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Kundenrezensionen

4,1 von 5 Sternen
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am 19. März 2017
... ist die Dame beim Schachspiel. Und eine starke Frauenfigur erleben wir in diesem Film mit Kevin Kline als verwitweter, zurückgezogen lebender Arzt und Sandrine Bonnaire als Putzfrau, die sich von ihm in die Geheimnisse des königlichen Spiels einweihen lässt.

Hélène (Bonnaire) und Ange (Francis Renaud) leben mit der Tochter auf Korsika, sind eher arme Leute, er arbeitet am Hafen, der Arbeitsplatz ist bedroht, die Leute, die Geld haben kaufen nicht mehr, sie verdient Geld als Putzfrau in einem Hotel und bei dem zurückgezogen lebenden Dr. Kröger. Die Tochter braucht Geld für eine Studienreise nach England mit ihrer Schulklasse und ist unglücklich über die Mittellosigkeit der Eltern, sie schäme sich Besuch mitzubringen.

Eines Tages beobachtet Hélène beim Bettenmachen in einem Hotelzimmer ein auf dem Balkon sitzendes junges Paar (Jennifer Beals und Dominic Gould) beim Schachspiel, eine faszinierende Szene. Das Paar sitzt sich gegenüber, lächelt, setzt Figuren, fasst sich zärtlich an den Händen, ein weniger erotisch aufgeladenes Bild als eher Ausdruck eines zärtlichen Einvernehmens beim Spiel mit dem geliebten Partner.

In der eigenen Ehe scheint die Alltagsroutine Einzug gehalten zu haben, und als sie beim Putzen bei Dr.Kröger auch dort ein Schachspiel sieht, steht ihr Entschluß fest, ebenfalls Schach zu lernen. So schenkt sie ihrem Mann zum Geburtstag ein elektronisches Spiel, aber dieser verliert schnell die Lust, und so spielt Hélène in Nächten oft stundenlang alleine und lernt anhand von Büchern die Grundregeln.

Schließlich traut sie sich, Dr.Kröger zu bitten, ihr das Spiel beizubringen, der nach anfänglichem Zögern schließlich für ein Spiel zustimmt, sie nach wenigen Minuten Matt setzt, es dann aber nicht fertigbringt, die enttäuschte Frau nach diesem einmaligen Versuch hängen zu lassen, und so spielen sie regelmäßig an festen Terminen, Das Schach ist ihr so wichtig, dass sie unerwartet für die Arbeitgeberin des Hotels sich sogar weigert, an einem solchen Tag kurzfristig einzuspringen.

Der Famile und den Mitmenschen bleibt ihre neue Pasion nicht verborgen, es gebe Gerede, Ange fühlt sich der Lächerlichkeit preisgegeben, aber als sie sich zu einem örtlichen Amateurturnier anmeldet, hat sie die Unterstützung besonders der Tochter, die stolz auf ihre Mutter ist, und im Finale sehen wir sie mit ihrem Gegner, während Dr.Kröger von zuhause aus sie inspiriert, eine Art telepathische Verbindung.

Der Film spielt in wunderbarer Landschaft auf Korsika und in der großartigen Villa des Arztes, er zeigt, wie die Putzfrau hofft, inspiriert durch das Paar zu Beginn, ihre in Routine und fehlende zärtliche Zuneigung erstarrte Ehe wieder in Schwung zu bringen; und als ihr Mann kein Interesse am Spiel entwickelt, bleibt sie trotzdem dabei, sie hat jetzt etwas Eigenes, sie gönnt sich selber etwas, sie entwickelt Selbstbewußtsein, hat Talent - und Erfolg.

Am Spiel von Kevin Klein und Sandrine Bonnaire, zuletzt großartig von mir gesehen in "Die Verlobung des Monsieur Hire" und Chabrols "Biester" an der Seite von Isabelle Huppert, gibt es nichts auszusetzen, wirklich sehenswert die Mimik beim Schachspiel, besonders beim Finale, zu dem der Gegner arrogant zu spät erscheint, seine Uhr läuft schon, bis seine spöttische , überlegene und selbstsichere Mine sich ändert, während die von Hélène fast die umgekehrte Wandlung durchmacht.

