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Die Macht der Geographie: Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt Gebundene Ausgabe – 20. November 2015

4,6 4,6 von 5 Sternen 1.582 Sternebewertungen

Weltpolitik ist auch Geopolitik. Alle Regierungen, alle Staatschefs unterliegen den Zwängen der Geographie. Berge und Ebenen, Flüsse, Meere, Wüsten setzen ihrem Entscheidungsspielraum Grenzen. Um Geschichte und Politik zu verstehen, muss man selbstverständlich die Menschen, die Ideen, die Einstellungen kennen. Aber wenn man die Geographie nicht mit einbezieht, bekommt man kein vollständiges Bild. Zum Beispiel Russland: Von den Moskauer Großfürsten über Iwan den Schrecklichen, Peter den Großen und Stalin bis hin zu Wladimir Putin sah sich jeder russische Staatschef denselben geostrategischen Problemen ausgesetzt, egal ob im Zarismus, im Kommunismus oder im kapitalistischen Nepotismus. Die meisten Häfen frieren immer noch ein halbes Jahr zu. Nicht gut für die Marine. Die nordeuropäische Tiefebene von der Nordsee bis zum Ural ist immer noch flach. Jeder kann durchmarschieren.

Russland, China, die USA, Europa, Afrika, Lateinamerika, der Nahe Osten, Indien und Pakistan, Japan und Korea, die Arktis und Grönland: In zehn Kapiteln zeigt Tim Marshall, wie die Geographie die Weltpolitik beeinflusst und beeinflusst hat. 


Produktbeschreibung des Verlags

Die Sachbücher von Tim Marshall bei dtv
Tim Marshall, Die Macht der Geographie im 21. Jahrhundert Tim Marshall, Die Macht der Geographie Tim Marshall, Abschottung Tim Marshall, Im Namen der Flagge
Die Macht der Geographie im 21. Jahrhundert Die Macht der Geographie Abschottung Im Namen der Flagge
Kundenrezensionen
4,6 von 5 Sternen
410
4,6 von 5 Sternen
1.582
4,5 von 5 Sternen
77
4,3 von 5 Sternen
108
Preis 10,48 € 14,40 € 13,51 € 13,30 €
Untertitel 10 Karten erklären die Politik von heute und die Krisen der Zukunft Wie sich Weltpolitik anhand von 10 Karten erklären lässt Die neue Macht der Mauern Die Macht politischer Symbole
Beschreibung Die großen internationalen Konflikte des 21. Jahrhunderts sind heute bereits angelegt. Mit bestechender Klarsicht identifiziert der Politikexperte Tim Marshall, welche zehn Regionen die größten Krisenherde der nächsten Zukunft darstellen. Alle Regierungen, alle Staatschefs unterliegen den Zwängen der Geographie. Berge und Ebenen, Wasser, Sand und Eis setzen ihrem Entscheidungsspielraum Grenzen. Wir leben in einem neuen Zeitalter des Isolationismus und Nationalismus, in dem Mauern wieder Konjunktur haben, von der amerikanischen Mauer an der Grenze zu Mexiko bis hin zu der Firewall, mit der China sich gegen den Westen abschottet. Tim Marshall erklärt die Flaggen der Welt, jene von Großmächten, staatenübergreifenden Organisationen, aber auch solche, die Hass und Terror verbreiten sollen.

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

Ein ausgezeichneter Einstieg ins Thema Geopolitik. ― Hamburger Abendblatt Published On: 2022-03-05

"Die Macht der Geographie" [ist] ein interessantes Buch für politisch interessierte Leser und bietet einen hervorragenden Überblick über das Thema Geopolitik, das als komplex zu bezeichnen noch untertrieben wäre. -- Florian Gossy ―
Stern, 29. November 2015

"Die Macht der Geographie" gibt einen tiefen Einblick in die geopolitischen Entwicklungen einzelner Regionen und Staaten und ist fraglos eine große Hilfe dabei, die ein oder andere Entscheidung von Staatsträgern in einem anderen Licht zu sehen. -- Michael Greuel ―
Kölner Stadt-Anzeiger, 8. Januar 2016

