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am 17. Mai 2005
Der bislang beste Krimi aus der Reihe um die Wiener Kriminalkommissarin und ihren Partner Phillip Roth. Die komplizierte (Liebes-)Beziehung zwischen den beiden Hauptfiguren vertieft sich, bleibt weiter ein wichtiger Bestandteil der Handlung, doch diesmal wird auch das Thema der Krimihandlung ein Teil von Maria Koubas Alltag: Der ganz alltägliche Rassenhass, die ganz normale Diskriminierung, die wir rund um uns ständig erleben müssen. Aber das Ganze nicht aufbereitet in plakativer Schwarz-Weiß-Malerei, sondern mit vielen subtilen Untertönen in Grau.
Der Krimiplot hat viele Facetten, viele Handlungsstränge, die sich - so unterschiedlich und vielseitig sie auch sind - am Ende zu einem homogenen Ganzen zusammenfügen.
Fazit: Gelungen, spannend, und erotisch-pikant wie gewohnt.
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am 20. Mai 2014
In den frühen Morgenstunden wird in der Donau eine tote Frau gefunden. Kostümiert in einen Playboy-Bunny Outfit, was zur Faschingszeit nicht ganz ungewöhnlich ist, aber bei einer genaueren Untersuchung werden auch Folterspuren sichtbar. Die Kommissarin Maria Kouba und ihr Partner stehen erst mal vor einem Rätsel, denn die Tote hatte keine Papiere dabei und so müssen sie die Leiche als Erstes identifizieren. Am nächsten Tag erfahren sie aus der Zeitung, dass es sich um die Enthüllungsjournalistin Karin Bäumler handelt, diese hat sich in einen Escortservice eingeschmuggelt und schien auf einer heißen Spur zu sein. Die Ermittlungen führen unser Team in rassistische Kreise und je mehr sie mit Diskriminierung und Intoleranz zu tun haben, um so undurchsichtiger wird der Fall. Wo fangen sie am besten an? Warum lügen alle Beteiligten? Wie tief ziehen sich die Kreise? Und was hat es mit dem Wiener Opernball auf sich?

Das ist also der dritte Fall der Ermittler Maria Kouba und Phillip Roth gewesen und hier muss ich allerdings sagen, dass ich ein bisschen enttäuscht bin. Es geht hier so um ein brisantes Thema, Rassismus, Ausländerfeindlichkeit und das in einer Stadt wie Wien, wo die Bevölkerung so gemixt ist, da hätte ich mir mehr Fall und weniger Maria gewünscht. Denn unsere Kommissarin hat nur Phillip im Kopf, jeder Satz wird interpretiert, jedes Telefonat bringt sie in rage und ihre Eifersucht macht einen beim Lesen einfach fertig. Ich meine gut, das, was bei den beiden ist, das wissen wir ja schon seit dem ersten Band, aber diesmal nimmt es Ausmaße an. Somit gerät der Fall völlig ins Hintertreffen, dafür tauchen Familienmitglieder von beiden Ermittlern auf, die zu noch mehr Verwirrung führen. Natürlich passen sie sich dem Thema an, die Mutter von Maria lässt eine Triade über die Ausländer aus und ein dunkelhäutiges Liebesabenteuer ergibt sich dann auch noch. Phillip hält was vor Maria verborgen, was sie wahnsinnig macht und so driftet der Fall immer mehr ins Private ab.
Durch die ständigen Privatsachen und Marias gedanklichen Abschweifungen war es an vielen Stellen schwer den Fall zu folgen und als Leser überhaupt mit zu ermitteln. Auch das Ende kam mir etwas zu plötzlich und wirklich alles verstanden, in dem ganzen Durcheinander, habe ich glaube nicht. Was ich wirklich Schade fand, da ich sonst die Ermittler mag.
Allerdings hatte es auch realistische Züge, der alltäglich feindliche Ausdruck gegen Rassenhass und Diskriminierung von Mitmenschen kam hier wirklich gut rüber. Jeder hatte was zu sagen und zu schimpfen, selbst vor der Polizei war man da nicht sicher. Diese ganze Banndbreite von Feindlichkeiten hat die Autorin gut eingebracht und uns aus jeder Schicht einen Einblick gegeben. Das brachte einem den Fall wieder näher und überschnitt sich mit unseren gesellschaftlichen Leben.
Dieser Fall hat mich nicht so mitnehmen können, wie die ersten zwei Bände. Mir war es wirklich zu viele Privatsachen, zu viele Handlungsstränge und zu wenig Fall. Aber ich denke das wird sich wieder ändern und der Nächste wird wieder besser. Hoffentlich mit mehr Fall und einer etwas ausgewogeneren Ermittlerin.
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am 2. Mai 2005
Ein toller Krimi, ständig steigende Spannung von der ersten Seite bis zum atemlosen Finale. Realistische Akteure mit guten Dialogen, der spezielle Wiener Charme und das feingewobene Handlungsnetz haben mich das Buch nicht mehr aus der Hand legen lassen. Ein echter Leckerbissen im Krimieinerlei!
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am 14. Mai 2005
Der Plot klingt spannend, aber in diesem Krimi wird er leider totgeredet. Seiten- und stundenlang. Die persönlichen Befindlichkeiten der Ermittlerin Maria Kouba mögen ja die Kriminalistin menschlicher erscheinen lassen. Doch auch nur auf kurze Distanz. Der Fall rückt zu sehr in den Hintergrund, verglichen mit dem "Disaster" der Ermittlerin und ihren verklemmten Liebesgeschichten zu ihrem Ermittlungspartner ("George Clooney ähnlich") oder dem kollegialen Verehrer (der Brad Pitt ähnelt). Warum diese Klischees? Abgesehen von dramaturgischen Schlenkern, denen man kaum folgen kann... nö
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