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am 19. Januar 2013
Das Buch ist in verschiedene Handlungsstränge unterteilt. Zum Einen ermittelt die Polizei in zwei Mordfällen, in denen ganze Familien ausgelöscht wurden, die auf den ersten Blick nichts gemeinsam hatten. Im Laufe der Ermittlungen wird klar, daß die Kinder der Familien eine wichtige Rolle in dem Fall spielen. Doch kann ein Kind in der Lage sein seine gesamte Familie zu töten?
Bald führt die Spur in eine Kinderpsychiatrie, in welcher die Polizisten Bekanntschaft mit völlig verstörten und unberechenbaren Kindern machen. Man gewinnt einen Einblick, wie traumatisiert Kinder sein können, denen Schlimmes widerfahren ist und wie schwer es ist ihnen zu helfen.
Danielle, die einzig Überlebende einer Familientragödie ist eine der Krankenschwestern in der Klinik. Sie gibt ihr Bestes, um den Kindern zu helfen und versucht dabei ihren eigenen Schmerz und Kummer zu unterdrücken.
Des Weiteren wird die Geschichte von Victoria erzählt, welche ebenfalls ein psychisch krankes Kind zu Hause pflegt. Welche Rolle spielen sie und ihr Kind in dem Fall?
Alle Erzählungen werden zum Ende hin zusammengeführt und das Rätsel gelüftet. Ich fand das ganze Buch gut durchdacht und einfach zu lesen. Zwischendurch wurde das Ein oder Andere vielleicht etwas zu oft wiederholt und durchgekaut, aber die Idee, Umsetzung sowie die Auflösung fand ich sehr einfallsreich.
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Der Thriller erzählt die Ermittlungen um zwei extreme Mordfälle in Boston, die die Ermittlerin D.D. Warren aufzuklären hat. Dem ersten Mord fällt eine beliebte Familie zum Opfer. Sie war unauffällig, in der gesamten Nachbarschaft gerne gesehen und es gibt keinen erkennbaren Grund für deren Auslöschung.
Am nächsten Tag wird ein weiterer, ähnlicher Mord an einer kompletten Familie entdeckt. Nur dass diese Familie das komplette Gegenteil der ersten Opfer war: Diese Familie war im Drogenmilieu einschlägig bekannt und gehörte definitiv zur Unterklasse.

D.D. Warren glaubt nicht, dass es sich um Zufälle handelt, zumal es einige Übereinstimmungen gibt. Die Mordwaffen waren sowohl eine Feuerwaffe, als auch ein Messer. Und in beiden Mordfällen wurden sogar die kleinen Kinder (z.B. ein Säugling in seiner Wiege) umgebracht.

Gemeinsam mit ihrem Partner Phil und dem Professor Alex, der einfach mal wieder die praktische Arbeit der Ermittlung miterleben will um nicht einzurosten, beginnt D.D. Warren mit den Untersuchungen und versucht den Dingen auf den Grund zu gehen '

***

Dies ist der zweite Fall der Ermittlerin D.D. Warren, für mich war es das erste Buch überhaupt von Lisa Gardner. Erzählt wird der Thriller in verschiedenen Handlungssträngen.

Zunächst gibt es Danielle, eine junge Frau, die vor 25 Jahren einizige Überlebende eines Familiendramas war: Ihr Vater hat ihre Mutter, die beiden Geschwister und dann sich selbst getötet. Warum er Danielle verschont hat, weiss sie bis heute nicht und diese hat nach wie vor mit den Erlebnissen zu kämpfen. Sie arbeitet als Krankenschwester auf einer Station für psychisch kranke Kinder und kümmert sich aufopferungsvoll um sie. Sie geht auf in ihrer Arbeit, nutzt diese als Eigentherapie. Kann sie schon sich selbst nicht helfen, dann wenigstens den Kindern in ihrer Obhut.

