Fashion Sale Hier klicken Strandspielzeug Neuerscheinungen Cloud Drive Photos Alles für die Schule Learn More Herbstputz mit Vileda Hier klicken Fire Shop Kindle WalkingOnCars Summer Sale 16

Kundenrezensionen

4,0 von 5 Sternen
120
4,0 von 5 Sternen
Format: Kindle Edition|Ändern
Preis:7,99 €
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

Der Roman bedient sich zweier Zeitebenen, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Der zeitlich ältere und weniger umfangreiche Handlungsstrang ereignet sich im Jahre 62 n. Chr. in Galiläa und Jerusalem. In der im ersten Quartal des Jahres 2007 spielenden Haupthandlung gelangt die israelische Archäologin Dr. Sarah Rosenthal auf einer abenteuerlichen Reise von ihrer Heimat über Deutschland nach Rom, wo es schließlich zu einem dramatischen Showdown kommen soll.....

Marina André verknüpft beide Zeitebenen zu einer inhaltlichen Kontinuität. Neben alten Mythen und Überlieferungen orientiert sie sich hierbei an aktuellen Themen und Forschungsergebnissen. Hierzu zählt die religiöse Rolle der Frau in den antiken Matriarchaten und im frühen Christentum, und die angestrebte Gleichstellung und Ordinierung der Frauen in der römisch-katholischen Kirche. Wie die Autorin in ihrem Nachwort hervorhebt, haben ihr in diesem Kontext die Bücher von Jörg-Walter Langbein ("Das Sakrileg und die Heiligen Frauen", "Maria Magdalena" und das "Lexikon der Biblischen Irrtümer") besondere Einsichten gewährt. Daneben hat sie Erfahrungen von Gleichberechtigungsinitiativen innerhalb der Kirche, sowie neue Erkenntnissen in der Genforschung (Mitochondrien-DNA) und deren Bedeutung für die Archäologie in den Roman einfließen lassen.

Als besonderen Spannungsfaktor kommt noch eine uralte Sekte ins Spiel, die nach Jahrtausenden eine dunkle Prophezeiung erfüllen will......

Angefangen bei seinem gelungenen Cover (Rankenkreuz mit Lichtstrahl vor einem düsteren Hintergrund) bietet das Buch reichlich (Wort)symbolik, z. B. in den Namen der Akteure. Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Elemente erinnert es manchmal an die Thriller von Michael Cordy, wie "Das Nazareth-Gen" oder "Lucifer". Benötigt hierbei jedoch weitaus weniger übernatürliche Mystik als Scott McBains "Judasfluch".

"Die Gegen-Päpstin" ist ein gelungener deutschsprachiger Erstling, der sich durchaus nicht hinter anderen Genreromanen zu verstecken braucht. Gegenüber dem internationalen Erfolgsautor Dan Brown zieht Martina André nicht nur in ihrem Nachwort eine klare Trennung zwischen Fakten und Romanfiktion, sie kommt sogar ohne Heiligen Gral und Tempelritter aus.........

....was jedoch ihren bereits für September 2007 avisierten zweiten Roman "Das Rätsel der Templer" mit Spannung erwarten lässt.

5 Sterne, weil der Werbe-/Umschlagstext: "Packend, brisant und hintergründig: ein Religionsthriller der besonderen Art" absolut zutreffend ist.
0Kommentar| 48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Die Romangeschichte bedient sich zweier Zeitebenen, die sich von Kapitel zu Kapitel abwechseln. Der zeitlich ältere und weniger umfangreiche Handlungsstrang ereignet sich im Jahre 62 n. Chr. in Galiläa und Jerusalem. In der im ersten Quartal des Jahres 2007 spielenden Haupthandlung gelangt die israelische Archäologin Dr. Sarah Rosenthal auf einer abenteuerlichen Reise von ihrer Heimat über Deutschland nach Rom, wo es schließlich zu einem dramatischen Showdown kommen soll.....

