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Die Sekte: Roman Gebundene Ausgabe – 27. Februar 2007
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Hartnäckig hält sich auf dem Festland das Gerücht, dass auf Cuagach Eilean, auch ‚Pig Island‘ genannt, der Teufel umgeht. Genaues weiß allerdings niemand, denn seit Jahren durfte kein Fremder die kleine Insel vor der schottischen Küste betreten. Bis der Journalist Joe Oakes die Einladung erhält, ein Interview mit den dort lebenden Mitgliedern einer geheimnisumwitterten Sekte zu führen. Oakes, dessen Spezialität die Entzauberung scheinbar paranormaler Phänomene ist, nimmt die Einladung gerne an. Doch seine Neugier hat noch einen anderen Grund: Das Leben des Reporters war vor vielen Jahren mit dem des Sektengründers verknüpft, und nun holt ihn die Vergangenheit wieder ein. Oakes ahnt nicht, dass er in dem Moment, als er die Insel betritt, einen Sturm aus Gewalt und Mord entfesselt, der sich jeglicher Kontrolle entzieht …
Von der Crime Writers’ Association als bester Thriller des Jahres für den Ian Fleming Steel Dagger nominiert.
- Seitenzahl der Print-Ausgabe384 Seiten
- SpracheDeutsch
- HerausgeberGoldmann Verlag
- Erscheinungstermin27. Februar 2007
- Abmessungen14.3 x 3.8 x 22.1 cm
- ISBN-103442310199
- ISBN-13978-3442310197
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Produktbeschreibungen
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Dann wird unter den Bewohnern der Insel, die Dove entmündigen lassen wollten, in deren Kirche ein blutiges Massaker angerichtet. Dove verschwindet, und Oakes muss aufgrund einer geheimnisvollen Prophezeiung annehmen, dass der dem Wahnsinn verfallene Ex-Priester, der seine exorzistische Brutalität zuvor schon an den Schweinen von Pig Island ausgelassen hatte, es nun auf ihn abgesehen hat. Tatsächlich wird Oakes Frau unter den Augen der Polizei ermordet. Und dann ist da noch Doves Tochter Angeline, zu der sich Oakes trotz ihrer Missbildung hingezogen fühlt. Welche Rolle spielt sie in dem Spiel, in dem der Journalist -- so viel ist von Anfang an klar -- nur verlieren kann?...
Hayders Roman Die Sekte hat seinen Namen nicht verdient. Denn die eigentliche Grausamkeit und Spannung zieht das Buch keineswegs aus den merkwürdigen Ritualen der Gemeinde, von denen man nur das Nötigste erfährt, sondern durch das auch den Leser quälende Unwissen von Oakes, der zugleich auch (neben seiner Frau) Ich-Erzähler der Story ist. Bis zum gänzlich überraschenden Ende schafft es Hayder so, ihre Leser durch psychologische Finesse zu fesseln. Spannender kann man eigentlich kaum mehr schreiben. -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Pressestimmen
"Sie schafft es, hochspannende Geschichten gerade eben nicht ins Unglaubhafte abkippen zu lassen und wirkt so ungemein spannend. 'Die Sekte' wird wohl niemand, der das Buch einmal begonnen hat, so schnell wieder aus der Hand legen." (3sat.de )
"Brillant konstruiert, aber definitiv nichts für schwache Nerven. 'Die Sekte' wurde von der Crime Writers Association für den besten Thriller des Jahres nominiert." (LIVE )
Klappentext
Karin Slaughter
"Selten liest man einen Roman, bei dem man nur mühsam Schreckensausrufe unterdrücken kann."
Daily Express
"'Tokio' war brillant. Jetzt hat Mo Hayder mit 'Die Sekte' nachgelegt. Wenn Sie die schottischen Inseln je für karg, unheimlich oder Furcht einflößend hielten, dann war das ein Idyll im Vergleich zu der Szenerie dieses Romans."
The Bookseller
Über den Autor und weitere Mitwirkende
Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.