Dann gibt es da Victoria: Mutter von Evan, einem psychisch kranken 8-jährigen, der mitunter sehr gefährlich ist, denn er will seine Mutter töten. Wobei nicht ER das will, das Phantom sagt ihm, er muss es tun. Victoria lebt eigentlich kein Leben mehr, sondern versucht ausschließlich alles in ihrer Macht stehende sich um ihren Sohn zu kümmern und dabei nicht verletzt zu werden. Ihr Ehemann hat sie verlassen und die gemeinsame Tochter, 6 Jahre alt, mit sich genommen. Der Bruder war einfach zu gefährlich für das Mädchen. Victoria sieht ihre Tochter nur einmal in der Woche und ihr Ehemann hat kein Verständnis dafür, dass Victoria Evan nicht in eine entsprechende Anstalt gegeben hat, um für den Rest der Familie da zu sein.

Dann gibt es natürlich noch den Handlungsstrang um D.D. Warren und ihre Kollegen, die mit den Ermittlungen und der Aufklärung der Mordfälle beschäftigt sind.

Im Laufe der Geschichte verbinden sich die Handlungsstränge und dies ist Autorin gut gelungen. Die Protagonistin war mir eigentlich nicht mal sonderlich sympathisch. D.D. Warren scheint eine etwas bissige und zickige Ermittlerin zu sein, die nicht unbedingt leicht ist.

Was mich an diesem Buch aber absolut gefesselt hat, waren die Hintergründe und die Ausführungen um die Störungen der kranken Kinder: Warum will ein 8-jähriger seine Mutter töten? Was geht in einer 9-jährigen vor, wenn ihr Vater sich vor ihren Augen erschiesst? Was ist ein Wolfskind und warum kommt es nur dann zur Ruhe, wenn es sich benimmt wie eine Hauskatze und sich im Sonnen- oder Mondlicht einrollt? Wie geht es einem Kind, dass jahrelang in einer ausgeschalteten Tiefkühltruhe mit einigen Luftschlitzen gefangen wurde?

Diese Themen werden behandelt und das war es, was mir an diesem Buch sehr gefallen hat. Die Art und Beschreibungen wie die Schwestern und Pfleger in der Psychiatrie versucht haben, diesen Kindern zu helfen und zwar ohne sie mit Medikamenten zuzudröhnen, sie zu fixieren oder mit Stromschlägen zu 'behandeln'. Dies war sehr gut recherchiert und wurde mir als Leserin spannend und interessant nahegebracht.

Die Art, wie die Autorin die Krankenschwester Danielle mit ihrem Trauma hat umgehen lassen, gefiel mir auch besonders. In Rückblenden war ich als Leserin immer Zeuge der damaligen Nacht. Danielle ist für mich die heimliche Protagonistin, sie hat (natürlich) einige Ecken und Kanten aber sie war mir recht schnell ans Herz gewachsen.

Auch die Erklärungen wie Eltern mit ihren 'schwierigen' Kindern umgehen und sich zuletzt an jeden Strohhalm klammern ' und wenn es Wunderheiler sind ' war für mich sehr plausibel geschrieben.

Die Aufklärung der Mordfälle hat mich nicht enttäuscht, war mir ehrlich gesagt aber auch nicht das Wichtigste an diesem Thriller. Mich haben andere Dinge viel mehr interessiert, von denen ich wissen wollte, wie sie zu Ende gehen. Und diese Aufklärungen hat Lisa Gardner auch geliefert.

Der Schreibstil war ein einfacher aber schön zu lesender, die Kapitel sind in einer angenehmen Länge verfasst und die Wechsel innerhalb der drei Handlungsstränge haben für ein kurzweiliges und fesselndes Lesen gesorgt.

Das Cover zeigt eine junge Frau mit dunkel geschminkten Augen, wirren Haarsträhnen im Gesicht und passt für mich zum Buch.

Mein Fazit: 5 von 5 Sternen für diesen Thriller, den ich absolut als Psychothriller einstufen würde. Der Roman liefert sehr gute Hintergrundinformationen und Einblicke in kranke oder kaputte Kinderseelen. Sicherlich nicht nur interessant für Eltern vor 'schwierigen' Kindern.

