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Die Wanderhure: Roman Taschenbuch – 1. April 2005
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Der 1. historische Roman der beliebten Erfolgsserie um die Wanderhure Marie von der Bestseller-Autorin Iny Lorentz
Eine Frau kämpft in der grausamen Welt des Mittelalters um ihr Glück.
Konstanz im Jahre 1410: Als Graf Ruppert um die Hand der schönen Bürgerstochter Marie anhält, kann ihr Vater sein Glück kaum fassen. Er ahnt nicht, dass es dem adligen Bewerber nur um das Vermögen seiner künftigen Frau geht und dass er dafür vor keinem Verbrechen zurückscheut. Marie und ihr Vater werden Opfer einer gemeinen Intrige, die das Mädchen zur Stadt hinaustreibt. Um zu überleben, muss sie ihren Körper verkaufen. Aber Marie gibt nicht auf ...
Mit ihrer historischen Roman-Serie über das Schicksal der Kaufmannstochter Marie, die im späten Mittelalter als Hübschlerin auf Wanderschaft gehen muss, hat Iny Lorentz einen historischen Bestseller nach dem anderen gelandet. Hochspannend, dramatisch und opulent lässt uns die Bestseller-Autorin tief ins deutsche Mittelalter eintauchen.
Alle Bände der historischen Bestseller-Reihe rund um Marie Adler von Iny Lorentz in chronologischer Reihenfolge:
- Die Wanderhure
- Die junge Wanderhure
- Die Kastellanin
- Das Vermächtnis der Wanderhure
- Die List der Wanderhure
- Die Wanderhure und die Nonne
- Die Wanderhure und der orientalische Arzt
- Die Tochter der Wanderhure
- Töchter der Sünde
- Seitenzahl der Print-Ausgabe624 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberKnaur TB
- Erscheinungstermin1. April 2005
- Abmessungen12.5 x 3.91 x 19 cm
- ISBN-103426629348
- ISBN-13978-3426629345
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Von der Marke
Romane von Iny Lorentz
Produktbeschreibung des Verlags
Sinnlich und dramatisch ...
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Im Mittelpunkt der Wanderhuren-Romane steht Marie, eine starke und leidenschaftliche Frau des 15. Jahrhunderts, die sich gegen ihr grausames Schicksal stemmt, niemals aufgibt und mit List und Mut ihren Weg geht. |
Spannend, farbenfroh und emotional erzählen die Autoren Maries Geschichte, die von Selbstbehauptung, vom Aufbegehren gegen die bigotte und grausame Männerwelt des Mittelalters und von der Rache einer Frau mit Köpfchen und Verstand erzählt. |
Der Leser erlebt ein packendes Intrigenspiel mit vielen unheilvollen Verwicklungen, Mord und Totschlag, schiere Verzweiflung und Ausweglosigkeit, aber auch die große Liebe und die Gewissheit, dass das Gute am Ende siegen wird. |
2 Fragen an das Autorenduo Iny Lorentz
Wie kommen die Ideen für ein Buch im Hause Lorentz zu Stande? Was unternehmen Sie, wenn Ihnen partout keine Ideen einfallen?
KEINE IDEEN? Das gibt es nicht! Ideen wachsen wie Gras – man gebe Elmar und mir eine halbe Stunde auf einem Spaziergang – und wir kommen mit drei neuen Romanideen zurück. Wir wehren eher ab, als dass wir neue entwickeln, denn unsere Liste dürfte im Augenblick knapp sechzig Mini-Exposés umfassen.
Warum sind stets Frauen die Protagonistinnen und Heldinnen in Ihren Romanen?