Die ersten Alarmglocken schrillten in meinem Kopf, als der Wirt und der Hummerfischer mir zeigten, was da an den Strand gespült worden war. Ich warf nur einen Blick auf die Wellen, die sich dort brachen, und wusste sofort, dass es nicht der erwartete Spaziergang werden würde, den Pig-Island-Schwindel aufzudecken. Eine ganze Weile sagte ich nichts, stand einfach da, kratzte mich im Nacken und glotzte, denn so etwas… na ja, es gibt einem zu denken, nicht wahr? Man glaubt vielleicht, ein erwachsener Mann zu sein, denkt, im Leben schon eine Menge gesehen zu haben, und ist sehr misstrauisch gegenüber den verrückten Geschichten, die immer wieder in Umlauf sind, aber wenn man dann sieht, wie einem so etwas um die Schuhe plätschert, kratzt man sich eben doch ein bisschen. Warum ich auf die Alarmglocken nicht gehört habe? Warum ich nicht auf der Stelle kehrtgemacht habe und weggegangen bin? Nicht. Fragen Sie nicht. Ich habe schon vor langer Zeit aufgehört, mir diese Fragen zu stellen.
In dem Sommer kursierte das Video, das »Der Teufel von Pig Island« hieß, schon seit zwei Jahren. Eine beunruhigende Sache, ja. Ein genialer Schwindel. Und glauben Sie mir, ich verstehe etwas von Schwindel. Es war an einem sonnigen Vormittag von einem Touristen auf einer feuchtfröhlichen Sightseeingtour auf den Slate Islands gedreht worden, und als es an die Öffentlichkeit kam, tuschelte das ganze Land von Teufelsanbetung und allgemein üblem Kram, der auf dieser abgelegenen Insel vor der Küste Westschottlands im Gange sei. Die Geschichte wäre vielleicht ewig weitergelaufen, aber die geheimniskrämerische religiöse Gruppe, die auf der Insel lebte, die Gemeinde für Psychogenes Heilen, gab der Presse keine Interviews und reagierte auch nicht auf die Vorwürfe. Und da die Geschichte keine weitere Nahrung erhielt, verlor die Öffentlichkeit das Interesse – bis zum August letzten Jahres, als die Sekte nach zwei Jahren plötzlich beschloss, ihr Schweigen zu brechen. Ein auserwählter Journalist durfte sich eine Woche lang auf der Insel aufhalten, wo die Gemeinschaft lebte, und »über die weit verbreiteten Vorwürfe satanistischer Rituale« diskutieren. Und wer war dieser gerissene alte Hund von einem Journalisten? Ich selbst. Joe Oakes. Oakesy für meine Freunde. Der alleinige Architekt des größten Selbstficks der Geschichte.
Haben das alte Video gesehen, was?«, fragte der Hummerfischer. Wir waren uns heute zum ersten Mal begegnet, und ich wusste, er mochte mich nicht. An diesem Abend waren wir nur zu viert im Pub: ich, der Wirt, sein Hund und dieser launische alte Scheißer. Er hockte in der Ecke, an die Holzvertäfelung gelehnt, paffte seine Selbstgedrehten und schüttelte den Kopf, als ich anfing, mich nach Pig Island zu erkundigen. »Sind Sie deshalb hier? Halten sich für’n Teufelsbändiger?«
»Ich halte mich für einen Journalisten.«
»Ein Journalist sogar!«
Er lachte und sah den Wirt an. »Hast du das gehört? Hält sich für’n Journalisten!«
In dem Lokal herrschte die lauernde Atmosphäre, die man in diesen ums Dasein kämpfenden Dorfkneipen manchmal findet – als ob hinter einem der Spielautomaten jeden Augenblick eine Prügelei losgehen könnte, obwohl der Laden fast leer ist. Das Dorf hatte zwei Kneipen, eine für Touristen, mit einem Panoramafenster und Blick auf den Yachthafen, und die hier für die Einheimischen, an einem Küstenpfad unter triefendnassen Bäumen. Fleckige Putzwände, stinkender Teppichboden und vom Seewasser trübe Fenster, die nach Pig Island hinausstarrten, das stumm und dunkel fast zwei Meilen weit draußen vor der Küste lag.