© Buchwelten 2012
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TOP 1000 REZENSENTam 19. Juni 2012
"Die Frucht des Bösen" ist ein wirklich packender Thriller von Lisa Gardner. Wie ich erst nach dem Lesen feststellte, gibt es zu der Ermittlerin D.D. Warren schon eine ganze Reihe und dies ist nach "Lauf, wenn du kannst", "Kühles Grab: Thriller" (beide erschienen im Aufbau-Verlag) und "Ohne jede Spur" (rororo) bereits der vierte Teil. Beim Lesen habe ich von einer übergeordneten Handlung allerdings nichts bemerkt, die Fälle sind in sich geschlossen und das Privatleben der D.D. Warren spielt ohnehin keine große Rolle, sodass es mir problemlos möglich war der Handlung auch ohne Vorwissen zu folgen.

Inhalt: In Boston ereignen sich innerhalb kürzester Zeit zwei Familientragödien. Was erst aussah wie die Amokläufe zweier Familienväter, gibt dem Ermittlerteam um Sergeant D.D. Warren immer neue Rätsel auf. Die Gemeinsamkeiten der beiden Verbrechen sind unübersehbar, doch die Familien sind grundverschieden. Worin besteht die Verbindung?

Lisa Gardner erzeugt in "Die Frucht des Bösen" eine einzigartige Atmosphäre, die nicht zu Letzt durch die verschiedenen Erzählperspektiven entsteht. Insgesamt gibt es drei Handlungsstränge, die Stück für Stück verknüpft werden. Neben D.D. Warren, deren Ermittlungsarbeit aus der Perspektive eines Erzählers in der dritten Person beschrieben wird, gibt es noch zwei Ich-Erzählerinnen, die erst nach und nach ihre Identität und ihre Verwicklungen in der Geschichte lüften. Es sind die Kinderkrankenschwester Danielle, die auf einer geschlossenen psychatrischen Station arbeitet und vor fast genau 25 Jahren selbst als einzige den Amoklauf ihres Vaters überlebte, und die junge Mutter Veronica, die ihren psychisch kranken und teilweise sehr gefährlichen kleinen Sohn Evan pflegt.

Für mich waren die Passagen der beiden Ich-Erzählerinnen sehr überzeugend. Atmosphärisch dicht, sehr packend und oft mit erschreckenden Eingeständnissen wird das Leben auf der psychatrischen Station und das Leben mit dem unberechenbaren kleinen Evan beschrieben. Dabei ist das Buch wirklich nichts für zarte Gemüter, es gibt Gewalt, Blut und oft einen hohen Ekelfaktor. Dennoch schafft es die Autorin nichts zu überreizen, bleibt in ihren Beschreibungen detailiert und glaubhaft.

Etwas schwächer und ein kleiner Kritikpunkt am Buch sind die Kapitel, in denen der Leser D.D.Warren bei den Ermittlungen begleitet. D.D. ist selbst schon ein Stereotyp: Die perfektaussehende Ermittlerin, die den ganzen Tag Essen in sich reinschaufelt, aber auch mit Vierzig noch den Stoffwechsel eines jungen Hüpfers hat, niemals zunimmt und kaum einen anderen Gedanken hat als Sex - mit so ziemlich jedem männlichen Charakter, der im Laufe der Handlung auftaucht. Die mehrdeutigen Wortwechsel insbesondere mit der neueingeführten Figur Alex, Professor an einer Polizeiakademie und zur Auffrischung mal wieder im Außeneinsatz, waren dabei auch so plump, dass sie mich bei aller Spannung doch zum Augenrollen brachten.

Über das bisschen Klischee konnte ich aber in diesem spannenden Thriller, der mit vielen Elementen eines Psychothrillers punkten kann, leicht hinwegsehen, zumal das Ende mich noch einem richtig überrascht hat. Einen Thriller mit einem so hohen Gänsehaut-Faktor gibt es wirklich eher selten.