Leider kann ich insbesondere die sehr positiven Kritiken, der Film sei wie aus einem Guss, überhaupt nicht nachvollziehen. Ihr Weg ist nicht ohne Hindernisse, so hört sie einmal wegen des Geredess auf, Köger aufzusuchen, geht dann doch wieder hin, ohne dass dies durch die Ereignisse recht erklärt wird, und als sie bei der Anmeldung zum Turnier dem Leiter und späterem Finalgegner ein Empfehlungsschreiben ihres Mentors vorlegt, in dem sie als seine Putzfrau, nicht als z.B. hoffnungsvolles Talent, das eine Chance verdient habe, beschrieben wird, kommt es erneut zum Streit, Kröger entschuldigt sich zwar, aber völlig unklar, warum er die Frau, die in jetzt fast imer Matt setzt, so wenig wertschätzend empfiehlt.

Nicht nur diese Punkte, auch das plötzliche Umschwenken der Famile, besonders der Tochter, die jetzt auf einmal so stolz auf ihre Mutter ist, kommt recht unvermittelt und vom Verlauf nicht unbedingt nachvollziehbar., hier hat der Film regelrecht Brüche.

Mehr ganz nett als nötig ist, dass Dr.Kröger von zuhause aus Hélènes Spiel mit- oder mit Gedankenübertragung vorspielt und kommentiert (manchmal sei eine starke Drohung wichtiger als ein starker Zug und andere Finessen, die beim Schach sicher auch eine Rolle spielen), und am Ende schließt sich der Kreis, als Hélène für ein Zeitungsfoto posiert und aus einiger Entfernung ihre Inspiration, nämlich die junge Frau, deren glückliches Spiel mit ihrem Mann auf dem Hotelbalkon der Auslöser für Hélènes jetziges Glück war, zulächelt: "Siehst Du?"

Hier wird die Grenze zum Kitsch für mich schon fast überschritten, insgesamt sehenswert ist der Film nur durch seine beiden wunderbaren Hauptdarsteller und die schöne Landschaft Korsikas.

Doc Halliday
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am 1. Mai 2017
Ich hatte diesen Film schon vor Jahren gesehen. Gekauft hab ich ihn nur um ihn meiner Nichte zu schenken, der ich vor zwei oder drei Jahren ein Schachbuch für Kinder und ein Schachbrett geschenkt habe.

Aber ich als Schachspieler (auch mit Turniererfahrung) bemängele den Spruch, dass die Dame die mächtigste Figur ist. Es ist zwar richtig, dass sie in alle Richtungen und über das ganze Brett ziehen kann, aber gleichzeitig ist sie auch die Figur, die ziemlich schnell vom Brett fliegt. Zumindest bei meiner Spielerfahrung. Aber als Kline erwähnte, dass die Dame nicht zu früh raus gezogen werden darf hatte er recht. Meine stärksten Figuren sind die Springer. Damit setze ich matt.

Beim Film fand ich am Schluss das Blindschach sehr gut. Das hab ich in der Schule früher auch mit einem Kumpel gespielt. Aber ich wollte immer Weiß haben, weil ich so besser das Brett in Gedanken im Auge hatte.

Aber trotz allem für Schachfreunde und solche die es werden wollen ein absolut empfehlenswerter Film. Ansonsten wären noch empfehlenswert "Knight Moves", "Bauernopfer" und "Das Spiel des Lebens".
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am 27. August 2010
Ein sensationell guter Film, der einen von der ersten Sekunde an in seinen Bann zieht ... und das mit einfachsten Mitteln ... wie das Schachspiel ... kleine Gesten, die viel andeuten... Sandrine Bonnaire spielt unglaublich, aus ihrem Gesicht kann man alles lesen, für diese Rolle hätte sie jeden Filmpreis verdient.

