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Kundenrezensionen

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am 2. September 2011
Okay, ich geb zu, ich bin ein Fan von supposé, seit die den Hörbuch-Preis für ihr Gesamtprogramm bekommen haben! Diese Box hier hatte ich mir zuerst nicht gekauft, aber als Denis Scheck sie in seiner Sendung als 'idealen Einstieg in die Sagawelt' gelobt hat, bin ich doch schwach geworden! Denn ehrlich gesagt hatte ich bisher nur am Rande mal von den Isländersagas gehört.
Um es vorweg zu sagen: ich habe sie an zwei Abenden gehört und ich bin total begeistert!
Auf der ersten Cd erzählen deutsche und isländische Wissenschaftler und Saga-Kenner die historischen Hintergründe der Sagas: wovon sie handeln, was es mit der Besiedlung Islands auf sich hat, mit der Christianisierung ' all das ist auch Thema der Sagas.
Man kann wunderbar zuhören, weil man diesen Menschen ihre Leidenschaft für das Thema, aber auch ihre großen Kenntnisse anhört. Und ihren Spass ' es gibt wirklich herrlich geistreich-witzige Episoden.
Zudem sprechen die Erzähler frei, richten sich quasi direkt an uns Zuhörer und lesen nicht von einem Manuskript ab. Diese CD allein ist schon den Kauf Wert. Man erfährt in 70 Minuten sehr viel über die Sagas und kann dem ' toll gemachten! ' Booklet (dazu später mehr) nur zustimmen: die Sagas sind ein nahezu unbekannter Kulturschatz.
Es folgen dann zwei CDs mit Erzählungen von zwei der wichtigsten Sagas. Eine wird erzählt von Arthúr Bollason, einem wunderbaren Erzähler, der mal witzig, mal ernst, und immer mal wieder isländische Originalzitate einstreuend, die Saga von Njáll erzählt. Das ist die wichtigste Isländersaga, über einen Helden namens Gunnar, der sich in Händel mit seinen Nachbarn verstrickt, bei denen ihm Njáll, der größte Rechtsgelehrte seiner Zeit, beisteht. Am Ende wird Gunnar aber eine Ohrfeige zum Verhängnis, die er seiner stolzen Frau gibt.
Die andere Saga (CD 3) handelt von den Siedlern, die ein Tal im Westen Islands besiedeln und von ihren Nachfahren. Auch dabei gibt es Fehden, Rechtsstreitigkeiten, tragische Liebesgeschichten, eben das, was man gemeinhin unter einer 'Familiensaga' versteht.
Beide sind sehr spannend anzuhören, nicht nur, weil die beiden Erzähler sie so gut erzählen ' man hat den Eindruck, dass alle Unwichtige in den Geschichten weggelassen ist, aber das trotzdem die ganze Geschichte erzählt wird. Und das in einem perfekten Deutsch mit einem charmanten isländischem Akzent.
Auf der vierten Cd gibt es dann Erläuterungen zu einzelnen Details aus den Sagas ' die Cd ist genau spannend wie die Geschichten selbst ' man erfährt etwas über das Rechtssystem, über Freundschaft, Geschenke, Träume in den Sagas. Kurz: Viel Wissenswertes über die Kultur des Mittelalters in Island. Außerdem gibt es einen O-Ton von Literaturnobelpreisträger Halldór Laxness, der zeitlebens die Sagas sehr geschätzt hat.
Diese eigentlich sehr fremde Welt wird einem beim Zuhören ganz nah ' auch durch das Booklet, das die Orte zeigt, an denen die Sagas spielen. Dort haben die Erzähler die Geschichten erzählt. Und das hört man... man hört die Begeisterung in ihren Stimmen, man hört die Geräusche der Landschaft. Die Fotos sind nicht die üblichen Hochglanzfotos, wie man sie aus Bildbänden kennt, sondern dokumentarische Fotos mit eigenem Reiz.
Die Fotos sind insofern wichtig, als dass sie genau zu den Beschreibungen aus den Geschichten passen. Denn ' das ist das Besondere an den Sagas ' sie könnten sich tatsächlich so zugetragen haben, an diesen Orten. Was an an den Sagas erfunden und was wahr ist, darüber streiten sich die Isländer bis heute. Auch davon handelt die CD. Nach dem Hören hat man Lust mitzustreiten, nach Island zu fahren, mehr Sagas und Geschichten erzählt zu bekommen.
Eine ganz große Entdeckung!
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am 27. September 2011
Auf den Cds und hier in den Rezensionen sind schon Worte genug, deshalb hier mal kurz und knapp, weil das ganze wirklich sehr empfehlenswert ist.