Marina André verknüpft beide Zeitebenen zu einer inhaltlichen Kontinuität. Neben alten Mythen und Überlieferungen orientiert sie sich hierbei an aktuellen Themen und Forschungsergebnissen. Hierzu zählt die religiöse Rolle der Frau in den antiken Matriarchaten und im frühen Christentum, und die angestrebte Gleichstellung und Ordinierung der Frauen in der römisch-katholischen Kirche. Wie die Autorin in ihrem Nachwort hervorhebt, haben ihr in diesem Kontext die Bücher von Jörg-Walter Langbein ("Das Sakrileg und die Heiligen Frauen", "Maria Magdalena" und das "Lexikon der Biblischen Irrtümer") besondere Einsichten gewährt. Daneben hat sie Erfahrungen von Gleichberechtigungsinitiativen innerhalb der Kirche, sowie neue Erkenntnissen in der Genforschung (Mitochondrien-DNA) und deren Bedeutung für die Archäologie in den Roman einfließen lassen.

Als besonderen Spannungsfaktor kommt noch eine uralte Sekte ins Spiel, die nach Jahrtausenden eine dunkle Prophezeiung erfüllen will......

Der vorgelesene Roman bietet reichlich (Wort)symbolik, z. B. in den Namen der Akteure. Aufgrund seiner naturwissenschaftlichen Elemente erinnert es manchmal an die Thriller von Michael Cordy, wie "Das Nazareth-Gen" oder "Lucifer". Benötigt hierbei jedoch weitaus weniger übernatürliche Mystik als Scott McBains "Judasfluch".

"Die Gegen-Päpstin" ist ein gelungener deutschsprachiger Erstling, der sich durchaus nicht hinter anderen Genreromanen zu verstecken braucht. Gegenüber dem internationalen Erfolgsautor Dan Brown zieht Martina André nicht nur in ihrem Nachwort eine klare Trennung zwischen Fakten und Romanfiktion, sie kommt sogar ohne Heiligen Gral und Tempelritter aus.........

Die Hörbuchumsetzung des Romans ist der professionellen Rundfunksprecherin und Ensemblemitglied des Münsteraner Wolfgang Borchert Theaters, Anja Bilabel, auf der ganzen Linie gelungen. Mit ihrer (dem Zuhörer bereits von Beginn an irgendwie vertrauten) Stimme erweckt sie die verschiedenen Charaktere zum Leben. Sie verleiht dem gesamten Szenario eine besondere Plastizität und fördert die bereits im Roman vorhandene Spannung. Die Hörbuchversion der "Gegen-Päpstin" kann besonders für, bzw. gegen lang(e)-weilige Autobahnfahrten empfohlen werden.
5 Amazonsterne.
0Kommentar| 64 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 23. April 2007
Eine israelische Archäologin findet in Israel 2 alte Leichen. Bei einer soll es sich um Maria von Magdala handeln. Schnell wird bekannt, was da gefunden wurde. Von da an wird das ruhige Leben von Sara völlig umgeworfen. Sie flieht nach Deutschland, da ihr irgendjemand nach dem Leben trachtet. Dort angekommen geht alles erst so richtig los..., sie findet Hilfe und Unterstützung bei dem Beginen-Orden...und zu allem Überfluß verliebt sie sich auch noch.....
Mit einer mitreißenden Geschwindigkeit geschrieben, einmal angefangen, konnte ich nicht mehr aufhören....Spannung pur plus Romantik und Gefühle.Ich konnte mich zu jeder Zeit in die Geschichte hineinversetzen, die Orte und Personen in den Szenen sind sehr gut beschrieben, ohne, dass es langweilig wurde. Gut gefallen hat mir der Wechsel zwischen den kurzen geschichtl. Szenen und der heutigen Zeit. Wirklich sehr empfehlenswert!!!
0Kommentar| 44 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. Oktober 2014
Mich hat der Buchtitel "Die Gegenpäpstin" angesprochen. Ich hätte es bis 2013 nicht für möglich gehalten, dass ein Papst zurücktreten (und es zwei Päpste geben kann) und nun also in einem fiktiven Roman eine weibliche Päpstin. Soweit kommt es zwar am Ende nicht, aber letztlich dreht sich das Buch um die (Un-)Gleichberechtigung von Mann und Frau in der katholischen Kirche.
Die Geschichte wird zusätzlich noch mit einer netten Liebesgeschichte, bisschen Blutvergießen, einem merkwürdigen Geheimbund und einem verschleiernden Vatikan garniert. Der Begriff Religionsthriller ist aber ein wenig zu dick aufgetragen. Für mich ist es ein unterhaltsames Buch mit religiösem Verschwörungscharakter. Überraschende Wendungen bleiben jedoch aus. Die Geschichte ist vorhersehbar. Es hat in weiten Teilen etwas von einem Frauenroman mit stark emanzipatorischen Einschlägen.