Fazit: Ohne ein paar Klischees aus der Rubrik "typisch amerikanisch" kommt auch Lisa Gardner nicht aus, aber bei einem Thriller wie "Die Frucht des Bösen", der mit viel Spannung und gelungenen Charakteren überzeugen kann, konnte ich da leicht drüber hinweglesen. Für Thriller-Fans ein absolutes Muss - aber (Warunung!) nichts für zart-Besaitete. Von mir 5 Sterne
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Binnen zwei Tagen ereignen sich zwei grausame Familientragödien in Boston. Beide Familien werden ermordet und auf den ersten Blick sieht es so aus, als wenn jeweils der Familienvater dafür verantwortlich wäre und sich anschließend selbst tötete. Detective D.D. Warren und ihre Kollegen ermitteln auf Hochtouren und bald schon stellen sie eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Fällen her. Diese führt sie in eine Klinik für psychisch gestörte Kinder.

Lisa Gardner erzählt den vorliegenden Thriller mithilfe dreier Handlungsstränge. Zum einen ist man bei den Ermittlungen der beiden Mordfälle dabei, den die toughe Sergeantin D.D. Warren leitet, zum anderen lernt man mit der Zeit die junge Krankenschwester Danielle kennen, die auch nach Jahrzehnten über ein grausames Erlebnis aus ihrer Kindheit nicht hinweg kommt. Den dritten Erzählstrang füllt die Mutter Victoria aus, die jeden Tag aufs Neue um ihr Leben fürchten muss.

Schnell ist klar, wie diese drei doch so unterschiedlichen Geschichten in Verbindung stehen und Lisa Gardner versteht es gekonnt, die unterschiedlichen Erzählstränge immer an einer äußerst spannenden Stelle enden zu lassen. Was natürlich der Spannung sehr zugute kommt. Diese hält sich lange Zeit auf einem sehr hohen Niveau, nicht nur aufgrund der Ereignisse rund um Danielle und Victoria, auch die beiden Mordfälle gestalten sich äußerst verzwickt.

D.D. Warren und ihr Team wissen zwar schnell, das beide Väter nicht für die Familientragödien verantwortlich sind, doch wer sollte einen Grund haben, zwei komplette Familien auszulöschen? Zumal es keine Berührungspunkte zwischen den Familien zu geben scheint, kommen sie doch aus völlig unterschiedlichen Milieus.

Zur Mitte hin, als sich die Ermittlungen immer mehr auf die Geschehnisse in der Klinik konzentrieren, bleibt die Spannung etwas auf der Strecke. Wobei es Lisa Gardner aber auch weiterhin sehr gut gelingt, die Story kurzweilig und atmosphärisch dicht zu erzählen. Oftmals ist die Stimmung des Buches sehr düster und beklemmend und den Erzählungen über die Patienten der Klinik merkt man schnell an, dass sich die Autorin mit dem Thema ausführlich beschäftigt hat. Dieses Wissen vermittelt die Autorin gut dosiert und einfühlsam.

Fazit: Ein fesselnder Thriller, der mit einer komplexen Story, einer toughen wie bissigen Ermittlerin und einem beklemmenden Thema fast durchweg überzeugt.
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am 20. Januar 2014
Zum Inhalt des Buches muss ich nicht mehr viel sagen. Daher also mein Eindruck von dem Buch:
Lisa Gardner hat eine sehr mitreißende, treffende Art zu schreiben. Man fiebert im Geschehen mit und auch die Charaktere haben dank Ihrer Schreibweise eine Identität, der man sich hingeben kann. Das Buch ist fesselnd, spannungsgeladen und perfide gestrickt, ein wirklich guter Thriller.
ABER: Es nervt ehrlich gesagt die Überzogenheit der Charaktere (u.a. Agent D.D. Warren, die ja so hinreißend schön ist obwohl sie futtert wie ein Scheunendrescher (natürlich auch nur ungesundes Zeugs) und außerdem an Sex denkt wie ein hungriger Kerl...sehr großer Nerv-Faktor) und auch der Schicksale. Die Darstellung der Kinderpsychiatrie ist teilweise ebenfalls haarsträubend (in der Realität funktioniert ein solches Konzept mit Sozialarbeitern und Kinderkrankenschwestern ohne jegliche tiefgreifende psychologische Ausbildung wohl kaum).
Aber gut - es ist Belletristik, ein Unterhaltungs-Thriller mit dennoch wirklich gelungenem Spannungsformat, welches den Täter bis ziemlich zuletzt verschlüsselt.
Von mir trotz negativen Anmerkungen 4 Sterne für ein paar sehr unterhaltsame, gruselige Abende!
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am 10. Dezember 2013
An zwei Abenden hintereinander ermorden Väter ihre komplette Familie. Diese Familien wohnen in völlig unterschiedlichen Milieus, sodass Detective D.D. Warren und ihr Team erstmal keinen Zusammenhang sehen obwohl sich die Verbrechen bis ins Detail gleichen.

