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Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen
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am 29. Mai 2017
Die Lincoln Verschwörung ist ein guter Historienfilm, der durch seine authentische Stimmung, den historischen Bezug und den interessanten Hintergründen punktet. Robert Redford, guter leistung als regisseur.
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am 7. Mai 2012
Am Abend des 14. April 1865 wurde Abraham Lincoln, der 16. Präsident der Vereinigten Staaten, bei einem Theaterbesuch im Ford's Theatre von einem Attentäter niedergeschossen und erlag einen Tag später seiner schweren Kopfverletzung. Zu diesem Attentat und der sich darum rankenden Verschwörung machte Robert Redford einen Film, in dem er die Geschichte des Prozesses der Mary Surratt erzählt, die damals als Mitverschwörerin angeklagt und verurteilt wurde.

Bei diesem Film kommen einige Komponenten zusammen, die in ihrer Gesamtheit einfach funktionieren mussten: Robert Redford als Produzent und Regisseur, Historisches verfilmt mit großer Detailverliebtheit und ein Gerichtsprozess, der mit seiner aus Dialogen, Beweisfindung, Betrug und Verrat bezogenen Spannung bei mir immer ankommt.
Vor allem beeindruckend aber ist die Besetzungsliste:
* Robin Wright als Mary Surratt, die mit ihrer Darstellung einmalig gut den Zwiespalt zeigt zwischen der Südstaatlerin mit ihrem Hass auf den Norden und der liebenden Mutter, die um nichts auf der Welt ihren Sohn John, den einzigen Flüchtigen der Verschwörer, ans Messer liefern wollte.
* James McAvoy als Frederick Aiken, selber mehrmals verwundeter Held im Kampf gegen die Konföderierten, der als Anwalt der Mary Surratt erlebt, wie aus Widerwillen gegen die aufgezwungene Verteidigung Respekt gegenüber seiner Mandantin wird und der sich aufreibt im Kampf gegen die Ungerechtigkeiten des Prozesses.
* Kevin Kline als Kriegsminister Edwin Stanton, dem es vor allem um eine Verurteilung geht - egal welche.
* Tom Wilkinson als Senator Reverdy Johnson, der dem Militärgericht die Verfassung und Menschenrechte unter die Nase reibt und sich damit mehr als unbeliebt macht.

Ohne letztlich auf die Hintergründe des Attentats näher einzugehen oder auch die Frage nach Schuld oder Unschuld zu klären, beleuchtet der Film diesen Prozess, der aufgrund seines Ablaufs und seiner Auswirkung einen weiten Schatten auf die Zukunft geworfen hat und unterhält dabei bestens.
TOP-Empfehlung und glasklares "Daumen hoch!" von mir.

Regie: Robert Redford

Besetzung:
James McAvoy: Frederick Aiken
Robin Wright: Mary Surratt
Justin Long: Nicholas Baker
Evan Rachel Wood: Anna Surratt
Tom Wilkinson: Reverdy Johnson
Alexis Bledel: Sarah Weston
Kevin Kline: Edwin Stanton

Extras:
Audiokommentar Robert Redford
Making of
Interviews mit Cast und Crew
Hintergrundinfos zur Historie (engl.)
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am 6. August 2012
Zunächst muss ich sagen, dass ich lange überlegt habe, ob ich zu diesem Film eine Rezension schreiben soll.
Ich musste zunächst über diejenigen schmunzeln, die ihren Unmut äusserten, weil sie einen Action Film erwarteten. Diese Kritik wird dem Film absolut nicht gerecht, denn ein Action Film ist er gewiss nicht.

Eher eine (für Amerikaner) mühsame Aufarbeitung ihrer Geschichte.
Lässt man sich darauf ein, bekommt man einen wunderbaren, von hervorragenden Schauspielern getragenen Film.
Es handelt sich hierbei eigentlich um eine Tragödie, eingebettet in einen Gerichtsfilm. Man möchte Mary Surrat helfen.. kann nicht glauben, dass Rache wichtiger war als Recht. Man muss Schuldige präsentieren, ob sie nun daran beteiligt waren, oder nicht. Der Film macht betroffen.
Man bekommt eine Wut, möchte am liebsten eingreifen und kann es nicht.
Der Film ist keine leichte Kost. Wer einen Actionfilm oder einen Bürgerkriegsfilm erwartet ist hier falsch.
Ich empfehle den Film uneingeschränkt denjenigen, die bereit sind, sich darauf einzulassen.
Wie gesagt, alles andere als leichte Kost.Kevin Kline in einer ungewohnt ernsten Rolle als Kriegsminister Stanton
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am 2. März 2013
HANDLUNG

