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Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
194
4,0 von 5 Sternen
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am 12. Januar 2017
Wer die Wanderhure schon nicht besonders gut fand, sollte sich dieses Buch erst Recht nicht antun. Die Charaktere sind reine Schwarz/Weiß-Malerei und die Handlung nur eine Aneinanderreihung von Szenen. Selten habe ich mich bei einem historischen Roman derart gelangweilt beim Lesen. Alles ist irgendwie vorhersehbar und ohne Leidenschaft geschrieben. Habe schon sehr viele historische Romane gelesen, sowohl solche bei denen der geschichtliche Hintergrund im Vordergrund standen, als auch "Krimis" oder "Romantik-Schnulzen", dieses Buch bedient leider weder das eine noch etwas anderes. Schade, habe von Iny Lorentz auch schon gute Sachen gelesen!
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am 15. September 2007
Der 2. Teil der Marie-Trilogie, hat mir deutlich besser gefallen, als der Erste, obwohl ich mich auch hier mit den ersten beiden CDs schwer getan habe. Ein Grund dafür ist die fehlende Differenzierung der einzelnen Charaktere, die eindimensional und teilweise recht plump wirken. Die sog. Bösen sind sowas von böse, während die Guten tadel- wie fehlerlos sind. Die fehlenden Abstufungen und Schattierungen der Persönlichkeiten können an manchen Stellen nerven. Ebenso nervig war die Tatsache, dass Frau Lorentz's Bösewichte allesamt nur an Vergewaltigung zu denken scheinen. Diese ständigen Wiederholungen fand ich unnötig - und der Nutzen für die Geschichte hat sich mir nicht wirklich erschlossen.

Davon einmal abgesehen hat mir die Geschichte von Marie gefallen, die als Marketenderin verkleidet ihren Mann Michel sucht, der im Krieg gefallen sein soll. Der hat sein Gedächtnis verloren und weilt im Feindesland in einer böhmischen Burg, während seine Frau Himmel und Hölle in Bewegung setzt ihn zu finden. Das ist gar nicht so einfach, denn Neid und Missgunst sorgen dafür, dass Marie ebenfalls in die Hände der Feinde gerät und dadurch ihre Suche nicht fortsetzen kann. Günstige Umstände sorgen schliesslich dafür, dass Marie mit der Armee des Feindes die böhmische Burg belagert, die ihr Mann gegen die anrückenden Eroberer verteidigen soll.
Das die Autorin aus dem deutschen Kaiser Sigismund über weite Strecken der Geschichte eine Art dümmlichen Trottel gemacht hat, war meiner Ansicht nach etwas zu dick aufgetragen wie überflüssig, zumal er sowohl am Ende dieses Buches, wie auch im letzten Teil der Trilogie, 'Das Vermächtnis der Wanderhure', wieder einen scharfsinnigeren, wenn auch flüchtigen Eindruck hinterlässt.

Anne Moll hat ihre Sache - wie schon im ersten Teil - supergut gemacht. Die "Pretty Women" aller Stimmen ist mittlerweile eine meiner weiblichen Lieblingssprecherinnen geworden.
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am 2. März 2017
Wie alle Teile der Wanderhure-Reihe ein tolles Buch. Sehr spannend und immer wieder passiert etwas, so dass es beim Lesen nicht langweilig wird.
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TOP 1000 REZENSENTam 13. November 2015
In diesem Fortsetzungsroman geht es um die gefährliche Reise, die Marie an der Seite des Heeres erlebt. Die Zeit der Hussitenkriege, die König Sigismund gegen Böhmen führt wird im Roman zwar inhaltlich richtig dargestellt, meiner Meinung nach ist sie aber nicht ganz so spannend mit der Handlung verknüpft. Es wird gezeigt, wie das Heer umherzieht, kämpft und versorgt werden muss. Alles natürlich gespickt mit vielen Grausamkeiten.

Auch in diesem Roman erleidet Marie wieder viele Intrigen und ein Unglück jagt das nächste. Die Beschreibung von der bunten Mischung an nicht gerade ehrenhaften Rittern, leichten Mädchen und kriegslüsternem Pöbel ist wieder sehr anschaulich und unterhaltsam geschehen. Man meint in diese düstere Zeit einzutauchen und die Missetaten hat man deutlich vor Augen. Wie hier ganze Ortschaften einfach niedergebrannt werden, Morde und Vergewaltigungen an der Tagesordnung sind, macht wirklich betroffen. Es ist heute kaum vorzustellen, welche Greueltaten die arme Bevölkerung täglich erleiden mussten.

Der Schreibstil ist in einem ähnlichen derben und groben Ton gehalten, wie der Vorgängerband. Das wirkt sehr stimmig und wie aus einem Guss.
Die Handlung kommt im Grunde genommen erst mit dem Aufbruch Maries nach Böhmen richtig in Fahrt.

