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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
21
4,0 von 5 Sternen
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am 28. Juli 2017
Sehr gutes Buch kommt aber nicht an den Weltklasse ersten Teil an.Aber dennoch ist es ein sehr gutes empfehlenswertes und spannendes Buch.
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am 10. Dezember 2014
Meiner Meinung nach war der dritte Band bis jetzt der schwächste. Während die ersten beiden mich durch immer neue Extremsituationen aus denen die Protagonisten sich befreien müssen, fesselte, blieben diese im neuen Band etwas auf der Strecke. Im Gegensatz dazu wurde die Liebesgeschichte zu dieser unerträglich launischen, arrogante, egoistischen Person Sabetha, die mir schon bei ihrem ersten Auftritt unsympathisch war bis zum Erbrechen exerziert. Locke, der bis dahin der hochbegabte, selbstbewusste Draufgänger war verwandelt sich in einen liebestrunkenen Idioten der sich permanent entschuldigt, weil sie DAUERND wegen irgendwelchen Lappalien beleidigt ist. Dabei bleibt die eigentliche Handlung, nämlich der Wahlkampf, meiner Meinung nach völlig auf der Strecke. Seine Lösungsansätze sind halbherzig, weil er sowieso mit dem Kopf dauernd woanders ist.
Die Parallelgeschichte aus ihrer Jugend hat mir deutlich besser gefallen und sorgte (solange diese schreckliche Sabetha möglichst wenig auftauchte) für Aufatmen meinerseits.

Nichtsdestotrotz warte ich selbstverständlich sehnsüchtig auf den nächsten Band, in der Hoffnung dass dieser an Qualität wieder an die ersten beiden Bände anknüpft.
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am 4. Mai 2014
Die Republik der Diebe (Scott Lynch)

Nach „Die Lügen des Locke Lamora“ und „Sturm über Roten Wassern“ von Scott Lynch begegnen dem Leser die beiden Gentleman-Ganoven in „Die Republik der Diebe“ erneut. Das Duo Locke Lamora und Jean bestehen im dritten Band erneute Abenteuer, doch lässt der Autor im Gegensatz zu den beiden vorherigen Titeln, die Vergangenheit von Locke sehr ausführlich aufleben.

Inhalt

Nach den Ereignissen in „Sturm über Roten Wassern“ schließt sich „Die Republik der Diebe“ den Geschehnissen nur wenig später an. Locke Lamora ist schwer von seiner tödlichen Vergiftung gezeichnet. Ausgemergelt und schwach erwartet dieser den unausweichlichen Tod. Jean sein Freund und treuer Gefährte lässt nichts unversucht, um den Freund zu retten. Doch jeder Arzt und Quacksalber versagt gegen die Aggressivität des Giftes und Jean verzweifelt schier, bis in letzter Minute eine Soldmagierin erscheint, und verspricht Locke gegen eine Gefälligkeit zu retten. In Einer dunklen und kräfteaufreibenden Zeremonie gelingt es tatsächlich der im Rang stehenden hohen Magierin Locke zu heilen und so nimmt das Schicksal volle Fahrt auf in Richtung Intrigantes Abenteuer.

Locke und Jean sollen für die Soldmagierin ein Spiel gewinnen. In der Stadt Karthein tobt der politische Wahlkampf und die beiden Gentleman-Ganoven bekommen die Weisung die anstehende Wahl für die Aristokraten zu gewinnen. Allerdings sind die Regeln klar festgesetzt und zwischen Intrigen, Sabotagen und anderen kreativen Einfällen die Wahl zu entscheiden stellt Locke schnell fest, dass er den Gegner kennen muss und dieser mindestens ebenbürtig zu sein scheint.

Kritik

Es ist immer wieder ein diebisches Vergnügen Locke und Jean auf ihren halsbrecherischen Raubzügen zu begleiten. Und die beiden Diebe machen nicht nur im Schutze der Dunkelheit waghalsige Geschäfte, sondern verstehen sie sich auf die politischen Ränkespiele und ihre Schauspielerei.

