrlinge, erhielten aber auch einen tieferen Einblick in die einzelnen kaufmännischen Bereiche, weil sie zu allen schriftlichen Arbeiten herangezogen wurden.
Anfangs spendierte Onkel Wolff seinem Neffen Georg noch Sonntagskurse an der Kunstakademie, wo er klassischen Malunterricht nahm. Sein hoher Anspruch an sich selbst ließ ihn allerdings bald die eigene Mittelmäßigkeit erkennen. Nach einem halben Jahr brach er den Unterricht ab und beschränkte fortan sein künstlerisches Interesse auf die Lektüre kunstgeschichtlicher Bücher und den Gang ins Museum. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Kundenrezensionen

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Top-Kundenrezensionen

am 24. Mai 2017
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 30. März 2005
Format: Gebundene Ausgabe
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am 11. Februar 2005
Format: Gebundene Ausgabe
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am 9. November 2016
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am 23. Juli 2008
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 15. April 2013
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 20. Mai 2013
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
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am 1. Januar 2008
Format: Gebundene Ausgabe
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