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Kundenrezensionen

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am 6. Januar 2008
Ich habe "Die Nebel von Avalon" mit großem zeitlichen Abstand zwei Mal gelesen (1985 und 2000). Den Film habe ich erst vor kurzem (Anfang 2008) in voller Länge gesehen.
Meine Kritik gilt weniger dem Film als solchem. Ich bin kein Cineast und habe kein geschultes Auge für schauspielerische Leistungen oder technische Aspekte einer Produktion. Nach meinem Eindruck werden Ort und Zeit der Handlung durch Landschaftsbilder und Ausstattung angemessen wiedergegeben. Mich stört ein wenig, dass diverse Kulissen (Burgen vor allem) etwas unecht wirken. Das aus den Nebeln hervortretende Avalon ist zwar wunderbar, wirkt aber kaum realistischer als damals Lummerland bei der Puppenkiste. Etwas unglücklich finde ich zudem, dass die männlichen Hauptdarsteller zwar Artus und Lancelot als jugendliche Recken gut verkörpern, sich für die gealterten Helden aber nicht eignen: da wirken sie auf mich wie schmale Jünglinge mit angeklebten Bärten...
Diese Details stören mich jedoch weniger als die Abweichung des Drehbuchs von der literarischen Vorlage, die mit fortschreitender Handlung immer gravierender wird. Es wirkt so, als würden Roman und Film an der gleichen Stelle starten, dann aber auf unterschiedlichen Wegen zum Ziel streben. Dass der Film aufgrund der anderen Rahmenbedingungen des Mediums dabei meist eine Abkürzung sucht, ist gängige Erfahrung und bei einigen Längen des Romans auch akzeptabel; problematisch wird es nur, wenn er vom Weg abweicht oder gar eine andere Richtung einschlägt. Indem er zum Beispiel wichtige Charaktere weglässt (ich nenne nur Kevin als den neuen Merlin) oder Ereignisse verfälscht (Mordred / Gwydion tötet doch nicht Viviane, die alte Herrin vom See, sondern ihre junge Nachfolgerin Niniane...).
Am gravierendsten erscheint mir allerdings die Verkürzung und weitgehende Ausblendung eines Hauptmotivs von Marion Zimmer Bradleys Buch: die Auseinandersetzung zwischen einem engstirnigen Christentum und der ihm spirituell überlegenen Alten Religion. Dieser Aspekt kommt vor allem im Konflikt zwischen Morgaine und Artus überhaupt nicht vor. Im Film scheint das liebevolle Verhältnis zwischen den Geschwistern nur getrübt durch den kultischen Inzest; im Buch agiert die Priesterin von Avalon jedoch über weite Strecken als politische Gegenspielerin ihres königlichen Bruders, weil sich dieser unter dem Einfluss Guineveres nicht mehr an die alte Abmachung hält, in Britannien Avalon und Christentum gleichrangig koexistieren zu lassen. Als Artus zunehmend den Priestern in die Hände spielt, beteiligt sie sich an mehreren unheilvollen Plänen, ihn zu stürzen. Dieser Konflikt, der letztlich zum Untergang von Avalon und Camelot führt, tritt im Film hinter familiäre Intrigen und äußere Bedrohung durch die Sachsen zurück, wodurch auch die Motive vieler Akteure teilweise im Dunkeln bleiben.
Am schmerzlichsten vermisse ich im Film die Umsetzung einer Szene, die für mich zu den beeindruckendsten im Buch gehört: jenen Ostergottesdienst zu Camelot, in dessen Verlauf Morgaine den heiligen Kelch von Avalon an sich nimmt und letztlich aus der Welt entrückt, um ihn davor zu bewahren, vom Bischof als Abendmahlsgerät missbraucht zu werden. In dieser Szene erscheint sie als die Göttin selbst und die Menschen in der Kirche sind so sehr vom Geschehen beeindruckt, dass sich die edlen Ritter der Tafelrunde danach auf die Suche nach dem Heiligen Gral begeben, den sie hier einmal in seinem vollen Glanz erleben durften. Die Filmemacher hatten offenbar keinen Zugang zu dieser Szene oder trauten sich ihre Visualisierung nicht zu, so dass wir in diesem Fall (wie in anderen auch) auf unser inneres Bild davon angewiesen bleiben. Wir sollten es uns auch bewahren und lieber durch eine erneute Lektüre des Buches auffrischen (oder modifizieren) als durch diesen Film trüben lassen.
Der aber dennoch drei Sterne bekommt: er ist eine akzeptable alternative Verfilmung des Artus-Stoffes (in der anders als sonst die Frauen viele Fäden spinnen und in der Hand halten), er liefert einige schöne Bilder und etwas von dem alten Zauber ist trotz allem lebendig geblieben...
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am 17. März 2006
In enger zeitlicher Abfolge habe ich das Buch gelesen und dann den Film auf DVD gesehen.
Das Positive vorweg: Die technische Qualität der DVD ist einwandfrei.

