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Die Kurden: Geschichte, Politik, Kultur (Beck'sche Reihe) Taschenbuch – 18. Mai 2010

3.0 von 5 Sternen 5 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Martin Strohmeier ist Professor für Türkische Sprache, Geschichte und Kultur an der University of Cyprus in Nikosia. Lale Yalçin-Heckmann ist am Max-Planck Institut für ethnologische Forschung in Leipzig tätig.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

"2. Die Menschen: Mythen und Fakten

Die Herkunft der Kurden liegt im vorgeschichtlichen Dunkel, weil die meisten Nachrichten über die Kurden vor dem Mittelalter, genauer: vor der Annahme des Islams und der damit einsetzenden Erwähnung in muslimischen Quellen, bruchstückhaft und umstritten sind. Je weniger gesicherte Kenntnisse wir über einen bestimmten Gegenstand, beispielsweise ein historisches Faktum, haben, desto trefflicher lassen sich Spekulationen anstellen. Dies trifft gewiß auf die Behauptung in der türkischen Ausgabe der französischen Enzyklopädie Meydan-Larousse zu, die Kurden seien 'ein türkischstämmiges Volk'. Indes zeigt die Nennung der Kurden zweierlei: Der Name 'Kurden' wird heutzutage in der Türkei keineswegs ignoriert; in dem betreffenden Artikel werden immerhin alternative Theorien zur 'türkischen' Herkunft der Kurden vorgestellt. Noch im 19. Jahrhundert fanden osmanische Autoren wie der albanisch-stämmige Schemseddin Sami, Verfasser eines historisch-geogr aphischen Lexikons mit dem Titel Qamus ul-Alam ('Ozean der Namen'), nichts dabei, die Kurden als Volk zu bezeichnen, das dem iranischen Zweig der arischen Völker angehörte (unter Ariern verstand man im 19. Jahrhundert Angehörige frühgeschichtlicher Völker mit indogermanischer Sprache in Indien und Iran).
Nur soviel ist sicher: Die iranische Hochebene war seit alters ein wichtiger Schnittpunkt zwischen dem Vorderen Orient und Zentralasien bzw. dem indischen Subkontinent sowie Schauplatz von Wanderungsbewegungen von Völkern, die aus dem Osten kamen. Vermutlich sind die Vorfahren der Kurden um die Wende vom zweiten zum ersten Jahrtausend v. Chr. im Zuge von Einwanderungswellen indogermanischer Arier nach West-Iran gekommen und haben sich mit der ansässigen Bevölkerung vermischt. Diese Region war Teil der altorientalischen Reiche der Sumerer, Assyrer, Urartäer und Meder. Im 6. Jahrhundert lösten die Ächämeniden die Meder als Herrscher über weite Teile Irans ab. In den folgenden Jahrhunder ten herrschten Seleukiden, Parther und Sassaniden über diese Gegend, die erst ab dem 12. Jahrhundert als Kurdistan bezeichnet werden sollte.
Die Einordnung der Kurden unter iranische bzw. indo-europäische Völker gründet sich auf linguistische und nicht auf ethnogenetische Belege. Ohnehin lassen sich Herkunft und Abstammung von Völkern kaum ermitteln, weil sich über lange Zeiträume hinweg Vermischungen mit anderen Völkern ergeben haben. So auch im Fall der Kurden, die Kontakte mit semitischen und türkischen Völkerschaften gehabt haben. Die These von der Abstammung der Kurden von den Medern ist ebensowenig bewiesen wie die Verwandtschaft der kurdischen Sprache mit dem Medischen (dabei wird der Name des kurdischen Dialektes Kurmandsch aufgespalten in die Bestandteile Kur für Kurd und Mandsch für Medisch, Meder). Eine andere These geht davon aus, daß die Kurden von den Skythen, einem nordiranischen Volk, abstammen. In den einschlägigen Quellen, v.a. Inschriften, werden Namen erwähnt, d ie auf eine gewisse Nähe zu dem Begriff 'Kurden' verweisen (bes. die Konsonanten 'k', 'r' und 'd'). Ob Kardu, Karduchen (erwähnt in der Anabasis Xenophons um 400 v. Chr.) oder Kyrtii (bei Strabo) - all diese Namen haben spitzfindige philologische Spekulationen ausgelöst, aber bis heute. keine wissenschaftliche Klarheit geschaffen.
Nicht weniger spekulativ, dafür aber unterhaltender sind die Mythen, die sich um den Ursprung der Kurden ranken.d ie auf eine gewisse Nähe zu dem Begriff 'Kurden' verweisen (bes. die Konsonanten 'k', 'r' und 'd'). Ob Kardu, Karduchen (erwähnt in der Anabasis Xenophons um 400 v. Chr.) oder Kyrtii (bei Strabo) - all diese Namen haben spitzfindige philologische Spekulationen ausgelöst, aber bis heute. keine wissenschaftliche Klarheit geschaffen.
Nicht weniger spekulativ, dafür aber unterhaltender sind die Mythen, die sich um den Ursprung der Kurden ranken. Eine dieser Legenden wird von dem Verfasser des iranischen Nationalepos Schahname, Firdausi, berichtet (diese Legende ist in Varianten bei zahlreichen Autoren persischer und arabischer Zunge erhalten). Danach herrschte einst ein tyrannischer Drachenkönig namens Sohak (auch: Zohak, Dohak) über das Land Schahrazur. Seinen Schultern entwuchsen Schlangen, denen täglich die Gehirne zweier Kinder geopfert werden mußten. Listige Leute (in anderen Quellen war es ein Minister) hatten die Idee, anstatt des einen Kinde


