Facebook Twitter Pinterest
EUR 8,95
Nur noch 1 auf Lager
Verkauf und Versand durch Besondere-Buecher-Online (99% positiv 2008-2018). Für weitere Informationen, Impressum, AGB und Widerrufsrecht klicken Sie bitte auf den Verkäufernamen.
EUR 8,95 + EUR 2,50 Versandkosten
Andere Verkäufer auf Amazon
In den Einkaufswagen
EUR 10,00
+ EUR 3,00 Versandkosten
Verkauft von: AmiraStern
Möchten Sie verkaufen? Bei Amazon verkaufen
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Die Freistatt. Roman. SZ-Bibliothek Band 25 Gebundene Ausgabe – 4. September 2004

2.3 von 5 Sternen 7 Kundenrezensionen

Alle 2 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Gebundene Ausgabe
EUR 8,95
EUR 3,99 EUR 0,48
6 neu ab EUR 3,99 73 gebraucht ab EUR 0,48 2 Sammlerstück ab EUR 3,15

Der Weltbestseller aus den USA
Basierend auf einer wahren Geschichte - der Roman "Unter blutrotem Himmel" von Bestsellerautor Mark Sullivan hier entdecken.
click to open popover

Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie die aktuellen BILD Bestseller. Jede Woche neu. Hier klicken


Wird oft zusammen gekauft

  • Die Freistatt. Roman. SZ-Bibliothek Band 25
  • +
  • Der Mann, der den Zügen nachsah. SZ-Bibliothek Band 24
  • +
  • Der Verfolger. SZ-Bibliothek Band 21
Gesamtpreis: EUR 18,64
Die ausgewählten Artikel zusammen kaufen

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
  • Android
  • Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Hinter dem Schirm der Büsche, die um die Quelle standen, beobachtete Popeye, wie der Mann trank. Ein dünner Weg führte von der Straße zur Quelle herüber. Popeye beobachtete, wie der Mann - ein hochgewachsener, hagerer Mann, hutlos, in abgetragenen grauen Flanellhosen, einen Tweedrock über dem Arm - auftauchte auf dem Weg und niederkniete, um aus der Quelle zu trinken. Die Quelle sprudelte an der Wurzel einer Rotbuche und floß auf quirlig gewelltem Sand dahin. Sie war von dichtem Rohr- und Dornenwuchs umgeben, von Zypressen und Fieberbäumen, in denen ursprungslos gebrochenes Sonnenlicht lag. Irgendwo, versteckt und heimlich, doch ganz in der Nähe, sang ein Vogel drei Töne und verstummte. An der Quelle beugte der trinkende Mann das Gesicht über die gebrochenen und mannigfachen Spiegelungen seines Trinkens. Als er sich erhob, sah er unter ihnen das zertrümmerte Widerbild von Popeyes Strohhut, obwohl er keinen Laut vernommen hatte.

Er sah einen Mann unter Mittelgröße, der ihn über die Quelle hin anblickte, die Hände in den Rocktaschen, eine Zigarette schief über dem Kinn. Sein Anzug war schwarz, der Rock knapp, hochtailliert. Seine Hosen waren einmal umgeschlagen und klebten von Schmutz über schmutzverklebten Schuhen. Sein Gesicht hatte eine sonderbare, blutlose Farbe, ganz als sehe man es in elektrischem Licht; vor der sonnigen Stille, in seinem schief sitzenden Strohhut und mit den leicht abgewinkelten Armen wirkte er böse unergründlich wie gestanztes Konservenblech. Hinter ihm sang wieder der Vogel, drei Takte in monotoner Wiederholung: ein Laut, bedeutungslos und tief in der atemholenden und friedvollen Folgestille, die das Fleckchen abzusondern schien von allem und aus der einen Augenblick später das Geräusch eines die Straße langfahrenden Autos kam und erstarb. Der trinkende Mann kniete neben der Quelle. "Sie haben eine Pistole in der Tasche da, nehme ich an", sagte er. Über die Quelle weg sah es aus, als betrachte ihn Popeye mit zwei Knöpfen aus weichem schwarzen Gummi. "Das frag ich Sie", sagte Popeye. "Was ist das in Ihrer Tasche da?" Der andere Mann hatte den Rock noch immer über dem Arm. Er hob die freie Hand und näherte sie dem Rock, aus dessen einer Tasche ein zerknautschter Filzhut, aus dessen anderer ein Buch hervorsah. "In welcher Tasche?" sagte er. "Nicht zeigen", sagte Popeye. "Erzählen Sie's mir." Die Hand des anderen Mannes hielt inne. "Ist ein Buch." "Was für ein Buch?" sagte Popeye. "Einfach ein Buch. Was Leute so lesen. Manche Leute tun das." "Lesen Sie Bücher?" sagte Popeye. Die Hand des anderen Mannes war wie erstarrt über dem Rock. Über die Quelle weg blickten sie einander an. Die Zigarette kräuselte ihren blassen Flaum vor Popeyes Gesicht, und die eine Seite seines Gesichts war schielend verzogen vor dem Rauch wie eine Maske, in die gleichzeitig zweierlei Ausdruck geschnitzt ist. Popeye zog aus seiner Hüfttasche ein verschmutztes Taschentuch und breitete es über seine Hacken.