Die zeitlichen Sprünge von 63 n. Chr. und 2007 n. Chr. nehmen ein wenig die Spannung und das Tempo raus und haben mich beim Lesefluss gestört.
Der Schreibstil ist sehr blumig und ausschmückend, was die Liebesgeschichte nochmal besonders hervorhebt.
Ansonsten sind die beschriebenen Charaktere aber sehr eindimensional.
Zusammenfassend also bleibt es für mich ein Buch, was mich zwar nicht gefesselt, aber unterhalten hat.

Ich schwanke etwas zwischen 2 und 3 Sternen und gebe nach kurzem hin und her 3 Sterne.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 14. Juni 2014
Autor:
Martina André ist im bürgerlichen Beruf Bundesbeamtin und lebt mit ihrer Familie in Koblenz. Sie schreibt Action-Romane im mythisch-mystischen Bereich. Die Autorin nutzt den Namen ihrer hugenottischen Urgroßmutter als Pseudonym. Bislang sind 8 Romane von ihr erschienen, darunter die dreiteilige Templer-Reihe.

Serie:
keine

Inhalt:
Dr. Sarah Rosenthal ist Archäologin an der Universität von Haifa. Als Bauarbeiter in einer nahegelegenen Siedlung scheinbar zufällig eine mögliche historische Stätte entdeckt haben, soll Sarah untersuchen was dort unter der Erde liegt. Im Grunde alles eine Routineangelegenheit die sie zusammen mit ihrem deutschen Kollegen Rolf Markert von der Universität Wuppertal untersuchen soll. Doch in den unterirdischen Katakomben macht Sarah eine spektakuläre Entdeckung. Allem Anschein nach hat sie das Grabmal der Mirjam von Taricheae, auch bekannt als Maria von Magdala oder Maria Magdalena gefunden. Diese scheint zudem zusammen mit Jaakov, einem der Brüder und Jünger von Jesus begraben worden zu sein. Ein sensationeller Fund den schon bald ihr herbeigeeilter Chef Professor Bergman bestätigt. Unter größter Geheimhaltung werden die Mumien und zudem Pergamente geborgen. Doch der eigentliche Knüller kommt noch. Bei dem Routineabgleich der DNS der Grabungsteilnehmer mit den Mumien, um Verunreinigungen auszuschließen, stellt der Molekularbiologe des Teams fest dass Sarah scheinbar eine direkte Nachfahrin von Maria ist.

Schnell gerät dieser sensationelle Fund aber in den Hintergrund, als die israelische Ausgrabungsbehörde sich einschaltet und alle Fundstücke konfisziert und nach Jerusalem schaffen lässt. Doch hat Sarah noch am meisten Angst davor dass der Fund geheim gehalten wird, wird auch diese Sorge bald nichtig, denn der Transport der Fundstücke wird überfallen, ihr guter Freund Aaron Meskin getötet und Professor Bergman entführt. Zudem gerät Sarah nun ins Fadenkreuz des Inlandgeheimdienstes, der vermutet dass der Halm-Moslem Aaron Meskin etwas mit der Entführung zu tun hat. Sarah bleibt am Ende Nichts anderes übrig als Israel erstmal zu verlassen und mit ihrem Kollegen Rolf Markert nach Deutschland zu gehen.