Parallel dazu erzählt Danielle von ihrem Leben. Ihr Vater hatte vor 25 Jahren ebenfalls ihre Mutter und Geschwister ermordet und ließ nur sie überleben.

Die Geschichte wird von mehreren Personen erzählt. Alle, außer D.D. Warren, in der Ich-Form.

Mich hat der Roman von der ersten Seite an gefesselt, und das Verhalten der Kinder teilweise sehr schockiert.
Der Erzähl- bzw Spannungsbogen ist so clever aufgebaut (wer hat in der 1. Szene von Viktoria NICHT an den Ehemann gedacht??), dass man weiterlesen muss, vor allem weil es immer wieder zu Überraschungen kommt, mit denen man nicht rechnen konnte.

Man kann leider sehr wenig über die Story schreiben um dem zukünftigen Lesern die Spannung nicht zu nehmen.

Nur das Ende kam mir etwas 'zusammengeschustert' und unrealistisch vor. Deshalb nur vier Sterne.
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Lisa Gardner nimmt sich in ihrem neuen Thriller 'Die Frucht des Bösen' eines ganz besonderen Themas an. Nur sehr selten, aber doch immer wieder gibt es gewaltbereite Kinder, die durch schlimmste frühkindliche Erlebnisse oder psychische Erkrankungen nicht in der Lage sind, moralische Hürden und Hemmungen gegenüber gewalttätigem Handeln aufzubauen. In ihrem Thriller, der im Englischen den weit passenderen und weniger reißerischen Titel "Live to tell" hat, beschäftigt sie sich mit der Frage, wie eine Gesellschaft mit diesen Kindern umgehen soll, die über viele Jahre eine aufwändige und teure psychologische Betreuung benötigen und auch durch Medikamente nicht zu 'heilen' sind. Aber auch die Eltern stehen oft vor schwierigen Prozessen: Können sie ihre Kinder noch lieben, sind sie selbst an deren Versagen schuld? Und sollen sie versuchen, mit der potentiellen Gewalt ihrer Sprösslinge zu leben oder sie lieber gleich in ein Heim geben? 'Die Frucht des Bösen' ist ein weiterer Krimi mit der toughen Polizistin D.D. Warren, die sich hier allerdings eine kleine Schwäche erlaubt und Gefühle für ihren Polizeiakademieprofessor Alex Wilon entwickelt. Auch wenn es in Lisa Gardners Thriller 'Die Frucht des Bösen' manchmal etwas sehr brutal zugeht und der Fall etwas konstruiert erscheint, ist die Story von der ersten bis zur letzten Seite ungemein spannend geschrieben und mit vielen Hintergrundinfos angereichert. Mal sehen, wie es mit dem neu gefundenen Ermittlerpärchen im nächsten Fall weitergeht...
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am 1. November 2015
Das war endlich mal wieder ein sehr gutes Buch. Die Story auch von Anfang fesselnd - eine ganze Familie wird getötet. Zuerst gerät der Vater in Verdacht. Dann der Sohn, der verhaltensgestört ist. Dann eine zweite tote Familie - ebenfalls mit Problemkind. Völlig unterschiedliche Lebensart, wie die erste, aber ähnlich gemordet. Dazwischen zwei Frauen, die ähnliche Schicksale als/mit Kind haben. Wo ist der gemeinsame Nenner? Alles wird einerseits getrennt erzählt und doch miteinander verknüpft. Zudem kommen die Figuren an, man kann sich hineinversetzen und auch vorstellen. Dazu ist es fließend und spannend erzählt, es geht so ineinander über, ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Es hat mich gefesselt und ich fand es fast schade, als ich es durch hatte. Kann es wirklich nur empfehlen.
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am 21. Juli 2014
... die meisten Fälle auf der Kinderpsychatrie. Leider nicht übertrieben, denn meine älteste Tochter (Autistin) ist auch in einer Betreuungseinrichtung in der ziemlich seltsame Wesen herumgeistern. Ja und manchmal tickt auch einer aus :-(. Und ja ich kann auch die Mutter von Evan verstehen, die ziemlich viel in Kauf nimmt, damit ihr 8jähriger Sohn wenigsten von jemanden geliebt wird (trotzdem mit Messer und div. anderen Waffen hätte ich mich nie bedrohen lassen). Keine Frage ein spannendes Buch mit Gänsehautfaktor, aber die Auflösung ist mir dann doch etwas zu weit hergeholt. Und - deshalb kein fünfter Stern - die Frau Detektive ist mir viel zu sexuell fixiert - schon fast wie ein Mann.
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am 10. Juni 2012
Klappentext:

Er weiß alles über dich.
Auch, wo du dich verstecken wirst.
Familientragödie in Boston. In eineridyllischen Vorortsiedlung hat ein Mann Frau und Kinder ausgelöscht. Einen Tag später wieder holt sich das Grauen.
Die Ermittlungen geben Rätsel auf.
Beide Familien waren denkbar unterschiedlich: eine wohlhabend und religiös, die andere im Drogenmilieu bestens bekannt. Wie kann es sein, dass gleich zweimal in so kurzer Zeit etwas derart Grauenhaftes geschehen mußte?
Detective D. D. Warren glaubt nicht an Zufall. Und sie sucht verzweifelt nach einer Antwort. Bis sie langsam begreift: Es waren keine Amokläufe. Hier treibt jemand ein teuflisches Spiel.

Mein Umriss:

Eine ausgelöschte Familie in Boston. Schnell gerät der Vater in Verdacht, seine Kinder und seine Frau getötet und sich selbst schwer verletzt zu haben. Allerdings kommen schnell Zweifel auf, dass er der Täter ist.
Einen Tag später stirbt noch eine Familie, auch hier sieht am Anfang alles wie ein vom Vater initiierter Amoklauf aus.
D. D. Warren, die Ermittlerin in beiden Fällen zweifelt jedoch daran, dass die Morde unabhängig voneinander geschahen. Auch wenn erstmal nichts auf Gemeinsamkeiten hinweist, läßt sie nicht locker und stößt schon bald auf Gemeinsamkeiten. Die sie auch in der kinderpsychiatrischen Abteilung des Kirkland Medical Centers vermutet.
Schnell wird ihr klar, dass hier jemand ein übles Spiel spielt und sie schnell reagieren muss, bevor es zu einer noch größeren Katastrophe kommt.

Mein Eindruck:

Drei Handlungsstränge, in denen die drei Hauptprotagonisten in der Ich-Form erzählen, laufen langsam aber stetig aufeinander zu.
Jedes Kapitel für sich birgt eine Überraschung und als Leser verdächtigt man immer wieder bestimmte Personen, welche dann doch nicht als Täter in frage kommen. Selbst als es zum Showdown kommt, führt einen Lisa Gardner durch ihre wohldurchdachte Schreibweise immer wieder aufs Glatteis.
Anfangs etwas verwirrend, ist man dann sehr schnell im Geschehen und mag das Buch nicht mehr zur Seite legen. Ist der rote Faden am Anfang noch recht wellig und verknotet, so glättet und entwirrt er sich schnell und führt in einem steil ansteigenden Spannungsbogen zum unerwarteten Ende, das man als Leser so nicht erwartet hätte.

Mein Fazit:

Ein nicht ganz leichter Einstieg, dann noch ein Tabuthema und zwei ermordete Familien halten den Leser am Geschehen fest und verleiten ihn, diverse Personen zu verdächtigen.
Ein spannender Thriller, der hält was er verspricht.
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