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am 10. August 2014
Wer hätte gedacht, dass ich ein Buch von Frau Weigand, nachdem ich "die Markgräfin" nicht einmal bis zum Ende schaffte, mit 5 Sternen beeurteilen würde?

...

Frau Weigand erzählt hier eine packende und historisch überzeugende Geschichte über die junge Apothekerstochter Johanna und den Medicus Cornelius rund um den Hexenwahn des 17. Jahrhunderts in Bamberg. Eine Stadt, in der die Hexenverfolgung stetig schlimmere und grausamere Folgen annimmt, eine Stadt, in der sich niemand mehr sicher fühlen kann, gleich welche Stellung er oder sie inne hat. Was zunächst aus religiösen Gründen und vereinzelt beginnt, wächst sich zusehends zu einer wahren Massenverfolgung aus. Der Aberglaube und die überwältigende Angst der Bevölkerung vor dem Bösen lässt die Menschen fest daran glauben, dass Hexen und Druden unter ihnen eine Gefahr für Leib und Seele darstellen, die nur durch die Verbrennung der Besessenen auf dem Scheiterhaufen abgewendet werden kann. Mit Hilfe der "peinlichen Befragung" erzielt man so manches Geständnis. Mehr noch, man gelangt hiermit an die Namen weiterer mit dem Teufel im Bunde Stehender, was die Sorge über die Allmacht des Teufels ins Unermässliche wachsen lässt. Doch nicht nur die Angst vor dem Bösen bringt den Stein der Massenverbrennungen ins Rollen. Schnell stellt sich heraus, dass man durch das hinterlassene Vermögen der Verurteilten die privaten, aber auch die Stadtkassen füllen kann. Darüber hinaus ergibt sich auch die Möglichkeit, sich von Querulanten zu befreien. Keiner ist mehr sicher, jeder kann besagt und verurteilt werden, und niemand kann der Folter widerstehen, ohne zu gestehen und weitere Menschen zu besagen.

Sabine Weigand hat einen wahrlich erschütternden Roman geschrieben. Historisch belegt mit Dokumenten aus der damaligen Zeit. Diese Protokolle der Befragungen und andere Zeitdokumente, geschrieben in der damaligen Sprache, geben diesem Roman eine zusätzliche Authenzität. Fast erscheint es mir unangebracht, zu sagen, dass mich dieser Roman unterhalten hat. Zu grausam und zu real ist der Inhalt. So schreibe ich besser, dass ich "die Seelen im Feuer" völlig gefesselt und in jeder freien Minute gelesen habe.

Frau Weigand, vielen Dank für diesen Roman!
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am 21. April 2017
sehr spannend geschrieben, gut veranschaulicht, welches Gedankengut in Zeiten der Hexenverbrennungen bei der Bevölkerung vorliegend war. Teilweise für meinen Geschmack zu übertriebene Handlung, welche den gesamten Roman aber höchstens geringfügig schmälert. Zu Grunde liegende Geschichte traurig schön, die selbst noch nach Wochen/Monaten traurig stimmt, dass es kein Happy End gab.
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am 19. Dezember 2012
Die Zeit der Massen-Hexenverbrennungen in Bamberg wird sehr eindringlich dargestellt. Interessant zwar, so dass es mich immer wieder zum Weiterlesen drängt, aber nichts für schwache Nerven. Die vielfältigen unmenschlichen Foltermethoden und die Willkür des "Regimes" drücken auch außerhalb der Lesestunden ganz schön aufs Gemüt.
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am 12. April 2014
Das Buch ist das Beste, das ich bisher über Hexenverfolgung gelesen habe. Sorgfältig recherchiert, mit vielen alten, authentischen Texten, reale Personen sind geschickt in den Roman eingeknüpft worden. Es hat mich gefesselt und nicht losgelassen. Ein düsteres Stück Geschichte, beklemmend dargestellt und sehr gut erzählt!
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TOP 500 REZENSENTam 16. November 2008
Sabine Weigands neuer Roman"Die Seelen im Feuer", ist keine leicht zu lesende Geschichte, aber das "Beste" was es meiner Meinung nach an Thema "Hexenverfolgung" bisher gab.Sabine Weigand gibt sich nicht mit Öberflächlichkeiten ab und schreibt eine Liebesgeschichte mit ein wenig "Hexenverfolgung", sondern man merkt der Autorin an, dass sie selbst schon Führungen um dieses Thema herum gemacht hat und es ist ihr sehr gut gelungen, die wichtigsten Aspekte dieses Themas herauszuarbeiten und in einer ansprechenden Geschichte zu verarbeiten.

1.Aberglaube

2.Rolle der Frau, die als minderwertig, weniger glaubensfähig und als
Verführerin und lüsternes Wesen dargestellt wird und somit für
den Teufel ein leichtes Opfer ist.

3.Die juristischen Voraussetzungen für die Hexenverfolgungen und die
Folter werden gut beschrieben.

