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Die Henkerstochter Taschenbuch – 13. März 2008

4.4 von 5 Sternen 296 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Oliver Pötzsch, Jahrgang 1970, war jahrelang Filmautor beim Bayerischen Rundfunk und lebt heute als Autor in München. Seine historischen Romane um den Schongauer Henker Jakob Kuisl haben ihn weit über die Grenzen Deutschlands bekannt gemacht.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch
Für mich war "Die Henkerstochter"von Oliver Pötzsch wirklich ein Stern am Himmel des historischen Romans und ich hätte gerne mehr Sterne vergeben.Fundiertes Hintergrundwissen, vor allem auch was die Hexenverfolgung und den Hexenwahn angeht, gepaart mit einer spannenden Geschichte, macht diesen Roman zu einer Perle dieses Genres.

Die Geschichte spielt nach dem dreizigjährigen Krieg in der bayrischen Stadt Schongau, nahe Augsburg. Aus dem Lech wird ein sterbender Junge gezogen, der nicht nur viele Messerstiche aufweist,sondern auch eine Tätowierung auf der Schulter. Da man für jedes Verbrechen gleich einen Täter braucht und die Tätowierung in Unkenntnis der damaligen Zeit für viele gleich mit Aberglauben und Occultismus zu tun hatte, wird gleich die Hebamme des Ortes in der Fronfeste festgesetzt und der Henker des Ortes bekommt den Auftrag mit allen Mittel der Folter für ein möglichst baldiges Geständnis der "Hexe"zu sorgen

Jakob Kuisl, der Henker ist allerdings, genauso wie Simon, der Sohn des Stadtmedicus, von der Unschuld der Hebamme überzeugt und sie ahnen , dass mit der Hinrichtung der Hebamme, von einem anderen Verbrechen abgelenkt werden soll. Als dann noch andere Kinder sterben, die ebenfalls ein Mal auf der Schulter haben, steigert sich die Angst in der Stadt zur Hysterie und der Henker wird gezwungen mit der Folter zu beginnen.
Zugleich macht er sich mit Simon auf die Suche nach dem wahren Verbrecher.

Diesen spannenden und historisch korrekten Roman, sollte man sich als Liebhaber solcher Bücher nicht entgehen lassen.
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Format: Taschenbuch
Mal wieder ein sehr schöner, gut recherchierter historischer Roman mit Kriminalgeschichte...
Zur Abwechslung in den Zeiten von Iny Lorentz und Co. steht hier mal ein Mann im Mittelpunkt. Der Henker von Schongau, Jakob Kuisl, Vorfahr des Autors, führt ein hartes Leben. Das Töten ist sein Beruf, die Verachtung und Furcht der Menschen gehört zu seinem Dasein...
Der Autor hat versucht, sich in seinen Ahnen hinein zu versetzen und hat das meiner Meinung nach, sehr gut hinbekommen. Zwar wird man nie erfahren, ob der echte Henker wirklich so ein Mensch war, wie hier beschrieben, aber zumindest erhofft man es und kann es sich gut vorstellen.
Die Mordfälle, die Ermittlungen des Henkers, seiner Tochter und des jungen Medicus wirken authentisch und lösen sich am Ende logisch auf.

Das ganze Buch über reißt die Spannung nicht ab, bereits der Prolog fesselt und es wird nie langweilig. Der Autor hat genau das richtige Maß an Information gefunden und baut diese gekonnt in seine Geschichte ein. Aus der Sicht des Henkers alles mitzuerleben, war sehr interessant und stimmt nachdenklich.
Alle Figuren haben das gewisse Etwas, egal ob gut oder böse und ich freue mich, dass es einen zweiten Roman um den Henker Jakob Kuisl und seine Familie geben wird. Der steht schon jetzt auf meiner Wunschliste...
Ein historischer Kriminalfall, den ich nur empfehlen kann!
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Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Eigentlich wollte ich mir das Buch nie kaufen weil mich der Titel nicht angesprochen hat. Aufgrund der vielen guten Bewertungen habe ich es dann doch gekauft und war begeistert.
Es ist ein wirklich sehr spannender Roman, welcher im Mittelalter spielt. Fasziniert hat mich das der krimi aus der Perspektive einer Henkersfamilie geschrieben ist.
Zu empfehlen ist auch der 2. Teil, welcher einen eigenen abgeschlossenen Krimi darstellt.
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Format: Taschenbuch
"Es geht nicht darum, ob sie schuldig ist; es geht um das Wohl der Stadt!Ein kurzer Prozess, und der Frieden zieht endlich wieder ein."
(Johann Lechner, Gerichtsschreiber)

Der in blutroten Lettern geschriebene Romantitel und das Buchcover, mit einem Ausschnitt aus Paul Delaroches Gemälde "The Execution of Lady Jane Grey" von 1833 (bei dem das ursprünglich weiße Kleid der Delinquentin ebenfalls rot eingefärbt wurde), sind durchaus geeignet, falsche Erwartungen zu erwecken. Denn der Gemäldeausschnitt zeigt ein Ereignis, dass bereits am 12. Februar 1554 in Londoner Tower stattfand und die genannte Titelfigur kann eher als Mitläuferin, denn als Hauptakteurin bezeichnet werden.

Nach einem am 12.10.1624 spielenden Prolog, bei dem der jugendliche Protagonist Jakob Kuisel seinem Vater bei einer Exekution assistieren muss, beginnt die eigentliche Romanhandlung 35 Jahre später am 24. April 1659. Nachdem ein ermordeter Junge mit einem Hexenzeichen an der Schulter aufgefunden wurde, ist die "Schuldige" schnell gefunden. Die Schongauer Hebamme Martha Stechlin muss ihre "Verbrechen" nur noch "gestehen", aber möglichst schnell, denn sonst würden unnötige Kosten entstehen. Neben dem Scharfrichter Kuisl haben auch der junge Medicus Simon Fronwieser und der Ratsherr Jakob Schreevogel Zweifel an Hexerei und einer Schuld der Hebamme. Da geschieht ein weiterer Mord, weitere Kinder verschwinden, der Rohbau eines Leprosoriums wird zerstört und eine Lagerhalle fällt den Flammen zu Opfer.....

In seinem ersten Roman ist es dem Autor vor der Kulisse einer verrohten Epoche gelungen, neben den menschlichen Abgründen Aberglaube, Habgier, Sadismus, Standesdünkel und Berechnung usw.
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