Das nuancenreiche Minenspiel der Akteure macht den Film zu einem Totalgenuss. Auch Kevin Kline spielt absolut brilliant. Der Film ist bis in die kleinste Rolle hervorragend besetzt und offenbart bei genauerem Hinsehen viele Details und Wünsche von Menschen, die in einem bestimmten Milieu leben, eine wunderbare Studie über das Leben und die Liebe an sich und vieles mehr ... ansehen, faszinieren lassen !! Ein ungewöhnlicher und hervorragender Film !

und ein Satz aus dem Film, den man auch zum Lebensmotto machen kann:
"Wenn man ein Risiko eingeht, dann kann man verlieren, wenn man kein Risiko eingeht, verliert man auf jeden Fall."

dem kann ich nur hinzufügen: "Wer diesen Film ansieht, der gewinnt viele wunderbare Einsichten ins Leben, wer ihn nicht ansieht, der versäumt was."
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am 7. August 2010
Eine französische Star-Schauspielerin, in dem Film einer Regisseurin, der auf einem Bestseller einer Autorin beruht, der die Emanzipation einer schüchternen Frau in mittleren Jahren thematisiert. Ach ja und die meiste Zeit sieht man Menschen dabei zu, wie sie Schach spielen. Bitte nicht weglaufen, der Film ist viel besser als es zunächst klingt.

Hélène lebt in einfachen Verhältnissen in einem kleinen korsischen Dorf. Eines Tages beobachtet sie ein Paar dabei, wie es eine Partie Schach spielt. Die Blicke, die die Spieler dabei austauschen, die leichten Berührungen der Hände, die konzentrierten Gesichter zwischen den Zügen, faszinieren sie. Die Atmosphäre ist voller Kraft, Leidenschaft und sogar einer gewissen Erotik. Alles Aspekte, die ihrem Leben völlig abgehen, aber nach denen sie sich sehnt.
Sie bringt sich die Regeln des Spiels selbst bei und finde in einem älteren Mann (Kevin Kline) einen Mitspieler und Mentor. Schon bald ist sie von dem Spiel nahezu besessen, was ihr viel Freude und Selbstbewusstsein schenkt. Doch die Veränderungen führen auch zu Problemen in der Familie und bei der Arbeit. Es gilt die positive Entwicklung zu erhalten ohne die Basis zu verlieren.

Ganz großes Darsteller-Kino. Was hier nur mittels Blicken und Gesten während eines Schachspiels an Emotionen und Atmosphäre vermittelt wird, ist beeindruckend. Von Trauer, Wut, über Hoffnung und Freude bis hin zur Lust ist alles dabei. Hélène gehören zudem sofort die Sympathien der Zuschauer und man gönnt der kleinen Frau ihren steinigen Weg zu Glück und Selbstverwirklichung vom ganzen Herzen.
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am 23. Januar 2011
Der Film 'Die Schachspielerin', der auf dem gleichnamigen Roman von Bertina Henrichs basiert, ist durch die schauspielerische Leistung von Sandrine Bonnaire der Hauptprotagonistin Hélène des Films sehenswert und unterhaltsam, jedoch fehlen über weite Strecken Feuer und Leidenschaft gegenüber dem neu entdeckten Hobby.

Einerseits verkörpert Bonnaire in ihrer Rolle die Art von Mensch, die sich im Spannungsfeld zwischen Selbstfindung Selbsterkenntnis, Unerfülltem bewegt und Klarheit über sich und ihr Leben gewinnen muss. Andrerseits betritt sie ein vom Intellekt her völlig neues Betätigungsfeld, dessen Komplexität sie im Verlauf der Handlung zu beherrschen lernt. Wie ihr Dr. Kröger erläutert: 'Beim Schach ' zählen weniger die Regeln als die Ausnahmen ... Die Regeln im richtigen Moment brechen, kapiert?'

