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Die Ketzerbibel Taschenbuch – 1. Februar 2010

4.3 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Elisabeth Klee, Jahrgang 1953, ist Radioredakteurin und Romanautorin. Sie lebt in Berlin und in der Provence.

Kundenrezensionen

4.3 von 5 Sternen
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Top-Kundenrezensionen

Format: Gebundene Ausgabe
Am Marktplatz von Pertuis bricht eine Bettlerin zusammen. Der Mönch Calixtus bringt die junge Frau, die geteert und gefedert wurde, in das Haus der Beginen. Die Frauen nehmen sich ihrer an und pflegen sie gesund. Als die junge Frau erstmal erwacht, kann sie sich an nichts erinnern. Weder an ihren Namen, noch von wo sie kommt und auch nicht, weshalb sie bestraft wurde. Die Beginen rufen sie Danielle und geben ihr die Möglichkeit, bei ihnen zu arbeiten und zu leben.
Der junge Arzt Carolus ist von Danielle fasziniert und möchte versuchen, durch Gespräche ihre Erinnerung zu wecken. Beinnahe gelingt es ihm, als Danielle ihre Vergangenheit einzuholen scheint.

Der Autorin ist mit ihrem Debütroman ein sehr feines und flott geschriebenes Buch gelungen. Sie erzählt viel vom Leben der Beginen und man bekommt einen guten Einblick, mit welcher Dankbarkeit die Bevölkerung einerseits und mit welchem Neid und Eifersucht die Leute anderseits auf die Beginen reagierten. Der Kirche waren diese Frauenvereinigung ein Dorn im Auge und so beschloss man, ihnen dadurch anzukommen, in dem man sie als Ketzerinnen überführte.
Elisabeth Klee reißt die Problematik mit der Kirche zwar an, geht aber zu wenig in die Tiefe, um dem Leser die Tragweite und die Ängste die die Inquisitoren schürten, glaubhaft zu vermitteln. Dies ist aber der einzige Schwachpunkt in diesem Buch. Die Figuren sind liebevoll gezeichnet und haben auch ihre Schwächen und Geheimnisse, was sie glaubwürdiger und sympathischer macht. Auch der Humor kommt nicht zu kurz und die Autorin schafft es von Beginn an bis zum Schluss den Spannungsbogen zu halten.

Fazit: Der Titel ist etwas irreführend und ein anderer hätte bestimmt besser gepasst.
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die Ketzerbibel von Elisabeth Klee ist eine Empfehlung für alle Fans und Liebhaber von historischen Romanen. Ein schönes Buch, eine solide Geschichte - interessant bis zum letzten Blatt und ein Lesegenuß! Daumen hoch!
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Format: Gebundene Ausgabe
Zugegeben, der Einstieg ist gut und zieht einen sofort mitten hinein in die Geschichte. Schriftstellerisches Talent ist durchaus vorhanden, nur leider wird schon in Kapitel 2 klar, dass hier mal wieder (fast) alle Klischees zusammenkommen, die das Genre des "weiblichen" Mittelalterromans zu bieten hat.
Da hätten wir also eine weibliche Hauptperson, Danielle, die nicht nur schön, sondern auch studierte Medizinerin ist und sich auf Frauenheilkunde spezialisiert hat. Willkommen im Klub! Heilerin, Hebamme, Apothekerin und/oder Kräuterfrau sind die Berufe, die von etwa 80 Prozent aller weiblichen Heldinnen in Mittelalterromanen ausgeübt werden.
Wahrscheinlich vor allem deshalb, weil dadurch direkt der Grund bereitet ist für Klischee Nummer 2: Die Vertreter der Kirche in der Rolle der bösen Fanatiker, die der unangepassten Heldin ans Leben oder doch zumindest ans Unterkleid wollen. Bei der Anwendung dieses Klischees ist bitte zu beachten, dass die Kleriker entweder nur dumm und grausam oder nur durchtrieben und pervers sein können, aber auf keinen Fall so etwas wie eine differenzierte Persönlichkeit besitzen dürfen!
Daran hat sich die Autorin gehalten, also weiter zu den Guten, womit wir auch schon beim Klischee Nummer 3 sind: Die Guten haben entweder a) weiblich und emanzipiert oder b) männlich, gutaussehend, gebildet oder künstlerisch begabt und am besten unsterblich in die Heldin verliebt zu sein. Dieses Klischee wird aufs schönste von den Beginen und dem jungen Medicus Carolus erfüllt, der Danielle gern und tief in die seelenvollen Augen schaut und nach jeder Menge Herzschmerz zum Schluss fragen darf: Willst du meine Frau werden?
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Format: Gebundene Ausgabe
Ich finde die Autorin mit dem schrägen Namen eine bemerkenswert kompetente Frau mit Gespür für Spannung und Dramaturgie...Die Heldin ist so lebendig und facettenreich und gibt so viele Angebote zur Identifikation - auch wers mit der Medizin nicht so hat, wird sich freuen, mal wieder eine schöne Antwort auf die Frage, was wäre, wenn bekommen zu haben. Die Auseinandersetzung mit der Institution Kirche ist literarisch stark betont, aber in der Zeit stimmig und in der Argumentation schlüssig. Bei der Quellenlage und den Probleme , die wir heute im Rückblick mit den Werten und Erkenntnisssen der Zeit haben, ist der Vorwurf von Stereotypen so unklug, als würde man sich beschweren, dass Jesus immer mit halblangem Haar und bärtig dargestellt würde.
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