»Die werden Sie nicht auf die Insel lassen«, sagte der Wirt und wischte über seinen Tresen. »Das wissen Sie, oder? Da war seit Jahren kein Journalist mehr auf der Insel. Das sind Irre da draußen auf Pig Island – lassen keine Menschenseele auf die Insel, und schon gar keinen Journalisten.«
»Und wenn sie Sie doch ließen«, sagte der Hummerfischer, »Gott, da würden Sie aber in ganz Craignish keinen finden, der Sie hinbringt. Das werden Sie nicht erleben, dass einer von uns nach Pig Island fährt.« Blinzelnd spähte er durch die Rauchschwaden zum Fenster hinaus zu den dunklen Umrissen der Insel im Zwielicht der Dämmerung. Sein weißer Bart war nikotinfleckig, als hätte er jahrelang hineingesabbert. »Nein. Ich jedenfalls nicht. Ich fahre durch jeden Hexenkessel, auch wenn er noch so mörderisch ist, aber nicht rüber nach Pig Island zum Gottseibeiuns.«
Eins habe ich in achtzehn Jahren in diesem Geschäft gelernt: Es gibt immer jemanden, der aus übernatürlichen Phänomenen seinen Profit zieht. Ich war bereits in Bolton gewesen und hatte den Touristen interviewt, von dem das Video stammte. Er hatte mit dem Schwindel nichts zu tun: ein armes, bierbäuchiges Schwein, das nicht über die Fußballtabellen vom nächsten Samstag hinausgucken, geschweige denn so etwas auf die Beine stellen konnte. Wer also profitierte von dem Pig-Island-Film?
»Denen gehört die Insel, stimmt’s?« Ich drehte mein Pint Newcastle Brown in dem feuchten Kringel auf der Theke und betrachtete es gedankenverloren. »Der Gemeinde für Psychogenes Heilen. Das hab ich irgendwo gelesen – sie haben sie in den achtziger Jahren gekauft.«
»Gekauft oder gestohlen – das ist Ansichtssache.«
»War ein ziemlicher Trottel, der Eigentümer.« Der Wirt stützte sich mit beiden Ellbogen auf die Theke. »Ein ziemlicher Trottel. Die Schweinefarm geht pleite, und was macht er? Lässt sämtliche Bauern von Argyll ihre heiklen Chemikalien da draußen abkippen. War am Ende eine Todesgrube, die Insel – Schweine überall, alte Bergwerksschächte, Chemikalien. Schließlich musste er praktisch alles verschenken. Zehntausend Pfund! Da hätten sie ihm die Insel auch stehlen können, das wäre ehrlicher gewesen.«
»Ihnen hier wird das nicht gefallen«, sagte ich in gleichmütigem Ton. »Dass die Leute aus dem Süden heraufkommen und überall Grund und Boden aufkaufen.«
Der Hummerfischer rümpfte die Nase. »Macht uns nichts aus. Was wir nicht akzeptieren, ist, wenn sie Land kaufen, sich dann einschließen und ihre komischen Rituale ausführen. Dann fängt’s an, uns zu stören – die verkriechen sich da draußen, treiben’s mit dem Teufel, fressen Babys und verpassen sich gegenseitig ’ne ordentliche Tracht Prügel, wenn sie Lust dazu haben.«
»Aye«, sagte der Wirt. »Und dann ist da noch der Geruch.«
Ich sah ihn an und versuchte zu lächeln. »Der Geruch? Von der Insel?«
»Ah!« Er warf sich das Geschirrtuch über die Schulter. »Der Geruch.« Er fischte eine Riesentüte Chips unter dem Tresen hervor, riss sie auf und stopfte sich eine Handvoll in den Mund. »Wissen Sie, was man so sagt? Was der Erkennungsgeruch des Teufels ist? Der Geruch des Teufels ist der Geruch von Scheiße. So ist das. Da können Sie zu jedem da draußen gehen« – er deutete mit einem Chipsfinger zum Fenster, Krümel rieselten wie Konfetti auf sein T-Shirt –, »da draußen auf Jura oder in Arduaine, und die werden Ihnen alle dasselbe sagen. Der Scheißegeruch kommt von Pig Island. Einen besseren Beweis für ihre Rituale gibt es nicht.«
Ich betrachtete ihn nachdenklich. Dann drehte ich mich um und schaute hinaus auf das dunkle Meer. Der Mond stand am Himmel, und Wind war aufgekommen und peitschte die Zweige gegen die Fensterscheiben. Hinter unserem Spiegelbild, hinter dem des Wirts, der unter den Lampen stand, sah ich ein dunkles Loch vor dem Nachthimmel: Pig Island.
