Gebraucht kaufen
EUR 0,98
+ EUR 3,00 Versandkosten
Gebraucht: Sehr gut | Details
Verkauft von MEDIMOPS
Zustand: Gebraucht: Sehr gut
Kommentar: Von Europas Nr.1 für gebrauchte Bücher und Medien. Gelesene Ausgabe in hervorragendem Zustand.
Möchten Sie verkaufen? Bei Amazon verkaufen
Zur Rückseite klappen Zur Vorderseite klappen
Hörprobe Wird gespielt... Angehalten   Sie hören eine Hörprobe des Audible Hörbuch-Downloads.
Mehr erfahren
Dieses Bild anzeigen

Die Erbin des Grals Gebundenes Buch – 1. Januar 2003

3.9 von 5 Sternen 12 Kundenrezensionen

Alle 3 Formate und Ausgaben anzeigen Andere Formate und Ausgaben ausblenden
Preis
Neu ab Gebraucht ab
Gebundenes Buch
EUR 0,98
Taschenbuch
EUR 0,97
 

eBooks bis zu 50% reduziert eBooks bis zu 50% reduziert


Beliebte Taschenbuch-Empfehlungen des Monats
Stöbern Sie jetzt durch unsere Auswahl beliebter Bücher aus verschiedenen Genres wie Frauenromane, historische Romane, Liebesromane, Krimi, Thriller, SciFi und Fantasy. Hier stöbern
click to open popover

Hinweise und Aktionen

  • Entdecken Sie die aktuellen BILD Bestseller. Jede Woche neu. Hier klicken

Es wird kein Kindle Gerät benötigt. Laden Sie eine der kostenlosen Kindle Apps herunter und beginnen Sie, Kindle-Bücher auf Ihrem Smartphone, Tablet und Computer zu lesen.

  • Apple
    Apple
  • Android
    Android
  • Windows Phone
    Windows Phone

Geben Sie Ihre Mobiltelefonnummer ein, um die kostenfreie App zu beziehen.

kcpAppSendButton
Jeder kann Kindle Bücher lesen — selbst ohne ein Kindle-Gerät — mit der KOSTENFREIEN Kindle App für Smartphones, Tablets und Computer.


Der Beginn einer berührenden und authentischen Familiensaga von Ella Zeiss
"Wie Gräser im Wind": Kindle Storyteller-Gewinner 2018 hier entdecken.

