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VINE-PRODUKTTESTERam 2. Juli 2004
„Du musst wissen: Sie war keine Hexe. Ihr einziger Fehler mag gewesen sein, dass sie nicht in der Weise gelebt hat, wie es die Welt von einer Frau erwartet" (S. 8).
Im Mittelalter hatten es Frauen wirklich nicht leicht und schon gerad' gar nicht, wenn sie nicht dem damals gängigen Frauenbild entsprachen. Catharina Stadellmenin war das krasse Gegenteil: Wissbegierig, mit eigenem Kopf und Willen und nach langer, unglücklicher Ehe endlich unabhängig und glücklich. Bis zu Ihrem Prozess....
Astrid Fritz hat nach eigenen Angaben sieben Jahre für diesen Roman recherchiert. Herausgekommen ist dabei eine wunderbare, interessante, wahre und bedrückende Geschichte einer Frau, im Zeitalter des Hexenwahns versucht hat, unabhängig zu sein. Anschaulich erzählt, fast wie ein Zeitzeugenbericht, aber ohne dabei den „Unterhaltungsfaktor" zu verlieren.
Am Martinstor in Freiburg gibt es eine Plakette, mit der die Stadt Freiburg stellvertretend für alle Frauen, die der Hexenverbrennung zum Opfer gefallen sind, u.a. auch Catharina Stadellmenin ehrt. Nachdem ich „Die Hexe von Freiburg" gelesen habe, weiss ich endlich, wer hinter diesem Namen steckt! Ich konnte das Buch nicht aus der Hand legen und kann daher es unbedingt weiter empfehlen!
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am 28. April 2017
Hat mich sehr gefesselt, von der ersten bis zur letzten Seite, auch wenn es typisch Mittelalterzeit ziemlich traurig ist, aber mehr wird nicht verraten. ;-)
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am 5. Dezember 2003
Der Roman "Die Hexe von Freiburg" beginnt und endet mit einer Hexenverbrennung. Dazwischen liegt die Lebens- und Liebesgeschichte der Katharina Stadellmenin, einer Frau, die sich den patriarchalischen Gesetzen ihrer Zeit nicht bedingungslos beugt und dafür mit ihrem Leben bezahlt. Selbstbewußtsein, Bildungswille, Lebensfreude, der Wunsch nach einem eigenständigen Leben - viel brauchte es nicht, um sich damals der Hexerei verdächtig zu machen.
Astrid Fritz schreibt spannend und anschaulich. Es gelingt ihr mühelos, uns als Leser in eine andere Zeit zu versetzen - angenehmerweise nicht durch historische Exkurse, sondern mit subtilen sprachlichen und erzählerischen Mitteln. Dadurch bleibt uns die Protagonistin so nahe, dass wir ihrem Weg emotional folgen, andererseits aber auch allerlei über das Alltagsleben und die gesellschaftlichen Strukturen der frühen Neuzeit erfahren.
Fazit: ein unterhaltsamer Schmöker, ein interessantes Frauenbuch und ein Geschenktipp für Freundinnen!
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am 16. November 2017
Die Hexe von Freiburg ist der erste Teil der Freiburg Trilogie von Astrid Fritz.
Los geht die Geschichte direkt mit einer Hexenverbrennung und der Geburt von Catharina. Sie wächst in den ersten Kapiteln zu einer selbstbewussten jungen Frau heran die ich gerne in mein Herz gelassen habe. Mit viel liebe zum Detail wird die Story von der Autorin aufgebaut und ihr angenehmer Schreibstiel gepaart mit den farbenprächtigen Beschreibungen, lassen einen tief in die Geschichte tauchen.
Was mich ein wenig gestört hat waren diese abrupten Themenwechsel. Was aber auch daran liegen kann, dass sie im Buch einfach nur schlecht platziert waren.
Ist man in dem einen Satz noch in der Schenke in der Catarina arbeit, ist man dann im nächsten schon in ihrem Feierabend oder gar am nächsten Tag. Ich hätte mir da ein paar mehr Absätze gewünscht, den es war oft sehr verwirrend.
Trotzdem hat es dem Lesevergnügen keinen großen Abbruch bereitet und ich freue mich schon sehr auf den zweiten Teil.
Für Fans des Mittelalters und der Thematik Hexenverbrennung ist dieses Buch eine ganz klare Leseempfehlung.
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am 1. Juni 2006
Also,wenn man den wirklich unpassenden Titel nicht beachtet...findet man hier ein wunderbar spannendes Buch über ein Frauenschicksal im 16.Jahrhundert.
Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen und konnte erst mit dem letzten Satz wieder durchatmen. Endlich mal wieder ein Buch in dem das Mittelalter nicht von seiner prunkvollen und ritterlichen Seite dargestellt wird und es zwischen Gut und Böse auch Grauzonen geben darf.
Eine Hauptdarstellerin die immer wieder in die Enge getrieben wird und nicht immer nur richtige und "heldenhafte" Entscheidungen trifft.Immer wieder fragt man sich - "was hätte ich an ihrer Stelle getan?" - "Hätte ich auch so gehandelt?"
Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen,spannend von der ersten bis zur letzten Seite - sicher kein sehr anspruchsvolles,oder lehrreiches Geschichtsbuch, aber ich denke, dass soll es auch nicht sein. Als Urlaubslektüre oder zum Abschalten ist es jedenfalls hervorragend geeignet.Dank einem sehr flüssigen Schreibstil und der intensiven Beschreibung der Charaktere und deren Lebensumstände ein Buch zum Eintauchen in eine andere Welt.
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am 17. November 2006
Catharina ist weder eine Hexe, noch ein Kräuterweibchen oder ähnliches. Sie ist lediglich ein Opfer ihrer Zeit (Neid und Tratsch). Daher ist der Titel "Die Hexe von Freiburg" etwas irreführend (erst nach über 400 Seiten wird Catharina bezichtigt, eine Hexe zu sein!)