Der Film beginnt kurz vor dem Attentat auf Abraham Lincoln, zeigt dann hauptsächlich die Geschichte um den Prozess gegen Mary Surratt (Robin Wright) und andere Verschwörer. In einzelnen Rückblicken wird der Fall rekonstruiert und versucht, die Wahrheit zu finden.

MEINUNG

Bei einem Historienfilm als Zuschauer den Überblick zu behalten, ist nicht immer ganz einfach. Viele Protagonisten, Hinzugedichtetes oder Weggelassenes und auch noch Effekte, die der Unterhaltung dienen sollen, verwischen oft einen klaren Blick auf die Geschichte. Das ist hier nicht der Fall. Regisseur Robert Redford klärt den Attentats-Fall detailgetreu oder besser detailverliebt auf. So erlebt man in zwei Stunden keinen einzigen Hänger. Dass das ganze nicht zu einem Dokumentarfilm gerät, liegt an guten bis herausragenden schauspielerischen Leistungen. Dezent, real und was Robin Wright, die hervorzuheben ist, angeht, passgenau und sehr nachhaltig. Die trübe, karge Szenerie ist ggf. zu bemängeln, erstellt fast schon den Geschmack eines Kammerspiels, was einem Historienfilm unter Umständen nicht so zu zuträglich ist, aber eben auch nicht vom Thema ablenkt.

FAZIT

Wer ein Historien-Drama sehen möchte, dass sich nicht der Geschichte bedient, um einen Film zu machen, sondern einen Film schafft, der Geschichte zeigt, findet hier 100 Prozent davon.
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am 3. April 2013
Hauptmann Aiken wird von dem ehemaligen Generalbundesanwalt (seinem Mentor) gedrängt, die Witwe Mary Surratt zu verteidigen, die beschuldigt wird, in ihrer Pension die Attentäter Präsident Lincolns beherbergt zu haben. Konnte Sie von der Planung wissen oder ist sie sogar die Hauptschuldige?

Ein grandioser Film, der so viele Emotionen und mitfiebern fordert. Der Hass gegenüber den Anklägern über das Biegen der Gesetze, die Behinderungen der Anklage, der Umgang mit Beweismitteln. Hier wird bis zum Schluss die Spannung hochgehalten und man fiebert mit der Angeklagten...

Fazit:
Toller Film rund um die Anklage in einem der spektakulärsten Morde in der Geschichte der vereinigten Staaten. Ansehen...
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14. April 1865: Entgegen der ursprünglichen Pläne Lincolns an einer Feier teilzunehmen, begibt er sich mit seiner Frau zu einer Theateraufführung ins Ford's Theatre, was allerdings zu dieser Zeit kaum Personen bekannt ist. Dort wird er von John Wilkes Booth erschossen. Zeitgleich werden Anschläge auf den Vize-Präsidenten und den Außenminister verübt. Nach einigen Tagen werden die Attentäter dingfest gemacht, auch die Hotelbetreiberin Mary Surratt (Robin Wright) wird verhaftet. Diese hat nicht nur diverse Treffen in ihrem Hotel zugelassen, die Südstaatlerin ist auch die Mutter eines der Verdächtigen. Der Norden ist nicht nur geschockt von Lincolns Ermordung, sondern verlangt auch blutige Vergeltung.

