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Die Keltin: Roman Taschenbuch – 2001

4.0 von 5 Sternen 10 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

William V. Crockett unterrichtet römische Geschichte an einer Universität in Nyack, New York.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Er sah sie, sah ihre Schattenrisse sich vom nächtlichen Himmel abheben, sah sie sich flink durch die regennasse Heide bewegen. Er duckte sich, schaute sich verzweifelt nach einem Versteck um. "Die Götter sind mit mir", murmelte der Junge, doch panische Angst erfüllte sein Herz. Der Wind peitschte die Gräser, Wolken rasten über die fahle Sichel des Mondes. In der Ferne schrie eine Eule, verstummte wieder. Am liebsten wäre er gerannt, wie ein Schatten über das Heidekraut gehuscht. Doch genau darauf warteten sie. Die Angst war ihr Verbündeter. Er würde es nie bis zum Wald schaffen, nicht einmal zu dem Ginster, der am Waldrand wucherte.

Sein Vater hatte ihn nach dem alten keltischen Himmelsgott Taranis benannt, aber als er nun ausgestreckt auf dem regennassen Heideboden lag, erschien ihm sein ruhmreicher Name wie bittere Ironie. Auf offenem Gelände saß er in der Falle.

Er biss sich auf die Lippe. Warum nur war er nicht im Schutz der Bäume geblieben? Dann hätte er das Drama, das sich nun in der Ebene abspielte, aus sicherer Entfernung verfolgen können, statt selbst zum Beteiligten zu werden. Er wollte nicht sterben. Nicht hier in der einsamen Heide. Er lag nun auf dem Bauch und wand sich, als wollte er sich in die Erde graben. Sein Atem ging stoßweise, während er versuchte, sich mit Heidekraut zu bedecken, und er riss und zerrte an den Zweigen der Sträucher, bis seine Hände bluteten. Er musste mit der Landschaft verschmelzen wie ein Tier. Wie oft schon war er ganz dicht an einem Hasen vorbeigegangen, ohne ihn zu sehen, hatte das Tier erst bemerkt, wenn es aus seiner Deckung aufschreckte und in wilder Panik um sein Leben zu rennen begann. Aber es wäre pure Dummheit, ausgewachsenen Männern davonrennen zu wollen. Taranis blieb keine andere Wahl, als sich still zu verhalten. Die kleinste Bewegung würde die Soldaten auf ihn aufmerksam machen, die jetzt über das Moor ausschwärmten.

Sie kamen näher. Mit regennass glänzenden Rüstungen, die kurzen Schwerter gezogen, durchstreiften sie lautlos die nächtliche Landschaft. Ein Blitz tauchte das Moor in ein gespenstisches Blau. Ein Soldat stockte im Schritt, wandte sich der flachen Mulde zu, in der Taranis lag, den das blanke Entsetzen packte. Er drückte sich noch fester an den Boden. Über seinem Kopf surrten Stechmücken, von denen sich etliche auf seinem schweißnassen Nacken niederließen. Der Stumpf einer aus dem Boden herausragenden Heidekrautwurzel bohrte sich ihm schmerzhaft in die Rippen. Er schloss die Augen und wünschte sich weit weg.

Es begann wieder zu regnen, und Taranis spürte die kalten Tropfen hart auf seiner Haut und wie sie Gras und Sträucher um ihn herum niederschlugen. Wasser lief ihm übers Gesicht, tropfte ihm vom Kinn. Der Regen störte ihn nicht. Er vermittelte ihm vielmehr ein Gefühl der Sicherheit, wie ein Mantel, der ihn einhüllte. Unweit von ihm knackte der Zweig eines Heidekrautstrauchs. Er riss die Augen weit auf, aber außer geknickten Zweigen, die sich im Nachtwind bewegten, sah er nichts. Rechts von ihm schlug jemand auf einen Strauch, dann noch einmal. Danach war es wieder still, nur das gleichmäßige Prasseln des Regens war zu hören. Der Soldat war nahe, sehr nahe sogar. Taranis schauderte. Er wagte kaum, seine Augen zu bewegen, weil er fürchtete, dass selbst diese Bewegung den Krieger, der über ihm stand, auf ihn aufmerksam machen würde. Er sah immer noch nichts, versuchte noch einmal, die Dunkelheit zu durchdringen. Plötzlich teilte ein schmutziger Lederstiefel die Heidezweige, spritzte ihm Wasser ins Gesicht, trat keine zwei Handbreit vor seinen bebenden Lippen auf. Taranis konnte die Riemen des Soldatenschuhs genau erkennen und den keuchenden Atem durch den Wind und den Regen hören.

