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Die Strudlhofstiege: oder Melzer und die Tiefe der Jahre Gebundene Ausgabe – 16. Juni 2016

3.8 von 5 Sternen 19 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Ein Aha-Erlebnis wie selten.«
Die Presse 16.06.2007 -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Die Strudlhofstiege
OA 1951 Form Roman Epoche Moderne
Der 900-seitige Roman Die Strudlhofstiege oder Melzer und die Tiefe der Jahre gilt als das Meisterwerk von Heimito von Doderer, in dem er formale Ambitionen, souveränes, humorvolles Fabulieren, Einfangen der Wiener Atmosphäre, Gesellschafts- und Zeitanalyse sowie das Erforschen der Kräfte, die ein Leben bestimmen, zu harmonischer Balance brachte.
Entstehung: Als Wehrmachtsoffizier im französischen Mont de Marsan 1941 und als Gefangener in Norwegen begann Doderer diesen reifen, die Summe seiner bisherigen Erzähltexte ziehenden Roman aus seinen Tage- und Notizbüchern zu entwickeln, die den Schreibprozess minuziös schildern. Als ihm der erste große Textabschnitt zwischenzeitlich abhanden kam, entwarf er zwecks Rekonstruktion, später aber auch im Vorgriff auf das zu Schreibende, großformatige grafische Planskizzen, die er systematisch abarbeitete.
Inhalt: Die Strudlhofstiege, eine Treppenanlage im 9. Gemeindebezirk (Alsergrund), ist mit ihrer Aura »der eigentliche Hauptacteur«. Sie ist Zentrum eines breit angelegten Zeitromans mit vielen gleichberechtigen Figuren, unter denen der im Grunde unbedeutende Melzer, verabschiedeter Major, Beamter der staatlichen Tabakregie, eher formal hervorragt. Den Hintergrund des Geschehens bildet seine gescheiterte Beziehung zu Mary K., die 1925 bei einem Trambahnunfall, auf den die Gesamthandlung perspektivisch zuläuft, ein Bein verliert, während Melzer seine Liebe zu der schlichten, aber warmherzigen und sehr attraktiven Thea Rokitzer als richtig erkennt. Ein weiterer Brennpunkt ist die Familie Stangeler mit René und dessen beiden Schwestern Asta und Etelka, die Selbstmord begeht.
Die Stiege symbolisiert das Hin- und Hersteigen zwischen den beiden Haupthandlungszeiträumen 1911 und 1925. Die Art, unmittelbare Erinnerung zu simulieren, entspricht dabei weitgehend der von Marcel R Proust, wenn im »kurzen Kontakt-Schluss zwischen Vergangenheit und Gegenwart« die beiden Punkte »identisch« sind wie bei Melzers assoziativem »Vorbeisturz« an sich selbst durch die »Tiefe der Jahre« am 22. August 1925. Die Erforschung der Strukturen menschlichen Schicksals nannte Doderer »Fatologie« (von latein. fatum), die unvoreingenommene Erkenntnis »Apperzeption«. Und »Menschwerdung«, eine meist positive Entwicklung, ist das grundlegende Konzept seiner Romanpoetik: mit dem eigenen Leben eins werden, Erwachsenwerden, die Welt erkennen. Eine absichtlich banale Intrige – Melzer soll mit Hilfe der Zwillinge Editha und Mimi Pastré für einen Tabakschmuggel missbraucht werden – und eine glückliche Liebeshandlung verdeutlichen, dass Doderer den Inhalt geringer schätzte als die Form des Erzählens. Generell fallen die reiche, ironische Metaphernsprache sowie das österreichische Beamtendeutsch (»Zihalismus») und auch eine Neigung zu Latinismen auf.
Aufbau: Der Roman besteht aus vier Teilen ohne Kapitelgliederung; seine Textmassen sind wie ein Werk der Architektur oder eine Symphonie komponiert. Erzählt wird von einer kaum erscheinenden auktorialen Instanz unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg. Doderer spielt mit der Chronologie: Das Buch beginnt 1923, doch nimmt bereits der erste Satz Bezug auf den Schluss. Die beiden ersten Teile sind komplex verschachtelt mit häufigen Rückgriffen auf 1911, aber auch auf andere Phasen nach dem Ersten Weltkrieg, der planvoll ausgespart bleibt. Der dritte und vierte Teil hingegen sind vom Sommer bis zum Herbst 1925 durcherzählt. Die Spiegelung der gleichen Jahreszeiten erzeugt beim Leser den Eindruck, als stehe die Zeit, als herrsche (wie oft bei Doderer) ein immer währender Wiener Spätsommer.
Wirkung: Die Strudlhofstiege bedeutete den Durchbruch des 55-Jährigen. Bis heute ist er der beliebteste Roman des Autors, eine anspruchsvolle Lektüre und zugleich der Schlüssel zum übrigen Werk. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Sondereinband.

