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Kundenrezensionen

4,4 von 5 Sternen
5
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Format: Taschenbuch|Ändern
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am 23. Mai 2016
Das Buch bringt einige interessante Gedanken zu dem Verhältnis von Macht und Kirche im frühen Mittelalter. Es ist schade dass sich der Autor fast ausschließlich diesem Thema widmet. Einen umfassenden Überblick über die Lebensbedingungen in der nach-römischen Zeit erhält man leider nicht, genauso wenig wie eine Antwort auf die Frage, was die geistigen und religiösen Wurzeln der Franken vor der Christianisierung waren. Auch wo sie räumlich hergekommen sind, erfährt man nicht.
Das Buch eignet sich gut als Quelle für ein Referat über Karl den Großen und die Kirche. Wer allgemeine Informationen über die Franken sucht, ist anderweitig besser bedient.
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am 16. Februar 2017
Hervorzuheben an dem Beck Wissen-Band ist, dass die Natur der fränkischen Herrschaft herausgearbeitet wird. So erfährt der Leser, dass damals das Lehenssystem noch nicht entwickelt war oder list staunend, dass sich der Machtwechsel von den Merowingern zu den Karolingern anders vollzogen hat, als man in der Schule gelernt hat. Einige Lieblingsgedanken wiederholt der Autor immer wieder, wie die Stärkung der Ehe zulasten des Clandenkens. Bei einem derart schmalen Band wäre etwas weniger Redundanz wünschenswert. Auch interessiert den Nicht-Spezialisten vielleicht doch nicht so detailliert der Unterschied zwischen Staat und Reich. Dafür kommt die im Titel vollmundig angekündigte "Kultur" zu kurz und völlig fehlen Überlegungen zum täglichen Leben, der Handwerkskunst, der Stellung der Frau, etc - ganz zu schweigen von der eigentlichen Ereignis-Geschichte.
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TOP 100 REZENSENTam 28. März 2016
500 Jahre lang rannten die Germanen gegen den Limes an, überrannten ihn endlich siegreich um am Schluss doch alle sang- und klanglos unterzugehen. Als einzige von Rang überlebten die Franken, die damit die Erben der Völkerwanderung wurden. Sie hielten sich lange zurück und schlugen erst zu, als die anderen Stämme in endlosen Kämpfen das Römerreich zerstört hatten. Chlodwig der Franke sammelte das ein, was Arminius der Cherusker angefangen hatte. Dennoch wurde letzterer zum Helden der Deutschen, weil er das Unmögliche geschafft hatte - eine Armee von 20000 Mann zu vernichten. Mehr dazu in Die Legionen des Varus
R Opelt, Autor von Die Legionen des Varus: Das andere Mittelalter. Wenn die Römer gewonnen hätten.
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"Die fränkische Welt bestand nicht aus Franken, sondern aus einer bunten Mischung von Völkern,
und der Hof bildete dies mit seiner Vielfalt zugereister Experten ab."
(Prof. Dr. Bernhard Jussen)

Warum sollte sich der historisch interessierte Leser, der sich bereits mit den ebenfalls in der Reihe C.H.Beck Wissen erschienen Bänden "Die Merowinger" und "Die Karolinger: Herrscher und Reich" beschäftigt hat, auch noch "Die Franken" lesen?

Diese Frage ist leicht zu beantworten, denn der Historiker Prof Dr. Bernhard Jussen (Jahrgang 1959) beschränkt sich bei seinen Betrachtungen nicht alleine auf eine Dynastie, sondern hat die gesamte Geschichte, Gesellschaft und Kultur im Blick. Zum curriculum vitae des seit dem Sommersemester 2008 auf einen Lehrstuhl für Mittelalterliche Geschichte an die Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main berufenen Autors muss besonders herausgestellt werden, dass er neben Geschichte auch die Studienfächer Philosophie und Katholische Theologie belegt hatte. Seine Forschungsschwerpunkte liegen u. a. in der historischen Semantik und Politikforschung, dem kollektiven Bildwissen und der historischen der Verwandtschaftsforschung. Im Jahre 2007 wurde Jussen, der auch dem Kuratorium der Hamburger Hanne Darboven Stiftung [zur Förderung junger Künstler] angehört, mit dem Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Preis der Deutschen Forschungsgemeinschaft ausgezeichnet. Sein wissenschaftlicher Hintergrund verleiht ihm daher eine spezielle Betrachtungsweise....

Der erste von insgesamt fünf Abschnitten wurde mit der provokativen Fragen "Was gehen und 'Die Franken' an" betitelt. Jussen gibt darauf gleich eine Antwort, wonach das heutige Europa ohne einen Blick auf ersten nachrömischen Jahrhunderte, sprich die fränkische Gesellschaft des 5. bis 10. Jahrhunderts nicht zu verstehen sei. Diese Langzeitperspektive diente ihm als Auswahlkriterium für acht zentrale Aspekte, die er zunächst nur kurz umreißt, um sie später genauer auszuführen...

