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Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
207
4,5 von 5 Sternen
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am 22. April 2017
Das Buch ist eine umfassende Dokumentation der Vorkriegsgeschichte des 1. Weltkriegs. Im Gegensatz zum vorherrschenden Schulbuch-Wissen werden sehr neutral alle Seiten beleuchtet, was die Kriegsschuld- vor allem aber die alleinige Kriegsschuld Deutschlands ad absurdum führt. Wer aber meint, nach der Lektüre zu wissen, warum Europa in diese Elend gestürzt wurde, der wird enttäuscht sein. Es ist und bleibt eine Dokumentation. Die Hintermänner, Geldgeber, Propagandisten usw., die wahren Kriegsgewinnler, die bleiben im Schatten. Deshalb wird man am Ende des Buches nicht wirklich verstehen, warum es unweigerlich zur Katastrophe kam.
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am 23. März 2017
Das Buch ist zum einen sehr detailliert und beleuchtet die vielen verschiedenen Aspekte, Faktoren und beteiligten Parteien, die alle zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges in Europa beitrugen. Dabei werden auch viele interessante Anekdoten eingeschoben, die die teilweise etwas sehr wissenschaftliche Herangehensweise Clarks gut auflockern, bevor es dem Leser zu langweilig wird.

Zum anderen jedoch ist die schier riesige Anzahl an beteigten Personen etwas störend, da es sehr schwierig ist, alle erwähnten Namen im Kopf zu behalten, sodass man sehr oft zurückblättern und nochmal nachlesen muss, um wieder zu wissen, um wen es sich nochmal handelt.

Außerdem muss man sich erst einmal durch die gesamte Vorgeschichte durchkämpfen, ehe es im letzten Drittel des Buches endlich um die eigentliche Julikrise, die mit der Ermordung des österreichischen Thronfolgers begann und in den gegenseitigen Kriegserklärungen der europäischen Großmächte mündete, geht. Für mich als sehr Geschichtsinteressierten war es allerdings in Ordnung, obwohl ich auch zeitweise einige Mühe hatte, bei der Stange zu bleiben.
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TOP 100 REZENSENTam 3. März 2016
Nicht umsonst ist Clarks Vorgeschichte des 1. Weltkriegs ein Bestseller geworden. Gerade weil er aus einem englischsprachigen Land kommt, ist sein neutraler Standpunkt so glaubhaft, entlarvt er das Schwarz-Weiß-Denken von den guten Alliierten und den bösen Deutschen als Geschichtsklitterung der Sieger. In Wirklichkeit haben die Imperialisten des 19. Jahrhunderts kollektiven Selbstmord begangen und das auch noch aus Dummheit und Kurzsichtigkeit. Mögen heutige Politiker daraus ihre Lehren ziehen!
siehe auch:Tantalus Welt: Die Überwindung nationaler Traumata
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am 26. Januar 2017
In sehr eindrucksvoller Art beschreibt Christopher Clark den Weg in den Ersten Weltkrieg. Entgegen vielen Meinungen spricht er Deutschland nicht von der Kriegsschuld frei, sondern er analysiert und charakterisiert die damaligen Gegebenheiten und entbindet Deutschland von der ALLEINIGEN Kriegsschuld. Das Werk verlangt allerdings ein aufmerksames Lesen und ist nicht für "Querleser" geeignet.
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Die gängige Kriegsschuldtheorie, die im Versailler Vertrag festgeschrieben wurde, muß nach Durchlesen des Buches auf das Heftigste hinterfragt werden. Wie der Titel "Die Schlafwandler" schon sagt, muß man allen, die in diesen Krieg hinein "schlafwandelten" eine erhebliche Mitschuld zuweisen. Ja, viel mehr wurde von einigen, die sich später als Unschuldslämmer gerierten, kräftig Öl ins Feuer gegossen. Ein böser Revisionist, der das geschrieben hat? Nein, ein Geschichtsprofessor aus Cambridge australischer Nationalität, dem man sicher keine Parteilichkeit vorwerfen kann.

Das Buch ist ungeheuer akribisch recherchiert, liest sich trotz seines beträchtlichen Umfanges von fast 900 Seiten spannend wie ein Krimi und sollte von jedem Geschichtsinteressierten, der sich damit, wie es zur Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts kam, auseinandersetzen will, gelesen werden.

