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am 30. Juni 2009
Als der "Piano Man" wurde er weltberühmt. Billy Joel ist heute mit über 1000 Millionen verkauften Alben eine der bekanntesten und erfolgreichsten Künstler in den Vereinigten Staaten und hat auch in Deutschland ein große Fangemeinde.
Was allerdings die wenigsten seiner Fans wissen, ist, dass Billy Joels Familie einen deutschen Hintergrund hat, einen deutsch-jüdischen Hintergrund.

Karl Amson Joel und seine Frau Meta haben sich in der Zeit der Weimarer Republik in Nürnberg einen Wäschehandel aufgebaut, der auch sehr erfolgreich läuft und sicher zu einer großen Firmengeschichte hätte werden können, da kommen die Nürnberger Rassegesetze der Nazis und überschatten ihr Leben. Sie fliehen mit ihrem Sohn Helmut nach Berlin, dann in die Schweiz. Josef Neckermann erwirbt ihre Firma für einen Spottpreis. Später sollte er zum erfolgreichsten Versandhausunternehmer und zum berühmten Dressurreiter aufsteigen. Da durfte diese Vergangenheit natürlich nicht mehr erwähnt werden.

Die Familie Joel hingegen erreicht nach einer abenteuerlichen Flucht über Kuba schließlich New York. Dort heiratet Helmut ein Mädchen aus Brooklyn und 1949 wird der gemeinsame Sohn William Martin, genannt Billy geboren.

Für diese nicht nur für die eingefleischten Joel-Fans, die in die Millionen gehen, interessante und aufschlussreiche Biographie hat der Autor Stefan Radlmaier nicht nur in vielen Archiven geforscht, sondern auch unzählige Gespräche mit Mitgliedern der Familie Joel geführt, nicht zuletzt mit Billy Joel selbst.

Der hat dieses empfehlenswerte Buch auch durch ein persönliches Vorwort geadelt, in dem er von seinen deutsch-jüdischen Wurzeln spricht und seiner ganz besondere Affinität zur deutschen Kultur und Musik.
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am 3. Juni 2015
Steffen Radlmaier beginnt seinen Bericht mit Billy Joels Großvater Karl Joel, der 1927 eine Wäschemanufaktur gründete, die bald sehr erfolgreich war. Als die Nationalsozialisten immer mächtiger werden, trifft die die jüdische Familie Joel der Judenhass in voller Auswirkung. Während sie zunächst nur um den Erhalt der Firma kämpft, geht es bald schon ums blanke Überleben. Während Karl Joel mit Frau und Sohn Helmut über die Schweiz und Kuba in die USA flüchtet, verliert sich die Spur vieler anderer Familienmitglieder in verschiedenen Konzentrationslagern. Karl Joel bleibt viele Jahre in New York, während sein Sohn Helmut heranwächst und nach seiner Einbürgerung sogar für Amerika im Krieg gegen Deutschland eingesetzt wird. Wieder zurück in New York heiratet er 1946 und bekommt einen Sohn - Billy Joel.

Mit Religion hat Billy wenig am Hut, außerdem hat die Judenverfolgung mit dem Dritten Reich ein Ende genommen, deshalb wird das Buch von diesem Zeitpunkt an zur Biografie eines Musikers. Billy ist wie sein Vater ein begnadetes Talent am Klavier, spielt aber am liebsten ohne Noten und improvisiert. Mit 15 Jahren hat er die ersten Auftritte und entwickelt sich mit einigen Alben langsam zum gefragten Musiker, der sich am liebsten bei rockigen Stücken auf der Bühne austobt. Bei Kritikern stößt er nicht immer auf Begeisterung und liefert sich gerne verbale Gefechte mit ihnen, doch das Publikum liebt ihn. Wie viele Stars hat auch Billy Joel Höhen und Tiefen, in musikalischer und besonders auch in privater Hinsicht. In jungen Jahren zweifelt er an sich selbst, was einmal sogar zu einem halbherzigen Selbstmordversuch führt, doch mit zunehmendem Alter wird er selbstbewusster. Seine Gutgläubigkeit und Unerfahrenheit in finanziellen Angelegenheiten kommen ihn teuer zu stehen. Auch in der Liebe klappt es immer nur begrenzte Zeit. Doch viele von diesen Erfahrungen werden in Lieder umgesetzt und zu großen Hits.