Nach dieser Lektüre erscheinen einem Landkarten wichtiger denn je zu sein. Versprochen! -- Bernhard Lübbers ―
Mittelbayerische Zeitung am Sonntag, 14. August 2016

Eine augenöffnende und überzeugende Einführung in die Geopolitik und eine angelsächsische Perle unter den Polit-Sachbüchern. ―
Landeszeitung für die Lüneburger Heide, 28. November 2015

In zehn Kapiteln führt Marshall einmal rund um die Welt. (...) Manchmal übertreibt Marshall, manchmal vereinfacht er, aber im Großen und Ganzen hat er recht: Die Geografie ist wichtig und wer sie so gut kennt wie Marshall, versteht die Welt besser. -- Uli Hufen ―
WDR 5, 14. Dezember 2015

Tim Marshall schrieb ein kluges Buch mit frischem, freiem Blick auf die Weltpolitik und die Geschichte dahinter. ―
Die Linke im Bundestag, 17. Dezember 2015

"Eine interessante Neuerscheinung vermittelt die Tatsachen, welche sich aus dem Zusammenhang von Geographie und Geschichte ergeben." ―
Schweizerzeit, 12. Februar 2016

"Ein Buch mit verblüffenden Einsichten zur zentralen Rolle der Geografie nicht nur bei Kriegen und Konflikten, sondern auch für die Prosperität oder Rückständigkeit von Ländern." ―
Recklinghäuser Zeitung, 1. März 2016

"Ein Buch mit verblüffenden Einsichten zur zentralen Rolle der Geografie nicht nur bei Kriegen und Konflikten, sondern auch für die Prosperität oder Rückständigkeit von Ländern." ―
Focus Online, 4. März 2016

"Anhand von zehn Karten beschreibt der britische Journalist Tim Marshall anschaulich, wie Geografie Weltpolitik beeinflust hat und liefert einige verblüffende Einsichten. Hervorragend." ―
Münchner Merkur, 2. März 2016

"Eine spannende Analyse, die den Leser dazu animiert, den Blick weit zu öffnen und so mehr zu verstehen." ―
Freiburger Nachrichten, 22. März 2016

Für Tim Marshall ist Geographie ein maßgeblicher Faktor für den Verlauf der Geschichte und ein grundlegender Teil des Warums und des Was internationaler Beziehungen. Ein grundlegender Aspekt - natürlich nicht der einzige. Auch darauf verweist er. Moderne Technologien brechen im Moment die ehernen Regeln der Geographie. Aber die Geographie hat Kulturen, Gesellschaften und Staaten geprägt und diese Geschichte bleibt wesentlich für das Verständnis der heutigen Welt wie der Zukunft. -- Michael Knoll ―
www.intellectures.de, 18. April 2016

Eine Fülle an detailreichen Informationen, anschaulichen Impressionen und pointierten Resümees. ―
Süddeutsche Zeitung, 9. Mai 2016

Wie die Landschaft Geschichte macht. Ein Brite analysiert brillant die großen Krisenherde der Welt. -- Christoph Link ―
Stuttgarter Zeitung, 29. April 2016

Geopolitik wird überzeugend, ja richtig spannend, in den Bezugsfeldern von Raum, Zeit und Mensch verständlich gemacht. -- Manfred Egenhoff ―
Deutsche Lehrer im Ausland, 1. Mai 2016

Ein anregendes Geschichts- und Politikbuch. ―
Rheinische Post, 11. Juni 2016

Was man in den täglichen Nachrichten oft vermisst, die großen Zusammenhänge - hier kann man sie nachlesen. -- Klaus Jacob ―
Bild der Wissenschaft, 1. Juni 2016

Marshalls Buch ist nicht nur geprägt von einer ausgezeichneten Kenntnis der Geographie der Länder, über die er schreibt, sondern auch von seinem politischen Urteilsvermögen. So entsteht ein neues, einleuchtendes Bild der Regional- und Weltpolitik. -- Barbara Stühlmeyer ―
Die Tagespost, 22. Februar 2017

›Die Macht der Geographie‹ ist ein kurzweilig geschriebenes buch, das einen guten Überblick zu geopolitischen Fragestellungen gewährt. -- Gerald Noack ―
multipolar, 1/2017