Sie avanciert zur talentierten Schachspielerin, bezwingt den Meister und erkennt ihr eigenes Potenzial. Bis zum Ende des Films bleibt sie die zurückhaltende Frauenfigur, die ihr Leben begreift, Erfülltes findet und ihre alltäglichen Konflikte löst. Das Schachspiel wird zur Brücke mit Bonnaire als Dame auf dem Brett, die sich zwischen der einfachen Arbeiterfamilie und dem gebildeten Bürger bewegt. Sie, eine Fremde die niemals heimisch wurde, wagt den Schritt aus dem engstirnigen Alltag und überwindet die Kluft, ohne dabei die Konfliktherde beider Welten aus den Augen zu verlieren.
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am 3. Juli 2010
Endlich mal wieder ein Film, den man einfach nur realistisch nennen kann. Ein Film ohne übertriebene Emotionen und Effekte, in dem alle Schauspieler_innen, wie im wirklichen Leben reagieren. Ein Film voller Langsamkeit, Schönheit, Intelligenz und feministischem Kalkül. Letzteres ohne Männer dumm dastehen zu lassen, sondern mit Verständnis und Liebe, ohne übertriebene Hollywood-Romantik, ohne schnulziges Ende und ohne reiche Filmfiguren, die sich um Finanzen nicht kümmern müssen.

Dieser Film steht bei mir im Abteil "Filme, die man gesehen haben MUSS!"
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Kann man sagen, dass Hélène im Alltagstrott versunken ist? Nun, sie arbeitet als Zimmermädchen, hat eine Tochter, die langsam flügge wird und hat sich offensichtlich im Laufe der Jahre von ihrem Ehemann entfremdet. Sie lebt dort, wo andere Urlaub machen, in einem kleinen korsischen Dorf mit wunderbarem Blick aufs Meer. Doch kann sie das noch genießen?
Ihr Leben verändert sich, als sie beim Putzen im Hotel ein Paar beobachtet, wie dieses auf der Terrasse Schach spielt. Sofort davon angetan und zunehmend gefangen, kauft sie ihrem Mann zum Geburtstag ein Schachspiel, welches fortan nur sie benutzt, um die Regeln dieses Spieles zu verinnerlichen. Doch erst in dem einsiedlerisch lebenden Dr. Kröger, bei dem sie nebenher regelmäßig putzt, findet sie einen Lehrer, der ihr die Facetten und Nuancen dieses faszinierenden Spieles näher bringt....

Es handelt sich um eine Literaturverfilmung. Ich habe weder das Buch gelesen, noch überhaupt davon gehört. Insgesamt ist es ein ruhiger Film, was irgendwie naheliegend ist, da ja an sich Schach auch keine hektische Sache darstellt. Die Handlung konzentriert sich darauf Hélène zuhause, also im Spannungsfeld zwischen Ehemann und pubertierender Tochter, im Hotel, angepasst und sich fast unterwürfig der Chefin unterordnend und mit Dr. Kröger, eine neue Welt, eben die des Schachspiels entdeckend, zu zeigen. Durch das Spielen verändert sich Hélène, was wiederum Auswirkungen auf ihre Familie und ihren Arbeitsplatz hat. So gesehen fast eine systemische Studie.

Sandrine Bonnaire verkörpert die Rolle der Hélène glaubhaft und ohne viel Schnick-Schnack.
Kevin Kline ist ganz schön alt geworden und kann unterdessen wirklich den gesetzten alten Herrn spielen.

Extras: ausführliches Making-of

Fazit: Ein gemächlicher Film als Mutmacher für graue Mäuschen.
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am 5. März 2017
Guter Film, der mit der Hauptdarstellerin steht und fällt. Besonders gut gelungen ist das Mienenspiel der beiden Gegner beim Endspiel.
Die Idee, dass jemand aufgrund eines Talents/Hobbys seinem tristen Alltag entfliehen kann, ist nicht neu.
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am 22. Januar 2012
...genau dieses Wort beschreibt meine Empfindungen, nachdem ich -Die Schachspielerin- sah. Nach der gleichnamigen Romanvorlage von Bertina Henrichs hat Regisseurin Caroline Bottaro einen Film geschaffen, der von der ersten bis zur letzten Sekunde in einem Guss daherkommt. Doch damit nicht genug. Ein überaus cleveres Drehbuch gepaart mit der Kameraarbeit von Jean-Claude Larrieu und der Musik von Nicola Piovani machen aus einer "alltäglichen" Geschichte einen ganz großen Film. Nicht zu vergessen Sandrine Bonnaire(als Helen) und Kevin Kline(als Dr. Kröger), zwei Vollblutmimen, die bei Durchsicht des Drehbuchs ihr Glück vermutlich kaum fassen konnten, hier mitspielen zu dürfen...

