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Kundenrezensionen

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am 10. April 2010
Ein wunderbares Buch, das den gewaltigen Schönheitsfehler hat, vom Gelegenheits-Übersetzer Hellmuth Karasek 'vollständig neu' übersetzt worden zu sein. Karasek weiß vieles nicht und schlägt nicht nach: aus 'you darn fool' macht er 'Sie zusammengeflickter Narr', weil er von der Doppelbedeutung des Wörtes 'darn' nichts weiß. Aus einem 'new air-raid horn' macht er 'ein neues luftgetriebenes Riesenhorn', was immer das ist. Und es gelingen ihm so wunderbare Stilblüten wie diese: 'Ich wusste, dass er seinen Kopf bewegt hatte und dass seine Augen auf mir froren' für 'I knew his head moved and his eyes froze on me'.

Fehler macht jeder, man übersieht etwas, versteht etwas falsch und die meisten Übersetzungen müssen unter Zeitdruck abgeliefert werden. Aber diese Übersetzung ist 1976 passiert. Niemand hat es seither offenbar für notwendig erachtet, die peinlichsten Fehler auszubessern.

Deutsche Leser werden anscheinend für dumm gehalten, denen man eine Übersetzung andrehen kann, die keine ist - in einer erbärmlichen Sprache. Was soll man von einem Text halten, in dem ein Polizist einen erwachsenen Mann mit 'mein Süßer' anredet, oder wo die Leute Forellen als 'alte Hurensöhne' bezeichnen und einander als 'zusammengeflickte Narren'?

Das es trotzdem großes Vergnügen macht, dieses Buch zu lesen, ist ausschließlich Raymond Chandler zu verdanken. Er treibt die Story zügig voran, lässt seinen Philip Marlowe die unangenehmsten Situationen erleben, denen man im 'wirklichen Leben' aus dem Weg gehen würde. Und man ist gespannt, wie sich die ganze Geschichte auflösen wird. Im Buch Mord im Regen: Frühe Stories gibt es übrigens eine Kurzgeschichte mit dem gleichen Titel, die Chandler später zu diesem Roman ausgebaut hat. - Da es keine bessere Übersetzung gibt und nicht zu erwarten ist: unbedingt zugreifen!
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Diesmal ist es nicht das Dickicht der Großstadt, in dem Marlowe nach dem Mörder sucht, sondern ein einsames Idyll auf dem Lande. Drei Ferienhäuser, ein Hausmeister mit seiner Frau und ein See mit einem Damm und einem Anlegesteg bilden den wichtigsten Schauplatz eines Mordfalls, der von Marlowe geklärt werden muss. Außerdem gibt es da noch die verschwundene Frau eines Geschäftsmanns, sowie einen merkwürdigen Arzt, der über gute Verbindungen zur Polizei von Bay City zu verfügen scheint. Und wie immer bei Chandler tauchen mit der Zeit weitere Leichen auf.

Aus meiner Sicht hat "Die Tote im See" vielleicht die stärkste Kriminalstory aller Romane von Chandler. Die Morde und die Motivationen der Mörder sind bis ins Detail durchkonstruiert und werden am Schluss durch Marlowe auch bis ins Detail erläutert. Die Lösung des Falls ist elegant einfach. Teile ahnt man während des Lesens, aber das Gesamtbild bleibt verborgen bis zum Schluss, so dass die Spannung bis zur letzten Seite erhalten bleibt. Es gibt ein bisschen mehr Gewalt als in den anderen Romanen von Chandler, vielleicht auch weil im Hintergrund immer wieder vom 2. Weltkrieg die Rede ist, und so erinnert der Roman sehr an das Genre des klassischen Detektivromans mit seinen harten Männern, seinen Schusswechseln und Prügeleien.

