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Kundenrezensionen

4,2 von 5 Sternen
20
Die Furcht vor der Freiheit
Format: Taschenbuch|Ändern
Preis:9,90 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime


am 20. April 2013
Die meisten Menschen fühlen sich wohler, wenn sie Teil einer Herde sein können, weil ihnen dies nicht nur ein Gefühl von Sicherheit vermittelt und Halt gibt, sondern wohl auch, weil es bequemer ist und dem Einzelnen nur ein Minimum an Verantwortung abverlangt. Und was könnte besser sein, als einer Herde anzugehören, die ein gemeinsames "höheres" Ziel verfolgt? Man möchte ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft sein, also schwimmt man mit dem Strom. Ein freies Leben zu führen ist dagegen anstrengend. Und es macht Angst. So beschränkt sich die eigene, individuelle Freiheit auf Wünsche und Träume, die größtenteils nie realisiert werden. Viele spüren, dass ihnen die Art und Weise, wie sie ihr Leben führen, eigentlich nicht entspricht, aber die wenigsten wagen es, die ausgetretenen Pfade zu verlassen und wenigstens ein paar ihrer Ideen in die Tat umzusetzen, denn Freiheit bedeutet auch Einsamkeit, und diese ist für manche Menschen schlimmer als der Tod.

Erich Fromm hat das Buch "Die Furcht vor der Freiheit" 1941 geschrieben, und es ist heute, im Zeitalter der sogenannten Selbstverwirklichung, aktueller als je zuvor.
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am 3. April 2016
Sicher, das Buch stammt nicht von heute, sondern ist in einigen Ansichten und Verteidigungen deutlich vom damals herrschenden Nationalsozialismus geprägt, der gerade die Auseinandersetzung mit dem Begriff der Freiheit sicher zu Recht forderte. Fromms Auseinandersetzung aber als "Historie" zu betiteln wäre grober Unfug.
Denn hinter den zeitgenössischen Verknüpfungen steht sehr viel mehr an Auseinandersetzung mit der menschlichen Natur und die durchaus sehr interessante These, dass die Freiheit der Ablösung als "Freiheit von" den Menschen noch lange nicht befähigt, "frei für" etwas zu sein, sondern in ebenso in Angst oder Unterwerfung führen kann. Es ist ein langer Weg, bis die Freiheit als Kraft erfahren und eingesetzt werden kann - das Buch von Erich Fromm vermittelt hierzu auch heute noch sehr interessante Aspekte.
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am 27. Februar 2013
Ich hatte dieses Buch vor Jahrzehnten schon einmal gelesen. Da es mir abhanden gekommen war, habe ich es noch einmal gekauft:
Erich Fromm lässt uns hier hinter die eigenen Karten schauen. Ich wümschte mir, dieses Buch würden viele viele Menschen lesen.
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am 28. Juni 2015
Erich Fromm ist einer der ganz Großen in der Psychologie, einer, dessen Erkenntnisse nicht verbraucht und überholt sind. Er ist nicht so einfach zu lesen, aber es lohnt sich, wenn man wenigstens versuchen will, die Menschen zu verstehen.
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am 14. Juni 2012
Erich Fromm zeigt, in einer auch dem Hobbypsychologen verständlichen Sprache, einen sozialpsycholgischen Ansatz. Der Beschreibung einer mittelalterlichen, in Zünften, Berufs- und Familiengemeinschaften untergebrachten Sicherheit stellt er eine vom Protestantismus und später vom Natonalsozialismus missbrauchte Unsicherheit des in der Renaissance aufkomenden Individuums gegenüber, das sich geradezu nach einem einem übergeordetem "höheren" Ziel sehnt und so zu einer angst- und einsamkeitsgetriebenen Flucht ins Autoritäre neigt. Folgt man Fromm auf seiner Suche nach einem umfassenderen Verständnis für diese Flucht des Individuums in autoritäre Angebote, ist es beängstigent wie aktuell seine 1940 häufig verwendete Redewendung "In unserer heutigen Zeit..." vielerorts immernoch und in unserer heutigen Zeit wieder ist. Das Buch bietet, neben einem geschichtlich im Nationalsozialismus verortetem Blick, eine sinnvolle Erweiterung der Freudianischer Vereinfachungen und fragt nach dem Menschen als einen von seiner Umgebung geprägtem Charakter in Reaktion auf die Notwendigkeit unter gesellschaftlichen Druck individuell sein zu müssen.
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am 9. Februar 2014
das buch beweist dass er wohl einer der grössten denker und analytiker des letzten jahrhunderst war.absolut lesenswert und hochinteressant.respekt ,erich fromm
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am 9. Dezember 2012
Ein sehr schweres Thema, was hier behandelt wird. Und doch auch für mich sehr gut verständlich geschrieben. Schwer bleibt jedoch, die Masse dafür zu begeistern und dafür darf man nicht aufgeben, zu arbeiten!
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am 6. November 2015
...kann man schon mit diesem Werk!!!
Wenn ein einfaches Konzept der menschlichen Psyche so gut viele Phänomene im zwischenmenschlichen Bereich erklären kann, noch während des dritten Reiches glaubwürdig das Zustandekommen desselben erläutern kann, dann ist es schon wert, nicht nur einmal gelesen zu werden.
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am 20. Dezember 2013
Üblicherweise ziehe ich bei Sachbüchern, die sich mit gesellschaftlichen Phänomenen beschäftigen, heute die eBook-Form vor. Denn deren Halbwertzeit liegt selten über 5 Jahre. Soziologen werden selten zu Longseller-Autoren. Eine große Ausnahme ist Erich Fromm. Die oft zitierten Werke „Haben oder Sein“ und „Die Kunst des Liebens“ finden in jeder Generation interessierte Leser. Fromm erlag offenbar nicht so leicht der Zeitgeist Interpretation, sondern schürfte tiefer und fand zeitlosere soziophilosophische Themen, die ihre Relevanz bis heute behalten.

