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Grammatikalisch beginnt die Endzeit schon bei der Überschrift. Beeindruckend, da sie nur aus drei simplen Worten besteht. Aber gut, zumindest weiß der Käufer gleich, dass er für den Preis kein Lektorat erwarten darf. Ich vermute mal, es hätte "Kämpf oder stirb" heißen sollen.

Was für mich zum Zeitpunkt der (Vor-)Bestellung nicht ersichtlich war, ist, dass es sich um drei Geschichten / Teile handelt, die in einem Buch zusammengefasst wurden. Der Autor war mir nicht bekannt, der Klappentext klang spannend, also habe ich bestellt und nun endlich auch Zeit zum Lesen gefunden.

Im ersten Teil wird die Situation von einer Handvoll Leuten geschildert, die in einer riesigen Tiefgarage (mit mehreren Parkdecks) eingeschlossen werden, weil unvermutet Bäume durch den Boden brechen und Richtung Himmel schießen. Schrittweise verwandeln sich die Parkdecks in eine Dschungelumgebung mit Wasserfall und wilden Tieren. An sich eine originelle Idee für ein Endzeit-Szenario, das vom Autor durchschnittlich spannend erzählt wird. Die Umsetzung ist kein Knaller, lässt sich aber flüssig lesen und sorgt - von kleinen Patzern abgesehen - auf den ersten hundert Seiten für die richtige Atmosphäre beim Lesen.

Leider entfernt sich die Story im weiteren Verlauf immer mehr von besagter Atmosphäre. Stattdessen wird Brutalität und Perversion freier Lauf gelassen. In gewisser Weise fühlte ich mich beim Lesen an "Die Gaia-Hypothese" von Maxime Chattam erinnert, der seinen gelungenen Romanbeginn ebenfalls einer Gewaltorgie opfert, die mich als Leser ungläubig bis verstört zurückgelassen hat. Schade, dass offenbar auch "Die Verdammten" letztlich nur eine Ansammlung von Vergewaltigungen, Sex mit Leichenteilen, Fäkalorgien und Erbrochenem ist.

Die rätselhafte Naturkatastrophe vom Klappentext verkommt völlig zur Nebensache, während der Autor die Seiten so dick mit seinen Fäkalfantasien beschmiert, dass man die Sch... förmlich riechen kann. Erschwerend kommt hinzu, dass für die handelnden Personen ihr völlig absurdes Verhalten offenbar ebenso normal ist wie für den Autor. *** Achtung Spoiler*** So genießt! eine Frau das Gefühl des BH-Stoffs an ihren Brustwarzen, deren Tochter gerade neben ihr in Stücke gehackt und vergewaltigt wurde (sowohl im Ganzen als auch in Teilen). *** Offenbar ist es das Talent des Autors, mit möglichst viel Brutalität und Ekel zu provozieren. Ich räume ein, das kann er. Ich hatte allerdings auf eine spannende Endzeit-Geschichte gehofft und wurde maßlos enttäuscht.

