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Die Gauklerin (Die Hexe von Freiburg, Band 3) Taschenbuch – 6. März 2009

3.8 von 5 Sternen 32 Kundenrezensionen

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Mit der Hexe von Freiburg hatte Astrid Fritz ihren literarischen Claim abgesteckt. Das Schicksal der Catharina Stadellmenin, die 1599 als vermeintliche Hexe verbrannt wurde, geriet zum vielbeachteten Romandebüt. 2005 schickte sie Marthe-Marie, die Tochter der Hexe, auf Spurensuche nach ihrer Mutter, die auf der Flucht inmitten einer Truppe von Gauklern endete. Durchreisende Theaterleute besiegeln nun auch das Schicksal der Enkelin. Besonders deren blitzsauberer „Lautenspieler und Zeitungssinger“ Kasper Goldkehl (welch ein Name!), hat es der 19-jährigen Agnes aus Ravensburg angetan. Im letzten Teil der Trilogie setzt Marthe-Maries Tochter die schöne Familientradition fort: Verzaubert von Kaspers Minne, entsagt sie ihrer Familie und gerät inmitten der Wirren des Dreißigjährigen Krieges in allergrößte Not.

Im August 1620 -- fünf Jahre währt der Krieg nun schon, der bald ganz Deutschland überziehen wird -- verschlägt es Agnes und ihren Barden in die Residenzstadt Stuttgart. Dort hält es den Gaukler nicht lang und er verdingt sich beim Militär. Nach langem Darben und mit Kaspars Kind an ihrer Seite, winkt unerwartetes Glück. Agnes arbeitet sich am württembergischen Hofe von der Küchenmagd zum Kammerfräulein der Prinzessin Antonia hoch. Am Sterbebett der Mutter verspricht Agnes, ihre Halbbrüder Matthes und Jakob wiederzufinden, die inzwischen bei der Soldateska zu erbitterten Kriegsgegnern wurden. Auf der Suche erlebt Agnes ihr persönliches „Apocalypse Now“.

„In meinem Roman [...] versuche ich, diese europäische Katastrophe aus der Sicht der Menschen darzustellen, aus der Sicht der Opfer wie der Täter, wobei sich beides nicht selten vermischt.“ Nachzulesen auf der Webseite der sympathischen Autorin, auf der sich historische Abrisse und Fakten zu ihrem offensichtlichen Spezialgebiet finden. In der Tat: Agnes' Suche nach den Brüdern gehört zu den stärksten und bedrückendsten Passagen des Buches. Wir erleben das Martyrium einer bis aufs Blut gequälten Landbevölkerung, zerstörte Städte, und eine wildgewordene, mordende und brandschatzende Soldateska, die im „Ländle“ keinen Stein auf dem andern und keine Nonne ungeschändet lässt. Am Ende findet sich die arme Gauklerin gar als „Regimentshure“ wieder.

Schlussstein einer mächtigen Trilogie, historisch korrekt, erzähltechnisch vom Feinsten. Astrid Fritz weiß, wovon sie redet. --Ravi Unger -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Astrid Fritz studierte Germanistik und Romanistik in München, Avignon und Freiburg. Als Fachredakteurin arbeitete sie anschließend in Darmstadt und Freiburg und verbrachte mit ihrer Familie drei Jahre in Santiago de Chile. Unter dem Pseudonym Karin Rössle beweist sie mit dem Roman „Deschperate Housewives“ Herz und Humor. Heute lebt Astrid Fritz in der Nähe von Stuttgart.

