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Die Heilerin von Canterbury und das Labyrinth der Mörder Gebundene Ausgabe – 1. September 2005

3.4 von 5 Sternen 6 Kundenrezensionen

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Produktinformation

Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Celia L. Grace ist das Pseudonym des britischen Historikers Paul Doherty. Der promovierte Geschichtswissenschaftler hat sich neben anderen Forschungsgebieten auf das Mittelalter spezialisiert und unter verschiedenen Pseudonymen bereits weit über 40 Romane mit historischem Hintergrund verfasst. Er lebt mit seiner Familie in London. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Prolog
Hüte deine Zunge wohl und denke an die Krähe.
GEOFFREY CHAUCER

Die Votivkapelle St. Michael and All the Angels in der Franziskanerkirche Greyfriars zu Canterbury, der Stadt des Königs, wurde von einem Chronisten als »ein Juwel in einem Juwel« beschrieben. Greyfriars mit den honigfarbenen Ziegeln und dem dunkelroten Schieferdach war eine schöne Kirche. Die Fenster waren verbreitert und mit buntem Glas gefüllt worden, auf dem Szenen aus der Bibel dargestellt waren. Im Hochsommer, flimmernd in der starken Sonne, entwickelten diese Bilder ein Eigenleben und tauchten das Kircheninnere in ein lebhaftes, prächtiges Farbenspiel. Greyfriars war im Laufe der Jahrhunderte vergrößert und ausgebaut worden, man hatte Querschiffe hinzugefügt und Dächer ersetzt. Die weiß getünchten Wände waren jetzt mit atemberaubenden Bildern und Mosaiken bedeckt. An einem milden Sommerabend fiel es leicht zu glauben, dass eine solche Kirche wahrhaftig das Haus Gottes und das Tor zum Himmel war. Der marmorne Hochaltar mit den goldenen Kerzenständern war durch die Tür des kunstvoll geschnitzten Lettners zu erahnen, der die Kreuzigung Jesu Christi und andere Szenen aus seinem Leidensweg darstellte. An jenem Donnerstagabend im August 1473 war es im Kirchenschiff ruhig, ein paar Kerzen blakten schwach in der Marienkapelle zur Linken des Hochaltars; auf der anderen Seite leuchteten in einem Schrein, der dem Heiligen Franziskus gewidmet war, zwei große Kerzen in ihren Windlichtern aus rotem Glas. Ein Hort des Friedens, bis auf den Taschendieb, der den Gnadenstuhl im Allerheiligsten besetzte. Unruhig und unbehaglich krallte er sich an die Armlehnen und starrte zum Hochaltar hinauf, die Augen starr auf das Kruzifix gerichtet, als bäte er den Herrn um Hilfe. Der Taschendieb, den Bütteln von Canterbury bekannt als Laus Tibi, wörtlich übersetzt »Gelobet seist du«, hatte seinen richtigen Namen vergessen. Er erinnerte sich noch vage daran, dass er in Gravesend aufgewachsen war, doch die meiste Zeit war er auf den staubigen Landstraßen Englands unterwegs gewesen und hatte sich seinen dürftigen Lebensunterhalt als Langfinger zusammengestohlen. Laus Tibi hatte fettiges Haar, ein Rattengesicht, war dürr wie eine Bohnenstange, ein Mann mit pockennarbigen Wangen und dunklen, glitzernden Augen. Er hatte sich den Pilgern angeschlossen, die jetzt, da der Sommer auf dem Höhepunkt war, in hellen Scharen nach Canterbury kamen, um vor den gesegneten Gebeinen des heiligen Märtyrers Thomas Becket in der Kathedrale zu beten. Laus Tibi war es nicht um Reliquien gegangen, nicht um die Gebeine des heiligen Thomas oder darum, einen Ablass zu erwirken, der ihn nach dem Tod vor den Qualen des Fegefeuers bewahren würde. Laus Tibi hatte sich wie ein Wolf in den Schafstall durch die Tore von Canterbury geschlichen. Er war gekommen, um zu stehlen, lange Finger zu machen, von den Marktbuden zu stibitzen und die Ernte einzufahren, ehe der Winter Einzug hielt. Er brauchte Geld, um sich in einer Schänke auszuruhen, bis das Frühjahr einsetzte: Pilger waren wie Kaninchen im Heu – man musste sie nur aufscheuchen und fangen. Das war nicht schwer. Pilger waren erpicht, eine Schänke oder ein Gästehaus zu finden, oder sie starrten mit offenem Mund auf die Kirchen und die schönen Gebäude von Canterbury, sodass sie oft ihre Bündel vergaßen, die sie bei sich trugen, oder, noch wichtiger, ihre Geldbörsen, Brieftaschen oder Manteltaschen. Zunächst konnte Laus Tibi sein Glück kaum fassen. Auf dem Markt nahm er den Geldbeutel eines Priesters an sich, dann die Brieftasche eines Schneiders in einer Schänke, nachdem der Mann zu tief in sein Glas mit starkem Ale aus Kent geschaut hatte. Die Frau eines jungen Kaufmanns, die einen bestickten Beutel am verzierten Gürtel um die schlanke Taille hängen hatte, war eine leichte Beute gewesen: Der Beutel hatte ihm eine Goldmünze eingebracht, frisch geprägt vom königlichen Schatzamt in London, ein paar Silberpennys und einen Rosenkranz. Letzteren hatte Laus Tibi als heilige Reliquie an einen Gemeindevorsteher aus Devon verkauft. Schließlich war es Laus Tibi gelungen, sich eine Mansarde in der Schänke Zum Grauen Wiesel gleich am Marktplatz zu sichern: Bett und Tisch, Krüge voller Ale und die Bedienung eines hübschen Zimmermädchens obendrein. Am Ende war Laus Tibi indes zu lange geblieben; es herrschte erhöhte Wachsamkeit, und der Markplatz wurde überwacht. Laus Tibi schloss die Augen und knirschte wütend mit den gelblichen Zähnen, wobei er mit der Zunge den Abszess hinter den oberen Schneidezähnen suchte. »Ich hätte besser aufpassen sollen.