Daher ist der ehemalige Unionssoldat Frederick Aiken (James McAvoy) vollkommen überrascht, als der Senator auf ihn zukommt und ihn bittet, die Verteidigung von Surratt zu übernehmen. Er ist zunächst ebenso von der Schuld der Frau überzeugt, wie die Ankläger. Nach und nach muss er aber feststellen, dass irgendwas nicht stimmt. Die Anklage hat schlampig recherchiert, alle Einwände Aikens werden abgeschmettert, die Generalität unter Maj. Gen. David Hunter (Colm Meaney) mauert und blockt sämtliche vorgelegten Schlussfolgerungen ab, Zeugen werden ganz offensichtlich instruiert. Selbst der Justizminister Reverdy Johnson - wie sich herausstellt - ist nicht unbedingt von den Methoden überzeugt, die der Kriegsminister Edwin Stanton (Kevin Kline) anleiert, er erzeugt eine Kulisse der Angst und des Terrors. Dabei bleibt die Rechtstaatlichkeit auf der Strecke. Ein mieser, kleiner Schauprozess nimmt seinen Lauf, der mit Gerechtigkeit nichts mehr zu tun hat. Das muss Aiken bald am eigenen Leib feststellen...

Der Film ist hervorragend gespielt und sehr gut aufgearbeitet. Dabei kann man ständig in die Tischkante beißen. Hier wird keine Demokratie oder Rechtstaatlichkeit mehr gezeigt, sondern eine kleine miese Diktatur, die von einigen Kommisköpfen wie Stanton mit fester Hand geführt wird und bei der jeder vor Gericht kommen kann ohne sich irgendwie verteidigen zu können. Es handelt sich um ein dunkles Kapitel in der amerikanischen Rechtsgeschichte, das mir so nicht bekannt war. Seltsam ist, dass Stanton bei Lincoln mehr als hoch im Kurs stand und obwohl er sich schon zu Lebzeiten wie die Axt im Walde aufführte, lehnte Lincoln dessen Entlassung vehement ab...

Interessante Notiz am Rande: Verschwörungstheoretiker glauben aufgrund diverser Ungereimtheiten daran, das ausgerechnet Stanton für die Lincoln-Ermordung als Drahtzieher verantwortlich war. Kaum einer der Beteiligten wusste, sei es von den Schauspielern her oder von den Zuschauen, dass es mehrere Verschwörer gab, dass sie andere Ziele hatten und mehrere gleichzeitige Attentate. Man wusste nur Booth erschoss Lincoln. Nahrung für die Verschwörungstheoretiker ist, woher wusste Booth, dass Lincoln sich im Theater aufhält, wenn das recht unbekannt war und er eigentlich auf der Feier sein sollte und die anderen Mitverschwörer dies nicht wussten, die ja eigentlich was anderes für Lincoln in Petto hatten.

Stanton hingegen wurde von Lincolns Nachfolger Johnson, der aufgrund dieser Amtsenthebung beinahe selbst den Präsidentschaftsposten verlor (!), nahezu gewaltsam seines Amtes enthoben und starb vier Tage nach Amtsantritt als Richter am Obersten Gerichtshof, den er durch Johnsons Nachfolger, dem ehemaligen Nordstaatengeneral Präsident Ulysses S. Grant erhalten hatte, der seinerseits auch keine lupenreine Präsidentschaft hatte...

Der Film enthält einige knappe Infos über die wahren Hintergründe, an die sich der Film eng hält. Ein Historiker hatte sich das Set, sämtliche Props etc. angeschaut, die Maskenbildner hatten sich solche Mühe gegeben, dass von alten Fotos her die Darsteller fast genauso aussahen wie ihre historischen Vorbilder. Leider lässt sich der Audiokommentar nicht mit dem Film untertiteln. Man muss ihn sich daher noch einmal ansehen, wenn man Redfords Gedanken hierzu hören möchte. U. a. spricht er kurz über seinen Landsmann, den Iren Colm Meaney (bekannt aus Star Trek TNG/DS9). An Extras bleiben keine Wünsche offen: Dokus, Making Ofs, Interviews, Audiokommentar, Trailer, Bildergalerie... Interessant sind die Ausführungen der beiden Historiker. So erfährt man, dass die herrschenden Protestanten waren und man keine irischen Immigranten und noch weniger Katholiken mochte, dass man sie für verdächtig und antirepublikanisch hielt, das war u. a. der Grund bei der Präsidentschaft von Kennedy, der Katholik war, dass viele ihn aufgrund seiner Konfession nicht gewählt hatten und in den 1860ern war es noch schlimmer. Innerhalb der Interviews geht mir die Kleine gewaltig auf den Sack, die die Schauspieler interviewt. Ihre Lieblingsworte sind "Yeah, yeah, absolutely" und "Exactly". Ich glaube, dass sie die Fragen lediglich runterleiert und es eigentlich vollkommen egal ist, was die Schauspieler gesagt haben und sie das gar nicht gerafft hat, sei es durch Aufregung oder whatever...