Steffen Radlmaier hat für sein Buch auf viele Interviews von anderen Journalisten zurückgegriffen, aber auch selbst Gespräche mit Billy Joel geführt und eine spannende und informative Biografie daraus gemacht. Der erste Abschnitt mit der Familiengeschichte hat nur indirekt mit dem Musiker persönlich zu tun, ist aber aus historischer Hinsicht interessant, weil man am Beispiel des Wäschefabrikanten Joel nachvollziehen kann, welchen Auflagen und Repressalien jüdische Unternehmer während des Dritten Reiches ausgesetzt waren. Er wirft vor allem ein aufschlussreiches Bild auf Josef Neckermann, der die erfolgreiche Joel-Fabrik übernahm und damit zum Großunternehmer aufstieg, ohne jemals den vollen Kaufpreis zu bezahlen. In diesem Zusammenhang ist die Dokumentation "Die Akte Joel/The Joel Files" äußerst empfehlenswert, die dieses dunkle Kapitel genauer untersucht (zu finden bei youtube in der englischen Fassung).

Von Billy Joel wird vieles erzählt, das mir noch unbekannt war, so hat er z. B. einen Bruder aus der zweiten Ehe des Vaters, der als Dirigent sehr erfolgreich ist. Lesenswert sind auch die Hintergründe zu manchen Songtexten. Wem das noch nicht genug ist, findet einige Verweise auf andere Bücher über Billy Joel. Eine runde Sache also und absolut empfehlenswert.
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am 9. März 2012
Wer "nur" eine Biografie von Billi Joel erwartet, wird enttäuscht sein.
Der Autor hat die Familiengeschichte der Joels unter die Lupe genommen. Heraus gekommen ist dabei ein sehr lesenswertes Buch.
Neckermann gibt es nicht mehr. Würde es ihn heute noch geben, würde ich nichts mehr dort kaufen.
Josef Neckermann hat das Versandhaus Noel für einen Schleuderpreis übernommen, möglich gemacht durch die Nazi Gesetze.
Die Nachkommen Neckermanns können bis heute nichts Unehrenhaftes daran entdecken.
Als zeitgeschichtliches Dokument gegen das Vergessen sehr zu empfehlen. Mich hat das Buch betroffen gemacht.
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am 19. September 2014
Selbst ich, als bekennender Billy Joel Fan, habe viel erfahren können, von dem ich noch nichts wusste. Der Autor hält auch die nötige Distanz zu Billy Joel ein, denn Billy Joel ist ja auch eine streitbare Popfigur. Man erfährt viel über die Familie Joel und das Verhältnis der einzelnen Familienmitglieder zueinander. Somit werden auch einige Songs von Billy Joel klarer.

Viel Spass dabei
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Man weiß über Billy Joel im Grunde nicht sehr viel. So sehr er zu den weltweit erfolgreichsten Musikern der letzten fünfzig Jahre gehört, so sehr vermochte er dennoch stets sein Privatleben weitgehend aus der öffentlichen Berichterstattung herauszuhalten. Er ist kein permanentes Boulevard-Thema, rennt nicht über jeden roten Teppich der irgendwo ausgerollt wird und fühlt sich von Blitzlichtgewitter eher abgestoßen als angezogen. Das ist so sympathisch wie erstaunlich, denn seine wiederholten depressiven Phasen mit einhergehenden Alkoholproblemen böten den bunten Blättern der Belanglosigkeiten doch eigentlich den idealen Nährboden.

Wer nun hofft in der Familien-Biographie "Die Joel Story" von Steffen Radlmaier, in der Billy Joel ganz klar die zentrale Rolle einnimmt, endlich mehr über Privatheiten des Rockstars zu erfahren, wird bitter enttäuscht sein. Auch hier findet keine Bespiegelung des wilden Musikerlebens statt. Nicht zuletzt, weil es das in der klischeehaften Vorstellung bei Billy Joel nie gab. Immer wieder klingt sehr deutlich in den im Buch integrierten zahlreichen und ausführlichen, wörtlich wiedergegebenen Gesprächen mit Billy Joel durch, wie sehr er es zwar liebt Musiker zu sein, aber wie sehr er es haßt prominent zu sein und dieses ganze oberflächlich dümmliche Getue drum herum.
Und so erfährt man letztlich doch eine ganze Menge über Billy Joel, über seine Normalität und seine Denkweisen, auch wenn er trotz einiger Begegnungen mit dem Autor den Blick ins Privatteste nicht sehr viel weiter frei gibt als für ihn üblich. Er wirkt in den O-Tönen absolut unverstellt und authentisch, nachdenklich und reflektiert.

Radlmaier gelingt, auch durch Gespräche mit Vater Helmut, Bruder Alexander und Tochter Alexa Ray, ein weiter Bogen, der tatsächlich die gesamte Familie in diese biographische Betrachtung einbezieht. Das Buch beginnt mit der Geschichte von Billy Joels Großvater, Karl Joel, im Nürnberg der 1920er Jahre und seinem Aufstieg zum Versandhaus-Mogul, der durch die Nazis zum Verkauf (an einen aufstrebenden Deutschen namens Neckermann) und Flucht in die USA genötigt und um sein Lebenswerk gebracht wurde. Chronologisch und in aufgeräumt, sachlicher Betrachtung geht es dann über den Vater zum sicherlich ausführlichsten Teil des Buches rund um Billy Joels Lebensstationen, auch derer seines sehr viel jüngeren Halb-Bruders, dem Dirigenten Alexander Joel, bis zu den ersten beruflichen Schritten Billys einziger Tochter.

Radlmaier wahrt in der Betrachtung und Schilderung aller Generationen der Joels, trotz der spürbaren Sympathie die er ihnen entgegenbringt, eine angenehme Distanz und verfällt nicht in beweihräuchernde Star-Anbetung oder weinerliches Mitleid bei den Schilderungen von Schicksalsschlägen, die jede Generation auf ihre Weise erfahren und ertragen musste.

Wenn man das vergleichbare Familien-Epos "Der Mann mit dem Fagott" von Udo Jürgens kennt und gelesen hat, erscheint einem die Sprache in "Die Joel Story" zunächst möglicherweise etwas nüchtern. Da wo Udo Jürgens romanhaft, ebenfalls bei seinem Großvater beginnend, seine Familien-Geschichte flammend, ergreifend und sehr literarisch selbst erzählt, prägt dieses Buch ganz deutlich der Stil eines Betrachters von außen.
Wo Udo Jürgens eben seine Geschichte erzählt und die Geschichte seiner Familie, beschreibt Radlmaier die Familie Joel von außen. All die kleinen Nuancen, die emotionalisierend auf ein solches Buch einwirken, kann nur kennen (wenn er nichts erfinden will) wer sie über Jahrzehnte innerhalb der Familie wieder und wieder von Familienmitgliedern verschiedener Generationen vertraut und selbst gehört hat, oder eben selbst dabei war, als die Dinge geschahen. Diese Nuancen bleiben dem Betrachter von außen zwangsläufig verborgen. So tat der Autor gut daran, sich für den Weg der recht sachlichen, nüchternen Schilderung zu entscheiden. Die Geschichten der Familie Joel, eben die Joel-Story, sind spannend und gewürzt genug und in diesem Buch interessant dargestellt und zusammengefasst.
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am 23. April 2009
Endlich ein Buch in dem Billy Joel und seine deutschen Wurzeln thematisiert werden. Wer sich für die Musik und das Leben dieses ungewöhnlichen Musikers interessiert, bietet dieses Buch einiges neues. Das Thema könnte auch lauten: Wie man wird, was man ist.
Billy Joel hat grandiose und zeitlose Musikstücke geschrieben, die weit aus dem alltäglichen Einheitsbrei herausragen, und er ist ehrlich. Er sagt, dass er im Grunde unabhängig von irgendwem anderen, immer die Musik gemacht hat, die ihm selber gefallen hat. Vor dem Hintergrund seiner Familiengeschichte erklärt sich noch mal einiges seiner Beweggründe, Musik zu machen und vielleicht Musik zu leben.

Die Lektüre ist kurzweilig und informativ und wer kein Fan ist, dem hilft dieses Buch vielleicht sogar auf die Sprünge, dahin einer zu werden. .....to forget life for a while.........

P.S.: Noch eine Empfehlung an dieser Stelle: The Berlin Singers und ihr Album "States of mind" - ein Tribut an Billy Joel.
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am 27. Juni 2016
Habe das Buch im Urlaub in nur einem Tag "verschlungen", obwohl ich kein ausgewiesener Billy Joel Fan bin! Hervorragend recherchiert und durchgehend spannend geschrieben hat Steffen Radlmaier hier nicht nur eine Biographie des Sängers sondern auch hochinteressante zeit- und familiengeschichtliche Hintergründe geliefert. Ein echt klasse Buch - 5 Sterne!!
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am 23. November 2014
Steffen Radlmaier liefert mit dem Buch die spannende Biographie bzw.Familiengeschichte des Popstars Billy Joel.
Auch wenn man sich wenig für Musik interessiert, ist das Buch sehr lesenswert. Die Geschichte der Familie Joel fängt im Nürnberg der 1920er Jahre an. Mit der Machtergreifung Hitlers beginnt die Tragödie, die die europäischen Juden durchleben mussten - auch für die Familie von Billy Joel. Das macht dieses Buch so lehrreich. Der Autor versteh es, Weltgeschichte am Beispiel einer Familie nachvollziehbar zu machen.
Erst im zweiten Teil des Buchs geht es um Musik. Da widmet sich Radlmaier den schwierigen Lebenstationen Billy Joels. Auch hier ist es spannend zu lesen, wie die Kariere des einsamen Jungen in New York angefangen hat und wie zwiespältig die Beziehung zu seinem deutschen Vater war. Billys musikalische Entwicklung ist atemberaubend: Der Piano-Mann ist ein hochtalentierter Musiker.
Das Buch ist sehr gut recherchiert und geschrieben und lässt sich leicht lesen, obwohl der erste Teil einiges an Grundwissen über die Nazi-Zeit erfordert.
Ich kann es nur weiter empfehlen.
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am 1. Dezember 2014
This well-written book (mine was an E-book) has been based on thorough research and well-founded information. It not only shows the Billy Joel that we know, but follows his family background in Nuremberg. This leads to a better understanding of the artist and his roots, and is a surprisingly exciting read. I just happen to live around the corner from where Joel's grandparents had their shop, which makes it all the more interesting. I would advise anyone who is interested in the story behind the "superstar Joel" to read this book. There are so many biographies on the market which portray the glory and the gloom of stardom, the ups and downs, but this book presents a full and fair picture. Even for those who are not Billy Joel fans, this is a book which shows an interesting and shocking period of German history. As Joel's music, this book is down to earth, accessible, realistic but at the same time, optimistic.
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am 31. Dezember 2011
Ich schätze Billy Joel als Musiker (Sänger, Pianist, Songschreiber) und habe ihn dafür schon immer bewundert. Seine Geschichte kannte ich allerdings nicht, habe zuvor auch nichts über den deutsch-jüdischen Hintergrund von Billy Joel gehört. Um so interessanter war es, sich mit diesem Buch seiner Biographie zu nähern. Nähern deshalb, weil hier die Familie Joel im Vordergrund steht. Dies nahm ich allerdings zum Anlass noch mehr über Billy Joel selbst in Erfahrung zu bringen.

Die Großeltern von Billy Joel: Karl Amson Joel und seine Frau Meta hatten sich ein erfolgreiches Wäsche- und Konfektionsversandhaus in Nürnberg und Berlin aufgebaut bis die Nürnberger Rassengesetze der Nazis dem Ganzen einen Strich durch die Rechnung machten. Die beiden mussten zusammen mit ihrem Sohn Helmut zunächst nach Berlin, in die Schweiz und schließlich über Kuba nach New York fliehen. Josef Neckermann hat übrigens die Firma der Joel's zu einem Spottpreis gekauft und darauf ein Versandimperium aufgebaut...

In New York angekommen heiratete Helmut (jetzt Howard)Rosalind und am 09.05.1949 wurde William Martin Joel genannt 'Billy' als zweites Kind der beiden in der Bronx in New York City geboren.

Das Buch erhält von mir die Höchstpunktzahl, weil es wirklich interessant und sehr informativ ist. Selbst wer kein Billy Joel Fan ist, wird es nach der Lektüre dieses Buches vielleicht werden. Das Hintergrundwissen um diesen genialen Musiker lässt einen die Musik noch mal ganz neu erleben.

Rezension © 2009 by Alice S. für BookOla.de
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