Fazit: Hätte der Klappentext auch nur im Ansatz erahnen lassen, was da auf mich zukommt, hätte ich die Finger von dem Buch gelassen. Die erste der drei Storys habe ich gelesen, den Rest erspare ich mir.
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am 18. Juni 2014
Als grosser Fan von Postapokalypse jedweder Art hab ich mich auf ein spannendes Buch gefreut und wurde sehr enttäuscht. Während ich mich durch das erste Kapitel quälte, hab ich noch geglaubt, das dieses Buch doch noch irgendwie besser wird, aber es wurde nur noch schlimmer. Die Geschichte ist nicht spannend, man fiebert nicht mit den Protagonisten mit, so macht das Lesen keine Freude. Es kommen im Verlauf der merkwürdigen "Bäume-durch-Tiefgarage-wachs-Story" immer mehr abartige Szenen vor, die ich hier wirklich nicht nennen möchte. Horror okay, aber nicht so. Viel zu drastisch beschrieben, was soll das? Am "besten" hat mir das psychologische Einfühlungsvermögen von Brett McBean gefallen. Kleiner Auszug: welche Mutter die gerade ihr Kind auf entsetzliche(!) Art verloren hat, freut sich nach der Dusche im Parkhaus jetzt keinen BH mehr anzuhaben und "geniesst den Stoff auf ihren Brustwarzen"? Das ist sowas von bescheuert.
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am 3. Juli 2014
Der Roman ist in einzelne Geschichten unterteilt, wobei die Handlung der ersten Erzählung über das Eintreten der Katastrophe, anhand des Schicksals einiger Parkhaus-Nutzer, berichtet, die zweite wenige Monate nach der großen Veränderung und dem Verlust der „Zivilisation“ angesiedelt ist, und die letzte schließlich die Entwicklung der Gesellschaft nach einigen Jahren ins Auge faßt…
Erscheinen die ersten beiden Abschnitte, mit Abstrichen, noch einigermaßen vorstellbar bis logisch (Auf die innere Logik der Erzählung bezogen…), so geht spätestens mit der letzten Geschichte jegliche Schlüssigkeit verloren!
(Achtung Spoiler! Einige Beispiele: Auch nach Jahren des fröhlichen Kannibalismus scheint kein Mangel an wehrlosen, naiven „Opfern“ zu herrschen, die von ständiger Angst getrieben, durch den Dschungel irren… Das ergibt unter Umständen noch zu Beginn des „neuen Zeitalters“ Sinn, aber nicht nach all den Jahren! Des weiteren… Zeitgleich haben sich drei Menschenfressende Abarten des Homo-Sapiens entwickelt, die so überhaupt keinen Sinn ergeben! Warum bsw. der „Homo-Löwesensus“ stärker und schneller sein sollte als der „Homo-Schimpansus“, erschließt sich mir auch nicht nach angestrengtem Nachdenken! Ersterer ist zumeist in Gegenwart seines Harem anzutreffen, faul herum liegend, nur vom Hunger getrieben auf die Jagd gehend, wohingegen zuletzt genannter alleine durch die Notwendigen Klettereinlagen zum erreichen der eigenen Behausung schon um einiges besser im Saft stehen sollte… Da helfen dann auch spitz zu gefeilte Zähne nur wenig, insbesondere dann nicht wenn, wie in der vorliegenden Geschichte, ja durchaus noch Waffen genutzt werden!)
Von der sich immer rasanter verabschiedenden Logik mal abgesehen, die Charaktere wirken durch die Bank zumeist flach und stereotyp (Einzige Ausnahme eventuell noch die „Darsteller“ aus der ersten Episode am Anfang des Buches…), das Verhalten der agierenden Frauen extrem unwahrscheinlich (Man könnte zeitweise annehmen die Story wurde von einem Pennäler geschrieben, unter der Schulbank, geboren aus Frust und Langeweile beim wöchentlichen Religionsunterricht…) und über weite Teile fehlt einfach der Spannungsbogen! (Dazu gehört halt doch mehr als „schockierende Einfälle“ und aneinander gereihte Splatter-Szenen!)
Wegen des zunächst vielversprechenden Anfangs lege ich noch ein Sternchen drauf, mehr ist für meinen Geschmack einfach nicht drin!
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am 5. September 2017
Manche Verlage splitten einzelne Bücher in mehrere Teile. Nicht so der Festa Verlag, oder zumindest nicht mit diesem Buch. Hier ist die Devise: Aus Drei mach Eins! Die Originalromane „Concrete Jungle“, „Neighbourhood Jungle“ und „Suburban Jungle“, welche 2010, 2011 und 2013 erschienen, hat man hier einfach unter dem Titel „Die Verdammten“ zusammengefasst und 2014 auf den Markt geworfen.
Autor Brett McBean verzichtet auf übernatürlichen Schnörkel a'la Zombies oder Dämonen und verlässt sich vollkommen auf die Auswirkungen, welche Mutter Natur dem Menschen aufdrücken kann, wenn sie sich zu Wehr setzt.