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Kundenrezensionen

Top-Kundenrezensionen

Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die Gauklerin ist mE absolut nicht mit den Vorgängern zu vergleichen und handelt mehr von Agnes' Brüdern.
Das Buch ist nicht schlecht, aber der Titel ist absolut unpassend, ich habe mir unter der Geschichte etwas ganz anderes vorgestellt.
Anfangs war ich eher enttäuscht und ich habe das Buch nicht ganz so gerne gelesen wie Die Hexe von Freiburg und Die Tochter der Hexe, was nicht zuletzt an den etwas farb- und emotionslosen Charakteren lag. Ich hatte zeitweise den Eindruck, es sei eine andere Autorin am Werk gewesen. Marthe-Marie z. Bsp. war mir in "Die Gauklerin" ganz fremd. (Mir ist schon klar, dass sie nicht die Hauptrolle inne hatte, dennoch war sie anders dargestellt als im 2. Buch.)
Ich hatte dem Titel nach eigentlich gehofft, dass Agnes das Leben als Gauklerin wieder aufimmt, weil mir die Geschichte um ihre Mutter, als sie mit den Gauklern unterwegs war, ganz besonders gut gefallen hat. Leider ist das absolut nicht der Fall, wer darauf wartet wird enttäuscht sein.
Zwar hat sich herausgestellt, dass hier wieder eine starke Frau die Hauptrolle spielt, aber mir war das trotzdem zu wenig.
Wer über den 30jährigen Krieg lesen möchte, ist mit dem Buch bestens bedient. Man erfährt einiges über die politischen Verhältnisse und die Greueltaten während dieses Krieges, fast könnte man den Roman in das Genre Kriegs-/Politromane einordnen.
Sicher ein sehr interessantes und lehrreiches Buch- was den Krieg angeht.
Nachdem die Gauklerin ein paar Tage Zeit hatte, sich zu setzen, sind meine Eindrücke gar nicht mehr ganz so negativ gewesen wie zuerst. Es ist eben ein ganz anderes Buch als die beiden Vorgänger und ich bin mit der falschen Erwartungshaltung ans Lesen gegangen.
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Format: Taschenbuch
Hier wird das Schicksal der eigenwilligen jungen Agnes Marx erzählt, die zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges in Süddeutschland lebte. Agnes wächst in Ravensburg auf, behütet von ihrer Familie. Sie folgt ihrem Geliebten, dem Sänger Kaspar Goldkehl nach Stuttgart, wo er bei Hofe eine Karriere als Musiker machen will. Doch auch in der bis dahin friedlichen Residenzstadt des Herzogtums Württemberg wirft der Krieg seine Schatten voraus. Die politische Neutralität des Landes kostet Geld, der Hof muß sich einschränken, Kaspar bekommt keine Anstellung und Agnes wird schwanger. Auch Agnes Brüder ziehen bald in den Krieg, wo sie auf verschiedenen Seiten kämpfen...
Autorin Astrid Fritz hat eine Familiengeschichte mit einem bunten Panorama lebendiger Figuren erschaffen, die psychologisch stimmig handeln. Auch hat sie erstklassig den historischen Hintergrund der grausamen Kriegshandlungen auf den Schlachtfeldern genauso wie den Alltag an den verschiedenen Schauplätzen recherchiert. Astrid Fritz versteht es, eine unterhaltsame Abenteuergeschichte zu erzählen, den Leser in ihren Bann zu ziehen und die Spannung bis zum Schluß zu halten. Das Ganze ist ein netter Schmöker für die beste Freundin.
Besonders Leser die Oberschwaben, den Bodenseeraum und Stuttgart kennen, werden sich von diesem Buch angesprochen fühlen. Ich empfehle es auch als Urlaubslektüre für alle, die in dieser Gegend ihre Ferien verbringen.
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Von Cole am 25. September 2006
Format: Taschenbuch
Habe es endlich geschafft diese Buch zu Ende zu lesen, ich kann nur sagen, das es mir nicht leicht gefallen ist. Die ersten hundert Seiten waren durchaus vielversprechend, allerdings folgt dann ein Teil wo ich mir beim Lesen gedacht habe "Ein Buch über den 30 jährigen Krieg, hätte es auch getan!" naja dann lag es einige Wochen unbeachtet rum und heute Abend habe ich mich dann doch durchgerungen die letzten 100 Seiten zu lesen und kann nur sagen, das ich den Schluss wiederum sehr gut fand.

Die Hexe von Freiburg und die Tochter der Hexe habe ich förmlich verschlungen, einfach super! Allerdings ist die Gauklerin ein nicht sonderlich schöner Abschluss der Trilogie. Ich denke mal das es bei drei Bänden bleibt, denn ich bin mir nicht so sicher ob ich mir auch noch einen vierten Teil antun würde.

Kurz um...war einfach besseres gewohnt und habe eigentlich auch mehr erwartet.
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Format: Taschenbuch
im dritten Buch ist Astrid Fritz bei der "Enkelin" der Hexe angekommen. Es ist die Zeit des 30jährigen Krieges, und die Heldin wächst eigentlich ganz behütet auf. Dann rennt sie mit einem Tunichtgut davon und gerät unter die Räder des großen Krieges. Ich habe das Buch nur so verschlungen und mir danach gedacht: was für ein Glück, dass wir in so vergleichsweise ruhigen Zeiten leben. Ein sehr eindringliches Buch über eine Frau, die sich nicht unterkriegen lässt.
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Format: Kindle Edition Verifizierter Kauf
Das Buch war von Anfang bis Ende sehr spannend und hat mich so gefesselt, das ich es fast nicht weglegen konnte. Man fiebert die ganze Zeit mit Eva und wünscht ihr, das sie ihre Ziele erreicht. Leider ist das Ende sehr traurig und mir kamen die Tränen.
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Von Birgit VINE-PRODUKTTESTER am 23. August 2007
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Die Gauklerin, so der Titel des Buches, ließ mich anderes erwarten. Der Titel tat keinen Abbruch daran, daß mich dieses Buch denoch sehr gefesselt hat.
Die zwei vorhergehenden Bände habe ich auch gelesen, sie haben mir sehr gut gefallen, jedoch fand ich diesen dritten Band am besten. Man trifft bekannte Personen wieder, erfährt was aus ihnen geworden ist, denoch hat dieses Buch seine eigene Geschichte. Einen sehr großen Teil nimmt der 30 jährige Krieg, mit all seiner Brutalität ein. Für mich geschichlich sehr interessant.
Für die willensstarke Frau Agnes, gilt es viele Hindnisse auf ihrem Weg zu überwinden und mehr als einmal beweist sie ihren großen Mut. Sie muß vieles bestehen und ertragen, hat aber denoch immer wieder Glück im Unglück.
Ich kann mich einigen vorhergehenden Lesern nicht anschließen, denen ds Buch nicht gefallen hat. Für mich war es sehr spannend zu lesen, die Geschichte hat mich fasziniert und gefesselt zu gleich. Von meiner Seite aus kann ich es nur weiter empfehlen.
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