Ab jetzt PFLICHTLEKTÜRE!!!! -- Matthias Rybak ―
Meine Buchhändler, 9. August 2017

Dieses Buch sollte Pflichtlektüre werden für Schulen und jeden politisch Interessierten. -- Matthias Rybak ―
Meine Buchhändler, 9. August 2017

(...) interessant wie lehrreich, auf die aktuelle Regional- und Weltpolitik einmal durch diese Brille zu schauen. ―
diepresse.com, 28. September 2017

Endlich ein verständlicher, Hintergründe politischer und kriegerischer Auseinandersetzungen beleuchtender Blick auf Landkarten. ―
Wolfgang Scharfenberger, 27. September 2017

Die Geographie bleibt. Das macht es so interessant wie lehrreich, auf die aktuelle Regional- und Weltpolitik einmal durch diese Brille zu schauen. -- Arnhild Walz-Rasilier ―
karrierenews.diepresse.com, 19. Oktober 2017

In der aktuellen Berichterstattung werden geopolitische Aspekte oft vernachlässigt - eine Lücke, die der Autor sehr kenntnisreich schließt. ―
dbb magazin, 8. November 2017

(...) so interessant wie lehrreich, auf die aktuelle Regional- und Weltpolitik einmal durch diese Brille zu schauen. ―
Die Presse, 11. Januar 2018

Der Wandel von der einzigen Weltmacht USA zu einer multipolaren Welt ist bereits vollzogen. Warum das so ist, steht in diesem ausgesprochen lesenswerten und spannenden Buch. -- Wolfgang van Biezen ―
Zeit-Fragen, 08. Mai 2018

Man wünscht sich am Ende des Buches, dass es noch weiterginge - aber auch, dass man all dies schon viel früher gelernt hätte. ―
Karfunkel - Zeitschrift für erlebbare Geschichte, 1. Juli 2018

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Tim Marshall, geboren 1959, ist anerkannter Experte für Außenpolitik. Er arbeitete als Politik-Redakteur für die BBC und Sky News. Er hat aus 40 Ländern berichtet und wurde für seine Arbeit vielfach ausgezeichnet. Bei dtv sind von ihm erschienen: ›Die Macht der Geographie‹, ›Im Namen der Flagge‹, ›Abschottung‹ und ›Was die Welt zusammenhält‹.

Birgit Brandau arbeitet nach 17 Jahren in der Theater-, Kultur- und PR-Branche seit 1994 als freie Redakteurin und Übersetzerin.

Produktinformation

  • Herausgeber ‏ : ‎ dtv Verlagsgesellschaft mbH & Co. KG; 10. Edition (20. November 2015)
  • Sprache ‏ : ‎ Deutsch
  • Gebundene Ausgabe ‏ : ‎ 304 Seiten
  • ISBN-10 ‏ : ‎ 3423280689
  • ISBN-13 ‏ : ‎ 978-3423280686
  • Originaltitel ‏ : ‎ Prisoners of Geography
  • Abmessungen ‏ : ‎ 14.6 x 3.1 x 21.6 cm
  • Kundenrezensionen:
    4,6 4,6 von 5 Sternen 1.582 Sternebewertungen

Informationen zum Autor

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Tim Marshall
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Tim Marshall, geboren 1959, ist Politik-Redakteur bei Sky News, dem englischen 24-Stunden-Nachrichten-Sender, und anerkannter Experte für Außenpolitik. Er hat aus 30 Ländern berichtet, über den Jugoslawienkrieg ebenso wie über Afghanistan, den Irak, den Libanon und Israel sowie über amerikanische Präsidentschaftswahlen. Marshall hat für die BBC gearbeitet und war lange als Europa-Korrespondent und Korrespondent für den Nahen Osten tätig. Er wurde für seine Berichterstattung vielfach ausgezeichnet. Sein Blog Foreign Matters war auf der Shortlist für den Orwell Prize 2010. Marshall hat bereits mehrere Bücher veröffentlicht.

