Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren studentsignup Cloud Drive Photos Learn More Slop16 Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,5 von 5 Sternen
113
4,5 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 17. Februar 2007
Als süffig bezeichnet man umgangssprachlich einen gut trinkbaren, angenehm schmeckenden, spritzigen und erfrischenden Wein. Ein derartiger Begriff müßte für den ersten historischen Roman Die Madonna von Murano" von Charlotte Thomas noch erfunden werden!

Venedig, 1475. Eine junge, hochschwangere Frau versucht in den verwinkelten Gassen der Stadt verzweifelt ihren Verfolgern zu entkommen, aber ihre Häscher holen sie ein. Bevor sie stirbt, bringt sie noch eine Tochter auf die Welt, Sanchia, die von einem zur Hilfe herbeigeeilten Glasmalermeister nach dem Tod der jungen Mutter an Kindes statt aufgenommen wird. Früh muß Sanchia feststellen, dass ein dunkles Geheimnis auf ihrer Herkunft liegt. Als sie den jungen Patrizier Lorenzo kennen und lieben lernt, holt sie die Vergangenheit ihrer Mutter wieder ein und die Situation spitzt sich dramatisch zu.

Der Klappentext verspricht zunächst einen historischen Roman, der das derzeit gängige Motiv einer starken Frau, die sich trotz großer Widerstände im Leben durchsetzen muss, thematisiert, scheint also nicht viel Neues zu bieten. Dennoch hat mich der Roman in kürzester Zeit in seinen Bann gezogen und ich habe die über 1000 Seiten geradezu verschlungen. Charlotte Thomas verfügt über ein erzählerisches Talent das selbst alltäglichste Verrichtungen in einem Leben zur Zeit der Renaissance interessant macht. Hinzu kommt, dass sie auch ihren Nebenfiguren Raum und damit Lebendigkeit gibt, so dass es neben der Protagonistin Sanchia eine Vielzahl interessanter Figuren und Charaktere gibt, ähnlich einem Gemälde der Renaissance. Die Schicksale von Adligen, Klerikern, Kaufleuten, Handwerkern, Künstlern, Kurtisanen und Heilkundigen hat die Autorin geschickt verwoben und so mit der Serenissima des ausgehenden 14. Jahrhunderts verknüpft, dass ein farbenprächtiges, üppiges Bild des Venedigs der beginnenden Renaissance entsteht. Einer Zeit der Lagunenstadt, die geprägt ist vom aufstrebenden Seehandel, Kunst, Pracht aber auch von polititschen Intrigen, Krieg, Sklaverei, Gewalt, Pest, Elend, Glaube und Aberglaube. Gepaart mit dem spannungsgeladenen und geheimnisvollen Familiengeheimnis, das Charlotte Thomas uns erzählt, erlebt der Leser einen regelrechten Leserausch.

Charlotte Thomas Roman ist in einer angenehm, flüssigen Sprache geschrieben, die mich ebenso wie die Erzählkraft der Autorin sehr an die Romane von Rebecca Gablé erinnert hat.

Zu bemängeln habe ich lediglich, dass das Familiengeheimnis für mich nicht ganz so dramatisch und reißerisch hätte sein müssen, um Die Madonna von Murano" zu genießen, was aber der Lesefreude auch nicht abträglich war. Nicht unbedingt notwendig ist meines Erachtens auch, dass Sanchia sehr vielen historischen Figuren zum Teil auch nur kurz begegnet.

Charlotte Thomas hat mit ihrem ersten historischen Roman ein prächtiges Bild der Serenissima der beginnenden Renaissance entwickelt, das sich wie im Flug liest, kaum aus der Hand zu legen ist und die Leser mit Haupt- und Nebenfiguren mitleben, -lieben und -leiden lässt. Ich bewerte "Die Madonna von Murano" mit 4,5 Sternen und wünsche der Autorin viel Erfolg mit diesem historischen Roman. Das allerdings nicht uneigennützig - ich hoffe jetzt schon auf einen weiteren Roman. Wer weiß, vielleicht ist die Geschichte von Sanchia ja noch nicht zu Ende erzählt und wir dürfen uns auf eine Fortsetzung freuen?
0Kommentar| 41 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Kein Buch hat mich in der letzten Zeit so gefesselt wie dieses. Alles in allem hab ich für die 1028 Seiten drei Tage gebraucht, weil ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte.