Wir finden es interessanter, über die Schicksale von Frauen zu schreiben, da diese von der Gesellschaft in ein engeres Verhaltenskorsett gedrängt wurden und bei Verstößen gegen die Sitte mit härteren Reaktionen rechnen mussten. Es hat uns bereits früher gereizt, unsere Geschichten von der schwächeren Seite aus aufzuzeigen, und über lange Jahrhunderte stellten Frauen aller Klassen diese schwächere Seite dar. #
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| Die Wanderhure | Die Kastellanin | Das Vermächtnis der Wanderhure | Die Tochter der Wanderhure | Töchter der Sünde | Die List der Wanderhure | |
| Band | 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 |
| Über das Buch | Der erste Roman Die Wanderhure setzt im Jahr 1410 in Süddeutschland ein, wo die schöne Bürgerstochter Marie Opfer einer Intrige wird und fortan das Leben einer Wanderhure führen muss, bis es ihr endlich gelingt, Rache zu nehmen. | Der erste Roman Die Wanderhure setzt im Jahr 1410 in Süddeutschland ein, wo die schöne Bürgerstochter Marie Opfer einer Intrige wird und fortan das Leben einer Wanderhure führen muss, bis es ihr endlich gelingt, Rache zu nehmen. | In Teil drei, Das Vermächtnis der Wanderhure, fällt Marie, die inzwischen zweifache Mutter ist, der Intrige einer alten Feindin zum Opfer und wird bis nach Russland verschleppt. | Im vierten Teil Die Tochter der Wanderhure steht Trudi, die Tochter von Marie und Michel Adler, im Mittelpunkt des Geschehens | Band fünf, Töchter der Sünde, erzählt von Maries Sohn Falko und dessen abenteuerlicher Reise nach Rom im Jahr 1451/52. | Marie und ihr Mann Michel bewahren die junge Novizin Justina vor den Schergen des Großmeisters. Gemeinsam machen sie sich auf, die Äbtissin Isabelle de Melancourt zu retten und kommen damit auch Isabelles gut gehüteten Geheimnis auf die Spur. |
| Format | Taschenbuch | Taschenbuch | Taschenbuch | Taschenbuch | Taschenbuch | Taschenbuch |
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|---|---|
| Die Wanderhure und die Nonne | |
| Band | 7 |
| Über das Buch | Heiß geliebt und lang erwartet: ein neues Abenteuer der Wanderhure! Marie gerät mit ihrer Tochter Trudi und der Nonne Ignatia in eine erbitterte Adelsfehde. |
| Format | Hardcover |
Produktbeschreibungen
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Seit Meister Matthis Ehefrau im Kindbett gestorben war, hatte Wina versucht, dem Mädchen die Mutter zu ersetzen. Es war nicht einfach gewesen, den richtigen Weg zwischen Nachsicht und Strenge zu finden, aber bisher war sie mit Maries Entwicklung zufrieden gewesen. Aus dem neugierigen und oftmals viel zu übermütigen Kind war eine gehorsame und gottesfürchtige Jungfer geworden, auf die ihr Vater stolz sein konnte. Seit dem Tag allerdings, an dem Marie erfahren hatte, dass sie verheiratet werden sollte, war sie wie ausgewechselt. Anstatt vor Freude singend und tanzend durchs Haus zu springen, tat sie ihre Arbeit mit mürrischem Gesicht und benahm sich so wild wie ein Füllen, dem man zum ersten Mal Zügel anlegen wollte.
Andere Mädchen jubelten, wenn sie erfuhren, dass ein Mann aus angesehener Familie um sie warb. Marie hatte jedoch völlig verstört reagiert, so als fürchte sie sich vor dem wichtigsten Schritt im Leben einer Frau. Dabei hätte sie es kaum besser treffen können. Ihr Zukünftiger war Magister Ruppertus Splendidus, der Sohn eines Reichsgrafen, wenn auch nur von einer leibeigenen Magd. Trotz seiner Jugend war er ein bekannter Advokat, dem eine glänzende Zukunft bevorstand.
Wina nahm an, dass der hohe Herr Marie gewählt hatte, weil er eine Frau benötigte, die tatkräftig genug war, ein großes Haus mit vielen Bediensteten zu führen. Dieser Gedanke machte sie stolz, denn sie hatte Marie dazu erzogen, selbständig zu handeln und sich vor keiner Arbeit zu scheuen. Das brachte sie wieder in die Gegenwart zurück. Die Vorbereitungen für die Hochzeit waren noch lange nicht abgeschlossen, und es wurde schon Nacht.
Schnell drückte sie Marie eine Teigschüssel in die Hand.