Davon abgesehen ist es ein sehr gut und spannend zu lesendes Buch über ein Frauenschicksal aus dieser Zeit. Wer jetzt denkt "Oh Gott, ein Weiberbuch", dem muss ich sagen, dass ich dieses Buch mit großem Genuss gelesen habe und es definitiv jedem Geschlecht empfehlen kann.

Sehr gut kommt in diesem Buch rüber, dass es eben nicht nur Gut und Böse gibt, sondern eben auch die Grauzone, in der sich jede Menge, vom Schicksal gebeutelter Menschen bewegen.

Als Abbild seiner Zeit lässt das Buch tiefe Einblicke in das Leben im 16 Jahrhundert zu. Das Schicksal der Catharina, die sich immer wieder aus Problembereichen herauswinden muss (Stiefmutter, Vergewaltigung, uneheliches Kind, Gewalt in der Ehe etc.), geht zu Herzen und lässt "mitleiden". Catharina ist stark und verhält sich wie eine starke Frau. Dabei trifft sie gute und schlechte Entscheidungen. So ist nun mal das Leben.

Von der ersten bis zur letzten Seite hat mir das Buch sehr gut gefallen. Es beschreibt die damalige Zeit, ohne allzu brutal zu werden. Das Schicksal steht im Vordergrund, nicht der geschichtliche Hintergrund. Ein Eintauchen in eine neue (alte) Welt macht durch den flüssigen Schreibstil viel Freude. Alles in allem: sehr empfehlenswert...
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am 5. Januar 2007
Für mich ist diese Buch alle seine 5 Sterne wert.

Es sind vorallem die schön umschriebenen Szenen die einen selbst immer wieder in die Welt des Mittelalters eintauchen lassen, und glauben machen, man sei vor Ort.

Zu Beginn des Buches lernt man Catherina kennen und ihre Lebensgeschichte liest sich sehr aufregend. Ich konnte den Roman kaum aus der Hand legen und habe ihn innerhalb weniger Tage gelesen, da ich einfach wissen wollte wie es denn jetzt weitergeht.

Immer wieder passieren unvorhersehbare Dinge : Catherina freundet sich mit der Ehefrau ihrer Jugendliebe an.

Ihr böses Ehemann gesteht ihr betrunken wie sehr er sie braucht - aber sie wendet sich ab.

Am Tag ihrer Verhaftung, hat Catherina noch die Gelegenheit zur Flucht, stellt sich aber.

Allerdings hatte ich auch etwas mehr über die Zeit der Hexenverbrennung zu lesen erwartet - dennoch , genau diese Schicksale sind es ... Einfache Frauen wurden aufgrund unwahrer Anschuldigungen und weil sie von anderen "Hexen" unter Folter genannt wurden, verhaftet, gequält und solange gefoltert bis sie "gestanden". ( Im Roman ist das Geständnis der Catherina sehr ergreifend , da sie hier ihre ganze Lebensgeschichte verpackt hat und den Teufel ins Spiel bringt)

Sehr empfehlenswert !
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NR. 1 HALL OF FAMETOP 500 REZENSENTam 24. November 2003
Die Germanistin Astrid Fritz befasst sich in ihrem packend geschriebenen Roman mit dem Leben und Sterben der Patrizierin Catharina Stadellmenin. Diese intelligente, couragierte und noch dazu schöne Frau hat in der zweiten Hälfte des sechzehnten Jahrhunderts in Freiburg gelebt und wurde, im Zuge des allgemeinen Hexenwahns aufgrund von diesbezüglichen Denunziationen inhaftiert, grausam gefoltert und gemeinsam mit zwei weiteren Damen der dortigen Oberschicht 1599 verbrannt.

Geboren als Tochter eines Marienbilder-Malers lebt Catharina zunächst in der Obhut ihres Vaters, der sie - für diese Zeit ungewöhnlich - lesen und schreiben lehrt. Nach dem Tod ihrer Mutter wächst das Mädchen bei ihrer Tante auf, um schließlich nach der unglücklich verlaufenden Liebe zu ihrem Vetter Christoph den Freiburger Zunftmeister der Schlossergilde und späteren Stadtrat Michael Bantzer zu heiraten. Die Ehe mit diesem Mann wird als missraten geschildert; Michael ist gewalttätig. Er demütigt Catharina öffentlich aber auch privat und prügelt sie erbarmungslos.