Keine langsame Veränderung der Umstände zwingt die Menschheit sich auf eine neue Art des Lebens einzustellen, sondern alles geschieht in einem kurzen Augenblick – ok, das ist schon ein wenig übernatürlich, doch nehme ich es einfach einmal als Mittel zum Zweck hin, um sofort in medias res gehen zu können.
Das der Mensch an sich ein Raubtier ist, ist nicht wirklich eine umwerfende Neuerung im Gedankengut und so ist es auch nicht verwunderlich, wie sich McBeans Protagonisten verhalten. Jeder versucht das auszuleben, was eh schon in ihm schlummert und in ein paar der Handlungsweisen konnte ich sogar Dinge entdecken, welche mir selbst unter solch apokalyptischen Umständen nicht fremd wären.
Verzweifeltes Festhalten an alten Strukturen die eh nicht mehr Bestand haben können, das Abrutschen in Anarchie und Chaos, sowie der Versuch eine neue Weltordnung unter despotischen Verhältnissen aufzubauen – all das sind für „Bestie Mensch“ vollkommen normale Verhaltenswiesen und Regungen, welche ich während und nach einer Apokalypse erwarten würde.
Die Schreibe von McBean kann man mit Fug und Recht als intensiv und plakativ bezeichnen, denn seine Schilderungen gehen an die Lesenieren und lassen die Darsteller seiner Dystopie genauso schnell und farbig lebendig werden, wie seine Beschreibungen der Umwelt und wie es ist in ihr zu leben. Schauplätze werden sehr ausführlich für das Kopfkino beschrieben und auch wenn diese Orte noch niemals besucht hat, könnte man sich dort zurechtfinden.
Da dies ein Buch des Festa Verlages ist, sollte dem geneigten Leser auch von Anfang an klar sein, das es sich nicht um eine Kuschel-Dystopie handelt, sondern das die Dinge wieder roh und ungeschönt beschrieben werden, wie es in einem Festa Buch Gang und Gebe ist. Die Welt ist hin, die Zivilisation auch und auf ein Happy End braucht man erst gar nicht zu hoffen, denn das wäre ja mal wieder langweilig und nur was für Einhornstreichler.
Braucht man solche Bücher, die einem während des Lesens kein kuscheliges Gefühl in der Magengegend verursachen? Ich denke das dies definitiv der Fall ist! In Zeiten von Teeniedystopien und netten Monstern, welche sich in ihre Opfer eher verlieben statt sie kurz und klein zu slashen, ist es immer wieder erfrischend sich von einem Festa Buch Geschichten präsentieren zu lassen, welche nicht immer vollkommen an der Realität zerren, aber dennoch durch die realitätsnahen Dinge in ihnen extrem punkten können.
Gerade „Die Verdammten“ steht bei mir eher in der realistischen Ecke denn, wie bereits erwähnt, so weit hergeholt sind die Verhaltensweisen der agierenden Personen nicht, als dass man sie komplett von der Hand weisen könnte.
Für mich wieder eine „Dystopie mal anders!“, welche mich auch ohne langsame Menschenfresser und dämonische Geißelungen begeistern konnte.
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am 2. Mai 2014
Ja,so könnte sie wirklich aussehen...unsere Erde nachdem sie einen Schlußstrich unter das Kapitel " Zivilisierte Menschheit und ihre Folgen " gezogen hat. Warum auch nicht ? Der Autor läßt hier sehr viel Fantasie walten.Er versäumt es jedoch in allen 3 Geschichten des Buches in die Tiefe der handelnden Personen sowie der Thematik an sich zu gehen.Es baut sich einfach kein wirklicher Spannungsbogen auf.Irgendwie läuft alles recht flott und spannend,aber trotzdem oberflächlich ab.Gefallen hat mir die reale Schilderung der Umstände, die eben nicht immer im Glück für die Gut-Menschen enden.Wunschdenken und Happy End findet man in allen 3 Geschichten nicht unbedingt.Und das ist gut so.Das ist eben das Leben.Ansonsten muß man das Buch nicht unbedingt gelesen haben.Es ist allenfalls Durchschnitt und die ordinären,bestialischen und obzönen Textteile passen zwar zu einer Menschheit ohne Regeln und Rechte sehr gut,helfen aber dem Buch nicht wirklich auf ein besseres Niveau.
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am 13. Januar 2015
Während eines Einkaufstrips geschieht das Unglaubliche: Beth ist gerade mit ihrer Tochter auf dem Weg zum Auto, das sie in einem der Parkdecks des Einkaufszentrums geparkt hat, als Bäume aus dem Boden schiessen und die Umgebung in einen undurchdringlichen Urwald verwandeln. Noch ahnt niemand, dass diese rätselhafte Naturkatastrophe über den ganzen Erdball hereingebrochen ist.