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Verifizierter Kauf
Es handelt sich nicht wirklich um ein Einstiegsbuch für Laien zu dem Thema. Da wird schon recht detailliert untersucht und beschrieben, so dass zur Lektüre und zur Bewertung Vorkenntnisse erforderlich sind. Wer sich allerdings fachlich in die recht wechselhafte Geschichte des kurdischen Volkes einarbeiten möchte, der ist hier sehr gut bedient. In einigen Rezension werden die statistischen Angaben kritisiert. Hier muss man doch realistisch sein und die Schwierigkeiten berücksichtigen, überhaupt verlässliche Daten für diese Region zu bekommen. Immerhin werden die offiziellen Daten dokumentiert, wobei jeder weiß, dass es hier nur um ungefähre Größenordnungen geht und die Zahlen nur mit äußerster Vorsicht zu interpretieren sind.- Mir hat das Buch vermittelt, wie komplex und verschachtelt die Kurdenfrage ist. Ihre Lösung bzw. Befriedung ist ein hartes Stück Arbeit, die auf Sicht nicht erkennbar ist.
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Verifizierter Kauf
Aber auch nicht super. Leider gibt es in diesem Bild viele inhaltliche Fehler - der Literatur über Kurden scheint das irgendwie allgemein ein Leiden zu sein. Schade, aber dieses Buch ist wohl einer der besseren Versuche, "die Kurden" zu beschreiben.
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Ich habe mir dieses Buch gekauft, da eine gute Freundin von mir Kurdin ist, sie eine Flüchtlingsgeschichte hat und ich mehr über "die Kurden" erfahren wollte. Ich bin kein völliger Laie, hatte allerdings trotzdem Schwierigkeiten, Zusammenhänge zu verstehen. Die Kapitel sind meiner Meinung nach gut aufgebaut. Es werden allerdings t.w. zu viele Informationen gegeben, so dass Kapitel doppelt gelesen werden müssen. Außerdem werden viele Fremdwörter nicht ausreichend erklärt und arabische/türkische/kurdische Ausdrücke verwendet, mit welchen ich nicht sehr viel anfangen kann.
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Der Autor schreibt:

"...Verfasser eines historisch-geographischen Lexikons mit dem Titel Qamus ul-Alam ('Ozean der Namen'), nichts dabei..."

"Qamus ul-Alam" bedeutet auf arabisch nicht 'Ozean der Namen' wie der Autor behauptet, sondern "Woerterbuch der Wissenschaft" oder "Lexikon der Wissenschaft". Ich will gar nicht wissen, was der Autor noch falsche Informationen in seinem Buch veroeffentlicht hat.
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Von diarko am 4. Januar 2014
Verifizierter Kauf
schnell und bequem. Problemlos abgewickelt. gut, gut, gut , gut , gut , gut, gut, gut , gut , gut
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