Als ihr Gatte unerwartet stirbt, erwirbt die Witwe, nach erheblichen Schwierigkeiten mit der Schlosserzunft, die sich die Hinterlassenschaft ihres Mannes zu großen Teilen aneignen möchte, eine Lizenz zum Bierbrauen und versucht auf diese Weise ihr zukünftiges Leben zu sichern. Zu diesem Zeitpunkt wird Catharina als Hexe denunziert, peinlich verhört und schließlich nach vorheriger Enthauptung, die aufgrund erfolgreicher Fürsprachen erfolgte, auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Christoph, ihre große Liebe, dem sie nach dem Ableben Michaels erneut begegnet war, erwies sich als wahrliche Stütze in Catharinas letzten Stunden....

Die Autorin hat einen hervorragend recherchierten Roman geschrieben. Sehr detailliert weist sie auf den Unterschied zwischen Land - und Stadtleben in damaliger Zeit hin, richtet ihren Blick auf Wohlstand und Armut, auf diese unüberbrückbaren Gegensätze mit ihren verheerenden Folgen in jener Zeit, so etwa für Kranke oder für Reisende. Vom Damoklesschwert, das über Hebammen hing, spricht die Autorin ebenso, wie über die tötlichen Gefahren, denen Frauen sich aussetzten, wenn sie sich zu Abtreibungen entschieden.

Auch vom Zunftwesen ist die Rede, hauptsächlich von den sich daraus ergebenden Zwängen. Gezeigt wird am Beispiel Catharinas, welche Einschnitte in ihr tägliches Leben sie seitens der Gilde ihres Mannes akzeptieren musste. So gab es demnach für Frauen nicht nur eine individuelle Bevormundung durch den Ehemann, sondern eine allgemeine durch einschlägige Männerbündnisse. Nicht zuletzt befasst sich die Autorin sehr ausführlich mit dem Hexenwahn, der in den Köpfen tobte. Es gelingt ihr, die Infamie aber auch die Absurdität der damaligen Gerichtsverhandlungen vor Augen zu führen und zu zeigen, dass die Chance einen so genannten Hexenprozess heil zu überstehen gleich Null war.

Die Ursachen der Denunziationen, so erfährt man, waren in der Regel Neid, absonderliche Sexualprojektionen, der abstruse Zeitgeist und natürlich immer wieder Habgier, denn das Erbe dieser gepeinigten Frauen ging in der Regel an die Kirche oder an die weltliche Obrigkeit.

Der Fall Catharina Stadellmenin ist einer unter 100.000. Er ist exemplarisch für das Unrecht, das im Namen der Justiz an Frauen jener Zeit begangen wurde.

Ein wirklich empfehlenswerter Roman.
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am 19. Dezember 2007
Das Buch "Die Hexe von Freiburg" ist in meinen Augen ein sensationelles Meisterwerk.
Ich komme aus der Nähe von Freiburg. Daher ist das Buch für mich noch interessanter. Es werden viele Passagen beschrieben, die man als Einheimischer aus eigenen Erfahrungen kennt. Aber nicht nur für Freiburger ist dieser Mittelalter-Roman ein Meisterwerk.
Die Geschichte erzählt den Lebensweg einer jungen Dame, die schnell mit den unglaublichen Gesetzen dieser Ära konfrontiert wird. Doch hinter dem Leidensweg Catharinas steckt durchaus auch eine packende und emotionsgeladene Liebesgeschichte. Sie macht Erfahrungen mit der Liebe. Negative, wie Positive Ereignisse treffen aufeinander und scheinen die mutige Frau nicht aus der Bahn zu werfen. Doch leider muss Catharina die Ungerechtigkeit, die ein großes Kapitel des Mittelalters schreibt, zu spüren bekommen. Wirklich eine gefühlvolle, bewegende Story.
Wie schon der Titel wiedergibt, erfährt man auch einige Informationen über die Entstehung der Hexenverfolgung. Und gerade diese schwierige Wiederlegung ist perfekt in die Geschichte verarbeitet, sodass es das Lesen noch wissbegierender gestaltet.
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am 20. Februar 2005
Zuerst war ich etwas skeptisch - ich hatte mir schon wieder einen Historienroman vorgenommen. Aber als ich die erst Seiten
gelesen hatte war ich wie gefesselt vom Leben Catharinas. Von der Geburt an wird ihr Leben beschrieben. Ihr Leben bei Ihrem Vater, dann nach der Flucht vor der Stiefmutter das Leben bei ihrer geliebten Tante. Sie findet ihre Liebe zu Christoph und der Roman wird bis zum Schluß von dieser Liebe geprägt und man fiebert mit, ob diese Liebe eine Chance hat. Aber dieses Buch ist keineswegs nur ein Liebesroman. Bildlich wird die Verfolgung der Hexen und der harte Stand einer Frau im 16. Jahrhundert aufgezeigt. Ein absolut gelungenes Werk von Astrid Fritz! Auch habe ich mir gleich das Folgewerk "Die Tochter der Hexe" bestellt
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