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Die Vernichtung der europäischen Juden (3 Bände) Taschenbuch – 1. September 1990

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Der Judenmord war nicht das Werk Einzelner. Er wurde von einer hochgradig arbeitsteiligen und bürokratisch organisierten Gesellschaft in die Wege geleitet und verwirklicht; von einer Gesellschaft, die die technischen Mittel dazu hatte und den Willen, sie zu nutzen. Auf dieser Gesellschaftsanalyse basiert das wohl gewichtigste Werk der Schwarzen Reihe: Raul Hilbergs Die Vernichtung der europäischen Juden.

In guter bürokratischer Tradition stand am Beginn des Vernichtungsprozesses die amtliche Definition dessen, was vernichtet werden sollte: das Judentum. Nachdem das Reichsinnenministerium dieses Problem zufrieden stellend gelöst hatte, konnte die systematische Entrechtung und Enteignung der Juden beginnen. Weitere Stufen folgten: die Konzentration der Juden in Ghettos, die Operationen der mobilen Tötungseinheiten, die Deportationen aus den besetzten Gebieten und schließlich die Errichtung spezieller Vernichtungszentren. Hinter dieser höchst effizienten Maschinerie verbarg sich ein ganzes Heer von Namenlosen, deren funktionale Hingabe diesen Genozid erst möglich gemacht haben. Es waren "gewöhnliche" Bürokraten, Reichsbahner, Polizisten und Soldaten, die diese Maschinerie in Gang hielten, und ihre Befehle kamen von subalternen Vorgesetzten, die den "Führerwillen" gewissenhaft vollstreckten.

"Töten ist nicht mehr so schwer wie in früheren Zeiten." -- Es ist dieser Satz Raul Hilbergs, der sich ins Gedächtnis eingräbt. Er ist Fazit und Mahnung zugleich. Der technische Fortschritt machte den Holocaust erst möglich, und es ist dieser Fortschritt, der das Vernichtungspotenzial seitdem immer weiter perfektioniert und ausgebaut hat. Der Verwaltungsbeamte früherer Tage hatte nicht die Werkzeuge, eine ganzes Volks auszulöschen. Der Bürokrat von morgen wird diese Probleme nicht haben, er ist bereits heute besser ausgerüstet als die Nazis jemals waren. --Stephan Fingerle

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Raul Hilberg (1926-2007) mußte 1939 mit seinen Eltern über Kuba in die USA auswandern. Er studierte u.a bei Franz Neumann (»Behemoth«) und gehörte zu den ersten Wissenschaftlern, die mit den in die USA überführten deutschen Akten aus der NS-Zeit arbeiten konnten. Hilberg lehrte bis zu seiner Emeritierung 1991 Politikwissenschaften an der University of Vermont in Burlington. Er verstarb am 4.8.2007.

Literaturpreise:

Auszeichnungen:
1955: Clark F. Ansley Award, Columbia University, für die beste humanistische Dr.-Arbeit
1968: Anisfield-Wolf Award, Taturday Review of Literature
1985: Jewish Book Award, für das herausragende Buch des Jahres zum Thema Holocaust
1994: Bernard Heller Prize, Hebrew Union Collage, Cincinnati
1996: Premio Acqui Storia, Stadt Aqui Terme, Preis für Geschichte
1997: Premio Viareggio, Preis der Kategorie Internationales Buch
1999: Marion Samuel Preis der "Stiftung Erinnerung" (erstmalige Vergabe)
2002: Geschwister-Scholl-Preis, Verband Bayerischer Verlage und Buchhandlungen e. V. zus. m. der Stadt München
2002: Großes Bundesverdienstkreuz
Ehrendoktor der Universität Wien