Doch wenn sie dachte hier wäre sie in Sicherheit so wird sie bald eines Besseren belehrt, zuerst brennt das Haus von Rolf nach einem Brandanschlag aus und auch Regine von Brest, die Leiterin einer Organisation von katholischen Frauen die für die Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche kämpft und Rolf & Sarah aufnimmt, wird auf einmal Ziel von Angriffen. Sarah scheint immer mehr klar zu werden das man es auf sie abgesehen hat auch wenn sie sich nicht erklären kann wieso. Oder sind dies etwa die gleichen Leute die schon die Fundstücke gestohlen haben und nun auch Sie, als Beweis der Nachkommenschaft, auslöschen wollen? Natürlich verdächtigt man den Vatikan, vor allem nachdem der Mönch Padrig sich bei den Frauen einschleicht um den Vatikan über deren Pläne zu informieren. Denn Regine von Brest plant, zusammen mit vielen anderen Organisationen auf der ganzen Welt, eine große Protestkundgebung kurz vor Ostern vor dem Vatikan. Dank der Forschungsergebnisse von Sarah will sie diese dort zudem zur Gegenpäpstin ausrufen lassen um die Frauenrechte in der Kirche in die Weltpresse zu bringen.

Oder steckt gar ein uralter mysteriöser Geheimbund hinter alle dem? Als wenn dies alles nicht schon schlimm und verwirrend genug ist, macht Sarah auch noch die berühmte Liebe einen Strich durch die Rechnung, und als sie endlich in Rom eintrifft, findet sie sich auf einmal in Lebensgefahr wieder!

Meinung:
So, was soll ich zum Buch sagen? Als erstes, aus einem mir nicht bekannten und verständlichen Grund, obwohl ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, hatte ich immer einen anderen Handlungsstrang im Kopf, beziehungsweise erwartet. Daher wurde ich etwas überrascht, aber das kann passieren und liegt ja alleine an mir. Dann aber zum Buch. Das Setting ist sehr interessant, sicherlich keine Neuigkeit, nach Dan Brown und verschiedenen anderen Autoren die sich die Kirchengeschichte als Ziel auserkoren haben. Besonders Maria Magdalena ist ja ein beliebtes Motiv. Die Variante die Martina André wählt ist dennoch sehr interessant. Zudem zeigt sie gut auf wie die aktuelle Debatte zu dem Thema ist und wie man Maria im Moment betrachtet, wobei das Buch 2007 erschienen ist was man einberechnen muss. Dennoch tue ich mich schwer mit einer endgültigen Bewertung. Nach meinem persönlichen Eindruck fehlt dem Buch einfach etwas, beziehungsweise es wäre mehr möglich gewesen! Die Geschichte ist spannend, man fiebert durchaus mit Sarah, und später dann auch mit Padrig mit, aber man sieht auch das Potenzial für mehr verschenkt wurde. Wobei man auch berücksichtigen muss dass dies ein Erstling ist.

Die ersten gut 100 Seiten, als es in Israel spielt ist ein klassischer Archäologie-Thriller. Man gräbt etwas aus dass unsere bekannte Geschichtsschreibung umkrempeln würde was natürlich nicht alle gut finden. Durch die Verwandtschaft von Sarah zu Maria von Magdala, bekommt dies aber auch eine ganz persönliche Ebene. Zudem bekommt man einen guten Eindruck davon wie es im Staate Israel läuft, Behördenwahnsinn gibt es eben nicht nur in Deutschland! Und man erfährt auch viel von der Familiengeschichte von Sarah. Das zweite Drittel des Buches spielt dann in Deutschland und kann man sozusagen als Kampf um Gleichberechtigung ansehen, als Sarah auf die Frauengruppe von Regine von Brest trifft und damit auch diese zum Ziel von unbekannten Angreifern werden. Es ist durchaus spannend zu lesen wie Sarah im Dunkeln tappt und gleichzeitig an den Übersetzungen der Pergamente arbeitet. Das letzte Drittel spielt dann eher in Italien und hat dann den Geheimbund zum Inhalt, und irgendwie ist das auch das Problem.