Bildcopyright: Privat

Kundenrezensionen

4,6 von 5 Sternen
4,6 von 5
1.582 weltweite Bewertungen
Ein 360-Grad Blick in die Welt von damals bis heute
5 Sterne
Ein 360-Grad Blick in die Welt von damals bis heute
Tim Marshal ist einer der bekanntesten britischen Experten für Außenpolitik und aktuell ist sein Buch „Die Macht der Geografie im 21. Jahrhundert: 10 Karten erklären die Politik von heute und die Krisen der Zukunft“ seit mehreren Wochen auf der Bestsellerliste. Sein Vorgänger-Buch „Die Macht der Geografie“ ist 2015 erschienen und 2021 in einer aktualisierten und erweiterten Neuausgabe mit einer künstlerischen Hommage an den Grafik-Designer Celestino Patti, der 2007 verstorben ist und über 6.000 Buch-Cover gestaltet hat.Fazit:Das Buch liefert ein Orientierungssystem anhand von 10 Karten, die im Groben alle Weltregionen abdecken. Sie stellen immer ein großes geografischen Gebiet oder ein Land, das dort einen sehr großen Raum einnimmt, in den Fokus. Das wird auch direkt am Titel der einzelnen Kapitel deutlich: Russland, China, USA, Westeuropa, Afrika, Der Nahe Osten, Indien und Pakistan, Korea und Japan, Lateinamerika, Die Arktis. Wer noch ältere Geschichts-Atlanten kennt und eine große Anzahl von Karten erwartet, wird allerdings enttäuscht sein, denn es sind pro Kapitel eine Karte, manchmal zwei, die den groben Rahmen aufzeigen. Das reicht allerdings auch völlig aus, um das Buchkonzept umzusetzen, denn in den Textbeschreibungen wird außerhalb des geografischen Rahmens sehr viel über gesellschaftliche, wirtschaftliche, kulturelle und ethnische Entwicklungspfade berichtet, die sich auch noch gegenseitig beeinflusst haben. Das Gesamtbild liefert so eine sehr spannende welthistorische Betrachtung, die es schafft, komplexe Vorgänge kompakt zu vermitteln. Wie nicht anders zu erwarten, müssen dabei viele Details ausgespart werden oder manche Entwicklungen würden auch in langen Abhandlungen eine differenzierte Betrachtung bekommen und zu anderen Interpretationen kommen. Dazu können interessierten Lesern diverse zur Globalentwicklungen von Nationen empfohlen werden, die es u. a. auch für Deutschland und andere größere Länder gibt. Für mich als Ernährungswissenschaftler waren auch immer wieder die Stellen interessant, wo es um die Sicherstellung der Nahrungsgrundlage für ganze Völker und Nationen geht. Die Geografie ist dabei entscheidend und viel Migrationsbewegungen und Konflikte resultieren allein aus der Deckung dieses Grundbedürfnisses. Ebenso die Sicherung gegen Bedrohungslagen benachbarter Regionen, die ihre Nahrungsgrundlagen oder andere Ressourcen erweitern wollen oder müssen. Die Geografie ist somit die Grundlage, die Geschichte die Konsequenz aller Entwicklungen. Daran hat sich bis heute nichts geändert, wie der Autor in seinem Vorwort treffend herleitet.Diese Buchstellen sind mir aufgefallen:S. 15ff: das erste Kapitel dreht sich direkt um Russland, was für jeden Interessierten in der aktuell (2022) angespannten Lage eine hilfreiche Herleitung dieser historischen Konfliktsituation zwischen Russland und seinen umgebenen Nachbarländern ist.S. 49ff: Hier beginnt die Analyse der Geografie Chinas und der jeweiligen Nachbarländer. Wie im Kapitel zu Russland sind auch hier aktuell viele Konfliktlagen besser verständlich, wenn die historischen und geographischen Rahmenbedingungen miteinbezogen werden. Letztlich sind viele nur an der Oberfläche sichtbaren politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen Chinas resultierend aus dem Bedürfnis, die nach vielen Jahrhunderten der Besatzung durch Japan und Großbritannien wiedererlangte Vormachtstellung wirtschaftlich und militärisch zu festigen.S. 69: Laut chinesischem Agrarministerium sind 40% des urbaren Landes in China verseucht (vgl. Teng et al., 2014), was eine ernste Bedrohung für die Ernährung des Riesenvolkes darstellt. Die Anhebung des dortigen Lebensstandards durch Industrialisierung bedroht also gleichzeitig die Lebensgrundlage.S. 81ff: Das Kapitel über die USA ist ebenfalls erhellend, allerdings ist die Konfliktlage deutlich weniger durch die Geografie beeinflusst, da die Region von Küste zu Küste erschlossen wurde und Kanada wenig Bedrohungspotential ausübt. Die Migrationsströme aus Lateinamerika sind ebenfalls handhabbar, solange die USA Handelbeziehungen pflegen und so nur ein gewisser Prozentteil bewegt ist, die beschwerliche Reise zur US-Grenze anzutreten.S. 110ff: Auch das Kapitel über Westeuropa ist in gewisser Weise nicht auf der Spitze des Spannungsbogens gelegen, weil die Verhältnisse