*

“Die Verdammten” vereint McBeans Dschungeltrilogie (“Der Dschungel aus Beton”, “Der Dschungel von nebenan” und “Der Dschungel der Großstadt”) in einem Band. Die drei Geschichten haben, bis auf das Ende, nichts miteinander zu tun. Sie spielen lediglich im gleichen Szenario und der Leser muss sich bei jeder Geschichte auf neue Charaktere einlassen. Was als ziemlich atmosphärisches Endzeitdrama beginnt, wird in der Mitte sehr seicht und beginnt erst zum Ende hin wieder, einigermaßen stimmungsvoll zu werden. Aber eines nach dem anderen.

Zuerst einmal: Brett McBean kann es eindeutig besser, das hat er unter anderem mit seinen Romanen “Die Mutter”, “Das Motel” und “Buk und Jimmy ziehen nach Westen” bewiesen. Mit “Die Verdammten” hat er zwar eine im Grunde genommen interessante Idee vorgelegt, die sich aber leider im Handlungsverlauf immer mehr in unlogische und teilweise nicht nachvollziehbare Ereignisse verstrickt. Hätte McBean die Hauptpersonen des ersten Teils in den weiteren beiden Teilen mitagieren lassen, wäre mit Sicherheit ein weitaus besseres Ergebnis herausgekommen. So muss man sich in jedem Teil leider auf eine neue Geschichte und neue Personen einlassen.

Der Schreibstil ist ungewohnt einfach gestrickt, da bin ich von McBean eindeutig Besseres gewöhnt. Aber nichtsdestotrotz fliegt man durch die drei Geschichten und kann sich schwer davon losreißen, denn das beschriebene Szenario hat durchaus seinen Reiz. Doch gerade die erste Geschichte ist es, die mich am meisten in den Bann gezogen hat, denn die Ausgangssituation war fast schon filmreif. Und auch die Chararakterzeichnung war hier noch am besten.
Die zweite Story flacht sehr ab und war für mich die absolut uninteressanteste. Bei der letzten Geschichte trat McBean dann wieder mehr aufs Gas und schilderte wieder Geschehnisse, die ich mir ohne weiteres als Film vorstellen könnte.

Ich persönlich hatte keine Probleme mit den vielen Ungereimtheiten, die im Verlauf der Geschichte auftraten, denn die Grundaussage der Trilogie, dass sich die Natur an der Menschheit rächt, hat mir sehr gut gefallen. Insgesamt ähnelt in allen drei Büchern der Schreibstil dem von Richard Laymon, obwohl natürlich McBeans eigener Stil deutlich herauszulesen ist. Durch die verschiedenen Hauptpersonen in den drei Geschichten wirkt “Die Verdammten” leider nicht ganz ausgegoren, schon aus diesem Grund hätte ich mir gewünscht, dass die Personen der ersten Geschichte auch die Abenteuer der beiden nachfolgenden bestritten hätten.

*

Fazit: McBean hätte aus der interessanten Grundidee mehr machen können. Nichtsdestotrotz liefert er einen sich wohltuend von anderen Endzeitszenarien abhebenden, teils brutalen Thriller ab, der, obwohl relativ einfach geschrieben, sehr bildreich eine Welt darstellt, in der die Natur die Herrschaft über die Erde übernimmt. Für McBean-Fans ein Muss, für Einsteiger in die literarische Welt des Autors eignen sich seine anderen Werke auf jeden Fall besser.

© 2015 Wolfgang Brunner für Buchwelten
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am 25. August 2015
' nur dass DER BLOB um Klassen besser war.

Rezensionen wurden über DIE VERDAMMTEN ja genug eschrieben. Dem Inhalt der Vorgänger-Rezensionen ist auch nicht viel hinzuzufügen. Das Buch hält einfach nicht, was der Klappentext verspricht. Anfangs findet man als Leser die Idee mit den Bäumen in der Tiefgarage noch interessant, aber über die Zeit wird die Handlung langatmig und zäh, trotz blutiger Szenen, Sex und Gewalt'

DIE VERDAMMTEN ist in drei Teile unterteilt. Der erste Teil geht ja noch so, der zweite wäre unnötig gewesen, und der dritte ist total überflüssig. Story total langweilig und keine Spannung vorhanden. Rückblickend frage ich mich, warum ich DIE VERDAMMTEN überhaupt zu Ende gelesen und mich durchgebissen habe.