CD1 : Einführung in die Sagas ' besser und knapper kann man das nicht machen!
Habe in die kursierenden gedruckten Saga-Bücher geblättert und nichts dergleichen gefunden.

CD 2: Saga von Njál ' toll erzählt (frei, nicht abgelesen!), man wünscht sich manchmal noch ein paar Hintergrundinformationen, z.B. über das Rechtssystem ' wieso kann jemand aus Island verbannt werden?

CD 3: Lachsfluss-Saga ' noch besser erzählt, wieder wünscht man sich noch Hintergrundinformationen über die Kultur der Freundschaft und der Geschenke, etc.

CD4: All das, was man erklärt haben wollte, wird erklärt.

Dazu: Fotos von den Schauplätzen der Sagas. Perfekte Mischung.
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am 27. September 2011
Ich war auf die CD aufmerksam geworden, weil ich zuvor "Leben im Fisch", ein anderes, ich würde mal sagen: "Hör-Bild" des Verlags gehört habe.
Denn ein Hörbuch im klassischen Sinne ist es insofern nicht, als dass nicht vorgelesen wird.

Sondern alles wird frei erzählt- die Geschichten aber auch die wissenschaftlichen Erkenntnisse. Man hat die ganze Zeit den Eindruck, als richten sich die Erzähler direkt an den Hörer, als säße man ihnen gegenüber. Das macht einen sehr starken Eindruck und ist sehr eindringlich.

Zu den Inhalten, etc. brauche ich nichts sagen. Die sind schon hinreichend und zutreffend hier beschrieben worden.
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am 5. September 2011
Ich habe sehr gelacht, als auf der ersten Cd eine Erzählerin ausführt, dass ihr Vater die Sagas immer aus einem Buch vorgelesen, die Mutter sie erzählt hat ' 'außer wenn sie den Fußboden putzen musste'. Natürlich seien die Erzählungen der Mutter viel interessanter gewesen.
Das kann ich gut nachvollziehen. Ich habe mich in meiner Studienzeit an den Sagas versucht und sehr gemischte Erinnerungen daran. Das war doch manchmal eine zähe Lektüre, immer unterbrochen von langen Aufzählungen, wer von wem abstammt, Fußnoten und Anmerkungen, was nun was zu bedeuten hat.

Bei diesem Hörbuch ist das alles sehr klug gelöst. Eine einführende CD erläutert, was die Sagas sind, wovon sie handeln, wann und unter welchen Umständen sie entstanden sind. Sehr gut gefallen hat mir eine Passage, in der ein Ehepaar erzählt, dass Redewendungen und Sprichwörter aus den Sagas bis heute alltäglich im Isländischen benutzt werden. Das ist sehr lustig anzuhören ' fast eine Art Mini-Hörspiel ', enthält aber auch viele interessante Informationen.
Das ist überhaupt die Stärke dieser Box: die Mischung aus Geschichten und Informationen, die von sehr guten Erzählern dargeboten werden. Das Erzählen erfolgt 'frei', also nicht abgelesen, nicht mal wie in einem 'freien Vortrag', sondern wie in einer alltäglichen Gesprächssituation. Das bewirkt, dass man sehr gut zuhören kann.

Besonders gut gefallen hat mir 'Die Saga von den Leuten aus dem Laxflusstal', von der es heißt, sie sei wohlmöglich von einer Frau verfasst worden. Diese Saga wird sehr schön von einer Deutsch sprechenden Isländerin erzählt. Das hat einen großen Charme. Überhaupt finde ich die Geschichten und Erläuterungen über die 'starken Frauen' in den Sagas sehr interessant.