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Format: Taschenbuch
Hilbergs Dissertation ist immer noch das Standardwerk zur Shoah, obwohl sie schon 1961 erschienen ist. An Aktualität hat das Werk seither jedoch kaum etwas eingebüßt, auch wenn neuere Forschungen aufgrund einer breiteren Quellenlage in manchen Aspekten andere Schlüsse ziehen. Wer sich für eines der dunkelsten Kapitel deutscher, europäischer und menschlicher Geschichte überhaupt interessiert, wird an Hilberg nicht vorbeikommen. Und das ist auch gut so!
Obwohl die Shoah alles andere als leichte Kost ist, gelingt es Hilberg (bzw. seinen Übersetzern), eine klare, gut verständliche Sprache zu benutzen, die eigentlich unsagbares gut verständlich macht; an einigen Stellen finden sich sogar humorvolle Seitenhiebe auf die Naziideologie ("insgesamt ging es den Nazis nicht um die jüdische Nase, sondern den jüdischen Einfluss").
Hier findet sich also kein vertracktes Historiker-Latein, sondern der interessierte "Laie" kommt ebenfalls gut mit den Büchern zurecht. Etwas angestaubt ist inzwischen die Optik der zahlreichen Grafiken und Tabellen, hier merkt man das Alter des Werks - bei einer Neuauflage könnte man hier nachbessern. Als besonders positiv habe ich im Guttenberg-Zeitalter Hilbergs sorgfältiges wissenschaftliches Arbeiten empfunden. Jedes Detail ist mit einer Quellenangabe bedacht, wobei der Autor vor allem auf Dokumente aus der NS-Zeit zurückgreift und sich relativ wenig auf andere Forschungen zum Thema bezieht (wohl auch, weil diese 1961 nicht so zahlreich waren).
Diese Stärke ist aber zugleich eine Schwäche des Werkes: Hilberg arbeitet zwar wissenschaftlich korrekt, allerdings fehlt ein finales Literaturverzeichnis.
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Format: Taschenbuch
Wer sich ernsthaft mit dem Holocaust beschäftigt, kommt an Raul Hilberg nicht vorbei. Der inzwischen emeritierte Professor der Universität Burlington (Vermont, USA) ist ausgewiesener Kenner der umfangreichen Quellen, die die Nationalsozialisten zurückgelassen haben. In "Vernichtung der europäischen Juden", das erstmals 1961 erschien, seitdem aber überarbeitet wurde, arbeitet er detailliert und quellennah die Struktur und Wirkungsmechanismen des Holocaust heraus. Dabei geht er zunächst auf die historische Einbettung des Holocaust in die jahrtausende alte antisemitische Tradition der europäischen Kultur ein. "Wir können diese Entwicklung in den drei aufeinanderfolgenden Zielsetzungen antijüdischer Amtswalter nachvollziehen. Die Missionare des Christentums erklärten einst: Ihr habt kein Recht, als Juden unter uns zu leben. Die nachfolgenden weltlichen Herrscher verkündeten: Ihr habt kein Recht unter uns zu leben. Die deutschen Nazis schließlich verfügten: Ihr habt kein Recht, zu leben." (S. 15) Anschließend zeigt er auf, in welchen Stadien der Vernichtungsprozeß verlief, nämlich "Definition", "Konzentration" und "Vernichtung". Dabei zeigt er auf, daß die gesamten Führungseliten des Deutschen Reiches aus Staatsverwaltung, Industrie und Wehrmacht an der Vernichtung beteiligt war und profitierte. Und er zeigt weiterhin die Beteiligung der mittleren und unteren Verwaltungsschichten auf, ohne deren bedingslose und nahezu hingegungsvolle Aufgabenerfüllung der Holocaust nicht hätte stattfinden können. Dieses Buch ist jedem zu empfehlen, der sich mit der Frage "Wie und Warum" des Holocaust auseinandersetzen möchte. Die dreibändige Taschenbuchausgabe ist zudem zu einem sehr günstigen Preis erhätlich.
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Von euripides50 TOP 500 REZENSENT am 31. Januar 2009
Format: Taschenbuch
Den nationalsozialistischen Völkermord zu begreifen, ist fast unmöglich, schrieb Raymond Aron. Die erschreckenden und nach Millionen zählenden Opferzahlen bleiben wie alle Zahlen ohne emotionales Echo. Und allein die Aneinanderreihung von Einzelschicksalen kann die Gesamtschau nicht ersetzen. Es ist die große Leistung des vorliegenden Buches beide Perspektiven so miteinander zu verbinden, dass sich für den Leser zum ersten Mal ein Gesamtbild des großen Verhängnisses ergibt, dass vor gerade erste einmal 60 Jahren über die europäische Judenheit hereinbrach.
Der erste Teil "Täter" beginnt mit einer sehr gerafften biographischen Skizze des Haupttäters Adolf Hitlers. Denn ganz im Unterschied zur Volksmeinung, nach der die Hilterschen Paladine Göring, Himmler. Heydrich und Goebbels an allem schuld waren, war es einzig und allein Hitlers Wille, der an den Wendepunkten der Problemgeschichte, im Jahre 1938 und 1941, den Völkermord ins Rollen brachte. Aber Hitler hätte den Holocaust niemals alleine ins Werk setzen können, dafür bedurfte es einer nach Hunderttausenden zählenden Schar von Helfern - von obersten SS-Chargen über ergebenen Bürokraten und einer großen Schar charakterlich Abartiger, die ihren Dienst in den Vernichtungslagern mit sadistischer Freude versahen. Allerdings wäre der Völkermord auch nicht möglich gewesen ohne ein Volk, das - wie Hilberg immer wieder betont - so gut es ging die Augen vor dem Verschwinden einer Minderheit verschloss, die Beute wie freie Wohnungen, bessere Berufschancen oder Vermögensgewinne aber gerne mitnahm.
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