Helene lebt mit ihrem Mann Ange(Francois Renaud) und der Tochter Lisa(Alexandra Gentil) auf Korsika. Sie arbeitet in einem Hotel als Putzfrau. Ihr Mann ist Arbeiter, die Tochter gerade der Pubertät entwachsen und extrem schwierig. Um das Geld der Familie aufzubessern putzt Helene noch bei Dr. Kröger, einem exzentrischen älteren Mann, um den sich Gerüchte ranken, dass der Tod seiner Frau nicht ganz ohne sein Zutun stattfand. Kröger ist abweisend, sachlich und sehr speziell. Die spröde Helene hat damit kein Problem. Als sie eines Tages, beim Putzen im Hotel, eine seltsame Begebenheit mit einem Schach spielenden Paar hat, wird urplötzlich ihr Interesse für das "Spiel der Könige" geweckt. Helene kauft ihrem Mann einen kleinen Schachcomputer, um letztendlich selbst die Nächte mit dem Gerät zu verbringen. Von da an bekommt sie das Spiel nicht mehr aus dem Kopf. Sie wagt es sogar, Dr. Kröger zu fragen, ob er mit ihr spielt. Der winkt zunächst ab, aber dann sitzt er mit Helene am Brett. Helene lernt schnell und sie merkt, dass Schach ihr Leben verändert. Ange und Lisa kommen damit überhaupt nicht klar, doch Helene geht ihren Weg weiter. Was am Ende auf sie wartet, das ist so ungewiss wie der Ausgang einer Schachpartie...

Wie wunderbar ist es, einer Geschichte zu folgen, die so geradlinig und zielgenau ihren Lauf nimmt. Bei -Die Schachspielerin- stimmt einfach alles. Ich fand letztendlich nicht einen einzigen Punkt, der mich auch nur ansatzweise gestört hätte oder den man, jedenfalls meiner Meinung nach, hätte besser machen könnnen. Egal ob es die Vergleiche zwischen dem Schach und dem Leben sind oder all die großen und kleinen Gefühle, die Caroline Bottaro in ihren Film hineingelegt hat. Das Ergebnis ist ein regelrechter Rausch von Bildern und Geschehnissen, die man nur schwer vergessen kann.

Sie wissen ja: Das ist mal wieder eine Einzelmeinung ohne jede Garantie. Sollten sie jedoch filmtechnisch nur ein ganz wenig so "ticken" wie ich, dann heißt es jetzt: Ran an den Speck! Dieser Film sollte so schnell wie möglich den Weg in den heimischen Player finden. Viel besser kann man 100 abendliche Minuten wirklich nicht verbringen. Ich war, und bin noch immer, begeistert.
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am 8. Februar 2011
Ein kleiner wunderbarer Film über einer meiner privaten Leidenschaften. Der Film ist ein Muss für jeden Schachspieler aber auch für alle anderen die auf den kleinen guten und durch und durch menschlichen Französischen Film stehen. Der Film ist voller Tiefe und schönen Weisheiten- die niemals aufdringlich sind sondern ganz und gar natürlich rüber kommen wie die Darsteller selber. Auch die Dramaturgie im Film wirkt niemals aufgesetzt und gekünstelt, so dass sie sich stets im Rahmen des normalen hält. "Die Schachspielerin" ist ein Film rund um Leidenschaft, Liebe und das Leben selbst - dabei ist er bestimmt kein Meilenstein, aber stets ein kleiner feiner Film.
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