Wer die beiden Vorgängerromane schon gelesen hat, wird schnell feststellen, dass Scott Lynch hier einen anderen Weg einschlägt. Die Handlung teilt sich in zwei Strängen auf: Die gegenwärtige in der sie ihren Auftrag für die Soldmagierin erledigen müssen und der zweite Handlungsstrang zeigt Locke und Jeans Vergangenheit in ihren Anfängen als Gentleman-Ganoven. Nichtsdestotrotz sind die zeitlichen Sprünge in die Vergangenheit um ein Vielfaches langweiliger als vielleicht angenommen. Aus der Perspektive der Vergangenheit Lockes wird hier die liebevolle Rivalität und das Verhältnis zu einer Frau thematisiert die Jahre später in der Gegenwart zu Lockes politische und persönliche Gegnerin wird. Die Jugend- und Pflegejahre von Locke und Jean nehmen, auch wenn sie nicht unwichtig sind, zu viel Raum ein.

Diese Passagen wirken manchmal zu überproportioniert und zu langatmig und langweilig erzählt. Auch wenn das Verhältnis zu seiner alten Liebe sich in den Vordergrund positioniert, so hätte dies nicht so ausführlich sein. Der eigentliche Spannungsbogen wird in der Gegenwart aufgebaut und hier sind nicht nur die Protagonisten sympathischer, sondern die Geschichte nimmt temporeich fahrt auf.

Der Einfallsreichtum der beiden politisch agierenden Kontrahenten ist manchmal recht amüsant, durchtrieben, aber wenig actionreich. Die Spannung wird hier nicht durch mörderische Kämpfe oder dramatische Schlachten aufgebaut, sondern durch situationsbedingte Dramatik und manchmal auch durch Wortgefechte.

Erst zum Ende hin, im letzten Drittel dieses 900Seiten Werks explodiert die Handlung. Locke Lamora erfährt von der Soldmagierin sehr Persönliches aus seiner Vergangenheit und längst besiegte Feinde schwören Rache.

Fazit

„Die Republik der Diebe“ ist die Wiederauferstehung und das neue Aufstellen auf einem Schachspiel. Und wie das Ende vermuten mag, dieser wird wie die beiden ersten Romane von Scott Lynch nicht nur mit Wortgefechten geführt. Jeans Äxte und Lockes Schwert werden mit Sicherheit ihr Ziel finden wollen.

Auch wenn dieser Roman inhaltlich schwächer ist als die Vorgänger, so ist der vorliegende Band immer noch ein spannender Pageturner mit imposanten Charakteren und einer vielversprechenden Aussicht auf weiteren Storys mit den Gentleman-Ganoven.

Insgesamt kein starker, aber auch kein schwacher Titel. Solide Unterhaltung und vielleicht nur die Ruhe vor dem Sturm.

Lesern ist in jedem Fall zu empfehlen, dass die beiden Vorgängerromane vorab gelesen werden sollten, bevor man hier zu diesem besprochenen Band greifen mag.

Michael Sterzik
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am 13. Mai 2014
Sechs Jahre sind vergangen, seit der zweite Band der Gentlemen-Ganoven-Reihe (Sturm über roten Wassern: Band 2 - Roman) erschien. Lynch spricht von einem absoluten Tiefpunkt seines Lebens während dieser Zeit - laut seinem Blog litt er an schweren Depressionen und Angstattacken, sodass er sich in Therapie begab. Hart.

Hat sich das Warten auf "Die Republik der Diebe" gelohnt?
Geht so.

Wieder gibt es zwei Haupthandlungsstränge.

Der erste spielt in der Vergangenheit: Locke, Jean, Sabetha und Galdo und Calo sind junge Diebe, die von Vater Chains ausgebildet werden. Dieser schickt sie schließlich fort: Sie sollen in einer anderen Stadt an einem (dem Buch seinen Titel gebenden) Theaterstück mitwirken und sich alleine durchschlagen. Doch auch wenn sie vor einige unerwartete Schwierigkeiten gestellt werden, geht es im Grunde um die sich langsam entwickelnde Beziehung zwischen Locke und Sabetha.