4.Die Beweggründe für Denunzierungen werden gut herausgearbeitet.(Viele
wohlhabende und einflussreiche Bürger wurden der " Hexerei"bezichtigt,
um ihren Einfluss zu unterbinden und um an ihr Vermögen zu kommen,denn
alle Verurteilten mussten ihre Prozess,- und Hinrichtungskosten selbst
tragen und somit wurde ihr Vermögen nach ihrem Tod konfiziert.

5.Es wir aufgeräumt mit dem Vorurteil, dass nur Frauen, insbesondere
Hebammen und "Kräuterweiber", als "Hexen"verbrannt wurden, sondern dass
jeder in diese "Mühle" hineingezogen werden konnte.

6. Die Ausbreitung der Hexenverfolgung dadurch zustande kam, weil unter
der Folter wahlos Personen benannt wurden oder den Gefolterten Namen
vorgegeben wurden,die sie bestätigten, nur, damit
die Schmerzen endlich aufhörten.

Doch trotz dieses wirklich ernsten Themas, hat es Frau Weigand verstanden,einen ansprechenden und spannenden Roman zu schreiben, der durch die immer wieder eingestreuten Protokolle und Briefe in alter Sprache wiederum an Authensität gewinnt.
Aufgelockert wird das Ganze durch die Liebesgeschichte der beiden Hauptprotagonisten, der Apothekertochter Johanna und des Arztes Cornelius, mit denen der Leser mitfiebert.Auch die sprachliche Gestaltung dieses Buches finde ich gelungen.

Da ich selbst lange Zeit Führungen zu diesem Thema in unserer Stadt gemacht habe, hatte ich sicherlich einen anderen Blickwinkel als so manch anderer Leser, finde aber, dass wenn sich jemand für diese Zeit interessiert, ihm mit diesem Buch eine gute Vermittlung des Themas in Romanform vorliegt.

Bravo Frau Weigand ,Ihnen ist ein historischer Roman auf hohem Niveau gelungen. Weiter so!
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am 27. April 2015
Die Geschichte des Buches fand ich spannend, aber teils langatmig geschrieben. Ich war ein paar mal versucht vorzublättern. Meiner Meinung nach ist die Liebesgeschichte fehl am Platz. Das Ende kommt mir sehr konstruiert vor. Schade. Aus dem Stoff hätte man mehr machen können. Immerhin finde ich das Buch besser als den Film (der Film hält sich nur grob an das Buch).
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am 19. Oktober 2015
Lese gerne und viel. Dieses Buch ist gäääähn und langweilig. Der Schreibstil gefällt mir überhaupt nicht, zu langatmig geschrieben, kommt keine Spannung auf.
Faszit: Lieber etwas anderes lesen.....das ist natürlich nur meine Meinung, vielleicht hat ein anderer Leser ja mehr Frude an dem Buch.
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TOP 500 REZENSENTam 14. Oktober 2008
Es beginnt Ende 1626 mit der pubertären Spinnerei des Hansi Moorhaupt, Sohn des Bürgermeisters der Stadt Bamberg, der nach der Lektüre des Buches Historia von D. Johann Fausten dem weitbeschreyten Zauberer und Schwarzkünstler" behauptet, einen Pakt mit dem Teufel geschlossen zu haben. Und es endet 1632 mit einer fast entvölkerten Stadt mit ausgestorbenen Straßenzügen, und verlassenen Häusern und verwaisten Geschäften. Eine Stille liegt über der Stadt, wie auf einem Kirchhof. Es gibt keine Wehfrauen mehr, keine Musikanten, keine Feste und keine Fröhlichkeit" - der, der das feststellt, ist einer der Hauptschuldigen an diesem Zustand - Fürstbischof Dornheim, der zusammen mit seinem Weihbischof Förner für die massenhaften Hexenverbrennungen und den Hexenwahn in Bamberg in diesen Jahren verantwortlich ist.

Es ist ein Buch, dass erschreckt, das aufrüttelt, und das sich an vielen Stellen nicht so einfach lesen lässt, wie andere historische Romane. Zu sehr habe ich mich in die Ereignisse hineinziehen lassen, zu sehr versucht, mir auch nur ansatzweise vorzustellen, welche Qualen die Angeklagten unter der Folter gelitten haben mussten. Es sind historische Briefe und Berichte eingebunden, die durch die Schreibweise der damaligen Zeit etwas schwieriger zu lesen sind, obwohl gerade sie dazu beitragen, dass das Buch trotz der eingestreuten Liebesgeschichte, sehr authentisch wirkt. So authentisch, dass ich es eher als sehr gut recherchiertes Sachbuch, denn als Roman empfunden habe.