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Format: Sondereinband
"Melzer und die Tiefe der Jahre" so lautet der treffliche Untertitel dieses Werkes. Eine an sich banale Geschichte über viele Erzähljahre hinweg schrieb Heimito von Doderer mit solch sprachlicher Gewalt und Schönheit, dass ich nach vielleicht 50 Seiten, die zum Einführen der Charaktere notwendig waren, das Buch nur schwer weglegen konnte, weil sich trotz unspektakulären Handlung eine gewisse Spannung aufgebaut hatte. Trotzdem habe ich fast die gesamten 14 Tage meines Urlaubs für dieses über 900 Seiten starke Buch gebraucht, gerade weil viele Beschreibungen so poetisch und, wie ich finde, humorvoll geschildert sind, dass man diese Stellen geniessen und nicht schnell drüberweglesen möchte. Eckhard Henscheid ist es in einigen frühen Werken wie "Maria Schnee" ähnlich gut gelungen, bewegtes Nichts trefflich zu Papier zu bringen, wenn auch auf etwas weniger Seiten. Bei Heimito von Doderer kommen noch die wundervollen Wiener Milieubeschreibungen hinzu, die zeitlos sind und den 1951 entstandenen Roman auch heute noch zu einem Genuß machen. Als ich das Buch

fertiggelesen hatte, wollte ich gleich wieder von Vorne beginnen, um einige sprachliche Feinheiten noch besser ins Gedächtnis zu graben. Aus Zeitgründen war mir dies verwehrt, aber dieses Buch werde ich ganz sicher irgendwann nochmal mit Freude durchschmökern.
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Format: Sondereinband
Für den sehr umfangreichen Roman "Die Strudlhofstiege" benötigt der Leser Geduld und Ausdauer. Doderer holt weit aus und verwebt einzelne Personen genial in verschiedenste Familien- und Freundschaftsbeziehungen. Keine Seite darf unkonzentriert gelesen werden und schon fehlt ein wichtiges Stück des Romanes. Junge Menschen, die ihr Glück suchen. Liebe, Eifersucht und Betrug. Amtsräte und Beamte. Krieg und Wirtschaft. Wien vor und nach dem ersten Weltkrieg. Ausflüge in den Balkan und in die Alpen zur Jagd. Sommerfrische außerhalb Wiens. Straßenbahnstationen im Jugendstil. Palais aus dem 18. Jahrhundert und der Prater. All diese Dingen werden am Schauplatz Strudlhofstiege im 9. Wiener Gemeindebezirk Alsergrund konzentriert. Dieses Buch birgt Geheimnisse und öffnet sich dem Leser aber zugleich wie kein anderes. Wer die romantische Seite Wiens kennenlernen möchte und sich zugleich nicht scheut vor den grausamen Vorboten des Krieges, die sich in den Gemütern der Personen widerspiegeln, sollte dieses Buch lesen.
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Format: Sondereinband
Wer sich nicht davor scheut, mehrere Wochen für das Lesen dieses anspruchsvollen Meisterwerks zu investieren, dem möchte ich wie bereits andere Rezensenten dieses Buch wärmstens ans Herz legen. Volle drei Wochen habe ich gebraucht. Wer abschalten und berieselt werden will: Finger weg von diesem Buch. Die Sprache ist schön, die Texte sind komplex und verwoben. Man kommt nicht umhin, Sympathien für die wunderbar detailreich geschilderten Hauptakteure und ihre Handlungsweisen, die Identifikationsmaterial bieten, aufkommen zu lassen. Das Buch ist eine Liebeserklärung an die Sprache und ihre Komplexitäten.

Zwischen alldem lassen sich auch fürs eigene Leben vielerlei nützliche Weisheiten ziehen wie zB Jeder Mensch scheint seiender, als er ist". Sehr charmant auch Formulierungen, die regelmäßig anzutreffen sind, wie zB Im Grunde sind das lauter Gemeinheiten". Die Handlung ist nur schwer nachvollziehbar, wenn man sich jedoch tapfer durch die Seiten liest, bleibt ein angenehmes Gefühl zurück, sich mit etwas Großem beschäftigt zu haben, wenngleich die sogenannte Handlung teils mit Absicht eher banal ist. Es geht vielmehr um ein Lebensgefühl und die Wahrnehmung des Lebens als um viele Knalleffekte, wie sie im Kino anzutreffen sind. Meisterwerk!
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Format: Sondereinband
Nachdem ich vor vielen Jahren einige der Romane Doderers mit großer Begeisterung gelesen hatte (Dämonen, Wasserfälle von Slunj), habe ich nun meinen Sommerurlaub (endlich) auf die Strudlhofstiege verwandt und wurde erwartungsgemäß reich belohnt. Die Sprache, angenehm präzise und bürgerlich-altmodisch, der allwissende, freundlich distanziert beobachtende Erzähler, die mit ihrem Äußeren (Kleidung, Gerüche - es ist ein besonderes Vergnügen, zu lesen, wie Rene Stangeler sein Eau de Lavende erhält) und Inneren - ihrer Menschwerdung - so lebensvollen Wiener, deren Schicksal uns über 900 Seiten hinweg beschäftigt - all das macht das Buch zu einer angenehmen, bereichernden, um nicht zu sagen beglückenden Lektüre, bei der ich als Leser nie einen Mangel an Handlung verspürte. Schließlich - ist Handlung das Entscheidende unseres Lebens, das so viel "Action" in der Regel nicht enthält, oder ist es nicht viel mehr unsere Menschwerdung? In dieser Hinsicht habe ich mich in vielen Facetten der Protagonisten wiedererkannt. Nach dem Ende der Lektüre hätte ich am liebesten von neuem begonnen, um bei der zweiten Lektüre die kunstvoll durch Vor- und Rückblicke verschachtelte Zeitstruktur, das komplexe Beziehungsgeflecht der Akteure und den geographischen Bezug mit der titelgebenden Strudlhofstiege im Mittelpunkt graphisch nachzuvollziehen. Nicht nur deswegen ist dies ein Buch, das so einfach nicht auszuschöpfen ist! Unbedingt lesen!
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