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Kundenrezensionen

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am 19. September 2013
Historiker können dem Leser die Geschichte nur aus einer bestimmten Entfernung, durch eine Sicht von außen auf die dargestellten Geschehnisse näher bringen. Das beinhaltet zwar eine gewisse Neutralität und Vollständigkeit, bleibt aber fern der Lebenswirklichkeit der seinerzeit lebenden Menschen und damit auch fern des Vorstellungsvermögens der heutigen Leser. Ein echtes Verständnis für die Geschichte können daher nur Berichte von Zeitzeugen schaffen, sind diese auch subjektiv und von begrenzter Perspektive, so vermitteln sie doch eine authentische Sicht auf das damalige Lebensgefühl.

Stefan Zweig hat mit seinem autobiografischen Werk solch eine authentische Sicht auf die Welt von gestern, genauer auf Europa am Ende des 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts, quasi die Schicksalsjahre unseres Kontinents, hinterlassen. Er beschreibt seine Schulzeit im österreichischen Kaiserreich, die Zeit vor und während des Ersten Weltkriegs, die Zeit zwischen den Kriegen sowie die bis zum Zweiten Weltkrieg. Geprägt wurden sein Leben und seine Sicht auf die Geschehnisse durch seine Herkunft aus dem jüdischen Bildungsbürgertum. Er pflegte Kontakte zu der intellektuellen Elite in ganz Europa, sein Werk ist geprägt von Liberalität, Humanismus und Pazifismus.

Dieses Buch träg viel zum Verständnis der damaligen Geschichte bei. Man fragt sich ja heute immer wieder: „Wie konnte das geschehen? Waren den alle blind.“ Die Antwort ist nicht einfach, es gibt keine monokausalen Zusammenhänge, sondern ein ganzes Netz von Kausalitäten. Ein Teil zu diesem Puzzle trägt das Buch von Stefan Zweig bei, welches den Leser in die alte Zeit entführt und auch durch die literarischen Fähigkeiten des Autors ein echter Lesegenuss ist.
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am 22. August 2014
Als 1925 Geborener habe ich zwar ebenfalls einige der hier kentnisreich gschilderten Epochen miterlebt, aber überwiegend in Deutschland und in meiner eher gesicherten Position als sogenannter Arier.
"Wenn das Judenblut vom Messer spritzt, dann gehts nochmal so gut" - wie ich als Dreizehnjähriger 1938 auf Geheiß eines SA-Manns (der uns "Pimpfe" auf einem Pritschenwagen durch Straßen fuhr, in der Juden wohnen sollten), mitsingen sollte, kam allerdings nicht über meine Lippen. Seit dieser Situation verstand ich jedoch vollauf die ablehnende Haltung meiner Eltern gegenüber dem Nationalsozialismus. Tags darauf brannte in meiner Heimatstadt Merzig die Synagoge.
Das Buch erscheint mir von großer Wahrhaftigkeit. Jeder sollte es lesen, der zeitgeschichtlich interessiert und wachsam gegenüber Kriegstreibereien und anderen unguten Zeitsströmungen ist.
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am 26. November 2014
und zwar in mehrfacher Hinsicht. Zum einen für historisch interessierte sowieso. Zum anderen weil geschrieben aus persönlicher Sicht des Autors und nicht aus der Sicht eines Historikers, das schon deshalb, weil Stefan Zweig im Exil keine umfangreichen Quellen zur Hand hatte und das meiste aus seinem Gedächtnis stammt.
Zudem ist es immer ein Genuß, Stefan Zweig zu lesen. Er ist kein Autor, der sich in endloser Prosa und seiner wundervollen Sprache berauscht und tausendseitige Werke hinterließ. Sondern er konzentriert sich auf das Wesentliche und das ist eine ganz große Kunst.
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am 7. Mai 2014
Ein beeindruckender Blick in die Vergangenheit Österreichs und Deutschlands und das bewegende Schicksal Stefan Zweigs. Insbesondere die "Vorgeschichte" des 1. Weltkriegs wird anhand dieser privaten Erfahrungen erlebbar.
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am 31. Juli 2016
Stefan Zweig führt uns in seinem zwischen 1939 und 1941 geschriebenen Buch rückblickend auf 50 Jahre durch seine Zeit bis zum Ausbruch des zweiten Weltkrieges. Das Leben im etwas verschlafenen Wien der Kaiserzeit, welches für mich fast ein Abbild unserer heutigen Zeit darstellt: Probleme gibt es viele, aber eigentlich nur in der Zeitung (in den Nachrichten). Seine Schulzeit, ein Gymnasium in welchem der Schüler Zweig nicht immer weiß, wozu der meiste Lehrinhalt gut sein soll (welch Paralle zu unserer heutigen Zeit). Auch ein Zitat aus seiner späteren Studienzeit gefällt mir sehr: „...dass gute Bücher die beste Universität ersetzen, unentwegt gültig geblieben.....man ein ausgezeichneter Philosoph, Historiker usw. werden kann, ohne je eine Universität oder sogar ein Gymnaisum besucht zu haben.“ Stefan Zweig ist sogar mit Gymnasium und Universität ein hellsichtig, scharfsinnig und lebensnaher Mensch gewesen.