Der zweite Handlungsstrang setzt an, wo "Sturm über roten Wassern" endet: Um vor dem Vergiftungstod gerettet zu werden, stellen Locke und Jean ihre Dienste den Soldmagiern zur Verfügung (eine Art magische Aristokratie-Klasse, die im Hintergrund die Fäden zieht). Es geht dabei um eine politische Wahl in der Stadt Karthain, die die nächsten fünf Jahre von einer von zwei großen Parteien, der "Tiefen Wurzel" und der "Schwarzen Iris", regiert werden soll. Locke und Jean sollen dafür sorgen, dass die Tiefe Wurzel gewinnt. Ihren Gegenpart auf Seiten der Schwarzen Iris nimmt - Überraschung - Sabetha ein, die Locke seit Jahren nicht mehr gesehen hat und in die er immer noch verliebt ist. Hier ist eine Anmerkung zum Klappentext angebracht, der so klingt, als würden sich Locke und Sabetha auf Leben und Tod bekämpfen; das ist mitnichten so. Sie versuchen, sich gegenseitig zu sabotieren, knüpfen nebenbei aber an ihrer früheren Beziehung an und führen diese fort. Ist also eher harmlos, das Ganze.

Den Anfang von "Die Republik der Diebe" fand ich in Hinsicht auf beide Handlungsstränge gut, da kam das alte Gentlemen-Ganoven-Feeling auf. Doch später wurde es eher zäh, ich habe mich ein paar Mal gefragt, wann es denn jetzt richtig losgeht, aber beide Handlungsstränge plätscherten dann so vor sich hin und es vergingen Hunderte Seiten ... Besonders den "Kampf" gegen Sabetha (der ja eine gute Idee ist!) fand ich etwas enttäuschend, die spielen sich da halt einige Streiche, und das war's. Auf den letzten hundert Seiten nimmt das Ganze nochmal etwas Fahrt auf, aber auch nicht überwältigend. Im Rückblick bleibt bei mir ein etwas fader Nachgeschmack und ich frage mich in Hinsicht auf beide Handlungsstränge: 950 Seiten dafür, Lynch, dein Ernst?
Im Vordergrund steht bei diesem Band eben die Beziehung von Locke und Sabetha, davon abgesehen ändert Lynch letztlich ein paar Sachen in seiner Welt, wohl für die Folgebände, aber richtig viel passiert nicht.
Das Buch ist nicht schlecht, es ist stellenweise recht unterhaltsam und hat den typischen (teils recht derben) Humor, aber insgesamt ist es doch eher zäh und unspektakulär.

In einem Interview sagt Lynch übrigens, dass die ersten 3 Bände der Reihe im Grunde nur die Vorgeschichte zu dem sind, was er eigentlich erzählen will. Ich hoffe, dass es dementsprechend mit Band 4 wieder bergauf geht!
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"Die Republik der Diebe" ist der dritte Band um den Gentleman-Ganoven Locke Lamora. Nach den Ereignissen in Tal Verra ("Sturm über roten Wassern", Band 2) haben Locke und Jean ein Problem, dass sie nicht selbst lösen können. Als alle Hoffnung verloren scheint, bieten ihnen die von ihnen gehassten Soldmagier von Karthain ihre Hilfe an. Als Gegenleistung verlangen diese lediglich, dass die beiden in Karthain eine der beiden politischen Parteien bei der anstehenden Wahl unterstützen. Und sol finden die beiden sich wenig später in Karthain wieder, wo sie feststellen müssen, dass auch die Gegenpartei einen fähigen Wahlhelfer hat: Lockes große Liebe, die ehemalige Gentleman-Ganovin Sabetha.

Erzählte Scott Lynch in den Vorgängerbänden noch virtuos in dem er zwischen verschiedenen Zeitebenen hin und her sprang, wie es der Geschichte am dienlichsten war, macht er es sich diesmal einfach. Es gibt zwei Erzählstränge, von denen einer die aktuellen Ereignisse und einer ein altes Abenteuer der Gentleman-Ganoven schildert. Dabei werden beide Geschichten abwechselnd aber in sich streng chronologisch erzählt.

Die alte Geschichte, handelt von einem Sommer, den die jungen Gentleman-Ganoven - einschließlich Sabetha - bei einer Theaterkompanie verbrachten. Diese Geschichte wird zwar - wie gesagt - wenig virtuos erzählt, ist aber immerhin spannend und voller Wendungen, wie wir sie aus den ersten beiden Bänden kennen. Auch hat sie eine Daseinsberechtigung, da sie ein wenig mehr Licht auf das Verhältnis von Locke zu Sabetha wirft.

