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am 27. März 2014
eine super Einführung in die tiefe Faszination der absoluten Menschlichkeit, welche aus zwei Seiten - schön u. hässlich - besteht
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am 23. März 2014
Durch die vielen Originalzitate ein Buch in dem man nach Herzenslust schmökern kann. Sehr gut bebildert und nur zu empfehlen.
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TOP 500 REZENSENTam 27. Juli 2016
Mit eines Moores schwülen Lüften gatten.
Und auf dem dunkeln Grund ein Irrlicht flirrt.
(Eduard Wissmann)

Hässlichkeit ist immer im Auge des Betrachters bzw. seinem inneren Abgleich mit jenen Normen, die aktuell gelten. Dieses Buch führt über unterschiedliche Zeiten in unterschiedliche Bewusstseinslagen und Zustände, ein Begreifen jener Maßstäbe, die heute vielleicht nicht mehr gelten oder fragwürdig scheinen. Hässlichkeit fließt ebenso wie alles andere und hat doch im Äußeren ein Merkmal, an dem vieles festgemacht wird.

Man könnte sogar vermuten, dass je hässlicher ein Mensch ist, er umso mehr den Ausgleich durch ein liebenswürdiges Wesen und Charme sucht. Gewiss, es ist möglich und vorhanden, aber schwer zu erreichen. Wenn die Physiognomie Hässlichkeit ausstrahlt, ist die Wahrscheinlichkeit von Verletzungen eminent höher als bei einem schönen Menschen. Diese Verletzungen bzw. Zitronen abzuwehren und in Zitronenlimonade umzuwandeln und schöne Worte für den Verletzenden zu finden, es dürfte schwerfallen. Und doch kenne ich viele Menschen, die diese Fähigkeit entwickelt haben und bei äußerer Hässlichkeit größten Charme und Liebe ausstrahlen. Menschsein in diesem Sinne überwindet die Schranken jener vordergründigen Sichtweisen, die uns heute Werbung und Medien vorgaukeln.

Ideale der Schönheit wurden immer gesucht und definiert, jene der Hässlichkeit fehlen. Dieses Buch fasst dieses Leerfeld in Vermutungen und Bilder, die eine Vorstellung davon geben, was man als hässlich empfinden könnte. Eine nach wie vor treffende Definition des Hässlichen ist für mich die von Rosenkranz, der es als die „infernale Bosheit“ beschrieb. Er sah sie nicht in der Natur oder dem Getier, sondern in jenen inneren Leidenschaften, die Menschen in den tückischen Wahnsinn trieb oder in den frivolen Gebärden Ausdruck fand, in den Scheel- und Neidblicken des Auges. Für Rosenkranz war Hässlichkeit nur die Negation des Schönen, die Hölle des Schönen.

Eco zeigt, wie Schönheit im antiken Griechenland als Idealzustand verehrt, über das Christentum mit seinem Leiden und den entsprechenden Darstellungen sich öffnete für ein universelleres, liebevolleres Verständnis bis ins heute, in dem Hässlichkeit durch Beton und Kitsch eingemauert und ausgestellt scheint. Ein Werk zum Immer Wieder Durchblättern und Anregungen bekommen, um eigene Dimensionen des Hässlichen zu erahnen, sich selbst sozusagen innerlich reifend zu finden.