Sehr interessant ist die einstündige Dokumentation "The Plot to Kill". Hier werden unentwegt Originalfotos gezeigt, die man so vorher noch nicht gesehen hat, auch viele der getöteten Soldaten auf den Schlachtfeldern. Auch Booth wird innerhalb der Menge wiedererkannt, als Lincoln eine Rede hält. Hier wird noch einmal klar gestellt, dass Lincoln kein Abolitionist ist, sondern dass er nur gegen die Verbreitung gegen der Sklaverei zu Beginn war. Solange die Union erhalten blieb, war er auch damit einverstanden, dass die Staaten, die bereits Sklaverei hatten, diese auch behalten konnten! Mir war auch nicht so klar, dass der Krieg nicht vorbei war, als Lincoln getötet wurde, sondern dass noch eine riesige Armee dem Süden unterstand und mir war ebenfalls unbekannt, weshalb Lincoln von einigen der Verschwörer entführt werden sollte. Grant hatte die Gefangenenaustausche eingestellt. Der Süden hatte doppelt so viele Kriegsgefangene im Norden wie anders herum, knapp eine halbe Millionen Soldaten, was den Krieg natürlich in die Länge gezogen hätte, der bereits 600.000 Opfer gefordert hatte, also mehr US-Soldaten, als in allen anderen Kriegen der USA zusammen. Interessanterweise wird auch auf das eingegangen, was nach Lincolns Tod am nächsten Morgen nicht gezeigt wurde. U. a. wurde in seiner Geldbörse eine 5 Dollar Note der Konföderation gefunden. Niemand weiß bis heute, warum sie darin war. Wer normalerweise keine Specials schaut, sollte sich diese hochinteressante und minutiöse Dokumentation anschauen. Ein Bekannter bei der Exekution war George Armstrong Custer, der seine eigene illustre Geschichte hatte...
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Das Attentat auf den amerikanischen Präsidenten Abraham Lincoln im Jahre 1865, bei dem das politische Oberhaupt des Landes zu Tode kommt, sorgt nicht nur für allgemeine Bestürzung und Trauer sondern auch für erneute Spannungen zwischen Nord und Südstaatlern. Damit die brisante Situation bereinigt wird, sollen die Schuldigen, die am Mord- Komplott beteiligt waren, schnellstmöglich abgeurteilt und gehängt werden. Eine der Angeklagten ist die Witwe Mary Surrat, die jedoch nach wie vor leugnet am Komplott zur Ermordung des Präsidenten beteiligt gewesen zu sein. Ausgerechnet der Kriegsheld Frederick Aiken, nun Rechtsanwalt, soll Mary verteidigen- was er zunächst mit äußerstem Widerwillen tut, denn er glaubt nicht an Marys Unschuld. Als er sie jedoch besser kennen lernt und sich näher mit dem Fall beschäftigt, kommen auch Frederick immer mehr Zweifel an Marys Mitschuld. Zudem scheint der Prozess eine Farce zu sein- Zeugen werden bestochen, widerrufen ihre Aussagen oder belasten Mary schwer- Einzig nur aus einem Grund- Marys Sohn, einer der Mitverschwörer konnte fliehen und nun soll seine unschuldige Mutter für das Verbrechen ihres Sohnes büßen. Kann Frederick, der sich mehr und mehr für Mary einsetzt die Freilassung seiner Klientin bewirken oder wird auch er in seinem privaten Umfeld in Ungnade fallen, weil er auf verlorenem Posten steht?

'Die Lincoln- Verschwörung', ist ein Nischenfilm und wurde von vielen Mainstream-Kinogängern höchstwahrscheinlich übersehen, weil er kein leicht- lockeres Popcornkino vermittelt. Zudem wird ein Kapitel der Geschichte der Vereinigten Staaten deutsche Kinogänger nicht unbedingt auf den ersten Blick interessieren. Dennoch, ich kann 'Die Lincoln-Verschwörung' wirklich nur allen bislang Unentschlossenen wärmstens ans Herz legen, die ein Herz für hochkarätige, dramatische Gerichtsdramen, spannende Stories ohne viel Actionschnickschnack drum herum und vor allem für gute darstellerische Leistungen haben.