Auch dieser historische Roman sorgt für ein Wechselbad der Gefühle. Außerdem ist die Zeit der Hussitenkriege interessant und sonst nicht so sehr in diesem Genre anzutreffen. Maries Schicksal ist man vom ersten Band an schon verbunden und so leidet man mit ihr auf ihrer erneuten Reise mit.
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Hatte schon sehnsüchtig auf den Nachfolgeband zu „Die Wanderhure" gewartet, es bei Amazon vorbestellt und auch sofort angefangen zu lesen, als der Postbote „Die Kastellanin" endlich brachte. M.E. ist der Nachfolgeband aber nicht ganz so gut gelungen wie „Die Wanderhure".
Iny Lorentz beschäftigt sich hier mit einem Teil der (deutschen) Geschichte, den ich vorher noch nicht wirklich wahrgenommen hatte: Mit den Hussitenkriegen um Böhmen. Es ist ihr gelungen, Geschichtliches in einen leicht, flüssig und spannend zu lesenden Roman zu verpacken. „Die Kastellanin" ist gespickt mit veritablen Schurken, leichten Mädchen, edlen und nicht so edlen Rittersleuten, kriegslüsternem Gesindel und friedliebenden Menschen. Wieder einmal eine eigentlich gelungene Mischung.
Aber: Lorentz hat von allem ein bisschen zu viel in die Geschichte um Marie und Michel gepackt: Z. B. sieht es zunächst so aus als ob die Schurken mit ihren Missetaten erfolgreich wären, aber natürlich straft sie Gottes Gerechtigkeit. Ich habe hier also genau das zu bemängeln, was schon einige bei „Die Wanderhure" zu kritisieren hatten: Marie (und hier auch ihre Familie) werden durch mehrere Intrigen von einem Unglück in das nächste gestürzt, überstehen alle Grausamkeiten & jedes Unrecht nahezu unbeschadet. Auch wenn Marie hier als Marketenderin während des Krieges unterwegs war, wurden für meinen Geschmack die Grausamkeiten während der kriegerischen Handlungen & Feldzüge etwas zu breitgetreten. Außerdem hat mich Maries Geschichte teilweise sehr an „Das Kreidekreuz" von Ulrike Schweikert erinnert, auch wenn es dort um andere kriegerische Auseinandersetzungen ging.
Fazit: Die Umsetzung des „Erfolgsrezeptes" hat beim zweiten Mal für mich nicht so gut hingehauen. Leider nicht ganz so gut wie „Die Wanderhure", aber lesenswert.
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am 18. August 2005
Marie und Michel leben ein glückliches Leben auf ihrer Burg bis der Kaiser seine Männer zum Kampf gegen die aufständischen Hussiten aufruft. Auch Michel macht sich mit einer Schar Fußknechte auf den Weg, um sich dem Kaiser anzuschließen.
Aus einem Scharmützel mit den Hussiten kehrt Michel nicht mehr zu den Truppen zurück und wird für tot erklärt. Marie glaubt nicht an seinen Tod. Allerdings ist sie von nun an einzig und allein der Gnade und dem Wohlwollen des Pfalzgrafen Ludwig ausgesetzt.
Als dieser plant, sie wieder zu verheiraten, verkleidet sich Marie als Marketenderin und schließt sich einem Heerzug an, der sich nach Böhmen aufmacht, um ihren Michel zu suchen...
Ich liebe das Buch genauso wie „Die Wanderhure". Die Fortsetzung steht dem Vorgänger wirklich in nichts nach. Die einzelnen Charaktere sind wieder so facettenreich und farbenfroh, dass es wirklich eine wahre Freude ist, neue Personen kennen zu lernen! Die Geschichte selber ist rasant erzählt, ohne störende Längen. Von der ersten Seite an war ich in der Geschichte gefangen!
Sicherlich lassen sich Parallelen in der Handlung zu der „Wanderhure" ziehen, was für mich den Roman aber nicht schlechter gemacht hat... Wer sich damit anfreunden kann, dass Marie wieder gefährliche Abenteuer bestehen muss und gemeinen Intrigen ausgesetzt ist, muss das Buch unbedingt lesen!
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am 29. März 2007
Ich habe die Wanderhure gelesen und war ganz begeistert so das ich mir direkt die Fortsetzung gekauft habe.Doch diese hat mich nicht so in ihren Bann gezogen wie einst die Wanderhure.

Da sich die Geschichten zu sehr ähneln die ersten 200 Seiten haben sich für mich wie Gummi gezogen.Und irgenwann war ich froh als ich die Hälfte des Buches hinter mir hatte und von diesem Zeitpunkt an wurde das Buch richtig gut.Ein paar Seiten weniger wäre dem Buch sehr hilfreich.