Sämtliche Protagonisten sind so lebendig beschrieben, dass man sich mühelos in sie hineinversetzen und mit ihnen mit lieben, leiden und lachen kann. Nebenbei lernt man einiges über die Heilkunst im Mittelalter, die Herstellung von Glas und das fast unmögliche Unterfangen, den perfekten Spiegel herzustellen.

Sanchia begegnen immer wieder Personen, die zur damaligen Zeit wirklich gelebt haben. In Venedig trifft sie auf Albrecht Dürer, in Florenz auf Savonarola und in Rom auf die Borgias.

Wer die Bücher von Rebecca Gable mag, ist bei Charlotte Thomas bestens aufgehoben.

In meinen Augen ist Sanchias Geschichte noch nicht zu Ende erzählt. Für mich hätte das Buch noch 1000 Seiten mehr haben können und ich hoffe sehr auf eine Forsetzung.
11 Kommentar| 31 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 29. Juli 2013
Kurz zum Inhalt:
Im Jahr 1475 wird in Venedig zur Zeit des Karnevals eine schwangere junge Frau getötet. Kurz bevor sie an ihren Verletzungen stirbt, schenkt sie einem kleinen Mädchen, Sanchia, das Leben. Diese wird von einem Glasmacher aufgezogen, bis auch dieser ermordet wird. Fortan dreht sich die Spirale um Tod und Liebe. Was geschah mit ihrer Mutter? Warum musste sie sterben?

Der Schmöker ist 1028 Seiten lang und durchgängig spannend. Es ist nicht die klassische Liebesgeschichte, sondern fast ein Krimi. Man ahnt zwar einiges, die Zusammenhänge bleiben aber bis zum Schluss rätselhaft. Mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet, sowas mag ich.

Fazit: Ich kann das Buch absolut weiterempfehlen! Eigentlich mag ich Venedig nicht besonders, seit ich mal da war, aber es ist so toll beschrieben, dass ich gerne nochmal hin möchte. Auch die Charaktere sind liebevoll gestaltet. Zugreifen ;)
0Kommentar| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 12. August 2015
Eine eigene Inhaltsangabe spare ich mir, da es bereits so viele Rezensenten vor mir hervorragend getan haben und komme gleich zu meinen persönlichen Eindruck dieses sehr umfangreichen Buches.

Zunächst ein großes Lob an die Autorin für die ausgezeichnete Recherchearbeit und den flüssigen (und fehlerfreien) Schreibstil.

Mit großem Erzähltalent wird das mittelalterliche Venedig sehr eindrucksvoll und bildhaft beschrieben und ich fühlte mich während des Lesens sofort in die damalige Zeit versetzt. Es war absolut stimmig und auch die Geschichte rund um Sanchia wird sehr spannend und gefühlvoll erzählt.
Sie ist eine Protagonistin die man einfach nur gernhaben muss. Sie ist mitfühlend, warmherzig und wissensdurstig, vor allem aber entwickelt sie sich im Laufe des Buches nachvollziehbar weiter.
Lorenzo hingegen bleibt meines Erachtens ein bisschen blass und fast schon stereotyp, aber ich denke, das ist auch Ansichtssache :-).

Es passiert unglaublich viel in diesem Roman, sodass ich das Buch kaum zur Seite legen konnte. Ein Highlight folgt dem nächsten und als Leser war ich damit zeitweise fast schon überfordert. Das lag aber auch daran, weil nicht jeder Szene sofort eine Auflösung erfolgte und ich als Leser erst mal ratlos zurückblieb. Manche Szenen werden überhaupt erst nach weiteren 100 Seiten aufgelöst, andere gar nicht.

Und schon sind wir bei den kleinen Kritikpunkten.