»Hier, rühr das gut. Es dürfen sich keine Klumpen bilden. Sag mal, wo warst du überhaupt?«
»Im Hof. Ich wollte ein wenig frische Luft schnappen.« Marie senkte den Kopf, damit Wina ihre abweisende Miene nicht wahrnahm. Die alte Frau würde ihr sonst nur weitere Vorwürfe machen oder ihr einen mit verwirrenden Andeutungen gespickten Vortrag über eheliche Pflichten halten.
Marie konnte Wina nicht verständlich machen, dass ihr die überraschende Wendung, die ihr Leben genommen hatte, Angst einjagte. Sie war gerade erst siebzehn geworden und ihres Vaters einziges Kind, daher hatte sie den Gedanken an eine Heirat weit von sich geschoben. Jetzt aber sollte sie innerhalb von ein paar Tagen in die Gewalt eines Mannes gegeben werden, für den sie nicht das Geringste empfand.
Soweit sie sich erinnern konnte, war Ruppertus Splendidus mittelgroß und hager wie viele junge Männer, die sie kannte. Seine Gesichtszüge waren zu scharf geschnitten, um hübsch zu sein, wirkten aber auch nicht direkt unangenehm im Gegensatz zu seinen Augen, die alles und jeden zu durchdringen schienen. Als Marie ihm das bisher einzige Mal begegnet war, hatten sein Blick und die schlaffe Berührung seiner kalten, beinahe leblosen Hand ihr Schauer über den Rücken gejagt. Und doch konnte sie weder
Wina noch ihrem Vater begreiflichmachen, warum der Gedanke an eine Verbindung mit dem Sohn des Grafen von Keilburg sie nicht in einen Glückstaumel versetzte.
Da Wina noch immer so aussah, als wolle sie ihr einen Vortrag über das richtige Benehmen halten, versuchte Marie, das Thema zu wechseln. »Die Ballen mit dem flandrischen Tuch, die die Fuhrleute heute vom Rheinhafen hochgebracht haben, liegen mitten im Hof, und es sieht nach Regen aus.«
»Was? Das darf doch nicht wahr sein! Die Ware muss doch schleunigst unter Dach und Fach gebracht werden. Und die Fuhrknechte sitzen alle beim Wirt, um deine morgige Vermählung zu feiern, und werden sich weder durch Schelten noch durch gute Worte zurückholen lassen. Mal sehen, ob ich einen der Hausknechte finde und ihn wenigstens dazu bringe, eine Plane über die Ballen zu decken. Macht ihr derweil alleine weiter.« Der letzte Satz galt nicht nur Marie, sondern auch Elsa und Anne, den beiden Mägden, die ebenfalls vollauf mit den Vorbereitungen für die Hochzeit beschäftigt waren.
Kaum hatte Wina die Küche verlassen, da drehte sich Elsa, die kleinere der beiden Schwestern, zu Marie um und sah sie mit leuchtenden Knopfaugen an. »Ich kann mir denken, warum du dich weggeschlichen hast. Du wolltest deinen Liebsten heimlich beobachten.«
»Herr Ruppertus ist aber auch ein gut aussehender Mann«, setzte Anne mit seelenvollem Augenaufschlag hinzu. »So eine herrschaftliche Hochzeit ist schon eine andere Sache, als wenn unsereins ins Brautbett kommt.«
Während sie Holz nachlegte, betrachtete sie die Tochter ihres Herrn mit einem Anflug von Neid. Marie Schärerin war nicht nur eine reiche Erbin, sondern zog auch mit ihrem engelsgleichen Gesicht, den großen, kornblumenblauenAugen und ihren langen blonden Haaren die Blicke der Männer auf sich. Ihre Nase war gerade lang genug, um nicht unbedeutend zu wirken, und ihr Mund sanft geschwungen und rot wie Mohn. Dazu besaß sie eine Figur, wie sie ebenmäßiger nicht sein konnte. Über ihren sanft gerundeten Hüften spannte sich eine schmale Taille, gekrönt von Brüsten, die gerade die Größe zweier saftiger Herbstäpfel hatten.
Ihr einfaches graues Kleid mit dem geschnürten Mieder brachte ihre Reize besser zum Vorschein, als es bei anderen Mädchen Samt und Seide vermochten.