»Die machen Sie sauer, was?« Ich versuchte mir die rund dreißig Leute vorzustellen, die da draußen wohnten. »Die machen Sie alle hier gründlich sauer.«
»Das können Sie laut sagen.« Der Wirt kam zum Tisch, setzte sich und legte die Chipstüte vor sich hin. »Sie machen uns gründlich sauer. Sie sind nicht beliebt – nicht, seit sie das hübsche Stückchen Strand an der Südwestseite der Insel eingezäunt haben, sodass die jungen Leute aus Arduaine nicht mehr mit ihren Booten rüberfahren können. Die wollen nur ein bisschen Ball...
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Produktinformation
- Herausgeber : Goldmann Verlag; Ungekürzte Lizenzausg. Edition (27. Februar 2007)
- Sprache : Deutsch
- Gebundene Ausgabe : 384 Seiten
- ISBN-10 : 3442310199
- ISBN-13 : 978-3442310197
- Abmessungen : 14.3 x 3.8 x 22.1 cm
- Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1,057,383 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
- Nr. 768 in Horror - Englische & Irische Literatur
- Nr. 1,427 in Thriller über Parapsychologie
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Zunächst mal finde ich den Titel irgendwie ziemlich verwirrend, denn in der gesamten Geschichte taucht keine Sekte auf. Lediglich die geheimnisvollen Bewohner einer ebenso geheimnisvollen Insel könnt man als Sekte" im weitesten Sinne bezeichnen, aber für die Handlung spielt der spirituell-religiöse Hintergund keine Rolle.
Ich fand die Story durchaus spannend. Gerade zu Beginn baut sich relativ rasch ein krasser Spannungsbogen auf, der auch gut weiterhin gehalten wird. Freilich gibt es hier und da mal einige weniger dramatische Stellen, aber die fallen meiner Meinung nach kaum ins Gewicht. Die Storyline ist konsequent anspruchsvoll unterhaltsam und spannend, gerade als Hörbuch eignet sie sich gut, da man beim Zuhören nicht von der Komplexität überfordert, aber gleichzeitig auch nicht unterfordert wird. Zum Hören im Auto auf der Autobahn ideal ;-)
Lediglich der Schlussteil mag etwas schräg erscheinen, da zieht sich die endgültige Auflösung der Story doch irgendwie ziemlich lange hin und das Ganze Benehmen des Protagonisten erscheint wenig nachvolziehbar und ziemlich gestellt und konstruiert. Dafür knallt der Schluß dann aber noch mal richtig, im letzten Satz quasi bekommt der Hörer noch mal so richtig eins übergebraten - Großartige Leistung des Autors!
Der Leser David Nathan läuft hier auch gleichsam zu Höchstform auf und erledigt seinen Job absolut bravourös. Es macht unheimlich viel Spaß, ihm zuzuhören, er weiß die Story (auch während der weniger spannenden Phasen) zu beleben, bringt die Dramatik an den richtigen Stellen rüber, intoniert die unterschiedlichen Charaktere sehr schön - alles in allem eine fantastische Leistung, die die Geschichte noch mal zusätzlich aufwertet! Auch rein formal gibt es nichts zu bemängeln, die Tonqualität ist astrein, die Geräusche professionell ausgesteuert, klasse Leistung.