Die Geschichte in Karthain ist, bis auf die persönliche Beziehung zwischen Locke und Sabetha langweilig und belanglos. Für den Fall des Sieges stellt man Locke und Jean eine Belohnung in Aussicht und für den Fall einer Niederlage immerhin noch sicheres Geleit (S. 153). Auch ist es beiden Parteien verboten einander zu ermorden (S. 306). Was also in den 6 Wochen in Karthain passiert ist schlichtweg egal. Insofern ist auch komplett falsch, wenn es im Klappentext heißt: "[Die] Soldmagier haben Sabetha beauftragt, Locke endgültig zu vernichten. Und plötzlich geht es für den Meisterdieb nicht nur um seine große Liebe, sondern ums nackte Überleben..."

Natürlich geschieht in Karthain noch ein wenig mehr. Bei den Soldmagiern gibt es Fraktionen die ihre eigenen Pläne verfolgen. Allerdings muss man sagen, dass die damit zusammenhängenden Ereignisse, obwohl sie wichtig sind und vor Allem im nächsten Band sicherlich wichtig werden, hier eher am Rande behandelt werden.

Die Taten der Magier und das, was Locke und mit ihm der Leser über Lockes angebliche Vergangenheit und mögliche Zukunft erfahren, verspricht jedenfalls, dass sich der Inhalt des nächsten Bandes wohl stark von den ersten dreien unterscheiden wird. Ob das eine Wendung zum Guten oder Schlechten sein wird, wird man sehen und ist wahrscheinlich letztendlich auch Geschmackssache. Mir jedenfalls hat das, was angedeutet wurde ein wenig den Spaß verdorben, da ich es als unpassend, überzogen und zu weit hergeholt empfunden habe.

Alles allem ein ordentliches Buch, das man lesen kann, wenn man Abenteuergeschichten in phantastischen Welten mag aber kein Vergleich zu den ersten beiden Bänden.
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am 18. Juli 2014
..schlechter als Teil 1 und 2.

Während mich die ersten beiden Teile trotz des üppigen Umfangs auf jeder einzelnen Seite prächtig unterhalten haben, war es bei diesem Teil nicht ganz so. Nach etwa 750 Seiten ging mir die Puste aus und ich wünschte mir, der Autor möge so langsam mal zum Punkt kommen.

Immer noch ist es sehr spannende Unterhaltung und wieder legt Scott Lynch einen mitreißenden Stil an den Tag. Die Charaktere sind plastisch und liebenswert. Alles in allem ist das Buch gute Unterhaltung.

Die Rückblenden sind aber inzwischen nicht mehr nur Rückblenden, die mit Hinweisen auf die Vergangenheit die Gegenwart erklären, sondern es ist ein Roman im Roman, in aller Ausführlichkeit. Das ist manchmal etwas "too much", Cliffhanger verlieren dadurch ihre Wirkung.
Auch bemängeln würde ich die stellenweise sehr derbe Sprache. Zwar passt sie manchmal gut zu den Figuren und zum Milieu, aber gut dosiert hätte sie größere Wirkung erzielen können. Wahllos und üppig eingesetzt, nervt es irgendwann nur noch. Auch hier wäre weniger mehr gewesen.

Ein Minuspunkt geht noch an den Verlag. Über Tippfehler kann man bei dem Umfang noch hinwegsehen. Wer den Klappentext verfasst hat, hat allerdings eindeutig mehr Fantasie als Sorgfalt bewiesen. "Die Republik der Diebe" erkenne ich darin maximal ansatzweise wieder.

