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Die Welt von Gestern: Erinnerungen eines Europäers Hörbuch-Download – Ungekürzte Ausgabe

4.7 von 5 Sternen 107 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Hörbuch-Download
  • Spieldauer: 17 Stunden und 34 Minuten
  • Format: Hörbuch-Download
  • Version: Ungekürzte Ausgabe
  • Verlag: MONO Verlag
  • Audible.de Erscheinungsdatum: 4. Oktober 2013
  • Sprache: Deutsch
  • ASIN: B00FN38FZG
  • Amazon Bestseller-Rang:
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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT am 25. August 2004
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Stefan Zweig hat mit seinen Erinnerungen „Die Welt von gestern" ein beeindruckendes Dokument europäischer Geschichte der ersten Hälfte des vergangenen Jahrhunderts geschaffen. In keinem anderen mir bekannten Werk wird atmosphärisch so dicht beschrieben, wie sich im deutschsprachigen Raum, genauer gesagt in Österreich und Deutschland der Wechsel von der Monarchie zum totalitären Schreckensstaat vollzogen hat. Stefan Zweig ist unpolitisch, europäisch, und damit nicht nationalistisch.
Die Erzählungen über seine Schul- und Studienzeit wirken frisch, nur schwer vorstellbar zum Teil mehr als ein Jahrhundert zurück liegend. Das Interesse der damaligen Jugend an Gedichten, Theater, Malerei läßt ein wenig Wehmut aufkommen.
Besonders imponierend sind seine Schilderungen über Begegnungen mit nahezu allen berühmten Persönlichkeiten aus Literatur, Kunst und Gesellschaft. Zu Sigmund Freud, Hugo von Hofmannsthal, Rainer Maria Rilke, Richard Strauss, um nur einige wenige aus vielen Dutzend prägenden Persönlichkeiten zu nennen, hatte Zweig Verbindungen und Freundschaften. Ja, er kokettiert mit diesen Erlebnissen und mit seiner Position als vielgelesener jüdischer Autor. Aber man verzeiht ihm angesichts der Umstände, die ihn zuletzt entwurzelt und schließlich in den Selbstmord getrieben haben.
Wer sich einerseits für die politische Entwicklung in Deutschland (und Österreich) bis zum Naziregime, andererseits für europäische Kunst und Kultur interessiert, für den sind die „Erinnerungen eines Europäers" ein Muss. Zweig verniedlicht oder rechtfertigt nicht, er beschreibt. Und nicht aus gebührendem Abstand, sondern als direkt Betroffener und Beteiligter.
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Format: Gebundene Ausgabe
Dies ist Stefan Zweigs 500 Seiten lange Autobiographie. Und sie bewegt zutiefst. Wer Stefan Zweig bereits gut kennt und schätzt, oder auch wer ihn kennen lernen möchte, wird in diesem Buch nicht nur ihn ausführlich kennen und lieben lernen, sondern auch die alte Welt erfahren, so wie sie war. Das alte Wien, geprägt von Kunst, Kultur und Zeitungen, die Welt im Wandel nach dem 1. Weltkrieg und im zweiten... und dies gesehen durch die Augen eines wahren Europäers. Stefan Zweigs Zweifel, seine Erfolge, seine Liebe, sein Glück, seine Ziele, seine Empfindungen,... all dies erfahren wir in diesem Buch hautnah. Mich hat auf jeder Seite des Buches ein Satz, ein Bild, eine Bemerkung zutiefst berührt. Da hat einer gelebt, der alles ernst genommen hat, der für Kunst, Toleranz und Worte gestorben wäre - und letztlich auch sterben wird - denn dies ist Zweigs letzter Roman.
Da schreibt einer, der uns auf Augenhöhe bringt mit den unsterblichen Größen seiner Zeit.
