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Die Kunst der Bausünde Gebundene Ausgabe – 16. August 2013

4.0 von 5 Sternen 59 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"kurios-grandioser Bildband" Thurgauer Zeitung

"Lesespaß pur mit garantiertem Aha-Effekt beim Spazierengehen." Offenburger Tagblatt

"Ein sehr empfehlenswertes, lehrreiches und hochkomisches Buch" Titanic


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts ( Was ist das? )
Wenn man in einer Großstadt lebt, noch dazu in einer, in der während des Krieges viel kaputtgegangen ist und sich historische und neue Bauten quer durch die Jahrzehnte bunt aneinanderreihen, kann man Bausünden schon von Kindesbeinen an nicht ausweichen und so habe ich als gebürtige Berlinerin schon früh eine gewisse Faszination für architektonische Seltsamkeiten aller Art entwickelt.
Ehrensache also, daß ich bei "Die Kunst der Bausünde" von Turid Fröbe zuschlagen musste.

Das Buch ist witzigerweise passend zum Thema aufgemacht, ein etwas sperriger, scharfkantiger Klotz, in rauhe Pappe gebunden und in ungewöhnlichem Querformat.
Auf 179 Seiten findet man fast ebenso viele ausnahmslos ganzseitige Fotos auf mattglänzendem Papier.
Platz für Text bleibt somit kaum; abgesehen von jeweils sehr wenigen einleitenden Worten zu den fünf Kapiteln
- Gute Bausünden, schlechte Bausünden
- Die geplante Bausünde
- Nachträglich in den Stand der Bausünde erhoben
- Streetart
- Nachruf
erhält man also einen reinen Bildband über Stein gewordene Absonderlichkeiten aller Art.
Dies finde ich ein wenig schade und hätte doch gerne zumindest ein paar mehr Informationen zu den Bauwerken, ihrer genaueren Lage und eventuell auch zu den jeweiligen Aufnahmedaten gehabt.
Stattdessen gibt es nur jeweils eine sehr knappe Bildunterschrift, die zumeist nur aus einer Angabe der entsprechenden Stadt und manchmal einem süffisanten Kommentar der Autorin besteht.
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Von Winterkind TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 13. Dezember 2013
Format: Gebundene Ausgabe Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts ( Was ist das? )
Man sollte sich schon mal im Leben etwas mit Architektur auseinander gesetzt haben, und etwas Kunstsinn schadet auch nicht, sonst erschliesst sich dieses Büchlein schlicht falsch.
Frau Fröbe legt in ihrem Bildband den Finger in die Wunde des geschmacklosen/sonderbaren Architekturstils, der sich so wie in Deutschland nirgendwo anders findet.
Schon lange frage ich mich, wie es möglich ist, dass in Deutschland soviel hässliche Architektur selbst in teuren Lagen zu finden ist.
Die Kunst der Bausünde liefert eine charmante Antwort im Sinne des "sie können halt nicht anders".
Dass die Bilder schlecht fotografiert sind, finde ich nicht, der Stil passt zu den fotografierten Gebäuden und fängt sehr wohl sämtliche Eigenarten ein.
Besonders gefallen mir die kurzen Texte in Verbindung mit den Bildern. Viel Sarkasmus, kurz und knapp, aber nie böse oder unter der Gürtellinie. ( Im ironischen Stil von Bildunterschriften in Museen.)

Fazit: offensichtlich nicht jedermanns Geschmack, aber gut. Geschmack ist subjektiv, wie auch dieser Bildband beweist. Mir gefällt rundum alles, ich habe beim Durchblättern herzlich gelacht, es ist keine ernste Architekturkritik, sondern eher der Blick eines Liebhabers für sonderbare Erscheinungen im Alltäglichen. Von mir eine klare Empfehlung und geradlinige fünf Sterne.
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Von j.h. TOP 500 REZENSENTVINE-PRODUKTTESTER am 25. November 2013
Format: Gebundene Ausgabe Vine Kundenrezension eines kostenfreien Produkts ( Was ist das? )
BAUSÜNDE ist ein geflügeltes Wort, dass wohl jeder halbwegs an Architektur und Städtebau Interessierte schon in mancherlei Zusammenhang zur Kenntnis nehmen durfte. Zumeist geht es natürlich darum, sich von den (Bau-)Sünden der Vergangenheit (und noch lieber gleich des politischen Systems, für das sie standen) abzugrenzen. Und schnell werden dann auch einmal Bauwerke trotz Aspekten des Denkmalschutzes einer falsch verstandenen "Vergangenheitsbewältigung" geopfert. Das geschah ganz besonders häufig in (Ost-)Berlin: Prominenteste Beispiele waren der (natürlich rettungslos Asbest-verseuchte) Palast der Republik oder die Großgaststätte Ahornblatt.

Turit Fröbe (Jahrgang 1971) entdeckte 2001 als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Studiengang Architektur der Universität der Künste Berlin ihr Herz für die Bausünde. Sie unterscheidet in ebenso kundigen wie kurzweiligen Kommentaren zwischen guten und schlechten Bausünden. Dabei sind die schlechten Bausünden zumeist mit viel Geld und dem Wunsch nach noch mehr Gewinn in die Landschaft gesetzte Investorenbauten. Die davon abgegrenzten guten Bausünden treffen häufig nur nicht den aktuellen Zeitgeschmack - wurden aber durchaus mit Ambition und Leidenschaft errichtet.

Ganz bewusst verzichtet das 180-seitige Buch auf bildbandgemäßes Hochglanzpapier. Ebenso sind alle Aufnahmen fernab jeder Inszenierung im für "Schnappschüsse" typischen Alltagslook zu sehen. Turit Fröbe hat den Band in 5 Hauptkapitel (Gute Bausünden, schlechte Bausünden; Die geplante Bausünde; Nachträglich in den Stand der Bausünde erhoben; Streetart; Nachruf) gegliedert, innerhalb derer mit kurzweiligen Erläuterungen Bilder aus ganz Deutschland thematisch präsentiert werden.

Ein sehens- und lesenwerter Band für den an Alltagsarchitektur interessierten Leser!
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Format: Gebundene Ausgabe Verifizierter Kauf
Super Auswahl an Fotos unglaublicher Bausünden + mit toller Beobachtungsgabe und immer passender, sehr witzige Schreibe garniert!

Keine Durchhänger von Anfang bis Ende, das Buch hat sich gelohnt und war mal eine echte positive Überraschung.

Für alle, die schon lange unter den Verschandelungen in billigster Baumarkt-Ästhetik unserer Stadtbilder leiden. Das Buch könnte mal als Beweismaterial benutzt werden, wenn hoffentlich irgendwann mal das Jüngste Gericht über diese architektonischen postmodernen Schwerverbrecher tagen möge.

Hoffe auf mehr von Turit Fröbe :-)
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