....wobei er einer ganze Reihe von gewohnten und liebgewonnenen, mitunter romantischen Vorstellungen anhand historische Fakten eine klare Absage erteilt. So müsse man sich die "Völkerwanderung", zusammen mit den "Germanen" ihre Karriere in der nationalen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts begonnen und ihren Zenit in der NS-Ideologie erreicht hatte, nicht als einen langen Treck mit Kind und Kegel, sondern als langsames Einsickern fränkischer Bauern und Krieger in die nördlichen Randzonen des römischen Imperiums vorstellen. Jene Geschichte, die mit Hilfe von Völkerwanderungskarten erzählt wurde, muss vielmehr durch eine Expertenmigration ersetzt werden. Einfachste Beispiele hierfür sind fränkische Kriegsspezialisten wie Charietto, Merabauses, Richomeres , Bauto und Arbogast, die Ende des 4. Jahrhunderts als „magister militium“ im römischen heer tätig waren. Folgen waren nicht nur die Assimilation der Migranten, sondern auch die Aneignung des "habistus barbarus" seitens der Eingesessenen. Lange Haare, ursprünglich den "Germanen" vorbehalten, wurden so zu einem allgemeinen Attribut des Militärs. Daneben wirkte sich die interkulturelle Aneignung auch auf namen, Sprache und Kleidung aus. Die Einwanderer wurden somit in das postimperiale Gallien integriert. Dies war der wesentlichste Unterschied zu Goten, Burgunder und Vandalen die in ihren Reichen keine Einheimischen waren sondern als Eroberer (mit peinlicher Identitätswahrung) wahrgenommen wurden. Eine weitere Besonderheit bestand darin, dass die gallischen Familien den Verlust des römischen politischen Systems gut verwunden und sich selbst als politische Leitfiguren neu entworfen hatten. Wie in keiner anderen Gesellschaft rund um das Mittelmeer verstanden es die reichsten und mächtigsten Romanen, das Bischofsamt zur neuen politischen Institution auszubauen.

Drei Ereignisse markieren einen politischen Systemwechsel: Die Entmachtung Kaiser Valentians durch den Heerführer Arbogast Trier (390), die Inszenierung des Begräbnisses von Childerich I. in Tornai (481) und die Taufe katholische Taufe seines Sohnes Chlodwig (zw. 497 - 508), als eine Art Grundsteinlegung des "fränkischen Großreiches". Gegensatz zu den Arianern konnte die alte, nun neue katholische Elite Chlodwig mit der "sancitas" (Heiligkeit) auch ein neues Konzept des Königtums anbieten, welches das alte der "felicitas" (Glück) ersetzte. Gegenüber Herrschern wie dem Ostgoten Theoderich, dem Westgoten Alarich und dem Vandalen Geiserich, die alle dem arianischen Glauben anhingen, war Chlodwig nunmehr der von Gott in der Heilsgeschichte eingesetzte Begründer der christlichen-katholischen Gemeinschaft und Vollstrecker des göttlichen Willens gegenüber den Feinden der "wahren Lehre". Mit Piippin III. Und der Usurpation des Thrones gewannen die "Karolinger" auch die Macht über die Medien, die ihnen erlaubte, die Geschichte so lange zu drehen, bis kohärente Rechtfertigungserzählungen und Lobeshymnen übrigblieben (Karolingisierung der fränkischen Geschichte). Für die Anerkennung der Usurpation wurden dem Papst nicht nur versprochen, den "Besitz des Heiligen Petrus" wieder herzustellen sondern auch gleich ein ganzes Arsenal politischer Druckmittel in die Hand gegeben: Eid, Salbung, Patenschaft usw. tasächlich ging es dem P nur um eine empfindliche Besitz- und Machtverschiebung sowie einer Bereicherung von historischer Dimension gegenüber dem in Konstantinopel residierenden Kaiser. Am Bosporus wäre es dem dortigen Patriarchen niemals in den Sinn gekommen, sich über den Kaiser zu stellen.

Schmunzeln ließ mich die Überschrift "Immobilien und Gebete erhalten die Freundschaft", was nichts anderes bedeutete, das man nunmehr dem Klerus als Profis Dienste wie die Totenpflege überließ, was jedoch nicht gratis zu haben war. Denn Gott verlangte Gegengaben, deren Ausbleiben mit ewiger Verdammnis bedroht war. Ein anderer wesentlicher Aspekte war die Institutionalisierung der Verwandtschaftsfeindlichkeit, welche das zusammengebrochene, alte politische System durch ein religiöses ersetzte. Der vielfach beschworene Begriff des Reiches stellt daher für den betrachteten Zeitraum einen Anachronismus dar, weil sich erst im Hochmittelalter ausdifferenzieren konnte. Bemerkenswert ist die Befreiung der Kunst, die anders als in Byzanz, den Grundstein für ihre eigene Geschichte legte. Andererseits wurde im Westen auch der zum römischen Kaiser erhobene König der Franken zu einem demütigen Büßer....

Mit einem einen Hinweis auf die fränkische Umrechnungstabellefür Bußleistungen Poenitentale Remense), die ein beschleunigtes und intensiveres Büßen ermöglichten möchte ich meine Rezension abschließen: 1 Tag Fasten = 50 Psalmen mit Kniebeugen oder 70 Psalmen ohne Kniebeugen. Daneben gab es weitere intensive Kurzzeitbußen für Laie und den Loskauf (redemptio).

5 Amazonsterne für eine Offenbarung, die einmal mehr zeigt, wie das katholische Christentum entstanden ist.
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am 4. August 2015
Die C.H.BECK-WISSEN Büchlein sind alle sehr informative, sachliche, gut lesbare, mitunter spannende Erzählungen der vor-, früh-, hoch- und nachmittelalterlichen Geschichten der germanischen Stämme.

Empfehlen würde ich all diese historischen Werke insbesondere der deutschsprachigen Jugend, der derzeit im Sinne der "politischen Korrektheit", nur Negativum für alles was deutsch und germanisch ist, eingeflößt wird.
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