nach zwei Weltkriegen und der Gründung der EU eine gewisse Ordnung bekommen haben. Historisch war die wirtschaftliche Erschließung in Europa durch schiffbare Flüsse gut möglich, was die frühe Entwicklung von Wirtschaftssystemen im Vergleich zu anderen Weltregionen bedingte (siehe auch Südamerika). Auch wenn die europäische Gemeinschaft derzeit fragil wirkt, so wird die Frage entscheidend sein, wie sich die einzelnen Länder an den Großmächten China, USA und auch Russland orientieren und so möglicherweise auch die EU weiter an Zusammenhalt verlieren könnte. Das ist allerdings nicht so sehr geographisch bedingt, abgesehen von der Energie- und vor allem der Gasversorgung.S. 139ff: Afrika stellt sich in der geopolitischen Betrachtung dar, wie ein Füllhorn an Möglichkeiten, aber auch der Risiken. Ähnlich wie in der zuerst von Stammesfehden, dann Königreichen und schließlich Republiken geprägten Geschichte Europas, ist diese Vielfalt in Afrika nochmals bis in die Gegenwart multipliziert worden, u.a. durch die Kolonialgeschichte (S. 148) und die bis heute andauernde Ausbeutung der Rohstoffe. Dennoch ist das Potential des Kontinents kaum zu unterschätzen, einzig die bevorstehenden Veränderungen durch den Klimawandel werden viele vielversprechende Entwicklungen ausbremsen oder verhindern, wenn die Unterstützung der Weltgemeinschaft ausbleibt.S. 144: Interessant: Die Standard-Weltkarte, die Mercator-Karte, projiziert Afrika in etwa in der gleichen Größe wie Grönland. In Wirklichkeit ist Afrika aber 14-mal so groß! So erklärt sich auch, warum der Kontinent über so immense Rohstoffvorkommen verfügen kann, die unermesslich erscheinen.S. 164: Die beiden größten Wirtschaften Afrikas sind Südafrika und Nigeria. Allein die Herausforderungen dort zeigen, wie weit der Weg bis zu einer stabilen Volkswirtschaft und einem geeinten Wirtschaftsraum noch ist. Und für viele Regionen aktuell unerreichbar erscheint.S. 169ff: Der Nahe Osten bietet ebenfalls einen großen Einblick in die Kolonialgeschichte und ihre Folgen. Insbesondere weil die geographischen Zwänge der Region durch politisch motivierte Grenzsetzungen für damals nicht existente Länder zu religiösen und kulturellen Konflikten (Schiiten/Sunniten, S. 176ff) führten, die bis heute andauern.S. 181f: Die meisten der 10,4 Mio. Jordanier sind eigentlich Palästinenser, da das von den Briten erschaffene Jordanien nach der Besetzung des Westjordanlandes durch Israel 1967 als einziges Land den geflohenen Palästinensern die Staatsbürgerschaft anbot.S. 215: Indien und Pakistan. Diese Region ist kulturell wie geographisch gespalten, wie die zuvor erwähnten Regionen, da die Kolonialzeit nur die rationalen Grenzziehungen hinterlassen hat. Liest man das Buch bis hier, so entsteht der Eindruck, dass die meisten Konfliktherde auf der Welt ihren Ursprung im Weltherrschaftsanspruch einer der Großmächte der letzten 2000 Jahre haben. Wie der Autor zu Beginn des Buches sagt (ab S. 7ff), können sich Grenzen neu definieren und Kulturen weiterentwickeln, allerdings werden der Berg, das Meer, die Steppen und Schneefelder weiter die natürlichen Grenzen der Lebensräume definieren, über die keine Nation, Kultur oder Religion hinauswachen kann. Da die Menschheit es immer wieder versucht hat, sind wir heute da, wo wir sind, mit den Konflikten, die existieren.S. 245ff: Japan und Korea bekommen nochmal ein eigenes Kapitel, das gut die andere Perspektive zum Kapitel über China ergänzt. Auch hier bedingte die Geografie Japans den jahrhundertelangen Expansionswillen, da nur ein Viertel der Landesfläche bewohnbar und nur 13% für Landwirtschaft geeignet ist.S. 271ff: Das Kapitel über Lateinamerika ergänzt sehr gut das Kapitel zu den USA. Wie der Autor sagt, ist das Potential riesig, aber leider sind die Dimensionen der Fläche so groß und sowohl Flussstraßen (anders als in Europa oder den USA) als auch Landstraßen derart unwegsam, dass die Erschließung des gesamten Gebietes viel Aufwand erfordert. Dies beschrieb schon Stefan Zweig 1941 in seinem lesenswerten Brasilien-Bericht und daran hat sich bis heute nur wenig geändert.S. 299ff: Eines der spannendsten Kapitel ist das über die Arktis. Das Wort stammt vom griechischen arktikos, das in der Nähe des Bären bedeutet und sich auf das Sternbild Großer Bär bezieht. Die Geschichte der Rohstoffausbeutung der letzten Jahrhunderte auf anderen Kontinenten hat hier gerade erst begonnen. Mit noch unabsehbaren Folgen, für Natur und Geopolitik.
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Spitzenbewertungen aus Deutschland