Aufmerksam geworden bin ich auf den Film zunächst, weil ich ein Fan von James McAvoy bin, der mir das erste Mal als Jane Austens Liebhaber in 'Geliebte Jane' positiv auffiel. Seine Darstellung des ehemaligen Kriegshelden Frederick Aiken bildet meiner Meinung nach bislang der Höhepunkt seiner schauspielerischen Karriere. Sowohl Mimik als auch Gestik verleihen seiner Figur charakterliche Tiefe und sein Schauspiel wirkt insgesamt gesehen unglaublich gereift. Er kann zudem überzeugend die Hin und -Hergerissenheit seiner darzustellenden Figur rüberbringen; man teilt seine Wut, seine Ohnmächtigkeit gegenüber der richterlichen Obrigkeit und auch sein Mitleid mit Mary.

Kommen wir zu Mary. Sie stellt eine sehr tragische Figur innerhalb der Geschichte dar- ein Spielball zwischen den politisch Mächtigen. Die zentralen Punkte der Story sind- wie weit geht die Mutterliebe einer Frau und vor allem wie weit geht die Liebe eines Sohnes zu seiner Mutter? Und natürlich auch der wichtigste Punkt: Wie weit darf die Macht der Politik reichen, wenn dafür Unschuldige auf der Strecke bleiben? Auch für die Rolle der Mary hat Robert Redford eine unglaublich gute Charakterdarstellerin gefunden- Robin Wright, die vor ein paar Jahren bereits neben Tom Hanks in 'Forrest Gump' mitwirkte und der man Marys innere Zerrissenheit, deren Angst und Hoffnungslosigkeit aber auch ihre bedingungslose Mutterliebe zu jedem Moment abnimmt.

Es ist zugegebenermaßen keine leichte Kinokost und man sollte schon ein gewisses Interesse für Gerichtsfilme besitzen, doch wenn man am Ball bleibt, wird man mit einem unter die Haut gehenden Drama belohnt, das jenseits der Kitschgrenze angesiedelt ist, spannend bis zum Schluss ist und so emotional, dass ich beim Anschauen des Films zwischenzeitlich mit den Tränen zu kämpfen hatte.
Allerdings sollten sich Freunde des Happy Endings vielleicht lieber zuvor die geschichtlichen Hintergründe um Lincolns Ermordung via Wikipedia & Co. zu Gemüte führen, damit sie keine böse Überraschung erleben.

Fazit: Für mich einer der besten Gerichtsfilme aller Zeiten- packend, emotional und hochkarätig besetzt. Die Lincoln-Verschwörung wäre in meinen Augen ein klarer Anwärter auf den Oscar gewesen.
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am 5. August 2012
Am 15. April 1865 wurde Abraham Lincoln von John Wilkes Booth ermordet. Das ist eine bekannte Tatsache. Was allerdings danach mit den Drahtziehern hinter dem Lincoln Attentat passierte, wissen nur die Wenigsten. Und genau diesem Thema hat sich Robert Redford angenommen.

Abraham Lincoln wird erschossen. Nach dem Attentat sollen alle schuldigen gerichtet werden. Frederick Aiken wird damit betraut Mary Surratt, die eine Komplizin Booths gewesen sein soll, vor Gericht zu verteidigen. Hält er sie anfangs noch für schuldig, setzt er bald alles daran sie freizusprechen.

Robert Redford (Von Löwen und Lämmern) hat sich hier einem Thema angenommen, dass selbst viele Amerikaner nicht kennen. Er befasst sich hier nicht dem 16. Präsidenten der USA, sondern mit seinen Mördern und der Ungerechtigkeit, die zu deren Urteil führte.
Die Geschichte basiert natürlich auf wahren Begebenheiten und wird von Redford auch mit den nötigen Stilmitteln erzählt. Er hält alles sehr authentisch: von Kleidung, über Architektur bis hin zur einfachen Lichtstimmung. Alles wirkt sehr echt und vermittelt ein sehr gutes Gefühl vom Amerika des 19. Jahrhunderts.
Für so einen historischen Film braucht man auch gute Darsteller und die hat Redford auch gefunden. Von James McAvoy (X-Men - Erste Entscheidung), über Robin Wright (Forrest Gump) und Evan Rachel Wood (The Wrestler) bis hin zu Danny Huston (X-Men Origins: Wolverine) spielen alle gut, aber keinesfalls überragend.
Es ist in erster Linie ein Historienfilm und bleibt deshalb immer auf dem Boden. Es wird nur wenig mit Musik gearbeitet, wodurch es kaum wirklich herausstechende Momente gibt.