Anne war überzeugt, dass Magister Ruppertus sich in den höchsten Kreisen nach einer Frau hätte umsehen können, und nahm daher nicht an, dass er Marie nur wegen der großen Mitgift freite, die Meister Matthis ihr mitgeben würde. Wahrscheinlich hatte er sie auf dem Markt oder in der Kirche gesehen und sich von ihrer Schönheit einfangen lassen.
Marie bemerkte Annes neiderfüllten Blick und zog unbehaglich die Schultern hoch. Sie musste nicht in den Spiegel sehen, um zu wissen, dass sie ungewöhnlich hübsch war. Das hatte sie in den letzten zwei Jahren beinahe von jedem Mann aus der Nachbarschaft zu hören bekommen. Die Komplimente waren ihr jedoch nicht zu Kopf gestiegen, denn der Pfarrer hatte ihr erklärt, dass nur die innere Schönheit zählte. Doch seit der Magister aufgetaucht war, fragte Marie sich, was sie ohne den Glanz der Goldstücke ihres Vaters wert war. Ruppert hatte um sie geworben, bevor er sie kannte, und deswegen nahm sie an, dass er sie nicht ihres Aussehens oder ihrer Tugenden wegen zur Frau nehmen wollte. Oder hatte er sie vorher schon einmal erblickt und sich in sie verliebt? So etwas gab es. Aber in dem Fall hätte er sich ihr gegenüber gewiss anders betragen.
Anne betrachtete unterdessen ihr Spiegelbild auf der glänzenden Oberfläche des kupfernen Suppenkessels. Zu ihrem Leidwesen war sie ein ebenso farbloses, unscheinbares Geschöpf wie ihre rundliche Schwester. Sie beide besaßen kaum mehr als die Kleider, die sie auf dem Leib trugen, und mussten auf Freier hoffen, die eine zugreifende Hand körperlicher Schönheit vorzogen. Manchmal wurden Mägde von Gesellen zur Frau genommen, denen ihre Meister die Erlaubnis zum Heiraten gaben. Aber die meisten jungen Männer achteten darauf, dass ihre Bräute nicht nur sich selbst, sondern auch eine ansehnliche Mitgift in die Ehe brachten.
Marie war mit den beiden Mägden aufgewachsen und wusste daher, dass Anne sich ähnliche Gedanken machte wie sie, nur von einem anderen Standpunkt aus. Wenn sie ihr Schicksal mit dem der Schwestern verglich, war sie froh und auch ein wenig stolz darauf, als gute Partie zu gelten. Gleichzeitig fühlte sie sich verunsichert, denn wie konnte sie glücklich werden, wenn ein so welterfahrener Mann wie Ruppertus Splendidus, der bei Ratsherren und Kirchenfürsten ein und aus...
Produktinformation
- Herausgeber : Knaur TB; 46. Edition (1. April 2005)
- Sprache : Deutsch
- Taschenbuch : 624 Seiten
- ISBN-10 : 3426629348
- ISBN-13 : 978-3426629345
- Originaltitel : Die Wanderhure I
- Abmessungen : 12.5 x 3.91 x 19 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 35,713 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 1,496 in Historische Liebesromane (Bücher)
- Nr. 2,984 in Gegenwartsliteratur
- Nr. 3,903 in Historische Romane (Bücher)
- Kundenrezensionen:
Informationen zum Autor

Hinter dem Namen Iny Lorentz verbirgt sich ein Münchner Autorenpaar, dessen erster historischer Roman »Die Kastratin« die Leser auf Anhieb begeisterte. Mit »Die Wanderhure« gelang ihnen der Durchbruch; der Roman erreichte ein Millionenpublikum. Seither folgt Bestseller auf Bestseller. Die Romane von Iny Lorentz wurden in zahlreiche Länder verkauft. Die Verfilmungen ihrer »Wanderhuren«-Romane, der »Pilgerin« und zuletzt »Das goldene Ufer« haben Millionen Fernsehzuschauer begeistert. Im Frühjahr 2014 bekam Iny Lorentz für ihre besonderen Verdienste im Bereich des historischen Romans den »Ehrenhomerpreis« verliehen. Die Bühnenfassung der »Wanderhure« in Bad Hersfeld hat im Sommer 2014 Tausende von Besuchern begeistert und war ein Riesenerfolg.