FAZIT:
Über die Geschichte mag man unterschiedlicher Meinung sein. Die wissenschaftliche Grundlage fand ich durchaus solide und nachvollziehbar. Ob es jetzt 100% realistisch ist oder nicht, interessiert mich eher wenig, solange die Story spannend bleibt. Und auch das ist meiner Meinung nach gelungen. Über die gelegentlichen Spannungsdurchhänger kann ich getrost hinwegsehen, da selbst diese Passagen durch den hervorragenden Leser David Nathan zu einem tollen Hörerlebnis werden. Aber unterm Strich ist die Story durchaus originell und spannend in Szene gesetzt, insbesondere das überraschende Ende hat's in sich ;-)
Für die Geschichte würde ich 4 Sterne geben, ich runde aber auf fünf auf, wegen der wirklich hervorragenden Leistung des Lesers, der dem Hörbuch noch mal den letzten Pfiff gibt!
Zur Handlung: Bereits vor 20 Jahren legte sich der junge Oakes mit einer Sekte an, deren peinlichen Tricks er mittels scheinbar anonymer Zeitungsartikel entlarvte. Er widmet sich fortan als Journalist mysteriösen Themen, bis er 2 Jahrzehnte später die einmalige Chance erhält, dieser Sekte einen friedlichen Besuch abzustatten, die sich mittlerweile auf eine kleine Insel vor der Küste Schottlands zurückgezogen hatte. Doch die heile Welt dort scheint Risse zu haben, bis die Konfrontation mit dem damaligen Sektenführer ein grausames und grausiges Geheimnis entblösst. Doch kaum hat sich Oakes davon erholt, holt ihn nun die Vergangenheit vollständig ein, die vollkommen ausser Kontrolle gerät.
Mo Hayder's "Die Sekte" ist ein grausam spannender und schockierender Psycho-Thriller. Vorsichtig führt der Ich-Erzähler den Leser an die überraschende Handlung heran, bis man glaubt, in der Mitte des Romans den Höhepunkt erreicht zu haben. Doch Mo Hayder führt geschickt in die Irre, denn erst dann bricht die Handlung über den Leser vollkommen zusammen. Grausam blutige Details, die den Atem anhalten lassen und ein absolut nicht vorhersehbares Ende, dessen Irreführung man erst dann bemerkt, wenn man die letzte Seite atemlos zugeschlagen hat. Ein Thriller, dessen unverblümt rohe Sprache ab der ersten Seite fesselt und den Leser in eine atemberaubende Spannung zieht, dank stets überraschend unerwarteter, neuer Höhepunkte damit definitiv ein echter Page-Turner, der zweifelsfrei Karin Slaughter oder Jean-Christophe Grangé das Wasser reichen kann und zugleich die beklemmende Skurilität eines Dean R. Koontz besitzt.
Die Sekte hat mich überrascht. Die gute Ich-Erzählform hat mich sofort gefesselt und die Idee dieser Insel und dem dort hausenden Monster hatte bißchen was von "Lost" (meiner derzeitigen Lieblingsserie im TV).
Unsere Hauptfigur ist Chaot und Held zugleich - und macht furchtbare Entdeckungen auf der Insel. Es gibt wieder zahlreiche Morde und Beschreibungen zu Eingeweiden, die aber dann wieder mit Ironie und auch Humor umschrieben werden. Klasse find ich die skurile Aufforderung "zum Fummeln" - die an dieser Stelle so garnicht passte und daher eben doch so wunderbar passt.
Und ein hammermäßiges Finale - denn eigentlich hat man zur Mitte des Romans schon ein Ende und eine Auflösung vor Augen und wird dann doch eines Besseren belehrt (auch hier viele Anlehnungen an Lost, wo es auch zig Cliffhanger gibt und man sich als Zuschauer immer fragt "Wer kommt auf all diese verrückten Ideen ?").
Vier von fünf Sternen, weil ich nach wie vor zuviel von Gedärmen und Blut lesen musste. Aber insgesamt eine gute Story