Nur für mich ist es erst mal wieder gut mit dem Mittelalter doch der 3 Teil werde ich mir auch noch vornehmen,allerdings mit ein wenig Abstand.Ich denke dann sehe ich das ganze wieder aus einem anderen Blickwinkel.
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"Die Kastellanin" erzählt von der ehemaligen Wanderhure Marie, die glücklich und zufrieden mit ihrem Ehemann Michel Adler lebt. Nachdem er jedoch gegen die aufständischen Hussiten in den Krieg ziehen muß und nach seinem Verschwinden für tot erklärt wird, steht Marie ganz alleine da und hat sich unentwegt gegen alle möglichen Demütigungen und Beleidigungen zu wehren.
Nachdem sie alles andere als überzeugt vom Tod ihres Mannes ist und sich einer unfreiwilligen Verehelichung konfrontiert sieht, flüchtet sie von ihrer Burg, um sich als Marketenderin einem Heerzug anzuschließen. Dies alles in der Hoffnung, ihren Mann Michel doch wieder lebend aufzufinden...
Nachdem ich dieses Buch erhalten habe, hatte ich Sorge nicht hineinzufinden, da ich die vorgelagerte Geschichte der Autorin - "Die Wanderhure" - nicht kannte.
Ich habe mich pflichtschuldig natürlich trotzdem diesem Buch zugewandt und kann nun nur noch von Glück reden.
Iny Lorentz schafft es, wie schon bei "Die Goldhändlerin", erneut den Leser an die Seiten zu binden und führt ihn dabei in eine längst vergangene Zeit, die von Vergewaltigungen, Kriegswirren, Mord und Totschlag geprägt ist und doch unser aller Vergangenheit aufzeigt. Iny Lorentz beschreibt dies alles in einer absolut glaubwürdigen und sehr detailverliebten Art und Weise, das man als Leser den Geruch der angespannten Ochsen sowie das unbequeme Poltern und Rütteln des Karrens wahrnimmt.
Sie verliert hierbei natürlich nicht den Blick auf ihren Handlungsfaden, der in einer extrem spannungsreichen Darstellung den Weg der Marie Adler auf der Suche nach ihrem totgesagten Mann auslegt und beim Leser die Angst vor der letzten unvermeidlichen Buchseite aufkommen lässt.
Durch ihre gut recherchierte, detaillierte und sehr lebendige Schreibweise gehört Iny Lorentz nun sicherlich zu den Oberen des historischen Romans.
Lediglich eine Karte über den geographischen Wirkungskreis hätte mir noch sehr gut am Anfang des Buches gefallen.
Ach ja: Man braucht "Die Wanderhure" nicht als Background um diesem Buch zu folgen, aber ich bin nun erst recht darüber enttäuscht es nicht gelesen zu haben...
Jürgen Seibold/21.06.2005
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am 3. Januar 2006
Nachdem ich den ersten Band „Die Wanderhure“ geradezu verschlungen habe, wartete ich sehnsüchtig auf die Fortsetzung. Das Warten hat sich gelohnt! Die Geschichte knüpft nahtlos an das vorherige Buch an, die Charaktere sind genauso lebendig und schon nach wenigen Seiten versinkt man in der düsteren Welt des Mittelalters. Es stimmt schon, manchmal ist die Sprache etwas drastisch, vor allem bei den tatsächlich sehr häufigen Gewaltszenen. Aber ich denke, das Mittelalter war halt leider so und wird nicht umsonst das dunkle Zeitalter genannt. Insofern ist „Die Kastellanin“ in meinen Augen ein schöner historischer Roman. Lebendig und flüssig geschrieben kann man sich der Faszination der Geschichte nicht entziehen und fiebert bis zuletzt mit den Protagonisten mit. Da tut es auch keinen Abbruch, dass es vielleicht den einen oder anderen glücklichen Zufall im Handlungsverlauf zuviel geben mag. Gute Unterhaltung ist das Buch in jedem Fall. Ich habe es sehr gern gelesen.
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am 3. Juni 2007
Im zweiten Teil der großen Mittelalter-Trilogie um die ehemalige Wanderhure Marie, die den gesellschaftlichen Aufstieg zu einer geachteten Frau eines Ritters geschafft hat, ist es Iny Lorentz gelungen, eine mitreißende Geschichte zu stricken.

Marie wird die Botschaft überbracht, dass ihr Ehemann Michel im Kampf gegen die aufständischen Hussiten gefallen ist. Doch sie glaubt der Nachricht nicht und wähnt ihren Mann immer noch am Leben. Um dies herauszufinden und ihn womöglich wiederzusehen, macht sie sich als einfache Kauffrau mit dem Heerzug des Kaisers auf ins Feindesland, um eine abenteuerliche und gefahrvolle Suche nach ihm anzutreten.

Perfide Intrigen und Ränkespiele, eine schonungslose Darstellung der Härten und Grausamkeiten des Mittelalters in Zeiten immer wieder aufflammender Kriege und nicht zuletzt ganz große Gefühle ohne dabei kitschig zu werden; all das zeichnet diesen wahrlich meisterhaften Roman aus.
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