Wäre er unter einem anderen Titel angetreten, hätte ich ihm vielleicht einen oder zwei Sterne mehr geben können, aber unter dem Titel des Buches muß dieser Film tief enttäuschen. Zwar ist das Drehbuch immer wieder bemüht, durch teils wörtliche Zitate an das Buch anzuknüpfen, kann diese Verbindung aber nicht länger als ein paar Sekunden halten. Viel zu weit entfernt sich die Verfilmung von der Buchvorlage, kürzt rigoros und wirft dabei praktisch alles über Bord, was aus dem Fantasyroman ein bemerkenswertes Stück Weltliteratur macht.

Weder will sich die Gänsehaut einstellen, die mich beim Lesen von Marion Zimmer Bradleys Meisterwerk von Zeile zu Zeile, von Seite zu Seite begleitet hat, noch bleibt irgend etwas von dem schier unerträglich melancholischen Spannungsbogen übrig, der es beinahe unmöglich macht, das Buch vor der letzten Seite aus der Hand zu legen.
Die Figuren bleiben im Film oberflächliche, papierdünne Abziehbilder ihrer Vorlagen, ihre Motivation, ihr innerer Zwang bleibt unsichtbar. Irgendwie beschleicht mich der Verdacht, daß die unübersehbare Sympathie des Buches für das Heidentum Avalons der "political-religious correctnes" absichtlich geopfert wurde, um eventuellen Konflikten in den USA aus dem Weg zu gehen. Dabei geht aber leider auch der leidenschaftliche, beinahe zwingende Appell an die (religiöse) Toleranz verloren, der sich wie ein dicker roter Faden durch das Buch zieht. Nichts wird sichtbar, von der Art und Weise, wie auch Avalon letztlich an der eigenen Unfähigkeit scheitert, "alle Götter als ein Gott" zu sehen. Nicht eine Spur der im Buch so allgegenwärtigen geistigen und mystischen Überlegenheit der Priesterinnen von Avalon bleibt im Film übrig. Keine Morgaine, die selbst den Bischof kaltlächelnd mit ihrer überlegenen Kenntnis der Bibel abserviert, kein Unterschied zwischen der gerade einmal auf Grundschulniveau gebildeten, ängstlich frömmelnden Gwenhwyfar und den überlegen wissenden, und umfassend gebildeten Priesterinnen von Avalon. Kein unschätzbar wertvoller Wissenschatz wird sichtbar, der mit Avalon unwiderbringlich unterzugehen droht.
Daß die Insel Avalon entgegen der Buchvorlage als völlig andere Welt präsentiert wird (und nicht als in einer Parallelwelt konserviertes Abbild des frühchristlichen Glastonburys - mit christlicher Kapelle !), ist ebenso ärgerlich, wie die Tatsache, daß Morgaine im Film eine normal große, hellhäutige Frau ist. Daß die im Buch teils sehr genaue Beschreibung der (Priesterinnen-) Gewänder im Film einfach ignoriert wird, macht dann auch schon nichts mehr aus.
Es bleibt für die Fans des Buches nur die vage Hoffnung daß sich bald ein Regisseur vom Kaliber eines Peter Jackson ("Herr der Ringe") dieser einmalig schönen Buchvorlage annimmt.
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am 28. August 2004
An diesem Film scheiden sich offensichtlich die Geister. Wer den Roman gelesen hat, dem können die zahlreichen Kürzungen nicht entgehen, um ein über tausend Seiten fassendes Werk in drei Stunden auf den Schirm zu bringen. Folge hiervon sind zahlreiche wegfallende Charaktere (manche tauchen überraschend im Abspann auf), zeitliche Verschiebungen einzelner Handlungsstränge und eine starke Polarisierung der Hauptcharaktere in Gut/Böse, die so im Buch nicht zu finden ist. Beispielsweise wird der Konflikt zwischen Lancelot und Morgaine lediglich angeschnitten, das Buch stellt diesen weitaus komplexer dar, solche Problematiken vermittelt die Verfilmung nicht. Entstehende Lücken (z.B. Vivianes Tod) werden filmtauglich geflickt und mögen dem Leser zuweilen haarsträubend erscheinen. Jemandem, der die Vorlage nicht kennen sollte, mögen diese aber gar nicht auffallen. Trotzdem