Die philosophische Seite von Marlowe kommt dagegen in diesem Buch etwas zu kurz, weniger Gesellschaftskritik, vielleicht auch etwas weniger von Chandlers und Marlowes beißenden Humor. Es fällt auf, dass sich Marlowe zum ersten Mal als alternder Mann beschreibt - eine Eigenschaft, die auch Chandler beim Schreiben des Buches zum ersten Mal gefühlt haben mag. Schließlich zog in diesen Jahren eine Generation in den Krieg, die deutlich jünger war als der Autor beim Schreiben des Buches. Und mit Gefühl des Alters kommt eine gewisse Desillusion, die dazu führt, dass das Buch eine leicht andere Stimmung vermittelt als die ersten vier Romane mit Marlowe.

Aber so oder so, das Buch ist lesenswert, spannend und in einigen Punkten sogar inspirierend - wenn auch nicht ganz so sehr wie die "Farewell, My Darling" und "Der lange Abschied".
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Philip Marlowes nächster Auftrag beginnt mit Warten. Warten. Das schnippige Ding von Vorzimmer-„Dame“ lässt den Detektiv einfach nicht vor zu Mr. Kingsley. Part of the game. Was soll’s! Die Missverständnisse sind ausgeräumt, Marlowe sitzt bei Kingsley, und Kingsley gibt die Einzelheiten des Auftrags kund. Und er versucht zu feilschen. Die hart erarbeiteten Preise Marlowes zu drücken. Was soll’s!
Crystal Kingsley ist weg. Per Telegramm lässt sie mitteilen, dass sie nach Mexiko fährt, sich scheiden lässt und Chris Lavery heiraten wird. Nicht mehr und nicht weniger. Crystal Kingsley ist kein Kind von Traurigkeit, wenn es darum geht einen ordentlichen Rausch ordentlich auszukosten.
Chris Lavery ist wenig begeistert als Marlowe ihn nach der verschwundenen Crystal anspricht. Auch er hatte ihre Eskapaden dicke und die Beziehung beendet. Nach El Paso – wie es das Telegramm verlauten ließ – ist er niemals mit ihr gefahren. Das hat er auch schon Derace Kingsley mitgeteilt.
Viel interessanter ist Marlowe für den Nachbarn. Der beäugt ihn ungläubig, ruft die Polizei. Nach einem kurzen Wortgefecht – keiner kann das so abgebrüht und gelassen wie Philip Marlowe - und einem kurzen Zwischenbericht bei Derace Kingsley steht fest: In der Straße von Chris Lavery gibt es nur zwei Häuser. Beide Bewohner hatten eine Verbindung zu Crystal Kingsley. Der Eine war ihr Liebhaber – Lavery. Der Andere ist Doktor, Albert Almore. Witwer und der Doc der flüchtigen Gattin.
Auch am Little Fawn Lake, wo die Kingsleys – oder doch nur noch Mister Kingsley? – ein ganz ansehnliches Häuschen besitzen, wird Marlowe fündig. Nachdem er sich vom Verwalter Bill Chess dessen gescheiterte Liebesgeschichte anhört, machen beide eine schreckliche Entdeckung. Eine Leiche. Im See. Doch es ist nicht die gesuchte Crystal Kingsley. Es ist Muriel, die erloschene Flamme von Bill Chess.
Marlowe mittendrin. Zwischen Auftraggeber, Polizei und ermordeten Beteiligten. Muriel Chess war nicht wer sie vorgab. Chris Lavery wurde erschossen. Die Assistentin von seinem Auftraggeber Derace Kingsley weiß mehr als sie sagt, ist tiefer verstrickt in die Sache. Doch von Crystal Kingsley fehlt weiterhin jede Spur.
Raymond Chandler schickt seinen Detektiv auf eine wahre Odyssee durch Los Angeles. Er steckt Ohrfeigen und Tritte ein, steht auf, schüttelt sich und reimt sich den Fall zusammen. Wer spielt falsch, wer hat etwas zu verbergen? Alle!
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VINE-PRODUKTTESTERam 27. Dezember 2013