Besuchen Sie auch die Homepage der Autoren: www.inys-und-elmars-romane.de
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Das Buch stand schon lange auf meiner Wunschliste, allerdings habe ich mich auch nach dem Anschauen der Verfilmung nicht so recht an die Lektüre getraut. Doch vor ein paar Wochen wollte ich es einfach versuchen und kaufte mir den Bestseller. Von vornherein kann ich euch sagen: Das Buch enthält sehr viel weniger Sexszenen als im Film und außerdem werden diese nicht sehr detailreich ausgeschmückt, im Grunde ist ein "Er drang in sie ein." das "Schlimmste", was uns dabei erwartet. Die Unmenschlichkeit und Brutalität erfahren wir auf eine ganz andere Weise. Iny Lorentz bringt uns den Zeitgeist und das Leben der Wanderhuren zu dieser Zeit sehr gut näher und obwohl wir diese Frauen heute auch noch ablehnen, so konnte man ihre Lage damals sehr gut nachvollziehen und sie einfach nur wütend verfolgen.
Marie wird als engelsgleiches Geschöpf beschrieben, dass wohlbehütet bei seinem Vater aufwächst. Obwohl ihr eine arrangierte Ehe nicht besonders zusagt, so ist sie doch ehrfürchtig gegenüber ihres Bräutigams Ruppert. Dieser allerdings war mir schon von Anfang an unsymphatisch, da er keinerlei Interesse an Marie zeigt, sondern nur an dem Vermögen ihres Vaters. Denn er wird im Erbe seines eigenen Vaters, Graf von Keilburg, nicht bedacht - er ist nur ein Bastard und liegt deshalb weit hinter seinem Halbbruder Konrad zurück. Aus solchen Gründen eine Heirat einzugehen, ist sehr falsch, aber damals galten nun einmal Besitz und Vermögen als das Wichtigste, was man erreichen konnte und Ruppert ist auf diesem Pfad sehr ernsthaft und konsequent. Umso furchtbarer ist es jedoch, dass er sich das Vermögen nicht einfach aneignet, sondern Marie und ihren Vater durch eine gemeine Intrige auf dem Weg zurücklässt. Marie wird der Unzucht beschuldigt und von seinen drei Handlangern im Verließ brutal geschändet. Nun kann er aufgrund des unterschriebenen Ehevertrages Anklage gegen ihren Vater erheben, da er ihre eine reine Jungfrau versprochen hat. Niemand glaubt Marie, dass sie vor dieser Nacht noch das reinste Geschöpf in Konstanz gewesen ist. Über die Einstellung der Menschen in der damaligen Zeit kann man wirklich nur den Kopf schütteln. Im Zweifel für den Angeklagten kannte man nicht und so konnte man wild jeden der Unzucht beschuldigen, hier und da Bestechungsgelder fließen lassen und schon wird ein junges Mädchen ausgepeitscht und aus der Stadt vertrieben, obwohl ihm furchtbares Unrecht widerfahren ist.
Marie wird von der Wanderhure Hiltrud gefunden, die sie gesundpflegt. Hiltrud ist ein wunderbares Beispiel für einen Menschen, dem Unrecht widerfahren ist, aber das Beste aus seiner Situation macht. Wenn man einmal eine Hure ist, so kann man sich niemals wieder einem höheren Stand anschließen und somit bleibt man immer rechtslos. Aber sie lässt sich nicht hängen und verkauft sich nicht an jeden Mann, der dahergelaufen kommt. Sie achtet immer auf Sauberkeit und lässt sich im Voraus bezahlen. Zudem sucht sie sich ihre Freier selbst aus, sodass absolut notgeile Böcke ihr fernbleiben. Das Leben ist hart, aber sie kommt zurecht.
Als Marie erkennt, welches Gewerbe Hiltrud führt, ist sie total abgeschreckt. Immerhin hat sie durch ihre Schändung ein furchtbares Trauma erlitten. Nie im Leben würde sie so etwas tun. Aber Hiltrud gibt ihr auch sehr deutlich zu verstehen, dass sie sie nicht durchfüttern kann. Marie muss selbst anfangen, zu arbeiten.