Wenn ich die ersten beiden Drittel bewerten müsste, würde ich gute 4 von 5 Sternen geben, der letzte Teil ist leider schlechter ausgefallen, mir kam als Leser das merkwürdige Gefühl auf dass auch die Autorin die Lust verloren hatte, jedenfalls hat sich bei mir der Eindruck verschärft das die Luft raus war und auch die Autorin so geschrieben hat. Dass dies gleichzeitig prinzipiell der spannendste Teil ist, macht es nicht besser. Es ist leider schwer diese ganzen Empfindungen in logische Begründungen zu packen aber ich versuche es mal:

Die Handlung und die Charaktere sind sehr geradlinig. Bedeutet, man erkennt fast sofort auf welcher Seite ein Char steht, ob er einer der Guten oder einer der Bösen ist. Es gibt so gut wie keine überraschenden Wendungen wo aus einem eigentlichen Verbündeten auf einmal ein Böser wird oder umgekehrt. Die Rolle die ein Char hat die bleibt im Grunde bis zum Ende. Zudem, der satanische Orden wird sehr spät eingeführt. Der Anführer taucht so gut wie nie auf, somit wird er auch nie als Gegengewicht, als Bösewicht aufgebaut und man hat einfach kein Gefühl für ihn. Klar, was er und sein Orden tut ist brutal und sie schrecken vor Gräueltaten nicht zurück. Da dies alles aber erst am Ende auftaucht und sie vorher fast nie in Erscheinungen getreten sind, schockt es einen als Leser nicht so wirklich oder es fehlen die großen Emotionen. Sie sind einfach nicht wichtig genug, mehr ein Problem das eben da ist, dass die Hauptdarsteller aber schon lösen werden. Zudem, dass fiel mir auch im letzten Drittel auf, scheinen sich die Charaktere teilweise sehr einfältig oder kindisch zu benehmen. So waren sie mir zuvor nicht vorgekommen. Sarah z.b. wird als taffe Frau eingeführt, immerhin ehemalige Fallschirmjägerin und Frau die anpackt, doch am Ende wirkt sie eher wie das verstörte Frauchen das nur darauf wartet dass der Mann sie rettet. Es werden zudem am Ende alle Fragen geklärt, nur kommt einem diese plötzliche umfassende Aufklärung auch etwas komisch vor, woher einzelne Charaktere auf einmal, egal wie gut man alte Geschichten kennen mag, fast die gesamte Geschichte kennen, hätte man besser machen können.

Dennoch, es ist ein spannendes und gutes Buch, wo aber Potenzial verschenkt worden ist und das am Ende etwas flacher wird. Die Love Story, die auch dabei ist und die nicht stört, ist dagegen gut geschrieben. Was ich absolut positiv hervorheben will ist die zweite zeitebene. Wie bei vielen Romanen die sich auf Ausgrabungen beziehen gibt es auch eine Erzählebene die in der Vergangenheit spielt, hier die letzten Wochen im Leben von Maria und Jaakov. Diese Storyline ist wirklich super zu lesen, spannend und man wird wirklich perfekt in die Zeit der frühen Christen geführt, auch wenn es teilweise Fiktion ist, muss ich sagen, sehr spannend geschrieben. Man kann sich gut vorstellen dass es so oder so ähnlich gewesen war, hätte sogar gerne mehr davon gelesen!

Was zudem auch etwas von der reinen Thematik gestört hat, nachdem es zum Anfang so wirkte wie ein klassischer Archäologie oder Verschwörungsthriller, und man dachte der Hauptplot ist das Aufdecken des wahren Status von Maria Magdalena in der frühen Kirche, und vor allem das es Nachfahren von ihr gibt, dementsprechend auch von Jesus, geht es ab Seite 200 fast nur noch um die Gleichberechtigung der Frauen in der Kirche, sicherlich ein wichtiger Punkt, aber es war doch etwas merkwürdig dass die größte Angst des Vatikan ist, dass enthüllt wird das Maria gleichberechtigt mit den anderen Jüngern war, und die Tatsache dass sie die Ehefrau von Jesus war und es sogar Nachfahren von Ihr, und damit auch von Jesus gibt (noch das Thema bei Dan Brown z.b.) die Kirche scheinbar gar nicht interessiert als wenn das jeden Tag vorkommt.

