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Die Entdeckung Afrikas Gebundene Ausgabe – 2004

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Noch heute wird Afrika gerne als Einheit gesehen, als „schwarzer" Kontinent eben. Dabei ist die Heimstatt von 53 Staaten nie einheitlich gewesen, vor der Kolonialisierung Ende des 19. Jahrhunderts gab es rund 10.000 politische Einheiten. Wie sich dieses Afrika durch Europäer veränderte, schildert Jean de la Guérivière, der bei der französischen Tageszeitung Le Monde das Ressort Asien/Afrika leitet.
Dem Autor gelingt es, die Entdeckungsgeschichte in nur sechs Kapiteln zu gliedern. Er startet mit „Aus dem Meer tauchen Menschen auf". So müssen es die Einheimischen wahrgenommen haben, als im 15. Jahrhundert Weiße an ihren Küsten erschienen. Das zweite Kapitel „Die Verlockung Timbuktu" beschreibt die Zeit ab dem Ende des 18. Jahrhunderts, als die Stadt in Mali der Mythos für Afrika schlechthin war. Zweihundert Jahre lang hatten sich über 40 Europäer bemüht, sie nicht nur zu erreichen, sondern auch lebend wieder in die Heimat zurückzukehren, bis dieses Kunststück 1828 dem Franzosen René Caillié gelang. In den beiden zentralen Kapiteln „Die Magie der Ströme - Nil und Sambesi" und „Tief im Innern des tropischen Regenwalds" schildert de la Guérivière, wie sich die Motive der Entdecker vom Idealismus zur Profitsucht wandelten. Neben Menschenfreunden wie Brazza tauchen vermehrt Gestalten wie Stanley in der unrühmlicher werdenden Geschichte auf, die im fünften Kapitel „Die Eroberer" beschrieben wird. Der Kolonialismus zählt zu den dunkelsten Zeiten, nicht nur für Afrika, sondern auch für Europa.
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Von dr_rgne VINE-PRODUKTTESTER am 18. Mai 2005
In sechs Kapiteln wird die europäische Entdeckung des afrikanischen Kontinents dargestellt, beginnend mit den ersten Kontakten durch die Seefahrer und endend mit den Forschern des 20. Jahrhunderts. Dazwischen liegen die Abenteuer der Forschungsreisenden, der Sklavenhandel und die Kolonialisierung.
Leider bleibt die Darstellung meist doch sehr oberflächlich. Speziell das Kapitel zur Kolonialisierung erschöpft sich in einer uninteressanten Aneinandergliederung verschiedener Schlachten und geht in keinster Weise darauf ein, was diese für die dortige Bevölkerung bedeutet haben könnte. Überhaupt ist mir das Buch zu sehr auf die ach so grossartigen Errungenschaften der Europäer konzentriert und behandelt die Einwohner meist als Beobachtungsgegenstände. In dieses Bild passt auch die Rechtfertigung von "Ausstellungen" afrikanischer Menschen (ähnlich einem Zirkus oder Zoo), die zu Anfang des 20. Jahrhunderts in Europa sehr populär waren. Der Autor glaubt doch tatsächlich in der Existenz derartiger Ausstellungen einen Beweis des europäischen Interesses an afrikanischer Kultur erkennen zu können.
Positiv zu erwähnen ist vor allem die Aufarbeitung mittels zahlreicher Fotografien und Bildern aus der damaligen Zeit. Kombiniert mit Zitaten aus Forschungsberichten gelingt so - in den vorderen Kapiteln - eine lebhafte und glaubwürdige Darstellung der Entdeckungsgeschichte.
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