Diese Situation stelle ich mir unglaublich schwer und grausam vor. Man wird verleumdet, geschändet und vertrieben und muss sich dann noch überwinden, sich fremden Männern hinzugeben, um sich Abendessen kaufen zu können. Viele Mädchen, denen so etwas passiert ist, halten dieses Leben nicht lange durch und sterben früh oder bringen sich selbst um.
Interessant finde ich den Wandel Maries. Sie macht wirklich eine große Entwicklung durch, die wir leider nicht miterleben können, denn innerhalb eines Abschnittes, in dem sich Marie dazu entschließt, die Arbeit als Hure aufzunehmen, vergehen plötzlich drei Jahre. Danach ist Marie nicht mehr wiederzuerkennen. Sie hat sich damit abgefunden, eine rechtslose Hure zu sein und dennoch hat sie viel von Hiltrud gelernt: Sie sucht sich ihre Freier aus und achtet darauf, dass ihr keine Gewalt angetan wird. Jedoch ist in einer solchen Lage zu differenzieren, was man unter Gewalt versteht. Ich finde, dass einer Hure, die sich jedem Mann hingeben muss, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen, immer Gewalt angetan wird.
Marie ist selbstbewusst, frech und aufmüpfig geworden. Und doch hat sie nach diesen drei Jahren ihr Ziel nicht aus den Augen verloren - im Gegenteil, es treibt sie jeden Tag an, damit sie mit ihrem Gewerbe nicht wahnsinnig wird. So seltsam das auch klingen mag, sie wirkt wie eine professionelle und angesehene Hure - soweit man das überhaupt sagen. Damals zu dieser Zeit gab es sehr viele Huren - manche von ihnen nehmen jeden Mann an, auch wenn dieser sie kaum bezahlen kann. Sie sind verzweifelt. In Städten sind sie nicht gerne gesehen und zudem müssen sich viel zu hohe Steuern zahlen. Sie müssen ein Vielfaches des Preises für Lebensmittel bezahlen und da wundert sich noch einer, warum Huren nicht aus ihrem Stand herauskommen? Sie denken immer nur von einem Winter zum nächsten und ob sie genügend Geld und Vorräte haben, um diesen zu überstehen.
In einem Herbst eröffnet sich Marie eine Chance, ihre Rache zu üben und dies soll ein entscheidender Moment in ihrem Leben werden: Mechthild von Arnstein ist schwanger und sucht für diese Zeit eine hübsche Hure, die ihren Mann im Bett versorgen kann. Ihre Wahl fällt auf Marie, da sie durch ihr engelsgleiches Aussehen mit Abstand die hübscheste Hure weit und breit ist. Gemeinsam mit Hiltrud verbringt sie den Winter auf Burg Arnstein und lebt so gut wie lange nicht mehr. Sie bekommen Essen, Kleidung, ein warmes Bett und Marie muss dafür nur einem einzigen Mann das Bett warmhalten. Allerdings macht die Gesellschaft von hohen Herren auch klar, wie niedrig die beiden eigentlich stehen. Man wirft Huren immer vor, dass sie mit einer schnellen Nummer einige Pfennige abgreifen wollen.
Die schlechte Behandlung, die Marie immer wieder auf ihren Reisen erfährt, hat mich wirklich wütend gemacht. Zum Einen werden Huren nur als Ware angesehen, zum Anderen sind sie rechtslos und müssen unterwegs aufpassen, dass sie keiner Söldnergruppe über den Weg laufen, denn das kann sehr böse enden (das erleben wir auch einmal im Buch). Bestimmt gibt es die ein oder andere Frau, die sich freiwillig auf dieses Leben eingelassen hat, aber die meisten sind dort hineingerutscht - wie Marie durch Intrigen und Vorwürfe oder wie Hiltrud, die von ihrem armen Vater an einen Hurenwirt verkauft wurde. Ist es denn so viel wichtiger, für eine kurze Zeit etwas Geld zu haben, als seine eigene Tochter für immer in den Stand einer Hure abzuschieben? Niemand, absolut niemand kann mir erzählen, dass das ein Leben ist, was man ersehnt oder mit dem man klarkommt. Selbst die kontrollierte Hiltrud verliert manchmal die Fassung.