Mit der jugendlichen Vorprägung der oben genannten Werke, die ich vor ca. 30 Jahren gelesen hatte, bekam ich nun die Empfehlung zu seinem Erstling „Die Furcht vor der Freiheit“. Gerhard Baum, ehemaliger FDP-Minister in der linksliberalen Koalition Ende der siebziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts, verweist darauf in seiner politischen Biografie. Es sei sehr erhellend für ihn gewesen und erkläre das bis heute unverändert ambivalente Verhältnis des Menschen zur Freiheit. Dem kann ich nach der Lektüre nur ganz und gar zustimmen. Dieses Buch werde ich nun zum Kanon meiner soziologischen Literatur zählen.

Geschrieben hat es Erich Fromm 1941 vor dem Hintergrund des sich erfolgreich ausbreitenden Faschismus und der Naziideologie, deren Zusammenbruch zu diesem Zeitpunkt sicher noch nicht absehbar war. Es ist beeindruckend, wie nüchtern, lesbar und fundamental er das Thema Freiheit und Gesellschaft analysiert und zunächst mit einer sehr plausiblen Entwicklungsgeschichte beginnend im späten Mittelalter in das Thema einführt.

Sicher ist sein Blick eurozentristisch und klammert fernöstliche gesellschaftliche Phänomene ebenso aus wie islamisch geprägte. Doch tut dies dem Erkenntnisgewinn erst mal kein Abbruch. Man darf sicher auch nicht eine erschöpfende Abhandlung erwarten. Der Leser erhält ein essayistisch formuliertes und plausibel interpretiertes Ergebnis einer gesellschaftlichen Analyse. Die gesellschaftspolitischen Ableitungen und Empfehlungen, die Erich Fromm daraus macht, nehmen keinen breiten, dogmatischen oder ideologischen Raum ein. Sicher tendiert er politisch deutlich links und spricht am Ende gerne vom Ideal der sozialistischen Demokratie.

Seit langem habe ich in einem Buch nicht mehr so häufig markiert, unterstrichen und Anmerkungen gemacht, wie in diesem. Die wesentliche Erkenntnis, die Erich Fromm vermittelt, ist weiterhin hochaktuell: das „Doppelgesicht“ der Freiheit. So wünschen wir uns zwar Freiheit in allen gesellschaftlichen Belangen, jedoch bedingt dies auch immer wachsende Unsicherheit. Weniger Staat, weniger Macht, weniger Regeln bedeuten auch weniger Absicherung, mehr Eigenverantwortung und Unklarheiten. Aktuell erleben wir eine Gesellschaft, in der immer mehr Menschen bereit sind, Freiheiten zugunsten einer komfortablen Sicherheitszone aufzugeben.

Die Furcht vor der Freiheit ist weiterhin aktuell. Wir alle müssen lernen, Freiheit auch mit beschränkter Haftung zu wollen. Um sich dafür zu rüsten, lohnt der Einstieg ins Thema über Erich Fromm.
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am 1. September 2013
Meine Rezension bezieht sich nicht auf das Buch selbst, sondern auf dessen Übersetzung.
Erich Fromm wurde zwar in Deutschland geboren, wanderte jedoch in die USA aus und lebte später in Mexiko.
Er verfasste dieses Buch in der englischen Sprache.

Falls Sie es sich zutrauen, Bücher auf Englisch zu lesen, schlage ich vor, Sie lesen die Originalausgabe mit dem Titel "Escape from Freedom".
Sie merken vielleicht: Bereits der Titel wurde falsch übersetzt.

Ich habe gerade vor, das Buch zu lesen und habe auf den ersten Seiten ein Zitat von Thomas Jefferson gelesen.
Im Original lautet es: "Nothing then is unchangeable but the inherent and inalienable rights of man."
Übersetzt wurde es folgendermaßen: "Nichts ist unveränderlich, nur die dem Menschen eigenen und unveräußerlichen Rechte nicht.

Im Inhaltsverzeichnis geht es in ähnlicher Art und Weise weiter: "Automaten Conformity" (als Unterpunkt von "Mechanisms of Escape") wurde mit "Flucht ins Konformistische" übersetzt.

Ich zögere momentan, das Buch jetzt überhaupt noch zu lesen, wenn schon auf den ersten Seiten so viel "lost in translation" ist.
Falls Sie sich selbst ein Urteil bilden möchten, oder sehen wollen, ob Sie mit dem englischen Text zurecht kommen, können Sie hier auf Amazon die englische Ausgabe aufrufen. Dort kann man einen "Blick ins Buch" werfen.
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