Er erwartete jeden Augenblick, dass ein Schwert seinen bebenden Körper durchbohrte und ihn aufspießte wie eine Schlange auf einen spitzen Stock. Er war zwölf Jahre alt und damit ein Erwachsener, und als solcher hatte er es mit den Soldaten Roms zu tun. Sie waren gründlich und gnadenlos und stellten nie einen Befehl in Frage. Bis drei Meilen vor ihrer Grenze war ihre Aufgabe immer dieselbe: durchsuchen und töten. Streifen säuberten regelmäßig das Gebiet von Eindringlingen, für sie war Taranis auch ein solcher Eindringling.

Der Feind stand fast schon auf ihm; wie lange konnte es da noch dauern, bis der Soldat nach unten schaute? Selbst in diesem Dunkel würde ein einziger Blick genügen. Sein Rücken kam ihm vor wie der Kiel eines gekenterten Bootes.

"Au!", schrie der Soldat plötzlich auf, beugte sich zu Taranis hinunter und schlug sich einen Käfer von der Wade. Er murmelte noch irgendetwas, bevor er sich umdrehte und in der Nacht verschwand, um zu seinen Kameraden jenseits des Moores zurückzukehren.

Volle zehn Minuten lang lag Taranis noch wie tot da, wie ein Ast, wagte sich nicht umzusehen oder auch nur zu bewegen. Der Regen hatte aufgehört, und in der Luft hing der intensive Duft von Heidekraut. Vorsichtig stand er auf und suchte das Gelände, auf dem die Römer gerade noch gewesen waren, ab. An der nördlichen Grenze des flachen Moores registrierte er eine Bewegung; eine schattenhafte Gestalt streckte den Kopf hinter dem Stamm eines efeubewachsenen Baumes hervor. Taranis stieß einen Seufzer der Erleichterung aus. Es war sein Bruder. Eston kam direkt auf ihn zugelaufen, sich beim leisesten Geräusch vorsichtig umschauend.

"Ich dachte schon, sie hätten dich erwischt", flüsterte Eston aufgeregt.