Wie gesagt, mit einer Bewertung tue ich mich schwer, es ist ein gutes Buch mit spannender Thematik und zwei sympathischen Helden. Aber die Themengewichtung auf die Frauenfrage war nach dem Beginn etwas falsch oder übertrieben gesetzt, meiner Meinung nach und es wurde generell viel Potential verspielt, vor allem da kein richtiger Bösewicht konstant aufgebaut wurde. Der Plot ist geradlinig geschrieben, man muss nicht bei jedem Wort fünfmal überlegen was es bedeutet oder wo das Geheimnis diesmal steckt oder wer diesmal welches falsche Spiel spielt, und das Ende wirkt etwas lieblos, trotzdem, man kann das Buch flüßig lesen und man ist schnell in der Geschichte drin. Da es ein Erstling war gehe ich davon aus dass die Autorin in ihren übrigen und späteren Büchern sich noch gesteigert hat, so dass ich sicherlich weitere Werke von ihr lesen werde.
11 Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 22. September 2011
Die israelische Archäologin Sarah stößt mit ihrem Team bei Grabungsarbeiten auf einen höchst interessanten Fund - zwei sehr gut erhaltene etwa 2000 Jahre alte Mumien in einer unterirdischen Kammer, nebst diversen Grabbeigaben. Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den Leichen um Maria Magdalena und Jakobus, den Bruder von Jesus, handelt.

Bei einem routinemäßigen DNA-Abgleich kommt der ganz große Knaller zutage: Sarahs mitochondriale DNA ist so gut wie identisch mit der der weiblichen Mumie - was hieße, dass sie eine direkte Nachfahrin der berühmten biblischen Gestalt ist.

Die Freude über den spannenden Fund währt jedoch nur kurz, schon beim Abtransport der Mumien wird der Fahrzeugkonvoi überfallen, die Mumien gestohlen, der Ausgrabungsleiter entführt und ein Mitarbeiter lebensgefährlich verletzt. Sarah flieht gemeinsam mit einem deutschen Gastarchäologen nach Köln, wo sie einen katholischen Frauenorden kennenlernt, der sich für das Frauenpriestertum und eine generelle Stärkung der Frau in der Kirche einsetzt. Sarah als Abkömmling Maria Magdalenas kommt der Ordensleiterin Regine von Brest gerade recht. Bei einer großen Demonstration in Rom soll sie symbolisch zur Gegenpäpstin ausgerufen werden.

Doch bald wird klar, dass Sarah und ihr Umfeld auch in Deutschland nicht in Sicherheit sind. Ein rätselhafter Geheimorden scheint großes Interesse an den Funden zu haben - und an Sarah selbst. Auch von anderer Seite stehen Sarah und die Frauen um Regine unter Beobachtung. Der Vatikan hat den jungen Pater Padrig nach Köln geschickt, um Informationen über die Frauenbewegung zu sammeln, die den altehrwürdigen Strukturen der Kirche gefährlich werden könnte.

Nach dem spannenden, humorvollen und äußerst unterhaltsamen "Rätsel der Templer" bin ich mit hohen Erwartungen an dieses Buch herangegangen, die es leider nicht erfüllen konnte.

Es handelt sich um einen nicht unspannenden Kirchenthriller der routinierten Art mit eher flachen Charakteren, einigem Blutvergießen, einem merkwürdigen Geheimbund, niederträchtigen Bösewichtern und einem misstrauisch-wachsamen Vatikan. Same procedure as every book, könnte man sagen - nichts, was sich aus der breiten Masse der Vatikanthriller großartig abhebt. Eine vorhersehbare Liebesgeschichte inbegriffen (die meinem romantischen Herzen aber trotzdem ganz gut gefallen hat).