Fazit: 700-800 knackige Seiten hätten eventuell ausgereicht, um aus der Geschichte einen makellosen Roman zu machen. So gab es unnötige Längen. Dennoch war es mir eine Freude zu lesen, wie es mit Locke und Jean weitergeht. Darum vier Sterne.
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am 29. Juni 2014
Was habe ich auf dieses Buch gewartet. Es wurde immer wieder verschoben, und als es endlich auf meinem Tisch lag, habe ich mich unglaublich auf die Lektüre gefreut. Aber leider, leider hat die Begeisterung nicht angehalten.
Nach dem herausragenden Auftakt-Band - 'Die Lügen des Locke Lamora', und einem nicht ganz so spektakulären, aber noch immer sehr guten Nachfolger ist dieser dritte Band rund um die Gentleman-Ganoven leider enttäuschend.
Ein Hauch vom alten Flair ist noch da - der Humor zwischen den Zeilen, die rotzigen Dialoge, die teils absurd überdrehten und deshalb umso amüsanter zu lesenden Situationen, in die die Gentleman-Ganoven sich manövrieren. Auch hier erzählt der Autor wieder auf zwei Zeitebenen - der Gegenwart und einer Zeit viele Jahre zuvor, als die Gentleman-Ganoven noch Kinder und gerade in der Ausbildung waren. Aber, wie soll ich sagen, die Story kriegt einfach keinen Fuß auf die Erde. Man liest fünfhundert von den 800 Seiten dieses Epos und weiß noch immer nicht, wo der Kurs eigentlich hinführt.
Zu Beginn des Buches sind Locke Lamora, der Meisterdieb und sein bester Freund Jean, der Schlagkräftigere der beiden, in einer Absteige gelandet, wo sie darauf warten, dass Locke sein Leben aushaucht. Er wurde vergiftet und es scheint keinen Arzt und keinen Alchemisten zu geben, der ein Gegenmittel kennt. Doch dann taucht überraschend eine Vertreterin der Soldmagier von Khartum auf, Lockes alte Erbfeinde, denen er viel Leid zu verdanken hatte. Sie bietet ihm an, ihn zu heilen - und im Gegenzug sollen er und Jean einen Auftrag für sie erfüllen. In Khartum, der Heimat der Soldmagier, steht nämlich Wahlkampf bevor. Zwei Parteien ringen um die Macht im Stadtrat, und jeweils die Hälfte der Soldmagier begünstigt eine Partei. Locke und Jean sollen nun der Partei der Tiefen Wurzeln, die vor allem aus harmlosen reichen Händlern besteht, dabei helfen, den Wahlkampf zu gewinnen. Natürlich ahnen sie zu diesem Zeitpunkt noch nicht, wen die andere Seite angeheuert hat...
Klingt wie ein witziges Szenario, aber krankt daran, dass einfach über weite Strecken nichts passiert. Man hat das Gefühl, die Story hätte auch auf einem Drittel der Seiten erzählt werden können. Große Teile der Geschichte kreisen wieder und wieder um Lockes Liebe zu seiner Sandkastenfreundin Sabetha, bis jedes Detail so ausgewalzt ist, dass man schreien möchte: Oh bitte, hab Gnade, bitte kein verhindertes Herz-Schmerz-Umeinandergetänzel mehr. Locke und Sabetha haben also eine komplizierte Beziehung, die so schon in ihrer Kindheit und Jugend begründet ist, und im Alter nicht besser wurde. Locke himmelt Sabetha an, meistens reichlich ungeschickt. Sabetha fühlt sich aus verschiedenen Gründen genötigt, ihn vor den Kopf zu stoßen. Ungefähr vierhundertachtzig Mal.
Zum Ende hin nimmt das Buch dann tatsächlich endlich Fahrt auf und es entwickelt sich die lang vermisste Spannung - aber dafür muss man erst mal fünfhundert Seiten durchhalten, und das ist einfach zu viel.

So bleibt ein Stück durchschnittliche Fantasy-Kost, ein nicht besonders herausragendes und viel zu dickes Buch, das so viel mehr hätte sein können und bei dem man um das verschenkte Potential weinen möchte.
Wer die ersten zwei Bände gelesen hat und es unbedingt wissen will, kann einen Blick riskieren. Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob man es nicht besser bleiben lässt - und darauf verzichtet, den goldenen Heiligenschein zu zerstören, den die ersten zwei Bände erschaffen haben. Den dieser dritte kommt leider nicht mal ansatzweise an die Vorlagen heran.
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am 20. Dezember 2014
Was fuer ein Freudensprung im Buchladen, als ich voellig unerwartet den 3. Teil von Locke Lamorra gesehen entdeckt habe. Und was fuer eine Enttaeuschung nachdem ich es gelesen habe. Der Anfang zieht sich. Nicht so sehr, dass man es weglegt, aber trotzdem. Das letzte Drittel ist spannend, auch wenn ich den Bezug zum Theater nicht wirklich berauschend fand. Genug Straenge fuer eine Fortsetzung sind allemal gegeben.