sollte man mit der Produktion nicht zu hart ins Gericht gehen. Die Besetzung könnte man sich nicht besser wünschen (von ein paar Statisten abgesehen...), Julianna Margulies gibt eine Morgaine ab, wie sie im Buche steht (an dieser Stelle möchte ich auch die fabelhafte Synchronstimme erwähnen)! Weiterhin zeichnet sich die Ausstattung des Filmes durch die Liebe zum Detail aus, sicher mag einiges dem Original nicht entsprechen (Gewänder der Priesterinnen etc), aber zum Charisma der Verfilmung beitragen. Fazit Film: Wirklich sehenswert. Hartgesottene Fans der Romanvorlage sollten schon mal ein Auge zudrücken.
Vorteilhaft an einer DVD sind zwei Dinge: Zum einen erhält man so die Möglichkeit, den Film mit Originalton zu hören, zum anderen erhält man weitere Einblicke durch das Bonusmaterial. Die englischsprachige Vertonung empfand ich als für einen amerikanischen Film ausgesprochen gut verständlich (kaum Genuschel!) und sehr hörenswert (Gwenhwyfar wirkt ungleich sympathischer...). Das Bonusmaterial jedoch wurde im Vergleich zum Film geradezu stiefmütterlich vernachlässigt. Die Hälfte der laut Angabe 26 Minuten nimmt ein Eichinger-Interview ein, nach dem man genauso schlau ist wie vorher und das sich außerdem durch nervtötende Kameraführung und schlechte Tonmischung hervortut. Trailer und Spot aus dem amerikanischen Fernsehen können dem Cineasten auch keine Jubelschreie entlocken, unter "Cast & Crew" verbergen sich ein paar knappe Lebensläufe. Mein persönlicher Favorit einer jeden DVD, der "Hinter den Kulissen"-Teil, war enttäuschend: Scheinbar wahllos werden mitgeschnittene Szenen von den Dreharbeiten aneinandergereiht, teilweise werden diese mitten in einem Satz unterbrochen. Hin und wieder wäre ein Kommentar (zu Drehort, Ausstattung, Besonderheit der Szene etc) durchaus angebracht gewesen. Positiv fällt lediglich die schön gestaltete Menüführung auf. Fazit Bonusmaterial: Mickrig, da wär noch einiges zu holen gewesen, dies erklärt auch den Abzug in der B-Note...
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am 31. Oktober 2003
Wie alle Romanadaptionen erfolgreicher Bestseller hat dieser Film sehr viel Kritik einstecken müssen. Zu wenig von der Alten Religion komme darin vor, Vivianne sei eigentlich eine zierliche Person, der Film komme einfach nicht an das Buch ran, das Buch sei viel ausführlicher..... wenn man das Buch allerdings nicht gerade gestern gelesen hat und den Film als eine Zusammenfassung betrachtet, so ist er doch sehr gut gelungen. In 3h entführt er uns in die Welt von Morgain le Fay und die Insel der Apfelbäume. Wunderschöne inspirierende Bilder lassen uns in die Welt von Marion Zimmer Bradleys Meisterwerk eintauchen und uns eine Interpretation zum Artus-Mythos erleben.
Trotz einiger Mäkel hat mich der Film sehr begeistert und ich kann ihn nur empfehlen.
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am 27. Juni 2011
Obgleich die Besetzung für diesen Film wirklich ausgezeichnet ist, ist die Umsetzung der Story nur dürftig gelungen.
Das Buch geht um ein vielfaches tiefer, den Film kann man eigentlich nur als eine verstümmelte Fassung davon bezeichnen:Es wurde nicht nur gekürzt -das wäre ja noch verständlich-, leider wurden wesentliche Handlungselemente einfach verändert. So wirkt vieles im Film gekünstelt und unauthentisch:

Mordred tritt hier einfach als übergeschnappter Freak auf (nicht als Druide), dessen Handlungen eigentlich gar nicht nachvollziehbar sind. Morgaine ist das Musterbeispiel eines Losers, Guinivere ist einfach eine verzogene und dumme christliche Pute und der legendäre Lancelot wirkt wie ein spätpubertärer Schuljunge. Der einzige Charakter, der überzeugt ist Viviane (Angelica Houston).