Oftmals hatte ich das Gefühl, dass die Autorin zu viel auf einmal wollte.
Unter anderem lässt sie beinahe jede berühmte Person der damaligen Zeit in den Roman einfließen, oft auch ohne Relevanz für die erzählte Geschichte. Da Vinci, Dürer, Columbus, Savonarola, Michelangelo etc. Andere wiederum haben nur einen geringen Anteil an der Geschichte, wie Papst Alexander der 6. und seine Kinder Lucrezia, Cesare und Paul. Aber das ist Meckern auf hohem Niveau.

Ein weiterer kleiner Kritikpunkt, der mich mehr gestört hat ist, dass Sanchia und auch Lorenzo viel zu oft (und nicht immer nachvollziehbar) in Lebensgefahr geraten und daraus ohne großen Schaden gerettet werden. Klar, das erhöht die Spannung, aber irgendwann ist es einfach auch mal genug.

Trotz der kleinen Kritikpunkte habe ich das Buch förmlich verschlungen und die völlig unerwartete Wendung kurz vor dem Ende hat mich fast von den Socken gehauen. DAMIT hätte ich nun wirklich niemals gerechnet und es wertet den Roman noch einmal auf.

Der Schluss selbst wiederum ist vorhersehbar und hält keine besondere Überraschung parat.

Ein kleiner Hinweis noch für Weicheier ( wie ich es auch bin) - für manche Szenen braucht man schon starke Nerven.

Fazit:

sehr gut recherchierter und auch spannend geschriebener historischer Roman - aber nicht ohne kleine Kritikpunkte
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 8. Januar 2008
Da über den Inhalt des Romans bereits einiges geschrieben wurde, werde ich mich auf meinen persönlichen Eindruck beschränken. Zu meinem grossen Schrecken musste ich feststellen, dass ich mich dem allgemeinen Begeisterungstaumel nicht ohne weiteres anschliessen kann, obwohl mir die Geschichte, der Inhalt und das Erzähltempo gut gefallen haben. Genauso wie die farbigen Beschreibungen der Personen, deren Komplexität und die sympathische Heldin. Ausserdem fand ich den Roman hervorragend recherchiert und die Orte gut beschrieben.

Insgesamt gesehen gab es jedoch einige Punkte, die mich wirklich gestört haben. Dazu gehört z.B. der ErzählSTIL. Die Autorin schafft es gekonnt Spannung aufzubauen und hochzukochen. An der Stelle allerdings, wo dann die Auflösung erfolgen sollte, endet jedoch meist das Kapitel und ein Ort- bzw. Zeitsprung erfolgt. So wird der Leser erstmal im Regen stehen gelassen, und erfährt dann erst sehr viel später, was denn nun aus der Situation geworden ist. Das passiert oft, und in einem Fall muss man sich 350 Seiten gedulden, um die Auflösung zu bekommen.
Die Informationsvergabe war überhaupt ein Punkt, an dem ich an manchen Stellen zu knabbern hatte. Zwar wird die Geschichte aus Sanchias Sicht beschrieben, aber dennoch bekommt man nicht alle Informationen mitgeteilt, die der Heldin zugetragen werden, wie in dem Fall, als die Kurtisane Giulia ihrer Freundin Sanchia am Krankenbett in das Geheimnis von Lorenzos Familie einweiht. So ist es schwer, Sanchias Position einzunehmen und sich mit ihr zu identifizieren, wenn immer wieder Informationen zurückgehalten werden und man Sanchia dadurch nicht folgen bzw. sie verstehen kann.

Ein weiterer Punkt, den ich als störend empfand, war die Einbettung der historischen Daten, Fakten und Personen in die Geschichte. Besonders die historischen Personen waren für meinen Geschmack nicht in den Roman integriert, sondern wirkten aufgesetzt. So kreuzen namhafte Künstler wie Leonardo da Vinci, Michelangelo oder Albrecht Dürer Sanchias bzw. Lorenzos Weg - aber ohne jeden Sinn. Diese Begegnungen brachten weder die Geschichte noch den Inhalt nach vorn, sondern verwirrten mich irgendwann, weil sich mir die Bedeutung nicht erschloss, und sich daraus auch nichts entwickelte. Das gleiche gilt für die historischen Daten und Begebenheiten. Sie sind zwar wirklich gut recherchiert, aber lenken meiner Ansicht nach von der Story ab. So hätte man z.B. auf die ganze Borgia-Episode in Rom verzichten können, da sie weder mit Sanchia noch mit Lorenzo etwas zu tun hat, von der eigentlichen Handlung aber ablenkt, und auch später nicht mehr vorkommt. Sie hat für den Roman keinerlei Relevanz. Dadurch verliert jedoch die Dramatik der Geschichte an Kraft und verwässert den Handlungskern in gewisser Weise, was ich sehr schade, weil überflüssig, fand. Hier wäre weniger wirklich mehr gewesen.

