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Die Kinder Húrins Gebundene Ausgabe – April 2007

4.3 von 5 Sternen 100 Kundenrezensionen

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Mit Spannung wurde er erwartet, der “neue” Tolkien -- zweifellos eines der wichtigsten Fantasy-Bücher des Jahres 2007 und eine Sensation für alle Herr der Ringe-Fans. 34 Jahre nach dem Tod des Altmeisters wird mit Die Kinder Húrins ein weiteres Kapitel der Geschichte Mittelerdes aufgeschlagen, das der facettenreichen Erzählung einige neue Aspekte hinzufügt.

Gänzlich neu ist die Geschichte allerdings nicht. Bereits um 1917 brachte Tolkien eine ursprüngliche Fassung des Stoffes zu Papier und ergänzte diese in den 20er Jahren um ein zweitausend Zeilen umfassendes Langgedicht. Als literarischer Nachlassverwalter seines Vaters hat Christopher Tolkien sich nun der Aufgabe angenommen, die verschiedenen Fragmente der Erzählung, wie sie beispielsweise schon im Silmarillion nachzulesen waren, zu einem in sich geschlossenen Epos zu vereinen.

Die Kinder Húrins ist in der düsteren Vorzeit Mittelerdes angesiedelt, den Ältesten Tagen. Damit spielt die Geschichte weit vor den Ereignissen des Herrn der Ringe, in einem Teil Mittelerdes, der am Ende des Ersten Zeitalters von einer gewaltigen Flut überschwemmt werden sollte. Das Epos berichtet von der Schlacht der Ungezählten Tränen gegen den Gestalt gewordenen Gott Morgoth und der Niederlage Húrins von Dor-lómin. Nach einem Wortstreit wird Húrin von Morgoth verflucht und auf ewig an einen steinernen Sessel auf einem hohen Berg gefesselt. Sein Sohn Túrin Turambar macht sich daraufhin auf, seinen Vater aus der Gefangenschaft zu befreien.

Trotz seines fragmentarischen Charakters weist Die Kinder Húrins all jene Merkmale auf, die Generationen von Lesern am Herr der Ringe begeistert haben: Der elegische Ton der Erzählung mit seinen zahlreichen Anleihen an die Mythologie Islands und Englands erschafft ein dichtes Werk, einen modernen Mythos im Spannungsfeld von Schicksalsergebenheit und Selbstbestimmung. Ergänzt wird das Epos durch ein umfangreiches Vorwort von Christopher Tolkien, Stammbäume und Namensregister. Die eingeklebte Karte von Mittelerde und die schönen Farb-Illustrationen von Alan Lee machen dieses Buch zu einer Liebhaberausgabe ersten Ranges! -- Steffi Pritzens

Pressestimmen

»... "Neu" im eigentlichen Sinne ist dieses Buch natürlich nicht. Christopher Tolkien hat es lediglich geschafft, in mühseliger Kleinstarbeit eine zusammenhängende Geschichte aus den erwähnten fünf Varianten zu entwickeln, die es wert ist, gelesen zu werden. Da wichtige Teile bis jetzt noch nicht auf Deutsch erhältlich waren, wird mit diesem Werk eine der für Tolkien persönlich wichtigsten Erzählungen, die ihn sein Leben lang faszinierte, endlich auch in unserem Land erhältlich sein. Fazit: Ein Muss!«
Marcel R. Bülles, Vorsitzender der Deutschen Tolkien-Gesellschaft (phantastik-couch.de, April 2007)

»... "Die Kinder Húrins" ist ein Buch der Wandlungen - der vielfältigen Wandlungen des Guten, das im Kampf gegen das Böse von diesem infiziert wird. ... Zwar fehlt es hier nicht an Intrigen, Bösewichtern, Verrätern und Missgünstigen, doch sind es immer wieder die dunklen Mächte in Túrin selbst, die ihn straucheln lassen. Ein Fremder überall, bleibt er ein zwielichtiger Held, ein Hagen, der den Siegfrieds von Mittelerde zum Verhängnis wird. ...«
Ulrich Baron (Tages-Anzeiger, 07.05.2007)

»... Sohn Christopher hat das Vermächtnis seines Vaters verlegt. Es ist episch, magisch, fantastisch und bringt das Herr-der-Ringe-Gefühl zurück.«
Alex Dengler (Bild am Sonntag, Mai 2007)

»... Tatsächlich ist dies ... der zugänglichste Text Tolkiens neben dem "Kleinen Hobbit" und dem "Herrn der Ringe". ...«
(Stuttgarter Zeitung, 23.04.2007)

»... Das Buch liest sich in der Tat so, als hätte es sein Vater aus einem Guss geschrieben. Die Form der historischen Chronik ist genauso da wie der bewusst archaisierende Stil J. R. R. Tolkiens. Es geht auch hier um den Kampf zwischen Gut und Böse, um Treue und Heldentum. ...«
(Hannoversche Allgemeine Zeitung, 24.04.2007)