Auf der vierten Cd gibt es einen historischen O-Ton von Halldór Laxness, der offensichtlich auch perfekt Deutsch gesprochen hat. Er sagt, die Sagas seien für jeden etwas, vom einfachen Fischer bis zum Gelehrten. Nach dem Hören dieser Box kann ich nur zustimmen; sie ist auch für jede und jeden etwas.
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am 4. September 2011
Meine Frau und ich haben diese CD-Box (und eine andere vom gleichen Verlag) in diesem Sommer in einem isländischen Buchladen entdeckt. Zuerst waren wir skeptisch, weil wir dachten, es handle sich um isländische Cds. Tatsächlich stammen sie von einem im Berlin ansässigen Verlag, und auf den Cds wird Deutsch gesprochen.

Wenn man in Island unterwegs ist, trifft man überall auf die Sagas. In jeder Region gibt es eine eigene Saga, oft findet man Hinweisschilder auf die Orte, an denen die Sagas gespielt haben. Dann stellt sich heraus, dass diese Orte noch genauso heißen, wie vor 1.000 Jahren.
Das alles ist hochinteressant, zumal einem dann oft (auf den Schildern oder von Zufallsbekanntschaften) kurze Episoden erzählt werden, die an so einem Ort spielen. Aber nie die ganze Saga.

Auf der Suche nach einem Buch, das gleichermaßen die Sagas erzählt wie auch die Herkunft dieser Geschichten (von denen wir vorher noch nie etwas gehört hatten) erläutert, haben wir dann diese Box gefunden, sie während der Fahrt in Island gehört und sind vollkommen begeistert.
Wir haben sie auch schon mehrfach verschenkt ' als 'Island-Hörbuch-Reise', denn das beiliegende Booklet ist so etwas wie ein kleiner Bildband.

Dem Rezenten, der meint, die Erzähler sprechen 'schlechtes Deutsch', kann ich nur empfehlen, seine Box umzutauschen. Sie muss defekt sein, alle zehn auf der CD vorkommenden Erzähler - Deutsche wie Isländer - sind bestens zu verstehen. Selbst aus dem Autoradio auf Schotterpisten.
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am 1. September 2011
Voller Erwartung habe ich dieses Hörbuch "Die Saga von Njáll, Die Saga der Leute aus dem Lachsflusstal" bestellt und in den CD-Player gelegt - doch größer konnte meine Enttäuschung nicht sein: Keine einzige Originalerzählung (als Übersetzung) dieser Sagas, sondern nur mühsam in radebrechendem, hilflosem Deutsch bruchstückhaft nacherzählte Geschichten der beiden Sagas selbst, und mehr oder weniger allgemein gehaltene, "erklärende" und sehr subjektive Anmerkungen einiger sog. Fachleute. Nichts vom Flair und und der geheimnisvollen Welt des mittelalterlichen Islands kommt "rüber" - und da hilft auch nicht ein Flussrauschen im Hintergrund, oder die Erklärung der Erzählerinnen, dass man jetzt gerade am "Ort des Hofes von Njáll stehe". Kein Vorwurf an die isländischen Erzähler/-innen - sie tun ihr Bestes im Kampf mit der deutschen Sprache - aber es ist traurig, anhören zu müssen, wie hilflos (und häufig falsch!) sie mit Grammatik und Stil der deutschen Sprache kämpfen! Es ist wirklich eine Zumutung, ihnen zuhören zu müssen - und es ist ein Jammer, mit anhören zu müssen, wie die Erzähler/-innen hilflos, radebrechend und häufig sogar sinnentstellend eine Szene nach der anderen "nacherzählen", bzw. lapidar aneinanderreihen. Nichts, aber auch gar nichts vom Wesen und Klang, vom Reichtum und der Bildervielfalt der Sagas wird so vermittelt. Warum nur ließen die "Dramaturgen" Böhm und Sander nicht optimales, sich in die Welt des alten Island einfühlendes Deutsch zur Anwendung kommen? So schaden sie nur dem Ziel, die Island-Sagas einem interessierten Publikum nahe zu bringen.
Fazit: Ein trauriger, vollkommen missglückter Versuch, diese Sagas einem deutschen Publikum verständlich zu machen - und die Poesie der isländischen Welt um 900 n. Chr. sichtbar, bzw. hörbar zu machen. Schade!
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