Das gleiche gilt für das Buchende. Irgendwann wurde Sanchia einfach zu oft nach dem Leben getrachtet, dass ich es auch noch beim dritten und vierten Mal ebenso dramatisch hätte erleben können, wie beim ersten Versuch. Das war mir dann zuviel des Guten und hat bei mir keine Spannung mehr erzeugen können, sondern wurde lediglich zur Kenntnis genommen.

Nichtsdestotrotz fand ich den Roman gelungen und auch lesenswert. Ich hätte mir allerdings zahlreiche Kürzungen gewünscht, damit die eigentliche Geschichte zwischen Sanchia und Lorenzos Familie besser zur Geltung gekommen wäre, ohne die vielen Nebenhandlungen, die meiner Ansicht nach der Geschichte abträglich waren und auf mich störend wirkten.

Trotz der Kritikpunkte war das für mich ein guter und 'gehaltvoller' Roman, den ich gerne weiterempfehlen möchte.
1111 Kommentare| 53 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. Juni 2014
Dies war mein erstes Buch von Charlotte Thomas. Ich habe etwas ähnlich gutes gesucht wie die Bücher von Rebecca Gable und glücklicherweise auch gefunden. Ich freue mich schon auf die anderen Bücher von ihr!

Inhalt: Venedig, ab 1475. Eine junge, hochschwangere Frau versucht in den Gassen der Stadt verzweifelt ihren Verfolgern zu entkommen, aber diese holen sie ein. Ein ihr zu Hilfe kommender Glasbläser und seine beiden Begleiter, Geselle und Lehling, helfen ihr noch ihre Tochter zur Welt zu bringen, Sanchia, doch in der Sekunde der Geburt stirbt sie. Der Glasbläser und seine Frau nehmen sich dem Kind an und ziehen sie als ihre eigene Tochter groß. Früh muß Sanchia feststellen, dass ein dunkles Geheimnis auf ihrer Herkunft liegt, sie hat wie ihre verstorbene leibliche Mutter ein auffallendes Aussehen und dieses wird ihr auch zum Verhängnis, da die Mörder ihrer Mutter sie als das Kind, das damals noch im Leib steckte, wiedererkennen und ebenfalls beseitigen wollen. ....

Ich fand das Buch phänomenal, spannend, manchmal witzig, herzzerreißend und einfach nur schön. Charlotte Thomas verfügt über ein wunderbares Erzähltalent, wodurch man sich schnell in dem Buch wiederfindet und von der Geschichte mitgerissen wird. Ich konnte es kaum aus der Hand legen, die 1028 Seiten waren im nu verflogen.
Sehr schön fand ich auch, dass es im hinteren Teil des Buches ein Glossar gab, für italienisch-Neulinge ;-) und auch die dort zu findene Zeittafel war ganz nett.
Es gab auch nicht unnütz viele Personen im Buch und die es gab standen vorne am Anfang aufgelistet, sowas finde ich persönlich immer ein schönes Extra, gerade bei historischen Büchern.

Das Buch hat mich doch schon sehr an die Bücher von Rebecca Gable erinnert und ich glaube mit gutem Gewissen sagen zu können, dass diesens Buch jeden Gable (-Fan ) erfreuen wird und natürlich jeden, der schöne historische Bücher mag.
0Kommentar| Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Oktober 2011
Das Buch habe ich aufgrund der vielen positiven Rezensionen bestellt und ich muss sagen: Das war ein Fehler!