Brett McBean enttäuscht hierauf ganzer Linie. Dieses Buch gehört in die Rubrik: Bücher die die Welt nicht braucht'
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am 23. April 2014
Beth will nach der Shoppingtour mit ihrer Tochter die Tiefgarage des Einkaufszentrums verlassen. Doch plötzlich brechen Bäume durch den Beton und verwandeln die ehemalige Tiefgarage in einen Urwald. Gemeinsam mit anderen Überlebenden suchen sie nach einem Weg nach draußen, was sich bald als ziemlich riskantes Unternehmen herausstellt. Zudem wächst das Unbehagen, dass diese Naturkatastrophe sich nicht nur auf die Tiefgarage beschränkt und die Gesetze, wie man sie bis dahin kannte, nicht mehr gelten. Ziemlich schnell mutiert die zivilisierte Gesellschaft zu einem Dasein, in dem der Stärkere gewinnt und einzig der überlebt, der sich anpasst.

"Die Verdammten" von Brett McBean vereint in der deutschen Fassung den Dreiteiler "Concrete Jungle", "Neighbourhood Jungle" und "Suburban Jungle". Gemeinsam hat der Dreiteiler, dass es die Auswirkungen der Naturkatastrophe zeigt und wie die Überlebenden damit umgehen. Da der Roman in drei verschiedenen Zeitebenen spielt, begegnen dem Leser jeweils andere Charaktere als zu Beginn.

Dass die Endzeit beispielsweise nicht durch Krieg oder einem atomaren Ereignis ausbricht, sondern Mutter Natur sich ihr Reich zurückerobert, fand ich sehr originell. Es war sehr interessant zu verfolgen, wie schnell sich so mancher Charakter an die neuen Gegebenheiten angepasst hat oder noch immer der Vergangenheit nachweint. Vor allem hat Brett McBean es geschafft, aus so manchem Charakter mehr herauszuholen als man zu Beginn vermutet, wie z.B. dass ein gewöhnlicher Charakter sich plötzlich als Psychopath entpuppt oder Verhaltensweisen an den Tag legt, mit denen man nie gerechnet hätte. Brett McBean hält damit eine breite Auswahl parat und so mancher Leser wird sich vielleicht fragen, wie man selbst darauf reagieren würde.

Aber abgesehen von den "philosophischen" Überlegungen, zu denen das Buch manchen Leser verleiten mag, Brett McBean versteht sein Handwerk, den Leser zu unterhalten. Der einfache und flüssige Stil des Autors macht es einem leicht, sich in die Geschichte einzulesen - egal in welcher Zeitebene man sich gerade befindet.
Der erste Teil beginnt sehr rasant und spannend und ich hätte mir gewünscht, länger bei den beschriebenen Charakteren verweilen zu dürfen. Im Laufe des zweiten und dritten Teils lässt meiner Meinung nach der Spannungsbogen etwas nach, ohne dass aber die Spannung in den Keller fällt oder gar die Brutalität nachlässt. Man bleibt nichtsdestotrotz an den Seiten gefesselt und verzeiht es dem Autor, dass vereinzelte Details nicht gänzlich logisch erscheinen oder konstruiert wirken.
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am 2. September 2014
klar, das thema kanibalismus ist kein schönes und in unserem kulturkreis gewiss kein leichtes, aber was solls...
die story ist wirklich interessant, die entwicklung der menschlichen rasse in diverse stämme und gesellschaftsformen sowieso unaufhaltsam und daher g a r nicht soweit weg. mad max war damals ja auch völlig abwegig und heute haben wir ja den kampf ums öl...
für mich sehr gute unterhaltung, gute charaktere und reale zustände, wie sie denn wohl sein könten, wenn...
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am 13. April 2014
Grundsätzlich ist an dem Buch nichts auszusetzen, es ist souverän geschrieben und routiniert erzählt. Ich war allerdings von den kranken Fantasien des Autors ein wenig geschockt, Vergewaltigung, Kannibalismus – muss das sein? Leider leidet die Logik an den kurzen Zeiträumen. Nichtsdestotrotz eine erfrischend andere Endzeitvision, in der ein plötzlich gewachsener Urwald die Zivilisation zerstört und nicht auf die "normalen" Klischees zwischen Zombiekalypse und Atomkrieg zurückgegriffen wird. Die vier Sterne sind für Idee und Handwerk, ginge es nur um den Inhalt, wären wohl eher drei Sterne angesagt.
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