»Ich halte gerade die neue Ausgabe von "Die Kinder Hurins" in Händen und bin von der Aufmachung und dem Layout völlig begeistert.
Der Titel in goldener Schrift auf schwarzem Hintergund - sieht sehr edel aus!
Das imposante Cover von Allan Lee - sehr stimmungsvoll!
Die schönen Bleistiftskizzen am Anfang jedes Kapitels und die weiteren Illustrationen von Alan Lee - das schafft Atmosphäre.
Also ich muss sagen, diese Ausgabe finde ich sehr gelungen!!!«
Torsten Zenker, Bad Homburg (Mitglied der Tad Williams-Mailingliste, www.tadwilliams.de)

»"Die Kinder Hurins" ist ein sehr schön gestaltetes und von Alan Lee ansprechend illustriertes Buch, das Tolkien-Lesern - vor allem jenen, die mit den Geschichten des ersten Zeitalters noch keine Bekanntschaft geschlossen haben - Freude machen wird.«
(fictionfantasy.de, 07.05.2007)

»... Tolkien zeigt sich hier nicht nur erneut als Mythenschöpfer, sondern auch als souveräner Neugestalter alteuropäischer Sagen vom Drachenkampf bis zum Wälsungenblut, er lässt seinen Helden im Spannungsfeld zwischen unerbittlichem Schicksal und dem Wunsch nach Selbstbestimmung auf grandiose Weise scheitern ...«
Tilman Spreckelsen (Frankfurter Allgemeine Zeitung, 17.4.2007)

Der neue Tolkien - »Die Kinder Hurins«
Thomas Ihm im Gespräch mit Katharina Wilts (Klett-Cotta Verlag)
Journal am Mittag (SWR2-Radio) vom 17.04.2007 (5:24 min)

»Mehr als 30 Jahre nach dem Tod des "Herr der Ringe"-Schöpfers J.R.R. Tolkien kommt ein neues Buch des Fantasy-Großmeisters in die Läden: Mit "Die Kinder von Hurin" will Tolkiens Sohn den Fokus weg von Jacksons übermächtiger Film-Trilogie hin zum geschrieben Wort lenken. ...«
(Spiegel.de, 16.04.2007) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch.

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Format: Gebundene Ausgabe
Das wichtigste zuerst: Die "Kinder Hurins" ist kein "Herr der Ringe II"! Es ist in archaischer Form geschrieben und erlaubt nicht das unmittelbare Mitempfinden der Geschichte, wie es beim "Herr der Ringe" durch die Hobbits möglich gemacht wird, die ja als eine Art Vermittler zwischen den Ereignissen und dem Leser stehen. In diesem Buch gibt es KEINE Hobbits!

Die Ereignisse aus "Die Kinder Hurins" tragen sich in einer Zeit, unvorstellbar lange vor den Geschehnissen aus dem "Herr der Ringe" zu (ca. 6000 Jahre!).
Dementsprechend ist die Welt und ihre Schauplätze kaum wiederzuerkennen, denn das Land Beleriand, das Schauplatz der Geschichte ist, wurde am Ende des 1. Zeitalters überflutet und ist nicht mehr.

Hat deshalb diese Geschichte nichts zu tun mit den Erzählungen "Der Hobbit" und "Der Herr der Ringe"?

Mitnichten! Wer den Hobbit und den HdR aufmerksam gelesen hat und darin mehr sieht als eine schöne Fantasy-Geschichte, der erkennt viele Verbindungen, die bis in die ältesten Tage des ersten Zeitalters zurückreichen:

Da ist zum Beispiel Elrond, der im Hobbit bei der Begutachtung der Schwerter Glamdring, Orcrist und Stich vom untergegangenen Gondolin erzählt, aus dem diese Klingen stammen oder die Erwähnung, dass Kankras (das ist die Riesenspinne aus dem HdR) Haut so hart gewesen sei, dass auch nicht die Kraft eines Menschen und seien es sogar Turin oder Beren ausgereicht hätte, diese zu durchdringen. An anderer Stelle meint Elrond zu Frodo, dass dieser in einer Reihe stehe mit den Helden von einst: Tuor, Beren und Turin. Ganz davon abgesehen all die Lieder, Gedichte und Geschichten aus dem HdR, die sich fast alle auf das 1. Zeitalter beziehen.
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Format: Gebundene Ausgabe
Nach langer Zeit gibt es nun endlich die "Geschichte der Kinder Húrins" als eigenständiges Werk. Wer das "Silmarillion" und/oder die "Nachrichten aus Mittelerde" besitzt, kennt die Geschichte im Grunde schon. Dennoch ist es schön, sie hier nun in abgeschlossener und umfangreicher Form zu haben.