Fazit:
Die Lincoln Verschwörung ist ein guter Historienfilm, der durch seine authentische Stimmung, den historischen Bezug und den interessanten Hintergründen punktet. Allerdings sind die Darsteller 'nur' gut und es gibt kaum herausstechende Momente. Alles in allem ein interessanter Film für Leute, die sich für Geschichte begeistern.
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TOP 500 REZENSENTam 25. Dezember 2013
US-Präsident Abraham Lincoln wird ermordet und im Zuge der Ermittlungen landet auch die Mutter eines der Mitverschwörer rund um Attentäter John Wilkes Booth auf der Anklagebank - Mary Surat. Der Vorwurf lautet, sie habe den Verschwörern in ihrer Pension Unterschlupf gewährt. Ihre Verteidigung soll der junge, unerfahrene Anwalt Aiken übernehmen.
Mit diesem Film ist Robert Redford eine tolle Geschichtsstunde gelungen. Die meisten wissen, dass Lincoln von Booth erschossen wurde, aber die wenigsten werden wissen, dass ausser Lincoln noch zwei weitere Regierungsmitglieder getötet werden sollte, da Booth eben kein Einzeltäter war.
Redford zeigt in kurzen Szenen, was an jenem Abend alles genau geschah, bevor er sich völlig auf die Verteidigung von Mary Surat konzentriert. Dabei gelingt eine tolle Gratwanderung, denn an der Person von ihrem Verteidiger Aiken wird gezeigt, dass man menschlich gegen die Besiegten vorgehen sollte. In Person von Minister Stanton, der ein schnelles Verfahren wünscht, lernt man die andere Seite kennen. Demütige den Süden, wo es nur geht.
Wer den Ausgang des Verfahrens kennt, wird hier nichts desto trotz ab und an mitfiebern, so spannend hat Redford hier gearbeitet.
Und so Paradox es klingt, besieht man sich hier die Umstände des Lincoln Mordes, kann man letztlich sogar verstehen, warum die Amis bis heute nicht glauben, dass Kennedy 100 Jahre später von einem Einzeltäter ermordet worden sein könnte. Bei Lincoln gab es einen Verschwörerkreis, wie kann es dann bei Kennedy ein Einzeltäter gewesen sein??
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am 15. April 2016
Kann man die Schuld oder Unschuld eines Menschen tatsächlich feststellen?
Kann man jemanden nur aufgrund seiner verwandtschaftlichen Verhältnisse hinrichten?
In wie weit darf die Politik in die Justiz eingreifen und bei einer Verurteilung nach der Stimmung im Volk gehen?

Fragen, die in der heutigen Zeit, wo erschreckend viele Menschen in Europa die Wiedereinführung der Todesstrafe fordern, aktueller denn je sind.
Vorsicht aber an alle die den Film noch nicht kennen. Der deutsche Titel ist etwas irreführend. Es handelt sich bei dem Film um einen Gerichtsfilm. Präsident Lincoln wurde ermordet. Die Attentäter wurden verhaftet und vor Gericht gebracht. Auch vor Gericht steht jedoch die Mutter eines der Attentäter. Das Gericht - ein Militärtribunal - ist sich der Schuld der Frau sicher, auch das Volk will sie hängen sehen. Doch ist sie auch wirklich schuldig? Selbst ihr Anwalt ist anfangs davon überzeugt, muss sich aber auch mit den oben gestellen Fragen auseinandersetzen.
Darf man die demokratischen prinzipien, die Unschuldsvermutung und faire Prozesse umgehen? Gibt es Situationen, wo Menschen diese Rechte genommen werden können?

Ich empfehle diesen Film allen historisch und juristisch interessierten Menschen.
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