Für mich liegt Hässlichkeit immer im Inneren, im Charakter - sie äußerst sich im realen Verhalten, unabhängig ob man nach physiologischen Kriterien schön ist oder nicht. Viele physiologisch schöne Menschen sind hässliche, ausbeuterische Seelen und viele physiologisch hässliche Menschen sind Engel der Liebe. Hässlichkeit und Schönheit sind dieser Zusammenklang aus Äußerem und Innerem, den man nie richtig fassen kann. Und letzten Endes müssen wir am Ende auch die Falten der Schönheit ertragen, diese Art von Hässlichkeit aber muss nicht zerstören, sondern kann in eine brauchbare, schöne, ruhige, innere Energie verwandelt werden. Die Augen davor zu verschließen wie das Marlene Dietrich z.B. tat, ist eine Lösung. Die andere aber ist besser und schöner. Sie hat einen Namen: Würde.
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TOP 1000 REZENSENTam 9. Februar 2011
Anders als für die Schönheit gibt es für die das Hässliche keine klare Definition oder Regel. Auch Eco definiert sie nicht, er betrachtet sie aus kulturgeschichtlicher Sicht und zeigt dem Leser und Betrachter die unterschiedlichen Sichtweisen in den einzelnen Epochen. Denn eines ist die Hässlichkeit auf jeden Fall, sie ist in Abhängigkeit zu ihrer Zeit zu sehen. Um dies zu belegen, bedient sich der Autor einer Vielzahl von Zitaten von Zeitzeugen und Dokumenten. Er bezieht sich immer wieder auf die "Ästhetik des Häßlichen" von Karl Rosenkranz, vergleicht und diskutiert dessen Thesen. Besonders wird dieses Buch jedoch erst durch die Auswahl des Bildmaterials. Deshalb ist "Die Geschichte der Hässlichkeit" neben seinen interessanten Texten auch (oder vor allem) ein sehr schöner Bildband, der eindrucksvoll die Fülle an Hässlichem, Ordinärem, Missgestaltetem und Unförmigem wiedergibt, aber trotzdem kein Gruselkabinett ist und nur durch eine aufwändigere Gestaltung, wie z. B. aufklappbare Seiten für große Abbildungen, aufgewertet werden könnte. Aber auch so ist das Äußere von Eco's Werk alles andere als hässlich. Es ist ein Schmuckstück in dem gutes Papier auf Fadenheftung trifft.
Ich habe dieses Buch am Stück gelesen. Nicht als Zweitbuch oder häppchenweise. Es war eine hervorragende und lehrreiche Lektüre. Nun wandert es zurück ins Regal, aber ich bin mir sicher, es noch häufig in die Hand zu nehmen, um einzelne Abschnitte erneut auf mich wirken zu lassen und zu vertiefen.
"Die Geschichte der Hässlichkeit" ist trotz des nicht unerheblichen Preises jeden Cent wert. Es ist ein Buch zum Lesen, zum Genießen, zum Vor- und zum Zurückblättern, zum Nachdenken, zum längeren Betrachten und Verweilen bei einzelnen Seiten. Es ist ein Buch, das man ein Leben lang hat, um immer wieder reinzuschauen, um Neues zu entdecken und Bekanntes aufzufrischen.
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Was ist denn die Hässlichkeit? Sie definiert sich nur über das Schöne, ansonsten ist man gar nicht in der Lage die Hässlichkeit zu erkennen und doch liegt in jeder Hässlichkeit auch das Schöne verborgen. So mag man sich wundert, wenn man über das Hässliche spricht so verehrt man es doch indirekt, denn es gibt Halt und Stabilität, hält das System aufrecht und hat seinen Platz. Das Buch DIE GESCHICHTE DER HÄSSLICHKEIT herausgegeben von Umberto Eco gibt insbesondere mit einem überbordenden Bildteil eine umfassende Definition zu dem was wir heute oder auch nur früher als hässlich definiert haben, es setzt sie in den richtigen Kontext und zeigt auf wie sich der Begriff gebildet hat und wie er sich selbst definiert. Das wir dabei auch das Schöne im Hässlichen erkennen, geschieht dabei nicht ganz unbeabsichtigt, das Buch schärft den Blick für diesen Begriff und wirkt zudem selbstreflektierend auf unser Bewusstsein.

Was ist also Schönheit? Was ist eigentlich Hässlichkeit? Welchen Normen und Sanktionen sind wir als Menschen unterworfen und worin spiegeln sich unser Selbst und die Definition unserer Kultur?

Umberto Eco zeigt als Herausgeber des Buches DIE GESCHICHTE DER HÄSSLICHKEIT wo eben diese Wurzeln liegen und insbesondere die unglaubliche Vielzahl an Illustrationen zu eben diesem Thema machen das Buch auch visuell zu einem wahren Schatz.

Wenn man das Buch in Händen hält und durch die Kapitel blättert, merkt man schnell wie viel Mühe sich der Redaktionsstab und der Herausgeber Umberto Eco gegeben haben und das einzige Manko des Buches ist der Softeinband, hier hätte ich mir etwas stabileres vorgestellt, da man das Buch im Laufe der Zeit bestimmt öfters zur Hand nehmen wird.

Bei dem Titel DIE GESCHICHTE DER HÄSSLICHKEIT und dem Herausgeber Umberto Eco kommt mir sofort der Film der Name der Rose in den Sinn, wenn nicht im Mittelalter, wo sonst waren Schönheit und Hässlichkeit näher beieinander. Denken Sie nur an die Vertreter der Dolzinianer im Film, der eine Gehilfe war wirklich hässlich.

Doch die Hässlichkeit hat Tradition, die Hässlichkeit gehört schon von Anfang an in die Welt hinein und die Hässlichkeit hat viele Gesichter.

Das Buch bietet eine umfassende und interessante Geschichte zum Thema Hässlichkeit an, von der Antike über das Christentum, zu Monstern und Wundern, über Obszönitäten und Komik, bis zu Idealen im Barock, der Hexerei, Kuriosem und Unheimlichen. Den Abschluss bieten die Neuzeit, die Avantgarde und die Industrie mit dem Mittelpunkt von Kitsch und Kommerz.