« Er schlug die Augen auf und richtete den Blick starr auf das Kruzifix; Schuldgefühle versetzten ihm einen Stich. Doch was blieb einem Mann wie ihm anderes übrig? Er hatte kein Geschäft, kein Zuhause, keine Familie; für ihn hieß es stehlen oder verhungern. »Ich hätte vorsichtiger sein sollen«, wiederholte er. Verstohlen fuhr Laus Tibi mit der Hand unter das verdreckte Leinenhemd, das er in einem Garten stibitzt hatte, wo es über einem Zaun zum Trocknen gehangen hatte. Die schmutzigen Finger des Taschendiebs ertasteten die Narbe des Brandzeichens »V« für Verbrecher, vor drei Jahren in seine rechte Schulter eingebrannt, als man ihn in der Nähe von Smithfield Market in London beim Stehlen erwischt hatte. Sollte der Büttel des Königs das sehen, dann hätte er wenig Gnade zu erwarten: Laus Tibi würde an der Kreuzung hängen! Er war an solchen Galgen mit geteerten, grässlichen menschlichen Überresten vorbeigekommen, eine schauerliche Warnung für Gesetzesbrecher. Trotzdem war Laus Tibi, die Spielernatur, davon ausgegangen, dass der Würfel immer zu seinen Gunsten fallen würde – bis vor einer Woche. Laus Tibi hatte den dicken Priester beobachtet, der sich zwischen den Ständen auf dem Markt von Canterbury wie ein aufgedunsener Karpfen bewegte, einen pelzbesetzten Umhang über einem Arm, eine schwere Geldbörse baumelte wie eine Glocke vom Ledergürtel um die stattliche Taille. Laus Tibi war ihm gefolgt wie ein hungriger Fuchs einer fetten Gans. Er hatte seine übliche vorsichtige Gerissenheit über Bord geworfen. Priester hatte er noch nie leiden können. Sie hatten keine Zeit für ihn. Nur sehr wenige zeigten sich ihm gegenüber besorgt, noch weniger hatten Mitleid mit ihm. Laus Tibi war entschlossen, sowohl den Umhang als auch den Beutel an sich zu nehmen, eine herausragende Leistung! Er muss seinem Opfer mindestens eine Stunde lang gefolgt sein. Der Priester blieb immer wieder an bestimmten Ständen stehen, die kostbare Tapeten und Wandbehänge aus dem Ausland feilboten. Einige hingen vor dem Stand, andere wiederum waren aufgerollt und unter einem Leinentuch geschützt. Der Priester war sehr wählerisch. Er ließ den Stoff prüfend zwischen den Fingern hindurchlaufen und fragte den dienstbeflissenen Händler Löcher in den Bauch. »War das echter Silberfaden?« - »Aus welcher Mühle?« Der Priester konnte sich nicht entscheiden. Er ging weiter und kam zurück. Laus Tibi schob sich näher heran. An einem Stand mit Stoff von den Webstühlen in Brabant legte der Priester den Umhang ab und verschob den Gürtel ein Stück, so dass der Geldbeutel, der an der Seite gehangen hatte, nun nach hinten gerutscht war. Laus Tibi zog ein nadelartiges Messer aus der Lederscheide, die er unter dem abgenutzten Wams an den Arm gebunden hatte. Der Priester feilschte mit dem Standbesitzer. Jetzt! Der Priester schickte sich an, etwas zu kaufen, und hatte alles um sich herum vergessen, da er den Händler auf seinen Preis drücken wollte. Laus Tibi hörte das Gezeter und Geschnatter des Marktplatzes nicht mehr, das heisere Gebrüll der Lehrburschen, roch die Misthaufen nicht mehr, die Düfte aus den Garküchen und Bäckereien, vernahm weder Glockengeläut noch die fernen Klänge des Gesangs aus einer nahe gelegenen Kirche. Wie ein schwebender Falke beobachtete er seine Beute. Rasch warf er einen Blick in die Runde: Niemand hatte ihn im Auge, er konnte keinen Büttel sehen. Laus Tibi beschloss, auf... -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.


Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

am 1. April 2015
Format: Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 31. Dezember 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Kommentar| 39 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 19. Oktober 2010
Format: Taschenbuch
Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 10. November 2007
Format: Taschenbuch
Kommentar| 4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 23. April 2008
Format: Taschenbuch
Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden
am 2. November 2005
Format: Gebundene Ausgabe
Kommentar| 18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich? Missbrauch melden

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