Ein bewegendes Werk, ein einmaliger Einblick in das Denken Zweigs und seine Zeit, geschrieben von dem, der viele berühmte Schriftsteller und Dichter kannte, der sich für Weltgeschichte und Weltliteratur interessierte, der aber auch manch verborgenes Talent erkannte und sich für Abseitiges begeisterte, der uns dieses Leben noch einmal von innen heraus mitfühlen lässt.
Ein Roman, der ergreift. Wer noch empfinden kann, wer fühlen möchte, wie die alte Zeit war, wer Stefan Zweig liebt oder lieben lernen möchte - der sollte diesen Roman lesen.
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Format: Taschenbuch
Sicher... die Überschrift mag ein wenig polemisch klingen, aber ich hätte mir gewünscht, dass unser Geschichtslehrer in der Schule dieses Buch mit uns durchgenommen hätte. Es mag wichtig sein, mit politischen Theorien und Daten im Geschichtsunterricht konfrontiert zu werden, aber die Motivation ist auch unendlich wichtig, sich damit zu befassen. Mich hätte die Lektüre von Stefan Zweig motiviert, wobei ich mittlerweile Freunde gesprochen habe, die dieses Buch im Deutschunterricht durchgenommen hatten und wenig begeistert waren. Vielleicht gilt dies auch nur rückblickend, aber das Buch ist mehr wie ein spannender Roman - dabei besser als jeder Historienroman - in den man hineingesogen wird. Jeder, der gerne Kulturereignisse - gleich welcher Art - liebt, kann sich die Liebe des Autors zur Kultur und Zeitgeschichte lebendig vorstellen. Im übrigen genauso, wie man sich als Leser die Zeit in der Stefan Zweig lebte, lebendig vorstellen kann. Wie hier bereits geschrieben wurde, kann man davon ausgehen, dass der Autor ein wenig mit seinen Kontakten kokettiert. Aber ist es nicht faszinierend, wie verbunden die großen Autoren seiner Zeit waren? Das fällt uns selbst im Internetzeitalter schwer, es geht wohl auch nichts über persönlichen Kontakt und persönliche Briefe. Jedes Autorenforum im Netz kann damit nicht mithalten.
Das Buch kann ich uneingeschränkt empfehlen, natürlich nur denjenigen, denen Zeitgeschichte und die Liebe zu Büchern etwas bedeutet und die sich freuen Einblick in das Leben eines auch sprachlich herausragenden Autors zu gewinnen.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
ich habe von stefan zweig bereits etliche novellen gelesen, die mir alle sehr gut gefallen haben, aber nichts hat mich auf das intensive erlebnis dieses späten werkes vorbereitet: von der ersten seite, vom ersten anhub weg wird man in eine vergangene epoche gezogen und - wenngleich die sprache, in der er schreibt, eine bereits aus lange vergangenen zeiten heraufklingende musik ist - mit viel nähe zum leser durch vergangene epochen und welten geführt.

zweig muss gegen ende seines lebens körperlich gespürt haben, dass nicht nur sein leben bald aus eigenen stücken enden wird, sondern dass auch die welt in der er lebt, in den letzten zügen liegt. dieses wunderbare buch schrieb er - wie er schon auf den ersten seiten mitteilt - völlig ohne hilfsmittel wie bücher, notizen oder tagebüchern sondern vielmehr vollkommen aus seiner erinnerung... und es ist wie eine wanderung in seiner seele, in der die bilder und landschaften, die gerüche und gefühle der vergangenen epochen (wobei die zeit bis zum ersten weltkrieg und die zwischenkriegszeit sich neuerlich voneinander abgrenzen) sich aufbauen wie interieurs, die man gemeinsam mit ihm beschreitet.
zweig ist in diesem buch ein liebevoller führer durch sein inneres museum, der ohne viel wehmut berichtet, nichts beschönt und dennoch voll liebe beschreibt. was mich vor allem beeindruckt hat, war das verständnis und die ausgeglichene haltung gegenüber den schrecklichen kräften, die zum zweiten dummen krieg im 20. jahrhundert führten.
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