Die Handlung ist etappenweise so verstümmelt, dass vieles nicht mehr verständlich ist. Warum ist Mordred der Götter und Göttinnen überdrüssig? Warum kümmert sich Morgaine überhaupt nicht um ihr Kind? Warum bevorzugt Arthus das Christentum immer mehr? All diese Fragen bleiben im Film unbeantwortet. Höchst unbefriedigend!

Mehr als 2 Sterne kann ich dieser Verfilmung nicht geben. Es gibt einige sehr schöne und atmosphärische Szenen, leider können sie die Fehler, die hier gemacht wurden, aber nicht aufwiegen.

Mein Tipp: lieber das Buch lesen!
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am 8. Juni 2015
Für mich kamen die Originalwerke nach diesem Film und sie sind eigentlich nicht zu vergleichen. Was hier an Figurenvielfalt, eingänglicher Musik und prächtigen, unvergesslichen Handlungsorten geboten wird ist für einen Film der die Artussage aus der weiblichen Sicht erzählt einfach nur großartig. Vor allem der gefühlvolle Abschluss des Films, das betont realistische, grobe und doch so menschliche in den Makeln aller Protagonisten lässt ihn mich immer und immer wieder anschauen. Ein großer Film für all jene, die eher Wert auf Story und nicht auf wilde Gemetzel legen. Und sich vielleicht ein wenig von der Romanvorlage entfernen können, ohne schlechtes Gewissen.
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am 28. März 2007
Als ich neulich das Buch mit seinen über 1000 Seiten abgeschlossen hatte, sagte mir ein Freund, dass es dieses grossartige Werk auch als Verfilmung geben würde. Voller Vorfreude bestellte ich mir die DVD und riss sofort nach Erhalt das Päckchen auf und legte die DVD ein und konnte es kaum abwarten, dass der Film endlich anfängt...
Der erste Teil war auch noch sehr gut umgesetzt. Man weiss ja als Literaturliebhaber, dass eine Verfilmung eines Buches nie so ausführlich und ausgeschmückt ausfällt wie das Buch ansich (geht ja schon weder zeitlich noch vom Aufwand her garnicht) aber was ich bei diesem Film erleben musste, trieb mir doch fast vor Wut und Enttäuschung die Tränen in die Augen...
Nach etwa der Hälfte des Filmes weicht der Handlungsstrang dieses Streifens so dermassen von dem der Buchautorin Marion Zimmer Bradley ab, dass ich mich echt fragte, bitte warum trägt dieser Film diesen Namen und warum steht dort "nach dem Buch Die Nebel von Avalon von Marion Zimmer Bradley"?
Dass man Handlung kürzen muss ist klar (gibt wohl nicht viele Leute die gern einen 8-stündigen Film ansehen),
dass man Figuren auslässt ist auch noch teils verkraftbar, wenn sie halt nur Randerscheinungen waren (was für mich aber auf keinen Fall auf Kevin zutrifft, der ja doch zum Teil grossen Einfluss auf Morgaine und die Handlung der Geschichte hatte)
aber dass man die ganze Geschichte so dermassen verdreht (laut Geschichte längst Verstorbene leben noch, Schicksale und Charaktere werden total verändert) und umschreibt ist mir unbegreiflich.

Ich kann nur vom Kauf dieser DVD abraten und hoffe Herr Eichinger und Konsorten wagen sich nie nie wieder an eine Verfilmung eines so tollen Romans!

