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Die Luftgängerin Gebundene Ausgabe – 1998

3.3 von 5 Sternen 27 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Robert Schneider, geboren 1961, lebt in Meschach, einem Bergdorf in Vorarlberg. Für seinen Debütroman "Schlafes Bruder" (1992) erhielt er zahlreiche in- und ausländische Preise, das Buch wurde in 24 Sprachen übersetzt. 1998 erschien, ebenfalls mit großem Erfolg, im Blessing Verlag sein zweiter Roman "Die Luftgängerin".


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
... fand ich diesen Schlüsselroman aus dem Vorarlberg, an dem mir die Charaktere zu überkandidelt vorkommen: Den Vater der Luftgängerin, zum Beispiel, mit dem das Buch beginnt. Dem das Geld ablehnenden Schweizer Ambros Bauermeister fand ich überzeichnet und mochte seiner Philosophie nicht folgen. Von vorneherein ist eindeutig klar, daß seine Ehe mit der bläßlich wirkenden Amrei schiefgehen wird. Die Tochter aus dieser Ehe - Luftgängerin Maudi ist mir zu überirdisch geraten mit ihren "Anfällen", bei denen auch noch jedes Mal ein Tier sterben muß. Auch finde ich es wenig glaubwürdig, daß ihre Halbschwester Esther, ein Mädchen aus gutbürgerlichem Haus ohne jeden Anlaß zum Punk in der Drogenszene mutiert und wieder zurück. Viele andere Figuren aus dem Städtchen Jakobsroth - das wohl Feldkirch sein soll - sind sehr kraß überzeichnet und das paßt wiederum nicht zu der sonst sooft heraufbeschworenen naturidyllischen Heimatroman-Stimmung in dem Roman.

Ich las das Buch zwar gerne, aber immer wieder kamen mir doch arge Zweifel, ob dieser Roman genug innere Wahrheit besitzt, um einen geschlossenes durchkomponiertes Gesamtwerk zu sein. Es wirkt irgendwie zusammengebastelt und trotz vieler schöner Einzelepisoden in sich nicht stimmig. Vielleicht hätte das Ganze als Sammlung verschiedener Einzelgeschichten besser gewirkt, denn die Handlung - eine Art Familiensaga - wirkt nicht richtig glaubwürdig und hinterläßt einen faden Nachgeschmack. Es duftet, tönt und glänzt eben nicht in diesem Buch sondern es muffelt, scheppert und glimmt bestenfalls merkwürdig.

Einen weiteren dicken Punkt Abzug gibt es für die Engel-Allegorie, die wie ein öliges Fettauge auf der Zeitgeistsuppe schwimmt.
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Von Ein Kunde am 20. März 2000
Format: Gebundene Ausgabe
Ein nach der (zweifachen) Lektüre von Schneiders genialem Werk "Schlafes Bruder" erwartetes sprachliches Feuerwerk blieb aus. Der Klappentext scheint von einem anderen Buch zu sprechen, als jenes zwischen den Deckeln. Die Figuren agieren seltsam (unmotiviert), die Geschichte wirkt, nicht zuletzt wegen des einfach unpassenden Sprachstils (der an sich zwar nicht schlecht, aber eben doch unpassend ist), einfach unrealistisch. Man fragt sich, warum Harald einen Menschen zu Tode bringt, indem er ihn überfährt, und warum Maudi (wie kam Schneider zu diesem Namen?) danach auch noch lacht, und wie das Buch eigentlich ausgeht, und ob der Russe doch nochmal auftaucht. Schade, er hätte mehr daraus machen können (sollen, dürfen).
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Format: Taschenbuch
enttäuschte mich. Anfangs war ich noch fasziniert von den Menschenbeschreibungen, die Landschaft, die herrliche Art, in der Schneider sein Buch aufbaute... aber zum Schluss fragte ich mich, was das Fiasko mit dem Gemetzel im Restaurant, dem Panzer und der früheren Überfahrung des armen Boje sollte. Ich verlor den Faden, das Buch hatte allen Sinn verloren. Es ist am Ende unzusammenhängend, teils "hingeschrieben" um zum Schluss zu kommen... Schade, während des Lesens hatte ich mich anfangs so auf das Buch gefreut. Sollte dies wirklich eine Weiterführung von Schlafes Bruder sein? War Schneider in Eile? Seine Gedanken sind nicht nach zu vollziehen.
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Von Th. Leibfried TOP 500 REZENSENT am 6. Januar 2006
Format: Taschenbuch
Vor nunmehr über einem Jahrzehnt las ich wie sehr viele andere auch Robert Schneiders „Schlafes Bruder“ und war begeistert über die sprachliche Dichte, die diesen Debütroman kennzeichnet. Nun, lange Zeit später, habe ich „Die Luftgängerin“ gelesen. Das Buch fiel mir in einer vom Autor signierten Version in die Hände und ich freute mich darauf, unterstützt durch die Erinnerungen an „Schlafes Bruder“. Im Endeffekt muss ich sagen, dass ich maßlos enttäuscht bin.
Schneider scheint oder schien zumindest zum Entstehungszeitpunkt des Buches der Ruhm zu Kopf gestiegen zu sein. Auf den ersten Seiten erkannte ich meine eigene Begeisterung über den Schreibstil Schneiders wieder. „Das Rheintal lag wie ausgetrunken an jenem Herbsttag des Jahres 1969. Die Luft war gläsern, und der glatte Rücken des Vilan, des Hausbergs von Landquart, hatte sich nachts eine weiße Decke geliehen.“ Das ist eine Sprache, die man von modernen Autoren nicht mehr liest. Aber mit jeder Seite wird klar, dass Schneider sich beinahe narzisstisch an der eigenen Sprache labt, die unmöglichsten Wörter erfindet und darüber hinaus vollkommen vergisst, seinen Figuren Charakter zu verleihen. Die Namensgebung erinnert an Hera Lind. Die vielen Söhne eines Verlegers beispielsweise heißen Fritzmarius, Wulfmarius, Nilsmarius oder Ernstmarius. Eine Buchhändlerin mit dem Namen Nigg und ein Redakteur mit dem Namen Nugg schließen sich zusammen und schreiben zukünftig Artikel unter dem Namen niggnugg. Und so weiter.
Auch die Umstände, mit denen er die Jahrzehnte kennzeichnen möchte sind plattester Natur.
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
mit einzigartigem Inhalt. Man muß sich allerdings auf die LUFTGÄNGERIN einlassen, was einem anfangs leichter fällt als in der Mitte des Romans. Die Brücke zu einem glücklichen Ende zu schlagen, ist schon etwas kompliziert!
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