Hochgradig empfehlenswert!
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am 16. November 2016
großartige Analyse, unglaublich reich an Fakten und dabei spannend wie ein Kriminalroman geschrieben und das von einem Cambridge Professor für Geschichte.
Ein Ausnahmebuch, das man nicht mehr weglegen kann, auch wenn die über 700 Seiten anfangs respekteinflößend wirken.
Als Brite ist Clark sicher nicht parteiisch, aber es gibt sicher Länder, in denen diese umfassende Recherche keine hemmungslose Begeisterung auslösen dürfte....
Serbiens aggressiver Ultranationalismus, Frankreichs ständig auf Deutschland-Haß und Vernichtungsideen besessene Regierung kommen in Clarks durch unzählige Fakten belegte Analyse sehr schlecht weg, auch Russlands letzlich zum globalen Krieg führende Entscheindung, wegen der österreichischen Kriegserklärung an die an der Aufklärung des Thronfolgermordes kooperations-unwillige serbische Regierung, auch gegen das bis dahin noch unbeteiligte Deutschland mobil zu machen, wird sehr kritisch beschrieben.
Auch wenn Clark betont, dass die Suche nach einem "Schuldigen" angesichts der Entwicklungen müßig und sinnlos ist, so kommt doch dem ständigen Kriegstreiben der Regierung Poincaré und der bedingungslosen Unterstützung der Aktionen Serbiens durch panslawistische Sympathien in Russland der entscheidende Schritt zur Katastrophe zu.
Clark räumt auch gründlich mit dem Märchen auf, die Großmächte wären unwillig in diesen Krieg geschlittert.
Er weist akribisch nach, wie die Bündnispolitik gezielt zu und für einem solchen Krieg geplant wurde, wie am Balkan die Zündschnur zur politischen Detonation gelegt wurde, von der man sicher sein konnte, dass sie zur Eskalation führen würde.
Schritt für Schritt gingen die Großmächte über Jahre hinweg ihren Weg in die Apokalypse und wenn das Buch auch "Schlafwandler" heißt, sie taten es offenkundig sehr wohl mit offenen Augen.
Clarks bemüht sich im Objektivität, so werden auch Präventiv-Kriegs Befürworter in Österreich wie Conrad von Hötzendorf kritisch durchleuchtet, auch der plumpen Verhandlungstaktik des deutschen Kaisers wird ausreichend Raum gewidmet.
Das Beeindruckendste an dem Buch sind sicherlich auffällige Parallelen zu aktuellen politischen Brandherden und möglichen Konsequenzen von politischen Drohgebärden, die im Juli 1914 binnen drei Tagen zum Weltkrieg führten.
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am 13. Mai 2015
wenn man mühsam in anderen Büchern zwischen den Zeilen las, wird hier schlüssig, fair und objektiv zusammen gefasst. Zusammen mit der Arbeit Fergusons erhält man hier das wahre Bild der Vorkriegszeit und der Gründe der verbreiteten 'Germanophobie', welche sich dann auch in der nach dem Krieg publizierten Aufarbeitung manifestierte. Pflichtlektüre !
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am 16. Mai 2016
Ein australischer Historiker, lehrt schon lange in Cambridge. Warum sollte er sich für die Ursachen des 1. Weltkrieges interessieren? Die Antwort bekam ich bei der Sendung von David Richard Precht, der Prof. Clark eingeladen hatte. Wie wohltuend zwei kluge Köpfe und interessante Persönlichkeiten im Austausch zu erleben. Und jeder läßt den anderen ausreden!!!!!!!!!!!!!!! Habe mir gleich noch ein Buch über Preußen (gleiche Ausgabe) von Prof. Clark gekauft. Er scheint als einziger Historiker alle Gründe zu erfassen und in ihrer Bedeutung richtig sortieren zu können. Klare Kaufempfehlung für alle,die Ihren geschichtlichen Hintergrund wesentlich erweitern wollen und für die Lesen keine Last, sondern lebens-notwenig ist.
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am 7. Oktober 2016
Na endlich wird mal klar und deutlich gemacht, daß Deutschland damals eben nicht allein verantwortlich war für den Ausbruch dieses Krieges, sondern daß eben alle europäischen Mächte - speziell während der Julikrise - ihr Spielchen gespielt haben. Spätestens seit 1913 war klar, daß es bei der damaligen europäischen Mächtekonstellation irgendwann ohnehin zu einem Krieg kommen mußte. Welche Auswirkungen dieser hatte - aufgrund der längst entwickelten Massenvernichtungswaffen - war damals wohl den wenigsten klar. Die "Schlafwandler" aber wußten es, und sie haben dieses Massensterben nicht verhindert. Es betraf sie ja nicht persönlich. Der Versailler Vertrag war dann nur noch eine reine Siegerjustiz - Deutschland war noch nicht einmal beteiligt, sondern "durfte" am Schluß (unter nochmaliger Kriegsandrohung) nur seine Unterschrift darunter setzen. Der direkte Weg zu Hitler, für dessen Krieg dann allerdings Deutschland allein verantwortlich war. Heute - im Jahr 2016 - ist die europäische Mächtekonstellation zwar eine ganz andere, doch wirkt die Politik auf diesem Kontinent - nicht zuletzt in Deutschland - vielfach nur taktisch und recht kurzsichtig. Denn was wollen die Menschen nicht nur hier und heute: Frieden, Arbeit, Wohlstand, Energie(-wende), Bildung, Forschung und Wissenschaft (was hat allein die medizinisch-/pharmazeutische Technologie in den letzten hundert Jahren alles geschafft) und vor allem anderen: Eine lebenswerte Welt für ihre Kinder ! Ganz normal eigentlich. Leistet dies die Politik ? Fraglich. Die Schlafwandler sind unter uns !
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am 1. Januar 2017
Das Buch ist wie sein Werk PREUßEN ein Meilenstein. Historisch scheint sich das Blatt gegen die Sieger von 1918 zu wandeln! Es erscheint mir schon lange vor Clark das Deutschland immer als Schuldiger deklariert wird. Das dem nicht so entspricht schreibt Clark hier nieder. Er möchte Deutschland nicht von einer Mitschuld freisprechen aber die großen Sieger haben genug mitverantwortung zu tragen für das Gemetzel 1914-1918. Gerade deswegen sollten Historiker ihre Thesen drastisch überdenken. Vor einigen Jahren zahlte Deutschland noch Reparationen für den Ersten Weltkrieg. Man sollte sich fragen warum wir so lange zahlen mussten denn ich sehe wie Clark die Verantwortung besonders bei der Entente und dem Balkan! Ohne diese katastrophe hätte es den Zweiten Weltkrieg, faschismus, Kubakrise, kalten Krieg usw wohl nicht gegeben.
Clark, ein ganz Großer!

Sehr gutes Buch!
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