Für alle die das Buch nicht gelesen haben:
Als einer von zig Artus-Sagen-Verfilmungen kann man ihn durchgehen lassen (obwohl es auch da bessere gibt), kauft euch lieber das Buch und geniesst es Wort für Wort beim Lesen da hat man viel mehr davon :)
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am 29. Oktober 2014
Freunde interessant verfilmter Legenden werden von diesem Film-High-Light begeistert sein. Manchmal wohl etwas frei in der Umsetzung des Romans, dennoch meisterlich erzählt. Die Inszenierung ist überaus gelungen.Es sind keinerlei Schwachpunkte zu erkennen. Die dramaturgischen Höhepunkte sind hervorragend gesetzt. Die unterhaltsamen Filmelemente sind passend gewählt und machen den Film in keiner Minute langweilig. Die Besetzung ist optimal und hochkarätig. Die Charaktere werden überaus glaubhaft dargestellt. Der Film ist nicht von der schauspielerischen Leistungen Anjelica Hustons abhängig. Alle Darsteller spielen in absoluter Hochform.
Ich habe das Buch gelesen - und bin hier in keinster Weise enttäuscht worden. Sehr empfehlenswert.
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am 21. Januar 2003
Als ich den Film das erste Mal im TV gesehen habe war ich sehr enttäuscht. Das Buch ist eines meiner Lieblingsbücher und der Film und die Charaktere sind sehr viel seichter und sehr viel oberflächlicher. Besonders die Rolle der Morgaine ist sehr beschnitten. Von ihren inneren und äußeren Kämpfen ist nur noch sehr wenig übrig geblieben und manche Begebenheiten wurden auch verdreht oder ganz weggelassen. Zum Beispiel Morgaines Versuch Lancelot mit Hilfe von Magie zu verführen, den sie dann abbricht. Oder den Betrug der Königin den sie zu ihrer Ehe bringt und ihr Verhältnis mit dem Sohn ihres Mannes.
Läßt man aber das Buch und die Vergleiche damit außer acht ist es ein recht netter Film mit sehr schönen Landschaftszenen. Für einen netten Abend vor dem TV um mal abzuschalten ist er bestens geeignet.
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am 2. Oktober 2011
Das erste Mal las ich Marion Zimmer Bradley's Roman 1986 und seither mehrere Male. Bis heute bleibt das Buch für mich eine der hinreißendsten Nacherzählungen der Artus Sage. Ich muß gestehen, beim ersten Ansehen des Films war ich skeptisch, zurecht - es ist nahezu unmöglich, einen Roman der nahezu tausend Seiten umfaßt, adäquat zu verfilmen. Peter Jackson benötigte drei Filme von vier Stunden Dauer um den Herrn der Ringe congenial umzusetzen. Ich bin überzeugt, hätte Jackson sich dieses Romans angenommen (und, wer weiß, vielleicht wird er es auch eines Tages tun?), wäre vermutlich so gut wie jeder Fan des Romans zufrieden gewesen.

Daß Kürzungen vorgenommen wurden und einige Elemente im Film nicht jenen im Roman entsprechen, stört mich nicht wirklich. Ich habe jede Minute genossen, mit den Charakteren gelitten, geliebt, gekämpft und gehaßt. Nachdem ich selbst schon in Form einer umfassenden Schauplatz-Reise auf den Spuren der Artus Geschichte gewandelt bin, war es zunächst irritierend, im Film Tintagel oder Glastonbury in völlig anderem Erscheinen zu erleben. Die tatsächlichen Orte sehen einfach anders aus... Dennoch - es liegt nun einmal in der Freiheit der Filmemacher, ihrem Budget entsprechend Änderungen vorzunehmen (bzw. vornehmen zu müssen).

Die Schauspielerinnen in den führenden Rollen überzeugen mich restlos. Anjelica Huston's Charisma allein veredelt diese Verfilmung. Diese hervorragende Schauspielerin portraitiert die Hohepriesterin Viviane mit einer Leidenschaft und Überzeugung, daß ich nur noch begeistert bin. Joan Allen als Morgause ist gleichfalls umwerfend und Julianna Margulies zeigt in diesem Film, daß sie mehr kann, als sie zum damaligen Zeitpunkt ihrer Karriere in ER zeigte. Ferner ist Caroline Goodall als Igraine die dritte überzeugende und intensiv agierende Avalon-Schwester. Jede dieser Schauspielerinnen erfüllt ihre Szenen mit Schaupielkunst und Seele, und das allein läßt mich diesen Film immer wieder aus dem dvd-Regal holen.
Fasziniert entdeckte ich letztlich, daß die talentierte Tamsin Egerton - hier als junge Morgaine zu sehen - jüngst in der Camelot-Serie des US-Senders Starz (die leider nur eine Staffel erleben durfte) als Gwenhwyfar auftrat und ihren Job sehr gut machte. Abgesehen davon ist sie zu einer wunderschönen jungen Frau herangewachsen, von der man hoffentlich noch mehr sehen wird.

Ich kann verstehen, daß manche diese Verfilmung ablehnen. Wer jedoch bereit ist, sich von starken Frauen in mystischer Umgebung berühren zu lassen und Legendenverfilmngen schätzt, wird in den Bann gezogen von diesen Nebeln von Avalon.
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