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am 8. Juli 2005
Obwohl das Buch schon einige Jahre auf dem Markt ist, sollte man es angesichts der weiterhin ungelösten wirtschaftlichen Probleme im Osten Deutschlands immer wieder zu Rate ziehen. Jürgs hat für sein Buch die wesentlichen Akteure der Treuhand befragt und alle verfügbaren Quellen wie etwa die Protokolle des Treuhand-Untersuchungsausschusses ausgewertet. Leider ist daraus keine durchgehend scharfsinnige Analyse geworden sondern eher eine aufgeblähte Stern-Reportage, bei der man schnell den roten Faden verliert. Der Autor klammert sich an Schlüsselfiguren (Rohwedder, Breuel) fest, die er angesichts des politisch-strukturellen Dilemmas der Treuhand deutlich überschätzt. Er verliert sich dabei in unwichtigen Details, wiederholt sich und labert und labert... Allein dieser Magazin-Stil ermüdet schnell. Dennoch ist dieses Buch unglaublich interessant und im besten Sinne aufklärend. Die Vereinigungspolitik der Regierung Kohl, deren wesentliches Element die Treuhand ja war, erscheint hier noch einmal in ihrer ganzen Inkompetenz und Borniertheit. Sie ist der Schlüssel für die schon damals von vielen als falsch erkannten Weichenstellungen, durch die die Masse der DDR-Wirtschaft in historischer Rekordzeit in die Knie ging. Was geblieben ist, sind einige ansehnliche Leuchttürme in einer deindustrialisierten Region ohne Konzernzentralen, ohne Industrieforschung, ohne leistungsfähigen Mittelstand, ohne wirtschaftliches Selbsbewußtsein - dafür auf Dauer abhängig von den im Westen scheinhelig bejammerten "Transferleistungen". Ein vernichtendes Urteil fällt Jürgs auch über einen Großteil der (west)-deutschen Wirtschaft, ihre großen und kleinen Akteure, die über das Treuhand-System zielstrebig z.B. marktbeherrschende Positionen oder überzogene Beraterhonorare ergaunerten. Die gierigsten Abzocker waren dabei offensichtlich Rechtsanwälte und Banken. Der Mythos Wiedervereinigung zerplatzt nach der Leküre der "Treuhändler" einmal mehr wie eine Seifenblase. Man hätte das bei Jürgs nur gern ein wenig klarer und strukturierter gelesen.
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am 21. Februar 2016
1997 veröffentlichte der Journalist Michael Jürgs dieses spannende Kapitel deutscher Geschichte. Direkt nach der Wende in der DDR war klar: Eine Rückkehr zur Planwirtschaft alten Stils wird es nicht geben. Auch wenn zunächst noch nicht wirklich klar war, wie es im Osten Deutschlands weitergehen sollte, war kllar: Dass System er Staatsbetriebe sollte aufgelöst werden. Dazu musste zunächst festgestellt werden, wie die wirtschaftliche Situation in der DDR überhaupt war. Und dann kam die Ernüchterung: Es gab Bereiche, in denen nicht mal ein Viertel der Wirtschaftsleistung der Bundesrepublik erreicht werden konnte. Jürgs beschreibt nun sehr interessant und teilweise ein wenig zu akribisch, wie mit dem langsamen Abwickeln der Ostwirtschaft begonnen wurde, wie dann diverse Menschen aus Ost und West sich zu bereichern begannen, und wie man schließlich den Osten Deutschlands auf das zurecht schrumpfte, was dann später davon übrig blieb. Hervorragend recherchiert, sehr spannend und unglaublich kenntnisreich ist dieses Sachbuch, das ich auch heute noch für sehr interessant halte.
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am 6. August 2009
Es hätte ein interessantes, lesenswertes Buch mit vielen Fakten über den Verkauf der DDR, die man so zwar ahnte, sich aber in ihrer Ungeheuerlichkeit und der Dreistheit des Vorgehens nicht vorstellen konnte, werden können - wären da nicht diese unerträglichen Plattitüden und Diffamierungen, sobald von ehemaligen Bürgern der DDR die Rede ist. Hier beweist der Autor leider (s)einen Horizont, der sich bei den Formulierungen auf Bildzeitungs-Niveau bewegt. Es fiel einem normal empfindenden Menschen deshalb schwer, das Buch nicht vorzeitig aus der Hand zu legen, wer sich aber an die Fakten halten will, sollte dies nicht tun.
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am 29. Oktober 2008
In dem Buch wird ausführlich der kurzfristige, bedingungslose Ausverkauf der ehemaligen DDR beschrieben, koste es was es wolle!
Die Treuhand war der Nährboden für viele armsehlige Nichtsbringer
aus der BRD.
Viele aus dem Westen wurden über Nacht auf Kosten des Volkes der DDR und Millionen von dadurch erzeugten Arbeitslosen zu Millionären.
(Stundenlohn von Beratern 2000-4000 DM und Jahresgehälter der Treunhanddirektoren von über 1,0 Millionen DM/Jahr
Kein Wunder das am Ende der Treuhand ein Defizit mit Hunderten vom Millionen DM zu Buche stand.
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