Durch einige Zufälle, aber auch durch das Zutun Mechthilds von Arnstein, gerät Marie in die hohen Kreise und erhofft sich dadurch einen Vorstoß bei ihrer Rache gegenüber Ruppert. Er muss einfach seine Strafe für all seine Vergehen bekommen, denn die Intrige an Marie und ihrem Vater ist nur ein kleiner Punkt in seiner Strafakte. Wegen seiner Sucht nach Besitz und Macht stürzt er fast das gesamte Süd-West-Deutschland in eine Fehde, obwohl er nur Papiere gefälscht hat und die wichtigsten Leute hintergeht.
Insgesamt glaube ich, dass Iny Lorentz das Leben von Huren in der damaligen Zeit sehr authentisch widergegeben haben. Das Einzelschicksal von Marie ist natürlich ausschlaggebend für die Geschichte, allerdings bleibt das Geschehen nicht allein daran haften. Wir erfahren auch viel über die historischen Umstände damals und die Schicksale anderer Charaktere. Sehr wichtig ist jedoch, dass wir erfahren, wie damals mit Huren umgegangen wurde. Immerhin waren sie ein wichtiger Teil der Gesellschaft, auch wenn sie nicht als das angesehen wurden. Wer sollte all die Männer denn sonst befriedigen?! Und doch werden sie so schlecht behandelt. Die hohen Preise und Steuern, die nur Huren bezahlen mussten, gaben ihnen überhaupt keine Chance, sich genügend anzusparen, um vielleicht aus diesem Leben auszutreten. Allerdings sieht man auch an einigen Beispielen, dass dies von anderen wieder verhindert wird. Wer einmal eine Hure war, der kam nie wieder davon los.
Die Wanderhure ist ein Roman, der sehr offen und authentisch zeigt, wie es den Huren damals ergangen ist und welch schlechtes Leben sie hatten. Das Einzelschicksal von Marie setzt noch einmal einen obendrauf und die Gier ihres ehemaligen Bräutigams Ruppert wird mit vielen historischen Ereignissen in Verbindung gebracht, was erschreckend ist. Die Gier eines einzelnen Mannes konnte damals das Leben vieler Menschen zerstören.
In flüssiger und eindringlicher Sprache erzählt das Buch die Geschichte der jungen Marie - mal spannend, fröhlich und farbenfroh, mal traurig und bedrückend. Vor allem sensible Leser sollten sich auf einen Paukenschlag zu Beginn der Geschichte gefasst machen, der zwar detaillierte Beschreibungen ausspart, dennoch einige recht grausame Szenen erzählt. Diese Handlungselemente sind einerseits schwer zu lesen, andererseits für die Geschichte unbedingt notwendig - Marie wird schließlich nicht freiwillig zur Hure. Durchhalten lohnt sich aber, denn schon bald wird der Leser mit freundlicheren Szenen belohnt.
Das Buch weist einen selten abfallenden Spannungsbogen auf und wird von mir ganz eindeutig in die Kategorie "Page-Turner" eingeordnet. Eine ganze Anzahl von Charakteren spielt mit, doch verliert man nie den Überblick. Die Figuren sind wunderbar gezeichnet, lassen dennoch Raum für die eigene Phantasie. Vor allem die anderen "Hübschlerinnen" fand ich sehr gut gelungen. Durch sie erhält der Leser Einblick in eine historische Welt, die er bislang wohl nicht so gut kannte. Er erfährt, dass Huren im Mittelalter zum Bodensatz der Gesellschaft gehören und ihnen viel Unrecht und wenig Achtung widerfährt. Doch auch unter Hübschlerinnen gibt es noch Standesunterschiede, wie z.B. die Verachtung der "Pfennig-Huren" zeigt. Dennoch - ganz ohne Macht sind die Huren nicht, wie ein Ereignis gegen Ende des Buches beweist...
Alles in allem ein historischer Roman, wie er sein sollte! Spannend von der ersten bis zur letzten Seite, informativ, ohne zu langweilen und mit liebenswerten und hassenswerten Figuren gleichermaßen ausgestattet.
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Nach all dem Tamtam um die Wanderhure habe ich wirklich etwas weit besseres erwartet. Zum Glück habe ich das Buch für 1 Euro als Mängelexemplar gekauft - also nichts verschwendet.