Für mich am Schönsten wird Hässlichkeit wenn sie verquickt mit dem Bösen daher kommt, ob mit dem Teufel und Satan mit Mittelpunkt oder innerhalb der Filmindustrie die sich schon immer alle Mühe gegen hat Monster zu erschaffen.

Doch die wahre Hässlichkeit ruht schon in der Antike, dort erhebt sich über alles das Haupt der Meduse und auch das Christentum kann mit seinen Märtyrern und den Kreuzigungsszenen einem das kalte Grausen lehren.

Im Mittelalter und in den barocken Darstellungen der Kunst von entstellten Personen manifestiert sich eine andere Hässlichkeit, eben auch die von Krankheiten. Die Hässlichkeit von Hexerei und Sadismus ist wieder eine andere Facette der Grausamkeit des Menschen. Ebenso die kalte Sachlichkeit von Architektur und Film machen Ernst in der Neuzeit.

Ein fantastisches Buch zum Thema HÄSSLICHKEIT, die 453 Seiten sind jede Minute Wert gewesen die ich mit dem Buch verbracht habe.

Sehr empfehlenswert!
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VINE-PRODUKTTESTERam 25. September 2007
Nach der Geschichte der Schönheit, die im Jahr 2004 ein überraschender Erfolg wurde, kommt nun ein vom Format her identischer Band über das Gegenteil in die Buchläden: Die Geschichte der Hässlichkeit, wieder herausgegeben von Umberto Eco, der sein enzyklopädisches Wissen über die menschliche Kulturgeschichte erneut präsentieren darf. Dabei sind die von Eco geschriebenen, kurzen Texte über das Thema Hässlichkeit allerdings fast schon etwas Nebensache. Denn eigentlich fällt es schwer, Hässlichkeit wirklich überzeugend zu beschreiben. Ist es nicht viel mehr die bloße Abwesenheit von Schönheit, also nur die Negation von etwas anderem? Und dann fällt ja noch auf, dass sich Schönheit und Hässlichkeit im Lauf der Jahre wandeln. Ist die Schönheit von gestern nicht der Kitsch, und damit die Hässlichkeit, von morgen? Vieles wird hier relativiert.

Eco beantwortet die Frage nach dem Wesen der Hässlichkeit mit Synonymen. Er erläutert Hässlichkeit durch Krankheit, als Kennzeichen des Bösen und des Teufels, als körperliche oder sexuelle Deformation, als Element wider die Natur und damit als Begleiter der Industrialisierung oder auch als Witz, der das Opfer der Lächerlichkeit preisgibt. Aber letztendlich haben seine Texte - wie im Band über die Schönheit auch - etwas Theoretisches, Verkopftes. Und noch schlimmer: Oft scheinen sie durch die abgebildeten Kunstwerke auch noch widerlegt zu werden. Denn diese erscheinen fast ausnahmslos als ästhetisch faszinierend und oft genug als schön.

Stark sind auch die Texte, die hier auch aus der Literatur zum Thema versammelt sind. Lovecraft beschreibt seine Ungeheuer. Gläubige schreiben über die Hölle. Kafka schreibt über die Hässlichkeit des Lebens. Wir lesen von Folter, hässlichen Frauen, Dekadenz, von Tod und Krankheit und natürlich von Kitsch. Der Leser begibt sich hier auf eine Reise quer durch die Weltkunst und Weltliteratur. Oft sind die Texte und Bilder so eindringlich, dass der begleitende Text des Herausgebers dagegen völlig untergeht. Viele Texte stellen Gewalt und Sex explizit dar, das Buch ist also nicht gerade jugendfrei. Insgesamt hat man am Ende den Eindruck, dass die dem Hässlichen gewidmete Kunst aber möglicherweise die stärkeren Gefühle auslöst, als dies die Kunst der Idealisierung, des Schönen jemals erreichen kann. Und so ist auch dieser Band der spannendere der beiden Bände von Eco.

Wie beim anderen Band auch frage ich mich allerdings, warum man für die Darstellung der vielen, schönen Werke nicht ein größeres Buchformat gewählt hat. Viele der Bilder hätten hier schlicht mehr Platz verdient.
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am 16. Oktober 2007
Nachdem die "Geschichte der Schönheit" eins der Bücher ist, die ich oft zur Hand nehme, musste ich Ecos "Geschichte der Hässlichkeit" auch besitzen. Wieder sind hier viele Texte versammelt, die dem Wesen der Hässlichkeit auf die Spur kommen, es gibt Bilder zum Anschauen, und Eco nähert sich der Hässlichkeit von vielen Seiten. Ein wertvolles Buch, das zu besitzen sich lohnt.
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