Was Stefan Zweig wollte, sagt ein für mich wichtiges Zitat aus dem Buch: „es ist tausendmal leichter, die Fakten einer Zeit zu rekonstruieren als ihre seelische Atmosphäre“. Durch seine beeindruckende Ausdrucksform und seinen scharfen Geist ist es Stefan Zweig bestens gelungen, ein Gefühl für genau diese jeweils herrschende Atmosphäre zu geben.

Ein Zitat aus dem gerade für unsere jetzige Zeit wichtigen weiteren Tehma des Buches , : „...die Idee werben, die seit Jahren die eigentliche meines Lebens geworden: für die geistige Einigung Europas“. Die Generationen, welche seit Erscheinen des Buches das Zusammenwachsen Europas mitererleben durften, sehen sich nun wieder mit einer neuen, europäischen nationalstaatlichen Bewegung konfontiert. Dieses sich Finden und auch wieder Verlieren lässt einen Stefan Zweig in der Welt von Gestern erfühlen. Das Buch sollte auch eine Mahnung darstellen, das in den letzten sechzig Jahren Erreichte nicht wieder zu zerstören......
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am 9. Oktober 2014
Die "Welt von Gestern", mit dem Untertitel „Erinnerungen eines Europäers“, ist ein wunderschönes autobiografisches Werk. Man spürt die Wehmut Stefan Zweigs und wie sehr ihm die Heimat fehlt: Das Buch entstand kurz vor Zweigs Tod in den letzten Jahren (von 1939 bis 1941) seines Exils in Brasilien und erschien postum.
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am 9. August 2016
Hallo,

dies war mein erstes, aber sicherlich nicht letztes Buch von Stefan Zweig.
Empfohlen wurde es mir von Astrid Lindgren in ihren Tagebüchern, welche 2015 erschienen sind.
Zusätzlich war auch der Wunsch meinerseits mehr über die Zeit vor den Weltkriegen zu wissen. Da kam mir das Buch sehr gelegen, weil es sich auch um zivile Erfahrungen handelt und nicht um militärische.

Dazu kommt natürlich auch, dass mir die Schreibweise von Stefan Zweig sehr zusagt und man interessante Einblicke von der deutschen Sprache aus der Zeit bekommt. Viele Punkte und Ereignisse waren mir nicht bekannt und sind durch die Feder (oder Letter) von Stefan Zweig gut und interessant erzählt. Man bekommt einen sehr guten Einblick davon, dass wir weit mehr als menschliche und materielle Verluste davongetragen haben und wir bis heute nichts dazugelernt haben. Aktuelle Themen in Welt lassen sich hier gut wiedererkennen, wie es die „Burschenschaften“ aus dem 19. Jahrhundert beweisen.
Die Thematik macht Lust auf mehr und weiterführende Lektüre wartet schon in meinem Regal:
„Die Schlafwandler – Wie Europa in den Ersten Weltkrieg zog“ von Christopher Clark
„Sternstunden der Menschheit“ von Stefan Zweig

Ich kann das Buch wärmstens empfehlen, um mehr über die Zeit vor dem Ersten Weltkrieg zu erfahren und über uns im Allgemeinen
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am 2. Oktober 2015
Die Sprache von Stefan Zweig ist so schön, dass es einfach ein Genuss ist, sie zu lesen. Dieses Buch bestätigt wieder ganz genau, dass Geschichte sich immer wieder wiederholt - ein Werk, dass eigentlich selbstverständlich im Deutschunterricht gelesen werden sollte!
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am 20. Februar 2015
Man erfährt hier nicht nur einiges aus dem Leben von Stefan Zweig, sondern auch vieles aus seiner Zeit. Der Zeit vor dem 1. Weltkrieg bis in den 2. Weltkrieg hinein, in dem er sich im Exil mit seiner 2. Frau das Leben nahm. Vieles aus der Beschreibung vor dem 1. Weltkrieg erinnert an heute: die lange Friedenszeit, das Bedürfnis nach Sicherheit, Sehnsucht nach Jugend im Alter usw. Für ein besseres Verständnis für das, was ab 1933 passiert, liefert Zweig aus seiner Sicht ein paar Erklärungen. Interessant ist auch seine Idee von Europa - eine Idee, die schon länger existiert. Hin und wieder erscheinen die Passagen, in denen er seine kulturellen Kontakte beschreibt sehr lang (zumal, wenn man nicht mit allen Namen etwas anfangen kann), sie geben aber auch einen Eindruck davon wie reich Zweigs Leben an Kunst und Schöngeistigem war. Unbedingt zu empfehlen, erst recht, wenn man Stefan Zweig gerne liest.
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am 17. November 2015
Mein Lieblingsbuch von Stefan Zweig! Einmal damit angefangen, konnte ich es gar nicht mehr weglegen und habe immer wieder weitergelesen. Tolle Beschreibung von der Zeit "damals".
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