Zur Handlung:

Das Buch beschreibt das tragische Leben von Túrin, einem Menschen der lange vor der Zeit von "Der Herr der Ringe" in Mittelerde lebte. In einer Zeit geboren, in der Elben und Menschen sich in einem großen Krieg gegen den dunklen Herrscher Morgoth befinden und in der sich die Dunkelheit immer weiter ausbreitet, stellt sich Túrin Orks und Drachen entgegen, die Mittelerde mit Krieg überziehen. Doch der Fluch Morgoths und sein Schicksal holen ihn unaufhaltsam ein und so enden all seine großen Taten immer wieder in Leid und Tod.

Wie bereits erwähnt wurde, ist die Geschichte kein klassischer Roman sondern eher eine epische Erzählung wie etwa die Nibelungensage. Insofern ist das Buch ein wenig anspruchsvoller. Wenn man sich aber darauf einlässt, wird man in eine fantastische Welt hineingezogen und erlebt eine der größten und tragischten Geschichten, die Tolkien je geschaffen hat. Deswegen ist das Buch vor allem für die Leute geeignet, die bei "Der Herr der Ringe" den Wunsch verspürten, mehr über die Altvorderenzeit zu hören, über die großen Geschichten, als die Reiche der Elben in Mittelerde entstanden und zerfielen und als die Menschen ihre ersten Schritte auf der Erde machten.

Die Ausgabe selber ist ein Augenschmauß. Das Cover mit seiner golden glänzenden Schrift ist einfach edel. Dazu kommt der schöne, stabile Einband.
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Format: Gebundene Ausgabe
Es ist durchaus lohnenswert, dieses gute Stück "künstlicher Heldenepik" zu lesen. Zwar, und dies sei als eindeutige Einschränkung gekennzeichnet, stellt es nur eine erweiterte Neuzusammenstellung zum Großteil bereits veröffentlichten Materials aus dem "Silmarillion" dar, doch erscheinen Húrins Kinder keineswegs zu uninteressant, um ihnen ein eigenes Buch zu widmen. Interessant ist das Werk, in dem vornehmlich die Geschicke Túrins von seiner Geburt bis zu seinem Tod geschildert werden, vor allem für den Tolkinliebhaber, sicherlich auch für Philologen oder Freunde der Fantasyliteratur schlechthin. Denn Tolkien realisiert in diesem Werk heldenepische Merkmale am reinsten. So ist es nur konsequent, seinen Protagonisten in einen genealogischen Kontext einzubetten, ihn mit Krieg und Leid zu konfrontieren, bis er sich seinem, und nur seinem, Gegner zu stellen hat. Konsequent nimmt sich auch das Ende aus: Anders als im "Hobbit" oder im "Herrn der Ringe", wo das kleine Volk um Bilbo und Frodo heroische Muster allenthalben durchbricht, wird Túrins eigenständige Geschichte denn auch zur Gänze erzählt. Und ja: gut erzählt. Sprachlich einfach wie elegant werden essentielle Aspekte des Lebens eines Helden beschrieben und - nicht zuletzt - hervorragend von Alan Lee illustriert.
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Format: Gebundene Ausgabe
Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue. Die Grundrisse der Geschichte um Turin Turambar und seine Schwester Nienor begegnen dem erfahrenen Tolkienisten ja bereits im "Silmarillion" und in den "Unfinished Tales" (dt. "Nachrichten aus Mittelerde"). Was hat Christopher Tolkien, Sohn und Nachlassverwalter also dazu bewogen, den "Narn i Hîn Húrin" nochmals in Buchform zu veröffentlichen? Die Liebe zur Prosa seines Vaters? Die berührende Schönheit der Erzählung? Die tragische Kraft der Geschichte? Die überdurchschnittlich hohe Stromrechnung des vergangenen Winters?

Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue. Und so sehr man sich bemüht, sich abgezockt zu fühlen, wenn man herausgefunden hat, dass Nachlassverwalter-Man dem bereits Veröffentlichten nichts noch Unveröffentlichtes hinzuzufügen hat, so hilflos muss man schließlich vor "The Children of Hurin" kapitulieren. Natürlich kennt man die Geschichte, klar weiß man, wann der Protagonist einen entscheidenden Fehler macht und... selbstverständlich war die Geschichte beim ersten Mal lesen unvorhersehbarer. Und dennoch wird man zum wiederholten Mal von der schier überwältigenden Kraft des Tolkienschen Erzählgenies übermannt/fraut/elbt. Auch wenn Turins Schicksal kein Überraschungsmoment mehr zu bieten hat, so fesselt es einen doch bis zur letzten Seite und man hofft, dass man bislang das - soviel sei verraten, düstere - Ende immer missverstanden hat und doch so etwas wie ein Silberstreif am Horizont bleibt.

Da ist er also, der neue Tolkien, na ja, der beinahe neue.
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