Produktinformation

Produktbeschreibungen

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Als das Frühjahr kam, zeigte sich, daß Saunières Eintreten für die Monarchie ihm nicht nur eine Strafe beschert, sondern aus eben diesen Kreisen einige einträgliche Spenden für die Renovierung der Kirche eingebracht hatte. Da eine Adlige aus der Umgebung sogar für eine neue Kanzel sorgen wollte, räumte der Gemeinderat dem Priester endlich einen bescheidenen Kredit ein. Bald schon wurde es wärmer, und wie Bérenger Saunière mit der Instandsetzung seiner Kirche hatten es plötzlich auch die Amseln eilig, sich ihre Nester zu bauen. Während ich mich um den lange vernachlässigten Garten kümmerte, eifrig jätete, rote Bartnelken aussäte und dazu passend weiße Margeriten, holte sich der Abbé drei tüchtige Männer aus dem Tal, den Bauunternehmer Elias Bot und die Arbeiter Verdier und Rousset. Saunière, selbst handwerklich nicht unbegabt, packte voll Eifer mit an. Zuerst ließ er den Hauptaltar entfernen, eine einfache Steinplatte, die auf einer Seite in die rechte Mauer der Apsis eingefügt war und auf der anderen auf zwei bröckligen Pfeilern ruhte. Die vier Männer schleppten schwer an der großen Steinplatte. Verdier, der schmächtigste, konnte sie plötzlich nicht mehr halten, sie rutschte ihm aus den Händen und schlug mit einer Ecke auf eine Bodenplatte auf, die zerbrach. Das war nicht weiter schlimm, die ausgetretenen Platten sollten ohnehin ersetzt werden. Trotzdem mußten sich die Arbeiter erst einmal ausruhen. Sie lehnten sich draußen an die Friedhofsmauer und packten Brot und Käse aus. Saunière blieb in der Kirche zurück, um mit einem Meißel die gesprungene Bodenplatte ganz zu entfernen, damit niemand darüber stolperte. Als er das letzte Stück anhob, entdeckte er etwas Merkwürdiges. Unter der Platte befand sich ein Hohlraum. Vorsichtig sah sich Saunière um, ob keiner ihn beobachtete. Dann griff er in das Loch hinein, tastete, stutzte - und zog mit einiger Mühe einen schweren, offenbar eisernen Kessel heraus. Vor Aufregung schlug ihm das Herz bis zum Hals. Er richtete sich halb auf und beseitigte rasch den lose sitzenden Schmutz. Als er den Deckel abnehmen wollte, bemerkte er, daß er mit einer eigentümlichen schwarzen Masse - möglicherweise Pech - abgedichtet war und sich nicht von der Stelle bewegen ließ. Saunière lauschte nach draußen. Noch immer erzählte Verdier, dem der Schreck in die Glieder gefahren war, in allen Einzelheiten von einem Unfall seines Schwagers. Da nahm Saunière entschlossen den Meißel, um die Bitumenschicht abzukratzen. Einmal rutschte ihm der Meißel ab und fuhr tief in den linken Unterarm. Aber Saunière war viel zu ungeduldig, um darauf zu achten. Mit aller Kraft setzte er noch einmal den Meißel an, der Deckel knirschte, sprang dann mit einem seltsam zischenden Ton ab und kollerte zur Seite. Saunière traute seinen Augen nicht, als er sah, was sich im Topf befand: Münzen über Münzen. Goldene Münzen. »Guter Gott«, rief er halblaut aus, »was haben wir denn da?« Rasch - denn er hörte die Arbeiter zurück in die Kirche kommen - versteckte er den Topf hinter einem der Pfeiler und legte die zerbrochene Platte hastig wieder über das Loch. Daß er sich verletzt hatte, nahm er als Vorwand, die Leute für diesen Tag zu entlassen. Als er in die Küche trat, bemerkte ich zunächst nur, daß Blut von seinem Arm auf den Boden tropfte. Erschrocken band ich rasch ein sauberes Küchenhandtuch darum. Während ich in meinem Medizinschränkchen nach der Arnica- und Thymiantinktur suchte, die ich im Herbst angesetzt hatte, tänzelte Saunière um mich herum. »Marinette, mach nicht so viel Getöse um die Schramme. Schenk mir lieber ein Glas von dem guten Roten ein, ich habe eine kleine Stärkung nötig.« Erst jetzt sah ich ihn genauer an. Was war nur mit ihm los? Mit derart auffällig glänzenden Augen, zuckenden Mundwinkeln und übermütigem Lächeln hatte ich ihn schon lange nicht mehr gesehen. Hastig trank er einige Schlucke, hielt nun aber still, damit ich ihn ordentlich verbinden konnte, und endlich platzte es aus ihm heraus: »Marie, du kannst dir nicht vorstellen, was gerade geschehen ist!« »Was denn?« fragte ich betont kühl. »Gold! Ich habe Gold gefunden, drüben in der Kirche. Hunderte von alten Münzen!« »Nein! In der Kirche? Münzen? Aber Hochwürden, wo ...« »Ach, Marinette!« rief er ausgelassen, und seine Zähne blitzten. »Hochwürden! Hochwürden! Ich wollte dir schon längst vorschlagen, Bérenger zu mir zu sagen, wenn wir unter uns sind. Aber jetzt stell deine dummen Hexenkräuter zur Seite - komm lieber gleich mit hinüber, ich will es dir zeigen!« Saunière lachte noch immer voller Übermut, faßte meinen Arm und lief mit mir zur Tür. Dort hielt er kurz inne, rannte noch einmal die Treppe hinauf und kehrte mit irgendwelchen Plänen aus dem Arbeitszimmer zurück, vielleicht um nach außen den Anschein zu erwecken, als wollte er sie mir in der Kirche an Ort und Stelle erläutern. »Schau, Kleine!« rief er voller Begeisterung, als er den eisernen Kessel hinter dem Pfeiler hervorzog. »Tatsächlich, Gold. Du liebe Zeit! Wo kommt denn das her, Hochwürd ... Bérenger?« stotterte ich nun ebenfalls aufgeregt. Ich nahm einige Münzen in die Hand, um sie näher zu betrachten. Sie trugen ein Kreuz mit vier gleich langen Balken. Dann wühlte und wühlte ich berauscht im Topf herum. »Da unten war es«, sagte er und zeigte mir das Loch unter der Platte. »Und wo ein Topf mit Münzen ist, da kann auch anderes versteckt sein. Ich werde mich noch ein wenig genauer umsehen müssen in der Kirche. Wenn jemand nach mir fragt, so sage, ich wolle heute auf gar keinen Fall gestört werden. Schick sie alle fort! Ich verspreche dir, meine Kleine«, sagte er mit einem spitzbübischen Lächeln, »daß ich dich sofort holen werde, sollte ich weitere Schätze finden!« Mit klopfendem Herzen und nicht wenig verwundert, lief ich ins Pfarrhaus zurück und zog den Linseneintopf vollends vom Herd. Gold? Wem gehörte es, und wer hatte es in der alten Kirche versteckt? Ich wußte nicht, weswegen ich aufgeregter war - wegen des Goldes oder weil ich meinen Dienstherrn mit seinem Vornamen anreden durfte, wenn wir allein waren! Welch ein Tag! Als Saunière endlich wiederkam, dämmerte es schon. Er mußte gegen die Tür treten, damit sie aufsprang, denn mit beiden Händen trug er den schweren Topf und unter seinem Arm steckte obendrein ein kleines hölzernes Rohr. »Marie«, rief er, noch immer erregt. »Richte mir ein wenig Käse, Brot und einen Krug Wein, und bring mir dann alles hinauf ins Arbeitszimmer, ich habe zu tun!« Sprach es und eilte, immer zwei Stufen auf einmal nehmend, die steile, ausgetretene Eichentreppe nach oben. Ich ihm hinterher, denn mit dem Topf in seinen Händen hätte er niemals die Tür zu seinem Zimmer öffnen können. Später, als ich das Essen hinaufbrachte, war von dem Topf mit dem Gold nichts zu sehen, das Rohr jedoch lag geöffnet auf dem Tisch. Ich war zwar neugierig, wagte aber dennoch nicht, Bérenger auszufragen. Doch ihm waren meine suchenden Blicke nicht entgangen. Er stand auf, um mir den Krug mit Wein abzunehmen, und deutete dann auf die vor ihm liegenden vergilbten Blätter: »Weißt du, wo ich diese Pergamente entdeckt habe? In dem Pfeiler mit dem Westgotenkreuz, eben dem, der die Altarplatte gestützt hat. Er war innen hohl. Als ich hineingriff, zog ich zuerst lauter trockenes Gestrüpp heraus. Sieh, nun ist auch meine rechte Hand zerkratzt! Und dann - dann kam dieses mit Wachs versiegelte Holzrohr zum Vorschein, es enthielt drei Pergamente. Du kannst sie dir bei Gelegenheit einmal ansehen, Marie, doch muß ich darauf bestehen, daß du mir hier und auf der Stelle schwörst, mit keiner Menschenseele über meine Entdeckung zu reden. Schwörst du es mir?« Er nahm meine Hände fest in die seinen und sah mich eindringlich an. Seine Mundwinkel zuckten. »Schwöre es«, flüsterte er noch einmal. Ich nickte. In diesem Augenblick hätte ich allerdings auch dem Teufel meine Seele versprochen, denn Bérenger Saunière hörte nicht auf, mir tief in die Augen zu sehen. Meine Kehle war wie zugeschnürt. Plötzlich beugte er sich zu mir herunter und...


12 Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen

Dieses Produkt bewerten

Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel

Lesen Sie Rezensionen, die folgende Stichworte enthalten

8. März 2009
Format: TaschenbuchVerifizierter Kauf
TOP 500 REZENSENT VINE-PRODUKTTESTER
12. September 2012
Format: Gebundene Ausgabe
2 Personen fanden diese Informationen hilfreich
Kommentar Missbrauch melden
8. März 2011
Format: Gebundene Ausgabe