Im Genre gibt's wesentlich Schlechteres, aber man muss das Buch nicht unbedingt gelesen haben ...
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Januar 2008
Dieser recht spannende Thriller um Maria Magdalena und ihre Nachfahrin Sarah verbindet Vergangenheit und Gegenwart unter dem Thema "Frauen in der katholischen Kirche".
Natürlich kämpfen dann die "Bösen" um das gefundene Skelett, und wieder einmal ist die Rolle des Vatikan nicht so ganz klar.
Da mich das Thema "Maria" schon seit langem interessiert, habe ich schon einiges dazu gelesen; dieser Roman liegt so im Mittelfeld - es gibt auch viele bessere (aber auch viele schlechtere!).
Der Schluß ist vorhersehbar - das eingestreute "Tagebuch" Marias ist klasse.
Nunja, kann man lesen, MUSS es aber nicht.
0Kommentar| 15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Dezember 2013
Nur das Ende wirkt auf mich sehr konstruiert. Die ersten Fünfsechstel etwa ist das Buch genial. Die Idee, das Leben einer jungen Wissenschaftlerin mit dem Leben der Maria von Magdala zu verbinden wurde super gelöst. Ich konnte das Buch nicht mehr weglegen und las auch über so manchen Tippfehler einfach weg.
Nur gegen Ende wird alles anders. Eine für mich viel zu einfach gestaltete Flucht aus einem Hochsicherheitsbau, bei der plötzlich keiner der vielen Wachen und Insassen (die Bösen) eingreift, bzw. aus mir unerfindlichen Gründen nicht in der Lage ist, die Flüchtenden (die Guten) zu stellen. natürlich muss die Geschichte "gut" ausgehen, aber bei diesem Schluss fehlte mir - im Gegensatz zu den anderen Büchern der Autorin - die Authentizität. Schade, denn bis dahin, wie gesagt, ein Superbuch!
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. September 2009
Warum ist es für mich so schwer, Bücher von Martina Andre zu besprechen? Vermutlich liegt es daran, dass mir als erstes -Das Rätsel der Templer- in die Hände fiel. Das fand ich wirklich hervorragend. Danach folgte -Schamanenfeuer- und ich war leidlich enttäuscht. Jetzt war -Die Gegenpäpstin- an der Reihe. Hier gab es für mich zwei Seiten einer Geschichte, was den Aufbau, die Rahmenhandlung und das Ende anging. Aber dazu später mehr.

Die israelische Archäologin Sarah Rosenbaum macht in Jerusalem einen unglaublichen Fund. Sie stösst auf die Gebeine Maria Magdalenas und mehrere Dokumente. Aber noch vor der Bekanntgabe des Fundes gerät Sarah in Gefahr. Der Fund verschwindet, Menschen sterben und Sarah muss nach Deutschland fliehen. Dort versucht sie mit Hilfe des Beginen-Ordens ihr Wissen zu veröffentlichen. Aber eine uralte Sekte und ein Pater, der im Auftrag des Vatikans handelt, versuchen Sarah zum Schweigen zu bringen. Das scheint zunächst von Erfolg gekrönt zu sein, aber dann kommt alles anders...

Die Geschichte hat ein interessantes Thema und wird sehr gut vorgelesen. Der Aufbau und der Mittelteil der Story ist wirklich spannend und interessant. Ich war schon fast an -Das Rätsel der Templer- erinnnert, als sich urplötzlich ein Bruch im Storybook auftat. Als das Schicksal unserer Helden wirklich auf der Kippe steht, schwenkt Martina Andre von einem Thriller mit Geschichtshintergrund urplötzlich auf den Plot eines Julia-Fortsetzungsromans um. Es wird, ohne Vorwarnung, kitschig und komplett unrealistisch. Das macht den Genuss des Hörbuchs zum Teil wieder wett.

Bleibt für mich festzuhalten: -Die Gegenpäpstin- ist in den ersten zwei Dritteln richtig gute Hörbuchunterhaltung, die am Ende stark nachlässt. Das kann natürlich auch meine subjektive Empfindung sein. Da es keine 3,5 Sterne gibt, ziehe ich vier zu Gunsten des Angeklagten. Sie müssen das wieder einmal für sich selbst entscheiden.
0Kommentar| 7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 28. Dezember 2014
Man muss das Genre mögen, für manche ist es schon überstrapaziert. Das Geheimnis um Maria Magdalena und mögliche Nachfahren aufzulösen ist aber immer wiedre spannend. Kleine Längen sollte man zum Atemholen nutzen, denn sonst geht es ziemlich rasant voran. Ein schönes, spannendes Buch.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Benötigen sie kundenservice? Hier klicken