Meine Empfehlung: Band 1+2 lesen, mit Band 3 warten bis Band 4 erschienen ist. Dann kann man anhand der Rezessionen immer noch entscheiden, ob Band 3 ein notwendiges Uebel ist oder ob man die Reihe nach Band 2 einfach ruhen laesst und sich etwas anderem zuwendet.
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am 2. Mai 2014
Lange Zeit habe ich auf den dritten Teil der Geschichte um Locke Lamorra und die Gentleman-Diebe gewartet und war daher äusserst gespannt als ich den dritten Teil endlich in Händen hielt.

Was Scott Lynch auszeichnet ist, dass eine Charaktere alle Ecken und Kanten haben die im Laufe der Geschichte herausgehoben werden und es nachvollziebar machen, warum der Charakter in der Situation so und nicht anders handelt. Dadurch kann mich sich m.E. viel besser in die handelnde Person und die Geschichte hineinversetzen.

So aber zum Buch und zur Geschichte, ich bin hin und her gerissen zwischen nicht schlecht und gefällt mir nicht. Im Gegensatz, zu den beiden Vorgängern fehlt der Geschichte ein bischen die Spritzigkeit und die überraschenden Wendungen/Aktionen von Locke und Jean die die Vorgänger so interessant gemacht haben. Wie meine Vorschreiber schon geschrieben haben, werden in dem Buch mehrere Handlungsstränge auf verschiedenen Zeitebenen abgehandelt. Einer davon handelt in der Vergangenheit und erzählt die Geschichte der ersten eigenständigen Handlungen der Gentleman-Ganoven und gibt dem Buch auch seinen Namen. Der zweite große Handlungsstrang spielt in der Echtzeit und knüpft fast nahtlos an den Vorgänger an. Und hier fängt auch meines Erachtens das Problem an. Beide werden abwechselnd fortgeschrieben. Und hier fängt auch das Problem an, während der in der Vergangenheit liegende Handlungsstrang wirklich gut ist und an die Qualität der Vorgänger anknüpft, kommt meines erachtens der aktuelle Handlungsstrang der in meinen Augen der wichtigere währe deutlich zu kurz und kann nicht an das hohe Niveau der Vorgänger anknüpfen. Oft fragt man sich, was haben Locke und Jean denn in der Jetzt-Zeit wirklich gemacht um ihr Ziel zu erreichen. Auch wenn der Vorgang zum Schluß aufgelöst wird, bleibt doch ein unbefriedigtes/enttäuschtest Gefühl zurück. Man gewinnt den EIndruck, dass der Autor während dem Schreiben entweder keine guten Ideen mehr hatte oder was ich für wahrscheinlicher halte einfach den Überblick verloren hat und so nicht in seinen Schreibstil gekommen ist. Es wäre besser gewesen, für die Republik der Diebe einen Spin Off zu machen anstatt zu versuchen beides in ein Buch zu bekommen. Schade
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am 19. Mai 2015
Weiter gehts im Leben des Locke Lamora und Jean Tannen. Nach dem Sie mehr schlecht als recht aus ihrem zweiten Abenteuer herausgekommen sind (Locke mehr tot als lebendig) verschlägt es die beiden Gentlemen-Ganoven nun dahin, wo sie eigentlich nie hin wollten. Nach Karthain. In das Reicht der Soldmagier, ihrem großen Albtraum. Jedoch ist das die einzige Chance für Locke, am Leben zu bleiben.

Dort treffen sie auf eine alte Bekannte aus Camor: Sabetha. Liebhaberin von Locke, Jugendfreundin aus alten Zeit bei Vater Chains.

In zwei Handlungsstrengen, einmal "im hier und jetzt" und einmal aus der Zeit in Camor enthüllt Scott die Romanze mit all ihren Problemen und Facetten zwischen Locke und Sabetha.

Ich war wirklich gefesselt von diesem Teil, mir gefiel dieser sogar mit am besten, kombiniert Scott hier eine spannende, packende Story mit vielen Wendungen, Überraschungen aber auch viel Witz und Charme, dazu die einzigartige Romanze der beiden Ganoven.

In - für mich - einzigartiger Weise werden die zwei Handlungsstrenge der verschiedenen "Zeiten"/Sequenzen aus Lockes Leben verwoben und vor allem durch dieses Wechselspiel eine unheimliche Spannung aufgebaut.

Richtig richtig gut!
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