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Die Versuchung in der Wüste: Roman Taschenbuch – 2001

3.0 von 5 Sternen 2 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Jim Crace, 1946 in Hertfordshire geboren, zog nach seinem Studium in den Sudan und nach Botswana. Zurück in Großbritannien, arbeitete er als Journalist hauptsächlich für "The Sunday Times" und "The Daily Telegraph". Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Birmingham. Jim Crace ist einer der bedeutendsten britischen Autoren, sein Name wird gern in einem Zug mit den Nobelpreisträgern William Golding und V.S. Naipaul genannt. Er hat alle bedeutenden angel-sächsischen Literaturpreise erhalten: u. a. den Whitbread Novel of the Year, den E. M. Forster Award, und "Die Versuchung in der Wüste" war für den Booker Prize nominiert. Seine acht Romane erscheinen weltweit in über fünfzehn Sprachen.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

1 Miris Mann schrie im Schlaf; nicht Worte, die sie verstand, sondern einfache, grelle Fanfaren des Schmerzes. Als sie schließlich eine Lampe anzündete, um zu sehen, was ihn quälte, war seine Zunge schwarz - verkohlt und rußig. In seinem Atem konnte sie des Teufels schweflige Mahlzeit riechen, in seinem Husten hörte sie des Teufels Reisig knacken. Sie legte eine Hand auf seine Brust. Er fühlte sich weich an, feucht und heiß wie frisches Brot. Musa, ihr Mann, wurde bei lebendigem Leib gebacken. Gute Neuigkeiten. Miri tat, was in ihren Kräften stand. Sie saß im Schneidersitz in ihrem Zelt, Musas Nacken auf das Kissen ihrer geschwollenen Fesseln gebettet, seinen Kopf gegen die neue Rundung ihres Bauchs gelegt, und versuchte, das Fieber mit Weihrauch und Gesang aus ihm herauszulocken. Er bekam die Behandlung, die eigentlich ihr - im sechsten Monat schwanger und nicht bei bestem Befinden - zugestanden hätte. Sie wischte ihm mit einem feuchten Tuch die Stirn. Sie rieb ihm Augen und Lippen mit Honigwasser ein. Sie hielt die Fliegen von ihm fern. Die ganze Nacht hindurch sang sie ihre Litaneien. Aber das Fieber war taub. Oder sein Gehör war so gut, daß es in Miris Innerstes lauschen konnte und wußte, daß Musas Tod ihr kein unerträgliches Leid wäre. Sein Tod wäre ihre Rettung. Am Morgen war Musa so steif und trocken wie Leder, aber er klammerte sich - boshaft bis zuletzt - an das bißchen Leben. Seine Verwandten und die anderen, älteren Männer der Karawane kamen herein, ihn auf die Stirn zu küssen und ihm ins Ohr zu flüstern, wie sehr sie es bedauerten, nicht nachsichtiger mit ihm gewesen zu sein, als er noch bei Kräften war. Nachdem sie seine säuerliche Haut gerochen und geschmeckt und den aschenschwarzen Mund gesehen hatten, schüttelten sie die Köpfe, tupften sich die Augen trocken und überschlugen, welchen zusätzlichen Profit der heimliche Verkauf seiner Ware ihnen bringen würde. Musa mußte einen hohen Preis dafür zahlen, sagten seine Onkel, daß er auf dem Rücken und ohne ein Tuch über dem Mund geschlafen hatte. Ein aberwitziger Tod. Während der Nacht war ihm ein Teufel in den offenen Mund geschlüpft und hatte unter dem Gebälk seiner Rippen sein Feuer entzündet. Teufel waren wie Menschen; sie brauchten ein warmes Plätzchen, wollten sie in der Wüstenkälte nicht zugrunde gehen. Nun hatte Musa dem Fieber des Teufels ein Obdach gewährt. Länger als ein, zwei Tage würde er nicht durchhalten - wenn doch, so war es ein Wunder. Und kein erfreuliches. Miri war es Musa schuldig, sagten alle, die Karawane ohne sie nach Jericho und zu den Märkten des Nordens weiterziehen zu lassen. Sie durften das Fieber nicht mit auf die Reise nehmen. Oder Musas Tod abwarten. Und schon gar nicht ließen sich vierzig Tage der Trauer um Musa erübrigen. Das wäre Torheit. Musa selber würde solche Verschwendung nicht gutheißen. Auch er war Händler gewesen und hätte - solange er bei Verstand war- nicht zugelassen, daß Geschäfte, Gott bewahre, auf ein Begräbnis warten mußten. Oder auf eine Niederkunft. Vermögen standen auf dem Spiel, wenn Kaufleute sich nicht sputeten. Überdies würden die Kamele nicht durchhalten. Die brauchten Weideland und Wasser, und stehendes Wasser gab es keins in dieser Wildnis und wenig Hoffnung auf Regen. Nein, auch sie seien unendlich traurig, sagten seine Onkel, ganz bestimmt, aber Miri müsse zurückbleiben, bis zum Ende ihre Lieder singen und Musa dann allein begraben. Sie würde Steine aufschichten müssen zum Zeichen dafür, daß ihr Mann gestorben war, und sein Grab pflegen, bis die Karawane zurückkehrte, um sie zu holen. Wenn sie gut achtgab, konnte ihr nichts passieren.

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Von Ein Kunde am 20. April 2001
Format: Taschenbuch
Vor 2000 Jahren am Rand des Toten Meers. Eine bunt zusammengewürfelte Gruppe zieht in die Wüste um dort den jüdischen Fastenmonat bei Wasser und Heuschrecken zu verbringen: Die Pilger versuchen sich an diesem "spirituellen Ort" von ihrem persönlichen "Dämon" - Krankheit, Furcht oder Unfruchtbarkeit - zu reinigen. Ihnen folgt ein junger Galiläer namens Jesus. Auch er sucht etwas in der Wüste..er will 40 Tage fasten um zu Gott zu finden. Doch bei Jim Crace geht alles einen ganz anderen Gang als in der Bibel. Und ein fetter, niederträchtiger und verschlagener Händler erklärt sich selbst zum ersten Jünger Jesus und kündet seine Botschaft. Es gibt (viel zu) viele Jesus-Bücher, die sich in gängigen Glaubensschemen ver(w)irren. Die "Versuchung in der Wüste" geht einen anderen Weg: Sie zeigt Jesus als einen überdrehten, von mystischen Wahn besessenen Jüngling, der nicht einmal sich selbst helfen kann. Und die Story selbst, überzeugt von der ersten bis zur letzten Seite. Dinesh Bauer
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Format: Taschenbuch
Leider verliert sich der Autor in langatmigen Beschreibungen verlorener Charaktere und gibt sich dabei redlich Mühe Jesus ins Lächerliche zu ziehen. Alle beteiligten Personen können nur Mitleid erregen. Ich hatte eine interessante und fundiertere Lektüre erwartet. Nach der ersten Hälfte wurde das Lesen zum Mühsal. Schade.
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