Manchmal fehlte mir persönlich ein wenig das Fortschreiten der Handlung - die nämlich scheint sich einen großteil der Zeit nur auf der Stelle zu bewegen. Eine Hexe nach der anderen wird abgeholt, gefoltert und gerichtet, doch andrerseits wird dadurch auch bewusst, wie quälend langsam den Menschen damals diese grauenvolle Zeit vorgekommen sein mag und so erscheint das, was ich zuerst kritisieren wollte, durch diese Überlegung in einem ganz anderen Licht.
In einem anderen Licht-einem Verständlicheren, erscheinen auch viele Dinge des Buches, wenn man zu den letzten Seiten vorblättert, denn hier erfährt man mehr über die Intention der Autorin, da erklärt sie, was sie bewogen hat, dieses Buch zu schreiben, sie gibt Einblick in ihre Quellen und schreibt über ihre Gedanken zu diesem Thema. Ich hätte dieses Kapitel gern am Anfang des Buches gesehen, denn wenn man hier gelesen hat, erschließt sich das Buch auf eine ganz andere Weise.

Fazit: Es handelt sich um ein ausgezeichnet recherchiertes Zeugnis der Zeit der Hexenverbrennung und ist auf jeden Fall bei den anspruchsvollen historischen Romanen anzusiedeln.
(Die wunderschöne Aufmachung muss unbedingt noch erwähnt werden, denn so häufig findet man solch eine edle Optik nicht - Der Einband ist rundherum mit dem historischen Bild Martyrium der Hl. Katharina" bedruckt und wird zusätzlich durch einen transparenten Umschlag geschützt.)
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am 18. Mai 2016
Ich lese wirklich selten historische Romane. Diesen hier hab ich in meiner Realschulzeir geschenkt bekommen. "Die Seelen im Feuer" hat mir damals schon gut gefallen! Das beste Kriterium dafür? Ich habs in einem Rutsch durchgelesen :)
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VINE-PRODUKTTESTERam 8. Februar 2009
Bamberg 1626. Durch eine unbedachte Äußerung eines Kindes wird der Prozess der Hexenverfolgungen in Gang gesetzt, der auch Jahrhunderte später nichts von seinem Schrecken verloren hat. Was zunächst nur einzelne Personen betrifft weitet sich Laufe der nächsten Jahre immer weiter aus, bis niemand in der Stadt Bamberg mehr sicher vor der Anschuldigung ist, eine Hexe zu sein oder mit dem Teufel im Bunde zu stehen. Besonderer Voraussetzungen bedarf es nicht, die bloße Anschuldigung genügt.
Was aus religiösen Motiven begonnen hat schlägt mit der Zeit in politische Willkür um, da die Verurteilung gerade gut situierter Bamberger Bürger Geld in die Taschen des Fürstbischofs und seiner Hexen-Kommission spült.

Sabine Weigand zeichnet in ihrem Buch das Schreckensszenario, wie es sich seinerzeit zugetragen habenkönnte. Sie verbindet die fiktive Geschichte der Apothekerstochter Johanna und des jungen Arztes Cornelius mit tatsächlichen Vorkommnissen, die sich anhand von Protokollen, Briefen und Bestandslisten nachweisen lassen. Damit schafft sie eine Atmosphäre, die dem Leser mehr als einmal eine Gänsehaut über den Rücken laufen lässt, obwohl vieles nur angedeutet ist, es keine wirklichen Szenen von Folter oder physischer Grausamkeit gibt. Alleine die Angst und der psychische Druck auf die verhafteten Frauen, Männer und Kinder aber, der ständige Schatten des Misstrauens, der über Stadt liegt, die Scheiterhaufen auf dem Richtplatz und die ungewisse Zukunft der Protagonisten sorgen für einen Spannungsbogen von der ersten bis zur letzten Seite und erschüttern den Leser oftmals bis ins Mark. Das Leid, was die Opfer ertragen müssen, beschäftigt, lässt keine Ruhe, verfolgt den Leser, auch wenn er das Buch zu Seite gelegt hat. Für Menschen der heutigen Zeit ist es schon schwer zu verstehen, welche religiösen Ansichten und welcher Aberglauben zum Ausmaß dieser Hexenverfolgungen geführt haben. Völlig fassungslos ist man aber, wenn aus den religösen Motiven ganz klar rein wirtschaftliche Motive werden, die unter dem Deckmäntelchen der Religion versteckt und zu einer Spirale in den Abgrund werden, die den Ausführenden selbst zum Ende der Verfolgungen keine Möglichkeit mehr lässt, Gnade walten zu lassen und dem Wahnsinn ein Ende zu bereiten.

Sabine Weigand hat mich mit diesem Buch verstört, aufgewühlt und zutiefst bewegt zurückgelassen. Zurückgelassen aber auch sensibilisiert für diese schreckliche Zeit und mit dem Wunsch, mich weiter mit diesem Thema zu befassen. Zurückgelassen mit dem Gedanken, dass ihr Buch all die Menschen dem Vergessen entreißt, die dem Wahnsinn der Hexenverfolgung unschuldig zum Opfer gefallen sind. Zurückgelassen mit dem Gedanken, dass ihr Buch diesen Menschen ein Denkmal setzt.
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