Rezension aus Deutschland vom 15. Mai 2024
Die Macht der Geografie von Tim Marshall bietet eine eingehende Untersuchung darüber, wie geografische Faktoren globale Politik und Geschichte beeinflussen. Das Buch ist besonders empfehlenswert für Leser, die sich für die Schnittstelle zwischen Geografie und internationaler Politik interessieren.

Marshall, ein erfahrener Journalist, nutzt seine Fachkenntnisse, um die Bedeutung geografischer Gegebenheiten in politischen Entscheidungen und historischen Entwicklungen zu erläutern. Jedes Kapitel konzentriert sich auf eine spezifische Region oder ein bedeutendes geografisches Merkmal und erklärt dessen Auswirkungen auf die politische Landschaft. Diese systematische Herangehensweise ermöglicht es dem Leser, die oft unterschätzte Rolle der Geografie in weltweiten Angelegenheiten zu verstehen.

Das Buch zeichnet sich durch klare, gut strukturierte Kapitel aus, die mit nützlichen Karten und Diagrammen angereichert sind. Diese visuellen Hilfsmittel unterstützen das Verständnis der geografischen und politischen Zusammenhänge. Marshall vermeidet es, komplexe Themen zu simplifizieren; stattdessen bietet er eine detaillierte Darstellung, die tief in die Materie eintaucht, ohne dabei überwältigend zu wirken.

Die objektive Analyse, die Marshall durchführt, ist eine der Stärken des Buches. Er präsentiert geopolitische Szenarien ohne spürbare Voreingenommenheit und ermöglicht es den Lesern, ihre eigenen Schlussfolgerungen zu ziehen. Dies trägt zur Bildung einer fundierten Meinung bei, die auf gut recherchierten Fakten und Analysen basiert.

Zusammenfassend ist Die Macht der Geografie eine solide und informative Lektüre, die Lesern, die ein fundiertes Verständnis für die Rolle der Geografie in der globalen Politik entwickeln möchten, wertvolle Einsichten bietet. Es ist ein gut geschriebenes, gründlich recherchiertes Buch, das sowohl akademische als auch allgemeine Leser ansprechen dürfte.
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 21. April 2024
Das Buch hat mich wirklich gefesselt. Sehr interessante Einblicke in die Geopolitik
Rezension aus Deutschland vom 9. Februar 2024
Das Buch ist sehr interessant, erzählt die Weltgeschichte anhand von geographischen Karten.
Rezension aus Deutschland vom 1. Februar 2016
Viele Leute, und ich gehörte auch lange dazu, interessieren sich nicht sonderlich für Geographie. Das liegt daran, dass man mit diesem Wissen in der Praxis wenig anfangen kann und die Geographie zunächst einmal auch nicht wahnsinnig faszinierend ist: Es gibt Seen, Meere, Flüsse, Berge, Flachland, über hundert Länder mit Hauptstädten und Rohstoffe, quer über den Erdball verteilt. Schön, und weiter?
Zu den meisten geographischen Gegenheiten haben wir daher auch keinen sonderlichen Bezug, außer wenn es um Dinge wie das Verreisen geht.