Es gibt in der Geschichte, insbesondere am Anfang, immer wieder spannende bzw. interessante Abschnitte (nur deshalb vergebe ich 2 Sterne), die jedoch im Verlauf des Buches stark nachlassen. Stattdessen werden Situationen, wie skurile Bettgeschichten oder die Geburt eines Kindes, in epischer Breite dargestellt. Hätte ich etwas mehr Zeit, würde ich hier am liebsten noch einige schwülstige - oder sollte ich sagen "pseudoromantische" - Passagen zitieren.......

Jedenfalls habe ich bisher wesentlich bessere historische Romane gelesen und es ist das erste mal in der Kategorie "Bücher", dass ich trotz guter Rezensionen solch einen Reinfall erlebe.

Ich weiß, Geschmack ist bekanntermaßen subjektiv und bei meiner Beurteilung mag es auch eine Rolle spielen, dass ich keine Frau bin, jedoch würde ich, insbesondere den männlichen Fans historischer Romane, von dieser klebrigen Geschichte abraten.
0Kommentar| 14 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 21. April 2015
Ich habe das e-book grade zu Ende gelesen und kann nur sagen: WOW! Ein wirklich guter Roman.
Historisch kann ich nicht wirklich viel bewerten, ebenfalls war ich noch nie in Venedig.
Der Roman ist aber absolut mitreißend und fesselnd geschrieben. Ich kann rückblickend nicht behaupten, dass irgend ein Teil oder Kapitel langweilig oder langatmig gewesen wäre. Dank der wirklich plastischen Beschreibungen kann man sich sofort in Sanchia, die Hauptfigur des Romans hineinversetzen und lebt und fühlt mit ihr während der vielen und spannenden Wendungen im Verlauf der "Geschichte".
Natürlich gibt es auch ein Happy End, welches leider dann doch sehr abrubt da war, obwohl ich gern noch weitergelesen hätte.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. Juli 2014
Die Geschichte startet mit einem starken Auftakt, dem grausamen Mord an einer jungen, schwangeren Frau, und entlässt den Leser danach nicht mehr aus ihrem erzählerischen Sog. Der historische Roman ist spannend, flüssig geschrieben und entfaltet viel Zeitkolorit. Zudem sind die Charaktere der Protagonisten wie auch vieler der weiteren Akteure gut herausgearbeitet. Positiv empfand ich zudem – ich muss es immer wieder mal betonen -, dass dieses Buch augenscheinlich lektoriert wurde.
Von anderen Rezensenten wurde u.a.moniert, dass die Protagonistin im Laufe der Geschichte einen Informationsvorsprung gegenüber dem Leser erhält, was Letzterem deren Reaktionen zuweilen nicht nachvollziehbar erscheinen lässt. Das stimmt! Und wenn die Autorin dadurch Spannung aufbauen wollte, ging das in diesem Fall schief. Fehler machte sie ferner beim Thema mobiler Brieftaubeneinsatz, aber das merken wohl nur wenige Leser.
Egal, ich war gut unterhalten. Die Geschichte hat mich bis zum überraschenden Ende mitgezogen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. August 2014
Sanchia ist anders: Sie ist blond und hat ganz helle Haut.
Das Mädchen ist sehr wissbegierig und versteht nicht, warum es nicht so viel lernen darf wie die Jungen.
Nach der Ermordung ihrer Eltern wächst sie in einem Kloster auf. Aber nicht alle ihrer Weggefährten meinen es gut mit ihr. Sie weiss aber nicht, warum...

Meine Meinung:
Auf über 1000 Seiten wird die Geschichte der jungen Venetianerin erzählt. Keine Passage war mir zu langweilig. Die Autorin wechselt geschickt ab zwischen Beschreibungen der Heilkünste, der Liebesgeschichte und den spannenden und auch grausamen Szenen. Sanchia stellt immer wieder die Methoden der Kirche in Frage, die Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich, die Bildung von jungen Mädchen und der Sinn des Lebens sind weitere Themen. Über allem steht aber die Frage nach der Herkunft von Sanchia.
Der Sprachstil ist angenehm flüssig.

Mein Fazit:
Wunderbarer historischer Roman!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden