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Die Hintergründe zu den Helsinki-Roccamatios Taschenbuch – 1. April 2007

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Yann Martel wurde 1963 in Spanien geboren. Er wuchs in Costa Rica, Frankreich, Mexiko, Alaska und Kanada auf, als Sohn eines Diplomaten, und lebte später im Iran, in der Türkei und in Indien. Sein Roman ›Schiffbruch mit Tiger‹ erschien in über 50 Ländern, wurde millionenfach verkauft und 2002 mit dem Man Booker Prize ausgezeichnet. Die Verfilmung von Regisseur Ang Lee wurde 2013 mit vier Oscars prämiert. Yann Martel lebt mit seiner Familie in Saskatoon, Kanada.

Literaturpreise:

Booker Prize 2002
Quality Paperback Book Club Award for New Voices (USA) 2003
Deutscher Bücherpreis 2004



Manfred Allié, geboren 1955 in Marburg, übersetzt seit über dreißig Jahren Literatur. 2006 wurde er mit dem Helmut-M.-Braem-Preis ausgezeichnet. Neben Werken von Jane Austen, Joseph Conrad und Patrick Leigh Fermor übertrug er unter anderem Romane von Yann Martel, Richard Powers, Joseph O'Connor, Reif Larsen und Patricia Highsmith ins Deutsche. Er lebt in der Eifel.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Allzu lange hatte ich Paul nicht gekannt. Wir lernten uns im Herbst 1986 an der Ellis-Universität in Roetown, im Osten Torontos, kennen. Ich trieb meine Studien nur halbherzig, hatte mir Arbeit gesucht und war nach Indien gereist. Ich war dreiundzwanzig, im letzten Universitätsjahr. Paul war gerade neunzehn geworden und fing eben erst an. Am Anfang eines Studienjahres machen die älteren Jahrgänge von Ellis die Neuankömmlinge mit den Einrichtungen und dem akademischen Leben vertraut. Keine Scherze, keine Gemeinheiten; die Älteren sollen den Jüngeren helfen. Sie heißen "Amigos", die Neuankömmlinge "Amigatos", was schon zeigt, wie es mit den Spanischkenntnissen in Roetown bestellt ist. Ich war Amigo, und die meisten meiner Amigatos kamen mir munter, eifrig und jung vor - sehr jung. Aber vom ersten Augenblick an mochte ich Pauls aufmerksame Art, seine entspannte Intelligenz, seinen Hang zur Skepsis. Wir verstanden uns auf Anhieb und hockten immer zusammen. Da ich älter war und schon mehr erlebt hatte, sprach ich oft mit der Autorität eines Gurus, und Paul lauschte wie ein gelehriger Schüler - außer wenn er eine Augenbraue hob oder mir mit einer ironischen Bemerkung zu verstehen gab, wie lächerlich ich wirkte. Dann lachten wir beide, schlüpften aus unseren Rollen und wussten, was wir waren: wirklich gute Freunde.
Dann, zu Anfang des zweiten Trimesters, wurde Paul krank. Schon zu Weihnachten hatte er Fieber gehabt, und seitdem plagte ihn ein trockener Reizhusten. Anfangs machte er sich - machten wir uns - überhaupt keine Gedanken darüber. Die Kälte, die trockene Luft - sicher kam es daher.
Allmählich wurde es schlimmer. Heute fallen mir Symptome ein, bei denen ich mir damals nichts gedacht habe. Mahlzeiten, die er stehen ließ. Klagen über Durchfall. Eine Kraftlosigkeit, die sich nicht allein mit phlegmatischem Temperament erklären ließ. Eines Tages gingen wir die Treppe zur Bibliothek hinauf, höchstens fünfundzwanzig Stufen, und oben blieben wir stehen. Mir ging auf, dass wir nur deswegen stehen geblieben waren, weil Paul außer Atem war und sich ausruhen wollte. Ich hatte auch den Eindruck, dass er abnahm. Es war schwer zu sagen, bei den dicken Winterpullovern, aber ich war mir sicher, dass er Anfang des Jahres fülliger gewirkt hatte. Als offensichtlich war, dass etwas nicht stimmte, redeten wir darüber - natürlich ganz beiläufig -, und ich spielte den Arzt und sagte: "Was haben wir ... Atemnot, Husten, Gewichtsverlust, Erschöpfung. Paul, du hast eine Lungenentzündung." Das war nur so dahingesagt, aber es stellte sich heraus, dass meine Diagnose ins Schwarze traf. PCP nennen es die Eingeweihten, Pneumocystis carinii-Pneumonie. Mitte Februar ging Paul nach Toronto und konsultierte seinen Hausarzt.
Neun Monate später war er tot.
AIDS. Er sagte es mir am Telefon, mit tonloser Stimme. Ich hatte fast zwei Wochen nichts von ihm gehört. Er sei gerade aus dem Krankenhaus zurück, erzählte er. Mein erster Gedanke galt mir selbst. Hatte ich mich jemals in seiner Gegenwart verletzt? Wenn ja, unter welchen Umständen? Hatte ich je aus seinem Glas getrunken? Von einem Teller mit ihm gegessen? Ich überlegte, ob es je einen Punkt gegeben hatte, an dem sein und mein Blut miteinander in Berührung gekommen waren. Dann dachte ich an ihn. Ich dachte an schwulen Sex und harte Drogen. Aber Paul war nicht schwul. Wir hatten zwar nie direkt darüber gesprochen, aber ich kannte ihn gut genug und hatte nicht die kleinste Zweideutigkeit entdeckt. Und auch als Heroinsüchtigen konnte ich ihn mir nicht vorstellen. Aber das war auch nicht die Erklärung. Drei Jahre zuvor, mit sechzehn, war er mit seinen Eltern zum Weihnachtsurlaub auf Jamaika gewesen. Sie hatten einen Autounfall gehabt, Paul hatte sich das rechte Bein gebrochen und recht viel Blut verloren. Im Hospital vor Ort hatte er eine Bluttransfusion bekommen. Sechs Unfallzeugen hatten angeboten zu spenden. Drei hatten die richtige Blutgruppe. Einige Telefonate und ein paar Nachforschungen ergaben, dass einer von den dreien vor zwei Jahren unerwartet gestorben war. Er war wegen Lungenentzündung in Behandlung gewesen. Die Autopsie ergab, dass er an schwerer zerebraler Toxoplasmose gelitten hatte. Eine verdächtige Kombination.
Am Wochenende besuchte ich Paul in seinem Elternhaus im reichen Rosedale. Ich fuhr nicht gern; am liebsten hätte ich die ganze Sache verdrängt. Ich fragte - das war mein Vorwand -, ob es seinen Eltern denn nicht zu viel würde, wenn auch noch ein Besucher käme. Er bestand darauf. Also fuhr ich hin. Ich riss mich zusammen. Ich fuhr nach Toronto. Und die Stimmung der Eltern hatte ich ganz richtig eingeschätzt. Denn was mich an jenem ersten Wochenende am meisten schmerzte, das war nicht Paul, das waren seine Eltern.
Als er erfuhr, auf welchem Wege Paul sich aller Wahrscheinlichkeit nach infiziert hatte, hatte sein Vater Jack den ganzen Rest des Tages kein Wort gesprochen. (...) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


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Format: Gebundene Ausgabe
In der ersten Geschichte erzählt uns Martel von einem jungen Aids-Kranken (angesteckt durch eine Bluttransfusion), der von seinem Freund auf seinem letzten Lebensabschnitt begleitet wird. Die beiden Freunde erzählen sich abwechselnd die Geschichte einer finnischen Familie und lassen sich dabei von den Ereignissen des 20. Jahrhunderts inspirieren, und während die finnische Familie von Schicksalsschlägen heimgesucht und von freudigen Ereignissen überrascht wird, kann der Leser den traurigen Verfall des Aids-Kranken mitverfolgen.
Die zweite Geschichte handelt von einem Vietnam-Veteran, der seinen Lebensunterhalt als Putzmann verdient und viele Stücke komponiert hat, und obwohl die "dissonante Violine" bei der Uraufführung gänzlich misslingt, sind die Zuhörer ergriffen.
In "1096 Arten zu sterben" beschreibt der Direktor einer Strafvollzugsanstalt den Tod (durch Erhängen) eines jungen Mannes. Einmal stirbt der junge Mann ängstlich, ein anderes Mal gefasst, einmal bringt er sich selbst um, einmal erliegt er eines natürliches Todes, einmal schreibt er seiner Mutter einen langen Brief, einmal redet er die ganze Nacht mit einem Priester -- allen Varianten enden mit dem Tod.
Im "Spiegel für die Ewigkeit" zeigt die Grossmutter ihrem Enkel, wie man früher Spiegel fabriziert hat, und während der Spiegel entsteht, redet die Grossmutter auf ihren Enkel ein. Sie redet und redet, und der Enkel schweift mit den Gedanken ab, verflucht dieses Materiallager in Grossmutters Wohnung, wünscht sich ein kleines Feuer herbei, das all den Müll verschlingt. Und plötzlich sagt die Grossmutter: "UND ENDE." Der Spiegel ist fertig. Und als der Enkel genau hinschaut, sind im Spiegel all die gesprochenen Worte sichtbar.
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Format: Taschenbuch
Es gibt Bücher, die möchte ich nicht ein zweites Mal lesen. Nicht weil sie schlecht wären oder langweilig, sondern gerade weil sie mich tief berührt haben und leiden lassen. Dieses Buch ist toll geschrieben, einfallsreich und aussergewöhnlich, vor allem in den verschiedenen Erzählformen. Aber die 4 Erzählungen sind alle auf Ihre Art unglaublich grausam und dunkel. Hinter harmlos wirkenden Titeln folgen Geschichten, die einem den Hals abschnüren. Die Machtlosigkeit und Schicksalhaftigkeit ist dabei der rote Faden. Die Protagonisten sind Ihrem Schicksal ausgeliefert, ohne Ausweg oder Hoffnung.
Ich gebe eine gute Bewertung, da ich beim Lesen gefesselt und in die Grundstimmung der Erzählung hineingesogen wurde, und das macht für mich ein tolles Buch aus. Aber es ist recht schwere Kost und deshalb keine "Lesespaß" im herkömmlichen Sinn.
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