Sehr viel interessanter wird das Ganze, wenn man das Wissen der Geographie nutzen kann, um politische Ereignisse in der Vergangenheit und Gegenwart zu verstehen und Prognosen über die Zukunft anzustellen. So wird viel deutlicher klar, warum es in Europa so viele Kriege gab und wieso sie so oft im nordeuropäischen Flachland stattfanden, was die Amerikaner mit ihrer Marine im Pazifik verloren haben, wieso die Kontrolle über Ozeane und Golfe überhaupt Bedeutung hat, wieso die Krim für Putin so verlockend war, was Putin überhaupt mit der Arktis will, Schnee und Eis hat er schließlich auch in Sibirien genug, und Vieles mehr.
Es wird dabei auch versucht - und das hat in den Medien wirklich Seltenheitswert (!) - sich in andere Staatsoberhäupter, Regierungen und auch Völker hineinzuversetzen, ihre Anliegen zu verstehen und sie nicht pauschal in eine Schublade zu stecken.
Dann wird auch klar, wieso die Demokratie im arabischen Frühling nicht funktioniert hat und sich auch für anderen Nationen wie China nur bedingt eignet, zumindest zum jetzigen Zeitpunkt.
Generell eröffnet das Buch die Möglichkeit, den Blick auf andere deutlich differenzierter zu sehen. Wenn Sie aufmerksam sind und sich etwas Zeit für das Buch nehmen, werden Sie dadurch weder zum Anti-Amerikaner noch zum Putinversteher.
Sie werden erkennen, dass Weltpolitik Realpolitik ist, bei der die unterschiedlichsten Interessen von unterschiedlichsten Gruppen unter einen Hut gebracht werden müssen und dass das niemals fehlerfrei möglich sein wird und immer irgendjemandem sauer aufstoßen wird.

Der Schreibstil ist dabei spannend und leicht verdaulich, auch wenn die Informationsdichte riesig ist. Aber das ist gar nicht schlimm. Schließlich eignet sich das Buch auch sehr gut, um es zwei oder auch fünfmal zu lesen oder einfach nur, um bestimmte Kapitel noch einmal nachzuschlagen.
Wer sich für Weltpolitik interessiert, wird im Buch auch viele Ansatzpunkte finden, um sich näher über bestimmte Aspekte zu informieren.
Denn natürlich lässt sich auf wenigen hundert Seiten nicht die Ganze Welt erklären. Man erhält zumindest aber das nötige Grundgerüst, das man durch Zeitung lesen und Tagesschau allein nur schwer erhält.
23 Personen fanden diese Informationen hilfreich
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Rezension aus Deutschland vom 12. Dezember 2023
Es weckt die Neugier um die Welt und die Entstehung der heutigen Nationalstrukturen. Für jeden ein Muss der viel reist oder sich für andere Kulturen interessiert.
Rezension aus Deutschland vom 18. Oktober 2023
Ein echt spannendes Buch
Super geschrieben
Eine Person fand diese Informationen hilfreich
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Spitzenrezensionen aus anderen Ländern

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RJN
5,0 von 5 Sternen Ambitious and mostly successful analysis.
Rezension aus den Vereinigten Staaten vom 17. August 2023
Takes each major part of the world in order and analyzes the most likely effects of geographie on the behavior of their inhabitants.
Cliente Amazon
5,0 von 5 Sternen Ottimo!
Rezension aus Italien vom 3. Januar 2020
Libro interessante e istruttivo!
hello789
5,0 von 5 Sternen Five Stars
Rezension aus dem Vereinigten Königreich vom 28. Juli 2018
Sehr interessant.