In diesem Roman schickt der amerikanische Autor Raymond Chandler mal wieder seinen Serienhelden, den Privatdetektiv Philip Marlowe, ins Rennen. Marlowes Auftrag lauetet eine verschwundene Ehegattin zu suchen, doch bereits nach kurzer Zeit stolpert er über die erste Leiche, eine tote Frau im See. Und soviel sei bereits verraten, es bleibt nicht die letzte Tote in diesem Geschehen.
Chandler präsentiert, wie von ihm nicht anders zu erwarten, einen Privatdetektivroman in Reinkultur. Der Handlungsfaden ist knallhart konzipiert und wird konsequent bis zum bitteren Ende durchgezogen. Dabei bleiben jegliche Form von Sozialromantik und Gutmenschlichkeit vollkommen außen vor. Die Polizisten sind in der Regel bösartig und korrupt, die Frauen sind durchtrieben und hinterhältig und die restlichen Charakteren sind allesamt irgendwie kaputte Gestalten. Natürlich rückt Chandler von diesen Vorgaben gelegentlich auch mal ab, ansonsten wäre es ja öde, und so muß der Leser bei ihm irgendwie wirklich mit allem rechnen. Lediglich der als Ich-Erzähler agierende Marlowe bleibt sich und seiner aufrechten Linie treu, und stellt so wohl die einzigste Konstante dar. Am Romanende wartet dann natürlich auch eine schonungslose Aufklärung auf den Leser, die vielleicht nicht der ganz große Wurf ist, aber dennoch überrascht und wie die Faust aufs Auge zu dem Rest des Geschehens paßt.
Die zahlreichen Dialoge werden auf das Wesentliche reduziert, allerdings neigt Chandler dazu stellenweise seine Figuren etwas ansprechen zu lassen, was der Leser nicht sofort versteht. So muß man sich schon etwas konzentrieren und kann das Geschriebene nicht so ohne weiteres nebenher lesen.
Fazit: Ein guter Chandler-Roman, doch sind seine Romane nicht ganz so gut und hochklassig wie seine zahlreichen Krimikurzgeschichten. Somit gibt es hier "nur" 4 Sterne.
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am 27. Dezember 2012
Ein schönes Buch, wie immer bei Amado. Es liest sich sehr gut, kann doch Amado sehr gut und blumig erzählen.
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NR. 1 HALL OF FAMEam 30. Oktober 2002
Philip Marlow wird von einem Wirtschaftsboss beauftragt, seine Frau zu suchen. Marlow findet sie tot in einem Waldsee. Der Fall beginnt spannend zu werden ...
Leider kann Chandler den Elan der ersten 30 Seiten nicht halten, der tolle Stil verflacht etwas und die Dialoge, die Chandler ausgezeichnet beherrscht, haben nicht mehr den Pfiff. Trotzdem ist auch „Die Tote im See" als Ganzes gesehen ein guter Krimi, der sprachlich zwischen sehr gut ist, aber die Story hängt einfach manchmal durch.
Der Roman wurde von und mit Robert Montgomery 1946 verfilmt. Und ist besser als das Buch. Besonders weil dort eine grandiose Einstellung gewählt wurde: der ganze Film wird aus der Kamerasicht von Marlow erzählt. 5-Sterne-De-Lux für diese Meisterwerk!
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am 3. Dezember 1999
In diesem Chandler-Roman ist wieder mal sein Held Marlowe unterwegs; und zwar wie immer in einem spinnennetz-artig gewebten Plot. Irgendwo habe ich mal gelesen, Chandler wären logische Fehler in seinen Storys nachzuweisen, die allerdings durch seinen Erzählstil nicht zum Tragen kämen. Bei "Die Tote im See" konnte ich keinen Fehler dingfest machen. Aber mehr als bei anderen Romanen hatte ich das Gefühl, das hier nicht alles mit rechten Dingen zugeht. Vielleicht, weil hier die Personen, die Dialoge die einzelnen Szenen für sich genommen nicht so fesselnd wie sonst sind. So bekommt der Leser mehr Gelegenheit, auf den Plot zu achten; oder er kommt durcheinander, weil dieses Buch leider keines ist, das man in einer Sitzung verschlingt. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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