Dann hockte er sich hin und sah den Mann über die Quelle weg an. Das war etwa um vier Uhr an einem Nachmittag im Mai. Sie hockten da und sahen einander über die Quelle weg an, zwei Stunden lang. Hin und wieder sang der Vogel hinten im Sumpf, als sei er von einem Uhrwerk getrieben; zweimal noch kam das Geräusch unsichtbarer Autos auf der Landstraße heran und erstarb wieder. Und wieder sang der Vogel. "Natürlich wissen Sie auch den Namen nicht", sagte der Mann über die Quelle hinüber. "Ich glaube fast, Sie kennen überhaupt keine Vögel, wenn sie nicht grad in einer Hotelhalle im Käfig singen oder auf dem Teller vier Dollar kosten." Popeye sagte nichts. Er hockte da in seinem knappen schwarzen Anzug, dessen rechte Rocktasche schwer und kompakt an seiner Flanke niederhing, drehte und rollte Zigaretten in seinen kleinen Puppenhänden und spuckte in die Quelle. Seine Haut war von toter, dunkler Blässe. Seine Nase zeigte eine schwache Adlerkrümmung, und er hatte überhaupt kein Kinn. Sein Gesicht wirkte wie zerlaufen, wie das Gesicht einer Wachspuppe, die man zu nah an ein heißes Feuer gesetzt und da vergessen hat. Über seine Weste lief eine Platinkette wie ein Spinngewebe.
"Hören Sie", sagte der andere Mann. "Mein Name ist Horace Benbow. Ich bin Rechtsanwalt in Kinston. Früher hab ich drüben in Jefferson gewohnt; dahin war ich jetzt grad unterwegs. Jeder hier im Lande kann Ihnen sagen, daß ich harmlos bin. Wenn es sich um Whisky handelt, ist es mir jedenfalls egal, wieviel davon Sie alle brennen, verkaufen oder kaufen. Ich hab hier nur angehalten, um einen Schluck Wasser zu trinken. Ich will in die Stadt, nach Jefferson, nichts weiter."
Popeyes Augen waren wie Gummiknöpfe, die der Berührung nachgeben und dann wieder vorspringen würden, den quirligen Schmier des Daumens auf sich. "Ich möchte noch vor Dunkelheit in Jefferson sein", sagte Benbow. "Sie können mich hier nicht einfach so festhalten." Ohne die Zigarette zu entfernen, spuckte Popeye daran vorbei in die Quelle. "Sie können mich nicht einfach so festhalten", sagte Benbow. "Wenn ich nun aufspringe und weglaufe?" Popeye richtete die Augen auf Benbow, wie Gummi. "Wollen Sie weglaufen?" "Nein", sagte Benbow. Popeye nahm die Augen weg. "Gut, dann tun Sie's auch nicht." Benbow hörte den Vogel wieder und versuchte, sich des einheimischen Namens zu erinnern. Auf der unsichtbaren Landstraße kam ein weiteres Wagengeräusch heran und erstarb. Zwischen ihnen und ihm war die Sonne fast untergegangen. Popeye zog eine Dollaruhr aus der Hosentasche, warf einen Blick darauf und steckte sie wieder in die Tasche zurück, lose wie ein Geldstück.


Kundenrezensionen

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Alle 7 Kundenrezensionen anzeigen

Top-Kundenrezensionen

am 17. Februar 2007
Format: Gebundene Ausgabe
6 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|Kommentar|Missbrauch melden
TOP 1000 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTERam 4. November 2007
Format: Gebundene Ausgabe
3 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|Kommentar|Missbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 14. November 2014
Format: Gebundene Ausgabe
5 Personen fanden diese Informationen hilfreich
|Kommentar|Missbrauch melden

Wo ist meine Bestellung?

Versand & Rücknahme

Brauchen Sie Hilfe?