"Schhh ..." Taranis legte den Zeigefinger an die Lippen. "Darüber reden wir später." Er suchte die Heide und die fernen Berge ab, zu denen die Römer weitergezogen waren. "Die Berge da sind höher, als sie aussehen, und bald wird es hell." (...) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Von Ein Kunde am 8. August 2002
Format: Taschenbuch
W. Crockett ist es gelungen einen detailgetreuen historischen Roman zu schreiben. Als Leser bekommt man einen guten Einblick in das Leben der Menschen. Sowohl der Kelten im Norden Großbritanniens, als auch der Menschen im römischen Reich.
Der Autor beginnt seinen Roman, als die beiden Hauptpersonen (Vectis und Neeve) noch Kinder sind. So bekommt man einen guten Einblick in die verschiedenen politischen und familiären Hintergründe, und man kann die späteren Entscheidungen der Hauptpersonen nachvollziehen.
Besonders dann, als Neeve in Gewissenskonflikte gerät, weil sie auf der einen Seite ihr Land von den Römern befreien will und deshalb diese ausspioniert, auf der anderen Seite so aber den Mann, den sie liebt, in Gefahr bringt, da dieser Römer ist.
Trotz der detailgetreuen Wiedergabe der damaligen Zeit, ist der Roman nicht zu sachlich geraten, sondern sehr unterhaltsam und spannend.
Dennoch gebe ich ihm nur vier Sterne, da Klappentext und Cover des Buches eine Liebesgeschichte versprechen. Diese spielt sich aber erst ab Seite 400 ab, denn erst dort treffen Vectis und Neeve zum ersten Mal aufeinander. Die Liebesgeschichte ist gut gelungen, doch rückt sie zu sehr in den Hintergrund.
Wer also hauptsächlich eine Liebesgeschichte erwartet, könnte enttäuscht werden.
Dennoch bleibt es ein spannender historischer Roman.
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Format: Taschenbuch
Die Keltin Neeve verliebt sich in den Römer Vectis - eine Liebe, die unter keinem guten Stern steht, schließlich herrscht zwischen Römern und Kelten erbitterte Feindschaft.
Die Verknüpfung zwischen der Liebesgeschichte und dem historischen Hintergrund hat mich dazu bewogen, dieses Buch zu lesen - und es hat sich gelohnt! Crockett beschreibt detailliert und farbig, wie das Leben im Römischen Reich aussah. Dass sich die beiden Liebenden erst etwa auf Seite 350 begegnen läßt das Buch allerdings zunächst etwas langatmig erscheinen. Insbesondere die Beschreibung der zahlreichen Kampfhandlungen ist manchmal zu ausführlich - ein kleiner Abstrich daher für diesen ansonsten faszinierenden Roman.
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Format: Taschenbuch
Tolles, informatives, detailgetreues, hochgradig spannendes Buch über die Konflikte zwischen Kelten und Römern in Britannien.
Die Geschichte spielt auf zwei Ebenen, der Autor beschreibt erschreckend anschaulich die gnadenlose, dekante und unmoralische Welt der adeligen Römer. Dort ist seine Hauptperson Vectis zuhause, der Sohn des ruhmreichen ersten Centurio von Rom, der im Laufe der Handlung durch eine Intrige eines angeheirateten Senators, Präfekt des nördlichsten und unsichersten Vorposten des Reiches wird. Im Lager Faustina lernt er die Keltin Neeve, die zweite Hauptperson, die aus dem unterdrückten Volk der Kaledonier stammt, kennen. Unter der Führung ihres Bruders Taranis planen die Kelten einen großen Befreiungsschlag von der römischen Herrschaft. Neeve verdingt sich als Kartenzeichnerin und sammelt im Konflikt mit ihrer wachsenden Zuneigung zu Vectis als Spionin zahllose wichtige Informationen im Lager.
Aber anders als es der Covertext einen glauben machen möchte ist dieser Roman kein Liebesroman! Wer das erwarten sollte, wird enttäuscht. Die beiden Protagonisten lernen sich erst im zweiten Drittel des Buches kennen und die Liebe zwischen Neeve und Vectis ist nur eine schlüssige, aber letztendlich tragische Entwicklung der Geschichte. Am Ende gibt es allerdings einen Hoffnungsschimmer, denn sonst gäbe es ja auch keinen zweiten Band über das Paar...
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Endlich mal wieder ein Buch, für das man den Schlaf opfert. Erinnert vom Inhalt stark an Donna Gillespies "Mondfeuer", weil auch da zwei Kulturen aufeinander prallen. Hier aber erfährt man mehr über das römische Militärleben, was ich unerwartet spannend fand. Der Drill, die Rangordnung, die Soldaten, die Taktik - der gute Professor aus New York muss es wissen, denn der unterrichtet ja römische Geschichte.
Auf die Fakten kann man sich also verlassen, so dass wir uns hinterher alle wie kleine Experten fühlen. Allerdings mangelt es dem Prof an Einsicht in das weibliche Gefühlsleben. Oft wirkt Neeve platt und einfach, ihre Emotionen wandeln sich mit den Ereignissen, obgleich es umgekehrt sein sollte.
Dafür wollte ich einen Stern abziehen - aber das Buch ist trotzdem großartig und seit langem das Beste, was ich an historischem gelesen habe. Dafür gibt's fünf, Will!
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Von Ein Kunde am 5. August 2003
Format: Taschenbuch
Ein toller historischer Roman. Die Keltin Neeve lebt als Spionin in einem röm. Kastell in ihrer Heimat. Es stellt sich als gefährliches Unterfangen heraus Informationen aus dem Kastell zu ihrem Stamm zu bringen. Doch sie meistert alle Gefahren und Schwierigkeiten mit großem Geschick. Da macht ihr allerdings die Liebe ein Strich durch die Rechnung. Sie muß sich entscheiden: Die Liebe oder Freiheit für ihre Heimat und ihr Volk.
Sehr zu empfehlen. (Im Oktober 2003 erscheint die Fortsetzung)
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